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Facebook verbindet Instagram mit Messenger | BR24

© BR-Screenshot; Credits: Facebook

Auf Wunsch: Aus Zwei mach Eins. Facebook stellt in einem Video die Messenger-Fusion vor.

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    Facebook verbindet Instagram mit Messenger

    Kommt der Super-Messenger? Facebook beginnt mit der Verknüpfung seiner Messenger. Die Nutzer des Facebook Messengers und von Instagrams Direktnachrichten können jetzt miteinander kommunizieren. Das ist praktisch, hat aber nicht nur Vorteile.

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    Dass Facebook seine Messenger plattformübergreifend nutzbar machen will, war kein Geheimnis. Nun hat der Konzern angekündigt, Nutzern von Instagrams Direct Messages und des Facebook Messengers zu ermöglichen, miteinander zu kommunizieren, ohne dafür extra den jeweils anderen Messenger nutzen zu müssen. Neben der Messaging-/Chat-Funktion soll dies auch Videocalls betreffen. Facebook beginnt gerade mit dem Rollout der neuen Funktionen. Wann die Features auch in Deutschland zur Verfügung stehen, ist noch nicht bekannt.

    Bekannte Features und Spielereien

    Um die plattformübergreifende Kommunikation zu aktivieren, müssen Nutzer in der Instagram-App dem Rollout der neuen Features einmalig zustimmen. Erleichtert wird Nutzern diese Entscheidung dadurch, dass der neue Messenger auch für Instagram viele alte, aus dem Facebook Messenger bekannte, aber auch neue Spielereien mitbringt: zum Beispiel "Selfie-Stickers", ein Mix aus Emoji, Selfie und Boomerang.

    Facebook schließt seine Nutzer ein

    Für Facebook macht diese Konsolidierung seiner Messengerdienste Sinn, denn der Wechsel zwischen Messengern ist für Nutzer lästig. Und wenn sich nun mehr Menschen direkt in einer App erreichen können, macht das das Facebook-App-Universum für Nutzer attraktiver - und immer weniger vermeidbar, sofern man als Nutzer von der digitalen Kommunikation mit Freunden und Familie nicht ausgeschlossen sein möchte.

    Weniger starke Konkurrenz im Messenger-Bereich, die alternativen Dienste wie etwa Threema, Signal oder Telegram, bekommen es mit einem nun noch stärkeren Gegner zu tun. Aber Facebook möchte natürlich auch Konkurrenten wie Apples iMessage oder Snapchat Druck machen.

    Wann folgt Whatsapp?

    Der nächste logische Schritt für Facebook in diesem Bereich wäre es, das äußerst populäre Whatsapp ebenfalls mit zu integrieren - denn auch Whatsapp gehört dem Unternehmen. Das scheint auch weiterhin auf der Agenda von Facebook zu stehen, wobei das Unternehmen da noch nach technischen Umsetzungsmöglichkeiten sucht. Whatsapps Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist dabei allerdings eine Hürde, wie ein Facebook-Mitarbeiter auf Twitter erläutert:

    Heikle Fusion

    Gerade die Verknüpfung mit Whatsapp sehen Datenschützer kritisch. Facebook hatte nach der Übernahme von Whatsapp zum Beispiel angekündigt, Daten wie Telefonnummern zwischen den Diensten austauschen zu wollen. Bevor die EU-Kommission der Übernahme damals zustimmte, war sie davon ausgegangen, dass Facebook dies nicht tun würde. Aufgrund dieser Intransparenz des Unternehmens, musste Facebook 2017 eine empfindliche Strafe von 110 Millionen Euro zahlen.