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Die bei Gamern beliebte Plattform Discord steht wohl zum Verkauf | BR24

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Bildrechte: Discord

Discord - Plattform mit Wachstum.

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    Die bei Gamern beliebte Plattform Discord steht wohl zum Verkauf

    Hunderte Millionen Menschen nutzen weltweit die Messaging-Plattform Discord - vor allem, um während dem Spielen von Online-Games miteinander zu reden. Die Zukunft des Unternehmens ist unklar - doch nun meldet sich ein Kaufinteressent: Microsoft.

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    Von
    • Gregor Schmalzried

    Aus der Welt der Videospiele ist sie nicht mehr wegzudenken: Die Messaging-Plattform Discord wird weltweit von Millionen Menschen benutzt, um sich zu vernetzen und per Voice-Chat während Multiplayer-Spielen miteinander in Verbindung zu bleiben.

    Aber auch außerhalb der Gaming-Szene wird Discord immer beliebter: Auch Fanclubs von Serien oder Freundesgruppen versammeln sich statt in WhatsApp- oder Facebook-Gruppen immer öfter auf eigens eingerichteten Discord-Servern. Auf der Plattform tummeln sich über 140 Millionen aktive User, vor allem seit der Corona-Krise steigt das Interesse am Online-Vernetzen immer mehr.

    Discord steht wohl zum Verkauf

    Noch vor Kurzem hätte man vermuten können, dass in Discord ein neuer Konkurrent zu den großen Tech-Unternehmen Google und Facebook heranwächst. Doch das Unternehmen, das gerade mal sechs Jahre alt ist, geht andere Wege. Noch in diesem Jahr könnte Discord verkauft werden - und das für über 10 Milliarden Dollar.

    Nun berichtet das Wall Street Journal, dass der Käufer vielleicht schon bereitsteht: Microsoft.

    Microsofts Pech im Social Media-Geschäft

    Es ist nicht der erste Versuch von Microsoft, ins Social Media-Geschäft einzusteigen. Letztes Jahr hatte Microsoft versucht, angetrieben von Trumps US-Regierung, den amerikanischen Ableger von TikTok zu kaufen - vergeblich. Der Deal scheiterte nicht am Willen von Microsoft, sondern eher daran, dass die Trump-Regierung nach den Präsidentschaftswahlen schlichtweg das Interesse verloren hatte, politischen Druck auf TikTok auszuüben.

    Auch eine Übernahme der Pinnwand-Plattform Pinterest durch Microsoft scheiterte.

    Und selbst wenn eine Übernahme funktionierte, wurde sie nicht zwangsläufig zum Erfolg. Der Videochat-Dienst Skype, 2011 von Microsoft übernommen, blieb ausgerechnet während der Videochat-intensiven Corona-Zeit größtenteils irrelevant. Und die Livestream-Plattform Beam, die Microsoft 2016 kaufte und in Mixer umbenannte, wurde 2020 wegen fehlendem Publikum wieder eingestellt.

    Kommt die Übernahme?

    Microsoft, nach wie vor darauf aus, ins Social Media-Geschäft einzusteigen, blickt nun Berichten zufolge hoffnungsvoll auf Discord: Die Akquise des Unternehmens würde durchaus ins Portfolio von Microsoft passen - schließlich besitzt Microsoft mit der X-Box eine der wichtigsten Spielekonsolen, mit Minecraft eines der größten Online-Spiele und mit Bethesda einen wichtigen Spieleentwickler, der unter anderem hinter der beliebten "The Elder Scrolls"-Reihe steht.

    Durch eine Übernahme von Discord könnte das Unternehmen seinen Platz in der Videospiel-Welt weiter festigen. Doch unter Gaming-Fans stößt die Nachricht auf verhaltene Reaktionen. "Ich hab so die Befürchtung, dass die das genau wie Skype total versauen werden!", schreibt ein Twitter-User.

    Noch ist der Deal jedoch keine beschlossene Sache. Auch ein Börsengang des Unternehmens bleibt weiterhin denkbar.

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