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Die Zahl der Corona-Neuinfektionen lag mit 549 seit langem zum ersten Mal unter 1.000. Inzwischen gelten in Bayern rund 26 Prozent als zweifach geimpft. Ab heute gibt es für sie den digitalen Impfpass.

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Digitaler Impfnachweis: Großer Andrang in Apotheken

Einfach das Handy vorzeigen, anstatt immer das gelbe Büchlein dabei haben zu müssen: Das verspricht der digitale Impfpass. Den Impfnachweis kann man jetzt sich in Apotheken besorgen - der Andrang war zum Start riesig.

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Von
  • Christian Schiffer

Bequemer und sicherer als das gelbe Heftchen soll der digitale Impfausweis sein. Er basiert auf einem Zertifikat, das man von Ärzten, Impfzentren oder Apotheken erhält. Wer bereits vollständig geimpft wurde, soll das Dokument auch automatisch nachträglich per Post oder E-Mail zugestellt bekommen, sofern die Impfung in einem Impfzentrum stattgefunden hat.

Die CovPass-App hat einen Vorteil

Das Zertifikat enthält einen QR-Code, den man, zusammen mit dem Personalausweis, überall dort vorzeigen kann, wo ein Immunitätsnachweis verlangt wird. Man kann den Code aber auch in einer App hinterlegen, etwa in der Corona-Warn-App oder in CovPass, der App, die exklusiv vom Robert-Koch-Institut für diesen Zweck programmiert wurde.

Im CovPass lassen sich auch die Impf-Daten von mehreren Personen speichern, etwa die der Kinder. Das kann die Corona-Warn-App noch nicht.

Der digitale Impfpass ist freiwillig

Wichtig: Das gelbe, analoge Impfheftchen bleibt nach wie vor gültig, die digitale Variante ist ein freiwilliges Angebot. Der digitale Impfausweis soll auch im europäischen Ausland gelten, allerdings existiert dort noch nicht überall die dafür notwendig Infrastruktur.

Zu den acht Ländern, die den Digitalpass akzeptieren, gehören Spanien, Polen und Tschechien, weitere Länder sollen zügig folgen.

Zäher Start des digitalen Impfnachweises

Wer einen digitalen Impfausweis haben möchte, muss sich aber möglicherweise noch gedulden. Aufgrund des Ansturms war zeitweise die Seite mein-apothekenmanager.de nicht erreichbar. Hier kann man sich sonst informieren, welche Apotheke in der Nähe das Impfzertifikat ausstellt.

In den Apotheken selbst konnten dann nicht überall die QR-Codes ausgestellt werden. Grund auch hier: Systemüberlastung.

Apotheken melden hohe Nachfrage

Der Start des digitalen Impfpasses in Bayern sei ohne gravierende Hindernisse verlaufen, meldete indes der Bayerische Apothekerverband. Der Andrang ist groß: Bundesweit hätten bis Montagmittag, 14.00 Uhr, 400.000 Menschen ihre Covid-19-Impfungen aus dem Impfbuch mit Hilfe eines QR-Codes auf ihr Smartphone übertragen lassen, sagte eine Verbandssprecherin. Im Freistaat nehmen zwei Drittel der 3.000 Apotheken an der Aktion teil, bundesweit sind es etwa 13.000 teilnehmende Apotheken. 

Auch andere Apothekerverbände aus den Bundesländern meldeten eine hohe Nachfrage, vereinzelt bildeten sich demnach kleine Schlangen vor den Apotheken.

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