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"Game of Thrones": Algorithmus sagt Serientod voraus | BR24

© pa/dpa/Macall B. Polay / HBO

Game of Thrones: Schauspieler Nikolaj Coster-Waldau als "Jaime Lannister"

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"Game of Thrones": Algorithmus sagt Serientod voraus

Wer stirbt als nächstes? Kurz vor dem Start der finalen Staffel "Game of Thrones" haben Studierende der TU München einen Algorithmus entwickelt, der vorhersagt, welche Charaktere am wahrscheinlichsten ableben werden.

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Für Serienfans ist es oft das Schlimmste: Der lieb gewonnene Charakter stirbt - für einen selbst völlig unerwartet - den Serientod. Wer "Game of Thrones" (GoT) schaut, ist da möglicherweise härter im Nehmen, hier sterben Figuren gerne schneller, häufiger und brutaler.

Algorithmen: Daenerys Targaryen und Tyrion Lannister haben beste Überlebenschance

Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb kann man unschönen Überraschungen etwas vorbeugen: Studierende der TU München haben Algorithmen entwickelt, die die Sterbe-Wahrscheinlichkeit einzelner Figuren vorhersagen. Laut den Prognosen der Studenten hat in der achten Staffel Daenerys Targaryen die höchste Chance (99 Prozent), das GoT-Finale zu überleben. Die rechte Hand des Königs, Tyrion Lannister, hat mit 97 Prozent ebenfalls eine ganz gute Überlebensrate.

24 Faktoren für die Sterbe-Wahrscheinlichkeit bei GoT

Die Idee ist in einem Java-Script-Kurs entstanden, der jedes Semester an der TU München angeboten wird. "Wir sind Fans der Serie", sagt Guy Yachdav, Gastlektor an der TU, der das Projekt leitet. Ihnen sei aber klar gewesen, dass man sich bei GoT nicht zu sehr an die Figuren gewöhnen darf, also suchten sie nach einem Weg, vorherzusagen, wie "sicher" ein Charakter ist.

"A Song of Ice and Data" haben die Münchner ihre Anwendung genannt. Sie durchsucht das Netz nach Daten über die Serie, die Zahlen werden mit Hilfe von Algorithmen einer künstlichen Intelligenz aufbereitet. "Wir nutzen Daten von einer Fanseite und dem GoT-Wiki. "Für jeden Charakter haben wir Informationen gesammelt wie Alter, Geschlecht, Beziehungsstatus, in welchen Büchern er oder sie vorkam und ob sein oder ihr Partner noch lebt", erklärt Yachdav. Insgesamt 24 Faktoren fließen in die Bewertung ein.

Verheiratet sein steigert die Überlebenschancen

Bei ihrer Arbeit fanden die Studierenden auch heraus, dass es gemeinsame Merkmale aller bisherigen Tode bei "Game of Thrones" gibt. "Älter werden ist der wichtigste Faktor", sagt Yachdav. "Wir haben aber auch entdeckt, dass das Noble House eine Rolle spielt und dass verheiratet sein die Überlebenschancen steigert."

Bessere Überlebenschancen im Haus Targaryen

Auf der Webseite got.show findet sich eine vollständige Liste der Charaktere und ihre Überlebenschancen. Dort kann man beispielsweise nachlesen, dass in der Welt der Westeros eher Frauen überleben und dass es dem eigenen Überleben dient, dem Haus Targaryen anzugehören.

Präzise Vorhersage über die Wiederauferstehung von Jon Snow

Ganz neu ist die Idee der Studierenden nicht: Sie hatten schon 2016, kurz vor dem Start der sechsten Staffel von "Game of Thrones", im gleichen Kurs einen Algorithmus entwickelt. Der sagte damals ziemlich präzise die Wiederauferstehung von Jon Snow richtig voraus.

Die achte und finale Staffel "Game of Thrones" läuft in Deutschland ab dem 15. April auf Sky.

© BR

Wer stirbt als nächstes? Kurz vor dem Start der finalen Staffel "Game of Thrones" haben Studierende der TU München einen Algorithmus entwickelt, der vorhersagt, welche Charaktere am wahrscheinlichsten ableben werden.