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Europäische Lösung: Corona-Warn-App wird international | BR24

© dpa/Oliver Berg

Künftig auch in anderen EU-Staaten nutzbar: Die Corona-Warn-App.

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    Europäische Lösung: Corona-Warn-App wird international

    Anders als das Coronavirus selbst, machten die Corona-Apps der verschiedenen EU-Staaten bisher an den Ländergrenzen halt. Das soll sich in Kürze ändern. Das besonders stark betroffene Frankreich ist aber nicht dabei.

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    Millionen Deutsche haben in den vergangenen Monaten die Corona-Warn-App heruntergeladen. Über Bluetooth-Technologie schneidet sie Begegnungen mit und kann so Risikokontakte von Infizierten warnen. Die Bilanz zum Nutzen der deutschen App ist bislang unterschiedlich, manche sind zufrieden, andere zweifeln an der Wirksamkeit.

    Wer trotz Corona privat oder geschäftlich ins Ausland reiste, könnte jedoch gemerkt haben: die deutsche Warn-App bringt bei einer Risikobegegnung in Österreich, Tschechien oder Kroatien nichts – selbst wenn das Gegenüber die örtliche App nutzt. Auch man selbst kann Menschen im Ausland bisher nicht warnen, wenn man nach einer Reise positiv getestet wird.

    Zustimmung nötig

    Das ändert sich nun, wie aus dem Umfeld der EU-Kommission bekannt wurde. Über eine Schnittstelle sollen spätestens Ende Oktober die Apps der elf EU-Staaten Deutschland, Italien, Irland, Österreich, Tschechien, Dänemark, Estland, Lettland, die Niederlande, Polen und Spanien Daten austauschen können.

    Dafür müssen die Nutzer dann ihre App aktualisieren und dem EU-Datenaustausch zustimmen. Ausgetauscht werden auch bei der EU-weiten Lösungen demnach nur anonymisierte Daten, sodass kein Rückschluss auf Personen möglich ist.

    Ein positiv Getesteter kann seine Infektion in der App angeben und jeder andere App-Nutzer, der jüngst länger in der Nähe war, wird gewarnt, dass er einen Risikokontakt hatte – ohne zu erfahren, um wen es sich handelt. Der Gewarnte kann sich dann testen lassen und so gegebenenfalls verhindern, dass er andere ansteckt. Dies funktioniert künftig auch, wenn Sie eine Risikobegegnung in Italien oder den Niederlanden haben.

    Frankreich fehlt

    Das aktuell besonders stark betroffene Frankreich gehört vorerst nicht zu den Staaten, die künftig Daten austauschen. Grund ist, dass die Franzosen sich bei ihrer Warn-App für eine andere Technologie entschieden haben. Sie basiert nicht auf Schnittstellen der Handybetriebssystem-Riesen Apple und Android, hat technische Probleme und dementsprechend auch relativ wenige Downloads zu verzeichnen.