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Erhöhtes Risiko: Was tun bei roter Warnung in Corona-App? | BR24

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Keiner geht wohl gerne in die Selbstisolation und für viele Menschen und deren Familien ist diese Situation sehr belastend. Wann Quarantäne aber zwingend sein muss, was die Corona-Warnapp aussagt - darüber sprechen wir im Studio.

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Erhöhtes Risiko: Was tun bei roter Warnung in Corona-App?

Die höheren Corona-Infektionszahlen der vergangenen Wochen bedeuten auch: Immer öfter schlägt die App wegen eines Kontakts an und schaltet auf Rot. Doch was dann zu tun ist, darüber herrscht bei vielen Nutzern Unsicherheit. Die wichtigsten Antworten.

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Die Corona-Warn-App wurde inzwischen fast 22 Millionen Mal heruntergeladen. Wird sie tatsächlich von allen, die sie heruntergeladen haben, auch benutzt, dann entspricht das gut einem Drittel der Smartphone-Nutzer in Deutschland. Durch die gestiegenen Infektionszahlen im Herbst schaltet die App auch immer häufiger wegen eines Risiko-Kontaktes auf Rot: Erhöhtes Risiko.

Rot: Daheim bleiben, Arzt oder Gesundheitsamt anrufen

Die Aufforderung der App, was dann zu tun ist: Am besten nach Hause gehen und soweit möglich, auch dort bleiben und den Hausarzt oder das Gesundheitsamt kontaktieren. Außerhalb der Sprechzeiten kann auch der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116 117 weiterhelfen.

Das ist noch keine offizielle Quarantäne. Die kann nur eine Behörde wie etwa das Gesundheitsamt anordnen. Ob, oder gegebenenfalls wie lange eine Quarantäne dauert, wird dann im individuellen Gespräch geklärt. Dabei werden auch mögliche Kontaktpersonen ermittelt und das weitere Vorgehen besprochen.

So ein Gespräch muss ausführlich sein und erfordert auch einige Zeit. Und es ist auch Geduld notwendig, durch die hohe Anzahl von Fällen kann es bei den Hotlines der Gesundheitsämter zu längeren Wartezeiten kommen. Trotz aufgestocktem Personal klagten die Gesundheitsämter zuletzt, bei der Kontaktnachverfolgung nicht mehr hinterherzukommen.

Wann springt die App auf Rot?

Die Corona-Warn-App meldet dann ein erhöhtes Risiko, wenn das eigene Smartphone zuletzt über einen längeren Zeitraum nahe an einem anderen Smartphone war, dessen Besitzer später positiv auf Corona getestet wurde. Und auch nur dann, wenn dieser das auch in der App eingetragen hat oder das Testergebnis direkt über die App mitgeteilt bekommen hat.

In der Zwischenzeit kann aber natürlich auch einige Zeit vergehen. Dadurch ist es möglich, dass die App das erhöhte Risiko erst eine Woche nach dem Kontakt oder später anzeigt. War der Kontakt sehr kurz, also nur über wenige Minuten oder in größerer Entfernung, also mehrere Meter, dann kategorisiert die App es als Kontakt mit niedrigem Risiko. Diese Kontakte werden zwar registriert, aber die App bleibt auf "Grün". Es ist also nichts weiter zu tun, da das Ansteckungsrisiko als gering eingeschätzt wird.

Für Risikoermittlung wichtig: Handy bei sich tragen

Die Risikoermittlung funktioniert nur dann zuverlässig, wenn das Handy samt Blutetooth-Funktion und Hintergrundaktualisierung eingeschaltet ist. Außerdem muss man das Handy auch immer bei sich tragen, damit Risiko und Nähe zu einem positiv getesteten Kontakt auch präzise einschätzt werden können.

Liegt das Handy mit der aktivierten App den ganzen Tag im Spind oder bleibt zum Beispiel in der Mittagspause am Schreibtisch liegen, dann wird ein Risikokontakt möglicherweise nicht registriert. Oder die App meldet einen Risikokontakt, weil sich ein infizierter Nutzer in der Nähe des Handys aufgehalten hat, ohne, dass man selbst mit der Person in Kontakt war.

Sollte die App ein erhöhtes Risiko anzeigen ist es in jedem Fall wichtig, mit Hausarzt oder Gesundheitsamt Kontakt aufzunehmen, um das Risiko entsprechend einschätzen zu können und über eine gegebenenfalls nötige häusliche Quarantäne entscheiden zu können.

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