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Games: Ein Baukasten, ein bunter Planet und Kämpfe mit Snacks | BR24

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Mit "Dreams" für Playstation 4, "A Journey to the Savage Planet" für Playstation 4, Xbox One und Windows PC und "Snack World: Die Schatzjagd - Gold" für Nintendo Switch hat Wolfgang Zehentmeier drei Spiele mit ganz unterschiedlichem Ansatz getestet.

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Games: Ein Baukasten, ein bunter Planet und Kämpfe mit Snacks

Mit "Dreams" für Playstation 4, "A Journey to the Savage Planet" für Playstation 4, Xbox One und Windows PC und "Snack World: Die Schatzjagd - Gold" für Nintendo Switch hat Wolfgang Zehentmeier drei Spiele mit ganz unterschiedlichem Ansatz getestet.

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"Dreams", exklusiv für die Playstation 4, ist ein Spielebaukasten, also ein Spiel mit dem man selbst Spiele erstellen kann. Bekannte Vorgänger sind zum Beispiel "Little Big Planet für die Playstation" oder "Super Mario Maker" für die Nintendo Switch.

Viele Gestaltungs-Möglichkeiten

Im Vergleich dazu ist "Dreams" größer und vielfältiger. Welche Möglichkeiten der Baukasten bietet, soll durch ein mitgeliefertes Spiel deutlich werden, das mittels "Dreams" erstellt wurde.

Allerdings merkt man zu deutlich, dass hier krampfhaft versucht wurde, möglichst alle unterschiedlichen Spielgenres abzuklappern – von Jump and Run über Point and Klick bis hin zu Action- und Shooter-Einlagen.

Konstruierte Geschichte

Die Genre-Elemente sind an einer Geschichte aufgereiht, die ziemlich an den Haaren herbeigezogen ist. Ein Musiker verlässt seine Band im Streit, träumt dann und beschützt seinen Drachen aus Kindheitstagen vor einer bösen Krähe.

Masse der Möglichkeiten

Wenn man selbst ein Spiel erstellen will, ist es ähnlich: Es zerfasert irgendwie. So bleibt unterm Strich: "Dreams" kann sehr viel, aber die Masse der Möglichkeiten erschlägt einen eher, als dass sie dazu einlädt, selbst kreativ zu werden.

© 505 Games

Spielszene "Journey to the Savage Planet"

"A Journey to the Savage Planet"

Knallbunt und mit ziemlich abgedrehtem Humor glänzt "A Journey to the Savage Planet" für Playstation 4, Xbox One und Windows PC. Wobei "Journey to" stimmt nicht ganz: Die Reise ist gleich am Anfang des Spiels beendet – unser Ein-Raum-Raumschiff strandet und wir erkunden den Planeten ARY26 und einen riesigen Turm. Das tun wir zum einen für unseren Arbeitgeber, die Firma Kindred Aerospace – immerhin das viertbeste Weltraum-Erkundungsunternehmen - aber vor allem im eigenen Interesse: Denn der Hinflug hat den gesamten Sprit gekostet und ohne neuen Sprit kein Heimflug.

Jagd auf Vögel im Look von Angry Birds

Jetzt heißt es: Rohstoffe einsammeln, indem man Fantasie-Pflanzen erntet und Tiere jagt, die zum Beispiel an Angry Birds erinnern. Die riesige Welt besteht aus vielen fliegenden Inseln zwischen denen man in Jump and Run-Manier hin und her springen muss. Ständig gibt es etwas Neues zu entdecken. Mit Hilfe eines 3D-Druckers auf dem Schiff kann man durch gefundene Rohstoffe und neuer Alien-Technologie die eigene Ausrüstung weiter verbessern.

Lustige Entdeckerreise

Das Science Fiction-Adventure aus der Ego-Perspektive lohnt sich: Nicht nur die fantasievolle Flora und Fauna, sondern auch der gesamte stets hintergründig-ironische Ton des Spiels machen "A Journey to a Savage Planet" zu einer sehr lustigen und unterhaltsamen Entdeckerreise.

© Nintendo

Spielszene "Snack World: Die Schatzjagd - Gold"

"Snack World: Die Schatzjagd - Gold"

Oberflächlich betrachtet fast genauso abgedreht geht es in "Snack World: Die Schatzjagd – Gold" für die Nintendo Switch zu. Das Spiel ist in Japan Teil einer sehr erfolgreichen Marke inklusive einer eigenen Animee-Serie. Und wer glaubt: Mit Essen spielt man nicht, wird hier eines Besseren belehrt. Das Grundgerüst im Hintergrund ist aber ein klassisches Rollenspiel: Wir gestalten einen Held oder Heldin, und zusammen mit Chup und seinen Mitstreitern retten wir das Königreich Croquetta von König Büfett und seine Tochter Melonia.

Kämpfe gegen Pudding und Windbeutel

Auch viele Gegner heißen wie Lebensmittel und manche schauen auch so aus: es gibt schwabbelige Puddings, Sultan Balsamico, den fiesen Windbeutel oder die stachelige Kampfkastanie.

Knuddelige Optik

Vom schrägen Essenshumor abgesehen sind die Gefechte mit klassischer Fantasy-Ausrüstung – ganz im Gegensatz zur knuffigen Optik – einigermaßen fordernd. Besiegte Gegner lassen nützliche Dinge liegen und am Ende der Gefechte gibt es eine Zusatzbelohnung. Dadurch kann man den eigenen Charakter immer stärker machen.

Besonders sind nur die Bezüge zum Essen

Fazit: "Snack World: Die Schatzjagd – Gold" erfindet das Rollenspiel-Genre nicht neu, ist aber durch den Kniff mit den Essensbezügen eine gewisse Abwechslung im sonst üblichen Fantasy-Einerlei.

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