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dpa-Bildfunk/Raphael Knipping
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Bei der EU-Urheberrechtsreform ginge es darum, die Rechte von Komponisten, Fotografen und Textautoren zu klären und ihre Werke angemessen zu honorieren, so der Jurist Pfennig.

"Wir bedauern sehr, dass der Eindruck verstärkt wurde, dass jetzt ein Zensurapparat aufgebaut wird, wo jeder, der irgendwas hochlädt, in Verantwortung genommen wird, obwohl genau das Gegenteil mit dieser Richtlinie bezweckt wird." Gerhard Pfennig

Enorme Gewinne auf den Plattformen

Auf den Plattformen würden enorme Gewinne erzielt und die Künstler würden nichts davon abbekommen, kritisiert der Sprecher der "Initiative Urheberrecht". Die Sorge vor den Filtern und einer Zensur teilt er nicht:

Filter werden längst schon eingesetzt

Pfennig betont, dass in der Richtlinie festgehalten ist, dass flächendeckende Filterung nicht stattfinden darf. Zudem würden heute schon viele Filter eingesetzt, um bestimmte Werke zu identifizieren. Das Problem mit den Filtern ließe sich aber ganz einfach lösen, wenn die Plattformen bereit wären, Verträge mit den Verwertungsgesellschaften wie etwa der GEMA einzugehen.

"Die GEMA lizenziert die gesamte Musik, die VG Wort (Verwertungsgesellschaft WORT e.V.) lizenziert viele Texte, dann braucht man nicht mehr zu filtern, weil dann große Bestandteile des Materials schon lizenziert sind und nicht mehr kontrolliert werden muss, was da hochgeladen wird." Gerhard Pfennig