BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR
Bildrechte: picture alliance

Die EU-Mitgliedstaaten haben ihr OK für einen einheitlichen Impfausweis für Reisen innerhalb Europas gegeben.

10
Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Grünes Licht für EU-Impfausweis

Spätestens Ende Juni soll der einheitliche europäische Impfnachweis einsatzbereit sein – pünktlich zum Start der Sommerferien. Schließlich will die EU mit dem sogenannten "grünen Zertifikat“ das Reisen in Corona-Zeiten wieder einfacher machen.

10
Per Mail sharen
Von
  • Stephan Ueberbach
  • Christian Sachsinger

Die EU-Mitgliedstaaten haben ihr OK für einen einheitlichen Impfausweis für Reisen innerhalb Europas gegeben. Vor allem Urlaubsländer wie Spanien, Griechenland oder Zypern hatten auf eine schnelle Einführung gedrängt. EU-Justizkommissar Didier Reynders ist zufrieden mit der entsprechenden Einigung der Botschafter aus den 27 Mitgliedsstaaten.

Aufschluss über das Ansteckungsrisiko

Der Impfausweis soll europaweit gelten und nicht nur über Datum und Ort der Impfung, sowie über den verwendeten Wirkstoff informieren, sondern auch über die Ergebnisse von Corona-Tests, sowie überstandene Covid-19-Erkrankungen. Das sogenannte grüne Zertifikat soll damit also Aufschluss geben, ob ein Mensch das Coronavirus verbreiten kann oder zumindest wie wahrscheinlich dies ist.

Vorgesehen ist ein maschinenlesbarer Barcode, um Fälschungen zu verhindern. Die 27 Mitgliedsstaaten haben sich nach Informationen des ARD-Hörfunks in Brüssel außerdem einstimmig darauf verständigt, dass der Nachweis kostenfrei sein soll, entweder digital oder auf Papier.

Über Quarantäne entscheiden die Länder

In Deutschland könnte etwa neben einer App für Smartphones auch das bisher übliche gelbe Impfheft genutzt werden. Ob, und wenn ja, welche Vorteile damit verbunden sein sollen, kann jedes Land für sich selbst entscheiden. Anvisiert werden zum Beispiel eine Befreiung von Quarantäne-Vorschriften oder die Erlaubnis zum Eintritt in Restaurants, Kinos oder Fitnessclubs. Ländersache ist auch, ob Impfstoffe anerkannt werden, die keine EU-weite Zulassung haben, wie das russische Präparat Sputnik V.

Reisen auch ohne Impfausweis

Justizkommissar Reynders unterstrich erneut, dass ein Impfzertifikat unter keinen Umständen eine Voraussetzung für Reisen innerhalb der EU sein könne. Es solle Grenzübertritte lediglich erleichtern. Die Regeln sollen zunächst für zwölf Monate gelten. Der Text muss aber zunächst noch ins EU-Parlament, um seinen endgültigen Segen zu bekommen. Ab Ende Juni soll das Dokument dann zum Einsatz kommen.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!