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Digitalkonferenz DLD in München: Was trägst Du bei? | BR24

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Digital Life Design, kurz DLD, so lautet einer der wichtigsten Zukunfts-Konferenzen der Welt. Seit heute diskutieren Unternehmer, Wissenschaftler, Investoren, Journalisten und Start-Up-Gründer über die wichtigsten Technologiethemen unserer Zeit.

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Digitalkonferenz DLD in München: Was trägst Du bei?

Digital Life Design, kurz DLD, so lautet einer der wichtigsten Zukunfts-Konferenzen der Welt. Unternehmer, Wissenschaftler, Investoren, Journalisten und Start-Up-Gründer diskutieren in München über die wichtigsten Technologiethemen unserer Zeit.

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"What are you adding?" - "Was trägt Du bei?", lautet das Motto der diesjährigen Zukunfts-Konferenz "Digital Life Design" (DLD) in München. Es ist eine Devise, die dazu auffordert, die Ärmel hochzukrempeln und anzupacken, sich nicht zufrieden zu geben mit dem gegenwärtigen Zustand der Welt. Die von Hubert Burda Media organisierte DLD ist seit jeher eine Konferenz, die der Pessimismus und der Lethargie entgegenwirken will und das sei auch diesmal so, sagt DLD-Gründerin Steffi Czerny: "Ich wünsche mir, dass sich Investoren, Künstler, Start-Ups, Politiker ganz pragmatisch fragen: Wie machen wir die Welt zu einem besseren Ort?"

"Jeder muss sich selbst fragen: Was kann ich zu einer besseren Zukunft beitragen." Steffi Czerny, Gründerin der DLD-Konferenz

Klimawandel, Identitätskonflikte, politische und wirtschaftliche Unwägbarkeiten: Es gibt genügend zu tun. Die Frage ist: Welchen Beitrag kann Technologie dazu leisten, um Probleme zu lösen? Und vor allem: Wie sorgt man dafür, dass Technologie nicht selbst zum Problem wird? Das Internet hat die Menschen zwar näher zusammengebracht, aber auch für neuen Streit gesorgt. Und künstliche Intelligenz könnte im Kampf gegen den Krebs bald eine wichtige Waffe sein, auf der anderen Seite aber auch Arbeitsplätze kosten oder ganz neue Überwachungsmethoden ermöglichen.

Gerlach: Bayern soll moderner Service-Staat werden

Und so kommen bei allem Digital-Enthusiasmus auch die warnenden und nachdenkliche Zwischentöne auf der Konferenz nicht zu kurz, etwa wenn die britische Digitalbeauftragte Clara Bernett in ihrer Keynote kritisiert, dass viele Apps, die wir täglich benutzen, so designt sind, dass sie ihre Nutzer süchtig machen. Nach ihr spricht die Bayerische Digitalministerium Judith Gerlach. „What are YOU adding?“ diese Frage beantwortet die CSU-Politikerin ganz pragmatisch und verweist auf die Digitale Verwaltung, die ein "dickes Brett" sei, an dem man gerade bohre, so Gerlach. Auf der DLD konkretisiert Gerlach beispielsweise den Plan einer Bayern-App, die in wenigen Monaten erscheinen und den Bürgern unter anderem den Weg durch den Behördenjungle erleichtern soll.

Nicht nur reden, auch anpacken

220 Redner diskutieren drei Tage lang auf der DLD über Chancen und Risiken von Quantencomputer, der ehemalige Schachweltmeister Garri Kasparov spricht über die Frage, welche Rolle künstliche Intelligenz bei der Verteidigung von Cyberangriffen spielen kann und Gesundheitsminister Jens Spahn hält einen Vortrag zur digitalen Zukunft Europas. Mit Spannung wird der Talk von Jeremy Rifkin erwartet. Der Ökonom gilt als einer der profiliertesten Intellektuellen der USA und wird darüber sprechen, wie man mit einem globalen Green New Deal den Klimawandel aufhalten kann. Die Botschaft der diesjährigen DLD ist also klar: Es reicht nicht, nur über Probleme zu reden. Man muss sie auch anpacken.