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Facebook beziffert Schnüffelei | BR24

© dpa/pa

Facebook

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    Facebook beziffert Schnüffelei

    Drei Jahre lang hat der Konzern das Verhalten von fast 190.000 Smartphone-Nutzern detailliert ausgeforscht, darunter von über 30.000 Minderjährigen. Um auch Daten von zahlungskräftigen Apple-Usern erfassen zu können, musste Facebook tricksen.

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    Im Web ist Facebook omnipräsent und greift Daten ab – auf der eigenen Site und mittels so genannter social-Plug-ins, beispielsweise dem Like-it-Button, auf den Sites von Anderen. Was der Konzern so aber nicht erfährt, ist, wie die Apps von Konkurrenten auf Smartphones und Tablets genutzt werden.

    Minderjährige ausgeforscht

    Um das herauszubekommen, hat Facebook erst eine VPN-App in die Shops von Apple und Google eingestellt, die kostenlos verschlüsselt und nebenbei schnüffelt. Es folgte die Datensammel-App „Research“, für deren Nutzung Facebook sogar ein paar Dollar bezahlt hat. Jetzt hat der Konzern gegenüber einem Mitglied des US-Senats das Ausmaß der Datensammel-Aktion offengelegt: „Research“ hat demnach das Nutzungsverhalten von 187.000 Usern umfassend überwacht. Darunter waren 34.000 Minderjährige.

    Der Apple-Trick

    Besonders interessant für Marketing-Leute sind immer die Daten von kaufkräftigen iPhone-Usern. Aber Apple überwacht seinen Appstore relativ streng. Deshalb hat Facebook „Research“ mit einem privaten Schlüssel signiert, einem digitalen Unterschriftsstift, wie Unternehmen ihn etwa für Apps bekommen, die nur betriebsintern genutzt werden. Dann können Apps auch von Servern installiert werden, die nicht zu Apple‘s App-Store gehören. So hat Facebook die Sicherheitsmaßnahmen des iPhone-Konzerns umgehen können.

    Neuer Aktivitäts-Tracker

    Nach „Research“ bringt Facebook jetzt den Aktivitäts-Tracker „Study“. Wieder gibt’s für die Nutzung Geld. Installiert werden kann er auf Android-Geräten. iPhones und iPads sollen folgen.