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Elektromüll: EU plant einheitliches Ladekabel | BR24

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Die EU möchte endlisch Schluss machen mit dem Kabelsalat

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    Elektromüll: EU plant einheitliches Ladekabel

    Laptops, Smartphones, Tablets und vieles mehr: Die EU hat dem Kabelsalat den Kampf angesagt und plant ein einheitliches Ladegerät. Das Ziel: Weniger genervte Nutzer und weniger Elektroschrott.

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    Von
    • Christian Schiffer

    Ein Kabel für das Smartphone, ein anderes für die Smartwatch und wieder ein anderes für das Tablet: Das ist nicht nur nervig, sondern schadet auch der Umwelt. 51.000 Tonnen Elektromüll werden jedes Jahr alleine durch Ladekabel produziert. Das liegt unter anderem auch daran, dass fast immer ein Ladekabel mit dabei ist, wenn man ein Gerät kauft. Die Folge: Viele Verbraucher können sich vor Ladekabeln kaum noch retten.

    Neuer Anlauf der EU

    Manche Gadgets werden mit Hilfe des USB-C-Standards aufgeladen und andere mit Hilfe eines Mikro-USB-Kabels. Apple-Geräte wiederum setzen auf die hauseigenen Lightning-Anschlüsse. Bereits vor über zehn Jahren wollte die EU einheitliche Ladegeräte einführen und setzte dabei auf freiwillige Absprachen mit der Industrie. Viele Hersteller hielten sich daran und unterstützten den einheitlichen USB-Standard, Apple allerdings scherte aus.

    Nun wagt die EU einen neuen Anlauf, wie das Portal "Netzpolitik.org" berichtet. Bereits im Sommer soll ein entsprechender Gesetzesentwurf vorliegen. Das vereinheitlichte Ladegerät soll nicht nur Handys, Laptops oder Tablets mit Strom versorgen können, sondern auch andere Geräte, wie etwa Fitnesstracker, Kopfhörer oder eReader. Perspektivisch sollen sogar Fernseher bis 60 Zoll, Desktop-Computer, Staubsauger und Haushaltsgeräte per USB betrieben werden können.

    Studie zu kabellosem Laden

    Zudem möchte die EU verhindern, dass es bei kabellosen Ladelösungen ähnlich kommt, wie bei den herkömmlichen Ladegeräten. Manche Smartphones lassen sich per Induktion aufladen, indem man sie auf eine spezielle Matte legt. Auch hier gibt es bereits zwei Standards, die untereinander nicht kompatibel sind. Die EU will dazu offenbar eine technische Studie in Auftrag geben, in der es auch um die Effizienz des kabellosen Ladens gehen soll. Untersuchungen weisen nämlich darauf hin, dass das Laden via Induktion mehr Strom verbraucht als das Laden über Kabel.

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