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Facebook will Regeln für Live-Videos verschärfen | BR24

© dpa/pa/Gandalf Hammerbacher

Facebook-Managerin Sheryl Sandberg kündigte die Änderungen an (Archivbild)

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    Facebook will Regeln für Live-Videos verschärfen

    Nach den Anschlägen in Christchurch, die live im Internet übertragen wurden, will Facebook die Regeln für Live-Videos verschärfen. Australien kündigte derweil harte Strafen für Social-Media-Konzerne an, die "grausame Gewaltaufnahmen" dulden.

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    Facebook hat nach dem tödlichen Anschlag in Christchurch angekündigt, seine Regeln für Live-Videos zu verschärfen. Viel Menschen hätten "zurecht hinterfragt, wie Online-Plattformen wie Facebook benutzt wurden, um schreckliche Videos der Angriffs zu verbreiten", sagte Managerin des Unternehmens, Sheryl Sandberg.

    Daher sollen künftig Nutzer von Facebook Live ausgeschlossen werden, die in der Vergangenheit gegen die Gemeinschaftsstandards des Netzwerkes verstoßen haben. Zudem investiere Facebook in Software, um schnell bearbeitete Versionen von Gewaltvideos oder -bildern zu erkennen, kündigte Sandberg an.

    "Als Folge des terroristischen Anschlags ergreifen wir drei Maßnahmen: die Regeln für Facebook Live verschärfen, den Kampf gegen Hass auf seinen Plattformen verstärken und Neuseeland unterstützen." Sheryl Sandberg, Facebook-Managerin

    Anschlag auf Moscheen live übertragen

    Der mutmaßliche Attentäter im neuseeländischen Christchurch hatte seinen Anschlag auf zwei Moscheen live bei Facebook übertragen. Zahlreiche Nutzer hatten das Video geteilt. Der australische Rechtsextremist hatte bei seinen Attacken am 15. März 50 Menschen erschossen.

    Australien droht Internet-Konzernen mit Strafen

    Australien hat unterdessen angekündigt, Soziale Medien künftig zur Rechenschaft zu ziehen, wenn diese Terror-Aufnahmen nicht von ihren Plattformen entfernen. Die neuen Gesetze sollen bereits kommende Woche in das Parlament in Canberra eingebracht werden. Manager solcher Unternehmen müssten dann unter Umständen mit Gefängnisstrafen rechnen, den Konzernen drohen Milliardenstrafen.

    Regierungschef Morrison: Netzwerke haben Verantwortung

    Die großen sozialen Netzwerke hätten "eine Verantwortung, jede mögliche Maßnahme zu ergreifen, um sicherzugehen, dass ihre Technologie nicht durch mörderische Terroristen ausgenutzt wird", sagte Australiens Regierungschef Scott Morrison. Er werde andere G20-Staaten dazu ermuntern, die Unternehmen ebenfalls in die Verantwortung zu nehmen.