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Datenschutzskandal: Facebook muss Milliardenstrafe zahlen | BR24

© Nicole Markwald/ARD

Mehr als ein Jahr lang hat die US-Handelsbehörde FTC gegen Facebook ermittelt. Jetzt soll es Medienberichten zufolge einen Deal geben: Fünf Milliarden Dollar (4,4 Milliarden Euro) soll der Internetkonzern wegen Verstößen gegen den Datenschutz zahlen.

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Datenschutzskandal: Facebook muss Milliardenstrafe zahlen

Mehr als ein Jahr lang hat die US-Handelsbehörde FTC gegen Facebook ermittelt. Jetzt soll es Medienberichten zufolge einen Deal geben: Fünf Milliarden Dollar (4,4 Milliarden Euro) soll der Internetkonzern wegen Verstößen gegen den Datenschutz zahlen.

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Wegen des Datenschutzskandal um die britische Firma Cambridge Analytica muss Facebook eine Strafe von umgerechnet 4.4 Milliarden Euro zahlen. Das berichten das "Wall Street Journal" und die "Washington Post". Demnach hat offenbar die US-Verbraucherschutzbehörde FTC dem Vergleich zugestimmt.

Mehrere Millionen Nutzer betroffen

Die Behörde hatte im vergangenen Jahr Ermittlungen gegen den Konzern eingeleitet. Der Vorwurf: Facebook habe gegen eine Verpflichtung zu mehr Datenschutz verstoßen.

2011 hatte der Konzern zugesichert, keine Informationen von Nutzern ohne ihre Zustimmung weiterzugeben. Im Fall Cambridge Analytica ist aber genau das passiert: Ein Entwickler einer Umfrage-App hatte dabei heimlich Informationen von mehr als 50 Millionen Facebook-Nutzern an die Datenanalyse-Firma weitergegeben.

Höhe der Strafe "so lästig wie ein Mückenstich"

Facebook könnte einen solchen Betrag leicht verdauen - das Online-Netzwerk hat Geldreserven von mehr als 45 Milliarden Dollar. Deshalb stößt die Höhe der möglichen Strafe auf Kritik: Das sei lediglich so lästig wie ein Mückenstich für ein Unternehmen dieser Größe, sagte der demokratische Senator Ron Wyden aus Oregon.

Weder die Federal Trade Commission (FTC) noch Facebook haben sich bislang zu dem Vergleich geäußert.

© BR

Der Internet-Konzern soll wegen schwerwiegender Verstöße gegen den Datenschutz fünf Milliarden Dollar zahlen.