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Die Digitalkonferenz DLD will Deutschland zukunftsfest machen | BR24

© picture alliance / Gandalf Hammerbacher

Ein Panel bei der DLD Munich 2018

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    Die Digitalkonferenz DLD will Deutschland zukunftsfest machen

    Wie werden Roboter und künstliche Intelligenz die Welt verändern? Auf der DLD-Konferenz in München wird ab Samstag die Zukunft der Digitalisierung skizziert - und erforscht, ob Deutschland schon abgehängt wurde.

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    200 internationale Speaker und bis zu 1500 Teilnehmer hat der Medienkonzern Burda dieses Jahr zur DLD in München eingeladen - die Abkürzung steht für "Digital, Life, Design". Das bewusst hoffnungsvollen Motto lautet dieses Jahr: "Optimismus und Courage". Die DLD-Gründerin Steffi Czerny erklärt, dass das Motto gewählt wurde, "weil ich davon überzeugt bin, dass die Digitalisierung uns allen große Chancen bietet. Wir brauchen Mut und Optimismus, um diese Chancen zu nutzen, aber auch um den Herausforderungen zu begegnen.“

    © Hubert Burda Media / dpa

    DLD-Gründerin Steffi Czerny

    Von Facebook bis zum Münchner Startup

    Unter den Speakern sind einige Namen, die diese Herausforderungen geradezu perfekt verkörpern Allen voran: Sheryl Sandberg, die Vizechefin von Facebook, die als Mark Zuckerbergs rechte Hand gilt. In den USA wird sie wie die gesamte Facebook-Chefetage seit Monaten scharf kritisiert - kein Wunder, bedenkt man die zahlreichen Skandale, mit denen der Konzern im letzten Jahr für Aufsehen gesorgt hat. In München wird Sheryl Sandberg wohl auch zeigen wollen, dass Facebook der Welt mehr zu bieten hat als Datenlecks und politische Manipulation.

    Gerade im Bereich der künstlichen Intelligenz sind zahlreiche Gäste mit unterschiedlichen Standpunkten vor Ort. Die Fortschritte, die in Sachen künstlicher Intelligenz in letzter Zeit gemacht wurden, stammen sowohl von großen Tech-Giganten wie Facebook und Amazon, aber auch von kleinen Unternehmen wie dem Münchner Startup Konux. Diskutiert wird aber nicht nur, was diese Technologie kann, sondern auch was sie soll. In den letzten Jahren haben immer mehr Experten vor den möglichen Folgen künstlicher Intelligenz gewarnt. Einer der prominentesten Skeptiker ist Jaan Tallin, der vor fast 20 Jahren das Programm Skype mitentwickelt hat. Auch er wird auf der DLD sprechen.

    Wohin führt die Digitalisierung?

    Er und viele andere Experten werden auf der DLD skizzieren, wie wie sich unsere digitale Welt weiter verändern wird, eine Entwicklung bei der die Gesellschaft manchmal Schwierigkeiten hat, Schritt zu halten. Auch deshalb ist die Politik vertreten: Vor allem in Form von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeier und der bayerischen Digitalministerin Judith Gerlach.

    Die Digitalisierung ist heute in vollem Gange - aber in Deutschland haben viele Unternehmen und Arbeitnehmer Angst, davon abgehängt zu werden. Zudem gibt es immer wieder Streit darüber, wie ernst die Politik die Digitalisierung überhaupt nehmen sollte, nicht zuletzt als Bundesbildungsministerin Karlicek kürzlich verkündete, nicht jede Milchkanne brauche 5G. Von der diesjährigen DLD-Konferenz könnte das Signal ausgehen: Es ist längst Zeit zum Handeln. Ein bisschen Optimismus und Courage würde der deutschen Digital-Strategie bestimmt ganz gut zu Gesicht stehen.