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Facebook versteckt in Australien "Gefällt mir"-Angaben | BR24

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Facebooks "Gefällt mir"-Button

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    Facebook versteckt in Australien "Gefällt mir"-Angaben

    Mehr „Wohlfühlfaktor“, weniger Neid? Facebook blendet in Australien die Anzahl der Likes aus. Sollte das Experiment erfolgreich verlaufen, dürften weitere Länder folgen.

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    Seit zehn Jahren gibt es den Like-Button nun schon und seit dem gilt: je mehr Likes, umso populärer ein Posting. Der „gefällt mir“-Daumen ist aus dem Netz nicht mehr wegzudenken, möglicherweise wird der ikonische Button aber bald an Bedeutung verlieren. Facebook experimentiert in Australien gerade damit, die Anzahl der Likes auszublenden. Lediglich der Urheber des Beitrags soll sehen können, wie oft welcher Post geliked wurde. Auf BR-Anfrage erklärt Facebook:

    "Wir wollen, dass Facebook ein Ort ist, an dem sich Menschen zusammenfinden und austauschen können, sodass sie etwas davon haben. Deswegen testen wir gerade, die Zahl der Likes, der Reaktionen und der Videoansichten auf Facebook auszublenden. Wir möchten von den Menschen erfahren, ob das Verstecken dieser Zahlen ihre Nutzungserfahrung verbessert, und trotzdem nicht zu Laster positiver Interaktionen geht." - Pressesprecherin Facebook

    Diese durchaus gravierende Änderung wird zunächst nur in Australien getestet. Möglicherweise wird sie bei Erfolg aber auch in anderen Ländern ausgerollt werden. Tech-Insider hatten bereits in der Vergangenheit Hinweise auf ähnliche limitierte Tests immer wieder veröffentlicht.

    Wellness statt Wettbewerb

    Auch Instagram, das ebenfalls zum Facebook-Konzern gehört, experimentiert schon seit einiger Zeit mit ähnlichen Maßnahmen. Das hatte Instagram-Chef Adam Mosseri im Juli gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung geäußert:

    "Wir wollen weiterhin ermöglichen, dass jemand ausdrücken kann, welchen Inhalt er mag, was ihm gefällt, wenn das ist wichtig für die Art und Weise, wie Instagram funktioniert. Wir wollen aber nicht, dass sich die Nutzer zu sehr darauf fokussieren, miteinander zu konkurrieren." Instagram-Chef Adam Mosseri

    Der Mutterkonzern Facebook möchte offenbar dem Konkurrenzdenken auf seinen Plattformen entgegenwirken. Anstatt der größtmöglichen Anzahl an Likes hinterherzujagen, sollen sich die Nutzer auf der Plattform wohlfühlen. In der Vergangenheit war dies offenbar nicht immer der Fall. Zumindest wird immer wieder die Vermutung geäußert, Facebook & Co. würden unglücklich machen und das Risiko für eine Depression erhöhen.