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Google scannt E-Mails nicht mehr für Werbung | BR24

© pa- dpa / Britta Pedersen

Der Stand von Google am 09.05.2017 in Berlin auf der Internetkonferenz re:publica.

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    Google scannt E-Mails nicht mehr für Werbung

    Google wird damit aufhören, die E-Mails der Nutzer in seinem Gmail-Dienst automatisch durchzuscannen, um passende Werbung anzuzeigen. Künftig soll sich die Werbung wie bei anderen Google-Produkten nach den Einstellungen des Nutzers richten.

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    Das Unternehmen kündigte gestern an, seine seit 2004 angewandte Praxis zu beenden. Google hatte die Inhalte von E-Mails der Gmail-Nutzer analysiert, um so die Interessen der Personen in Erfahrung zu bringen und die angezeigte Werbung darauf abzustimmen. Dies hatte Datenschützer besorgt und manche Nutzer verschreckt. Wie der US-Konzern mitteilt, wird Nutzern stattdessen künftig gezielte Werbung gezeigt, die auf anderen Daten wie etwa auf Suchanfragen oder dem Surfverhalten der Nutzer im Internet basiere.

    Google will mehr Unternehmen für Gmail anwerben

    Google erklärte, das Mitlesen der E-Mails werde im Laufe des Jahres gestoppt. Hintergrund ist auch der Gmail-Dienst, den Google kostenpflichtig für Unternehmen anbietet. Bei ihm erscheinen keine Anzeigen, und Nachrichten wurden auch nie entsprechend ausgewertet. Laut Google sorgte die unterschiedliche Handhabe aber für Verwirrung bei Unternehmen und Nutzern. Das Unternehmen hofft nun, dass die Einstellung der Mitlese-Funktion helfen wird, die Situation zu klären und mehr Unternehmen für den kostenpflichtigen E-Mail-Dienst anzuziehen.

    Gmail ist der größte E-Mail-Service weltweit. Microsoft und Apple haben den Konkurrenten Google wiederholt dafür kritisiert, Nachrichten von Nutzern für Anzeigen auszuwerten. Die Beliebtheit des Dienstes brach dadurch jedoch nicht ein.

    Autor
    • Theresa Authaler
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