| BR24

 
 

Bild

Google-Entwicklungszentrum in München
© Marc Müller / dpa-Bildfunk
© Marc Müller / dpa-Bildfunk

Google-Entwicklungszentrum in München

Firmenchef Sundar Pichai begründete die Entscheidung für den Ausbau des Münchener Standorts damit, dass die Anforderungen an Datenschutz, Privatsphäre und Sicherheit in Europa besonders hoch seien. Das neu eröffnete "Google Safety Engineering Center“ (GESC) in München soll dem Rechnung tragen: "Wir erhöhen unsere Aktivitäten und verdoppeln die Zahl der Datenschutz-Experten in München bis Ende 2019 auf mehr als 200, was Deutschland zu einem globalen Drehkreuz für die produktübergreifende Datenschutzarbeit von Google macht“, schreibt Google dazu im eigenen Blog.

Datensammeln gerät zunehmend ins Visier

Google hatte diesen Monat bereits neue Datenschutz-Optionen vorgestellt, mit denen Nutzer mehr Kontrolle über ihre eigenen Daten erlangen. So sollen Besitzer eines Google-Kontos etwa besser Suchanfragen und gespeicherte Standortinformationen löschen können.

Die zunehmende öffentliche Kritik am massiven Sammeln und Verwerten von Nutzerdaten trifft neben Google auch Facebook, Amazon und andere Internetriesen. Die Unternehmen betonen daher immer stärker ihr Versprechen, verantwortungsvoll mit den Daten umzugehen.

München auch wichtiger Entwicklungsstandort

Insgesamt soll die Zahl der Mitarbeiter in München bis Jahresende auf über 1.000 wachsen. Die bayerische Landeshauptstadt ist für Google ein wichtiger Standort, unter anderem für die Entwicklung des Browsers Chrome. Auch Cloud-Dienste werden hier zu großen Teilen entwickelt.