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Datensätze im Netz: Welche Gefahr geht vom Facebook-Leak aus? | BR24

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Mark Zuckerberg ist selbst unter den Opfern des Leaks

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    Datensätze im Netz: Welche Gefahr geht vom Facebook-Leak aus?

    CDU-Politiker Philipp Amthor ist wohl unter den Opfern des Facebook-Leaks, und sogar Mark Zuckerberg selbst. Über eine halbe Milliarde Datensätze sind im Netz gelandet. Doch wie groß ist die Gefahr? Und wie findet man heraus, ob man betroffen ist?

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    Von
    • Gregor Schmalzried

    Es ist ein Datenleck gigantischen Ausmaßes: Über 500 Millionen Accounts sind vom großen Facebook-Leak betroffen, der am Wochenende bekannt wurde. Darunter sind wohl auch sechs Millionen Accounts aus Deutschland.

    Was ist der große Facebook-Leak?

    Insgesamt wurden Informationen über Nutzerinnen und Nutzer aus 106 Ländern im Netz veröffentlicht - darunter Namen, Wohnort und Geschlecht. Am Bedenklichsten ist aber: Auch viele private E-Mail-Adressen und Telefonnummern sind unter den geleakten Daten.

    Die Schwachstelle, durch die Hacker die Daten erbeuteten, wurde laut Facebook bereits 2019 geschlossen. Es handelt sich demnach um ältere Daten, die bereits seit einiger Zeit im Netz im Umlauf sind. Nun sind die Informationen für alle zugänglich ins Netz gestellt worden - weshalb es für Sicherheitsexperten möglich ist, sie genauer zu untersuchen.

    Mark Zuckerberg und Philipp Amthor betroffen

    Unter den Betroffenen stecken einige bekannte Namen: Wie Golem berichtet, sind auch die persönlichen Daten von einigen Politikerinnen und Politikern im Leak enthalten: Darunter von Kevin Kühnert (SPD), Thomas Kemmerich (FDP) und Philipp Amthor (CDU).

    International sorgte vor allem ein Name für Aufmerksamkeit: Auch Facebook-Gründer Mark Zuckerberg ist von dem Leak betroffen. Der Chef des Sozialen Netzwerks, der immer wieder wegen Verfehlungen in Sachen Datenschutz in der Kritik steht, musste sich daraufhin neue Kritik gefallen lassen: Wie der Sicherheitsexperte Dave Walker herausfand, hat Mark Zuckerberg wohl einen Account auf Signal. Signal ist eine Alternative zur Facebook-Tochter WhatsApp, die größeren Wert auf Datenschutz legt.

    Bin ich vom Leak betroffen?

    Im Chaos nach dem großen Facebook-Leak haben sich zahlreiche Websites gebildet, die es möglich machen sollen, die eigenen Daten zu überprüfen.

    Da bei nicht allen dieser Seiten die Herkunft geklärt ist, empfehlen Fachleute in der IT-Szene vor allem die altbekannte Website haveibeenpwned.com. Auf dieser Seite, die seit Jahren vom bekannten IT-Forscher Troy Hunt betrieben wird, kann man nach seinen persönlichen Daten suchen, um herauszufinden, ob sie im Datenleck enthalten sind. Bei Telefonnummern sollte man dies im internationalen Format tun, das heißt beginnend mit +49.

    Sollten die eigenen Daten tatsächlich im Leak enthalten sein, können diese auch an Spammer und Betrüger geraten. Man sollte, wenn man die Nummern und Adressen behalten möchte, dann besonders darauf achten, keine unverlangt erhaltenen Links oder Nachrichten anzuklicken.

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