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EuGH zu Facebooks "Like"-Button: Nutzer müssen einwilligen | BR24

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Websites, die Facebooks "Like"-Button einbinden, müssen bei den Nutzern eine Einwilligung einholen. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) nahm damit am heutigen Montag die Website-Betreiber mit in die Verantwortung.

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EuGH zu Facebooks "Like"-Button: Nutzer müssen einwilligen

Website-Betreiber haben ab jetzt die Verantwortung: Anbieter, die auf ihren Seiten einen Facebook "Like"-Button einbinden und so die Daten ihrer Besucher an das Netzwerk übermitteln, müssen dafür ab sofort die Einwilligung der Nutzer einholen.

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Webseiten-Besucher müssen informiert werden, wenn der Facebook "Like"-Button und ähnliche PlugIns ihre Daten erfassen und an Dritte weiterleiten, so hat es der Europäische Gerichtshof (EuGH) heute beschlossen. Anbieter von Webseiten müssen dem Urteil zufolge zuerst die Zustimmung ihrer Nutzerinnen und Nutzer einholen, bevor deren Daten – zum Beispiel die IP-Adresse oder die Webbrowser-Kennung - erhoben und an Facebook übermittelt werden.

Daten werden auch dann weitergegeben, wenn man nicht auf "Gefällt mir" drückt

Der EuGH hat sich mit dem Facebook-Daumen beschäftigt, weil es zwischen der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen und dem Online-Shop "Fashion ID" zum Streit gekommen war. Die Modeplattform hatte den "Like"-Button bis zum Mai 2015 auf ihrer Seite eingebunden, wodurch die Nutzerdaten aller Besucher der Webseite automatisch an Facebook weitergeleitet wurden - unabhängig davon, ob der "Like"-Button geklickt wurde und auch unabhängig davon, ob die Person überhaupt ein Profil in dem Social Network hat. Bereits beim Laden der Seite wurden Userdaten erkannt und an Facebook übermittelt.

Auch andere Plug-Ins könnten betroffen sein

Die Verbraucherzentrale NRW hielt das für rechtswidrig und ging gerichtlich gegen "FashionID" vor. Das Urteil des EuGH dürfte nicht nur Auswirkungen auf den "Gefällt mir"-Knopf haben, sondern auch ähnlich funktionierende Plug-Ins, zum Beispiel von Werbeanbietern betreffen.