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Digitalbarometer: Viele Deutsche schützen sich nicht im Internet | BR24

© pa/dpa/Silas Stein

Digitalbarometer: Viele Deutsche schützen sich nicht im Internet

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    Digitalbarometer: Viele Deutsche schützen sich nicht im Internet

    Das aktuelle Digitalbarometer zeigt: Viele Deutsche schützen sich nicht ausreichend vor Cyber-Kriminalität. Dabei ist jeder Vierte davon betroffen. Zum Beispiel sind viele schon bei der Wahl ihrer Passwörter nachlässig.

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    Von
    • Vera Weidenbach

    Viele Deutsche sind eher nachlässig, wenn es um ihren eigenen Schutz vor Kriminalität im Internet geht. Das zeigt sich schon daran, dass das am häufigsten verwendete Passwort nach wie vor die Zahlenfolge "123456" ist – und das seit Jahren. Und es zeigt sich auch im aktuellen Digitalbarometer vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

    Automatische Updates wichtig für wirksamen Schutz

    Zwar geben 57 Prozent der 2.000 Befragten an, ein aktuelles Virenschutzprogramm zu nutzen und fast die Hälfte ist auch von der Sicherheit ihrer Passwörter überzeugt. Laut BSI reicht das aber nicht aus. Wichtig wäre beispielsweise auch, die automatische Installation von Updates zuzulassen, damit Betriebssysteme oder Apps immer auf dem neuesten Stand sind - das macht nur ein Viertel der Befragten.

    Immerhin zehn Prozent sind komplett ungeschützt im Internet unterwegs. Für BSI-Präsident Arne Schönbohm ist das wie "Autofahren ohne Anschnallen oder Bahn fahren ohne Maske".

    Betrug beim Online-Shopping am häufigsten

    Deshalb werden auch noch immer viele Menschen Opfer von Cyberkriminalität. Wie schon bei der letzten Umfrage, gab auch in diesem Jahr jeder Vierte an, schon davon betroffen gewesen zu sein.

    Allerdings hat sich die Art der Straftaten etwas verschoben: 2019 hatten die meisten Betroffenen eine Schadsoftware, wie Viren oder Trojaner auf ihrem Gerät. Jetzt ist Betrug beim Online-Shopping mit 44 Prozent die häufigste Straftat – zum Beispiel durch gefälschte Verkaufs-Portale.

    Bei 30 Prozent der Befragten wurde außerdem schonmal ein Online-Account gehackt.

    Verzicht als Schutzmaßnahme

    Bei einigen Befragten sind die Sicherheitsbedenken so groß, dass sie lieber darauf verzichten, Online-Angebote zu nutzen - immerhin zehn Prozent geben das bei der Befragung an. Vor allem jüngere Menschen verzichten deshalb zum Beispiel auf Online-Banking. Bei älteren sind es häufiger Soziale Netzwerke.

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