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Das steckt hinter dem Streit um Apples neue iPhones | BR24

© dpa

Apples Entscheidung, das iPhone 12 ohne Netzteil und Kopfhörer auszuliefern, stößt auf Kritik

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    Das steckt hinter dem Streit um Apples neue iPhones

    Am Dienstag wurden die neuen iPhones vorgestellt: Sie werden ohne Kopfhörer und Netzstecker ausgeliefert. Jetzt gibt es im Netz Streit - über Ladegeräte und angeblichen Umweltschutz.

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    Am Montag hat Apple seine neuen Produkte vorgestellt, darunter auch das iPhone 12. Neu ist neben einigen technischen Features wie der 5G-Kompatibilität auch die Tatsache, dass die verschiedenen iPhone12-Modelle ohne Netzteil und Kopfhörer ausgeliefert werden. Dadurch werde der Kohlenstoffausstoß weiter reduziert und der Abbau und die Verwendung wertvoller Materialien vermieden, sagt Apple.

    Und bei der Beschreibung des Lieferumfangs des iPhones 12 Pro heißt es:

    "Als Teil unserer Bemühungen, unsere Umweltziele zu erreichen, kommen das iPhone 12 Pro und das iPhone 12 Pro Max ohne Netzteil und EarPods. Verwende bitte ein vorhandenes Apple Netzteil und vorhandene Kopfhörer oder kaufe dieses Zubehör separat." Apple-Beschreibung des iPhone 12

    Im Netz stieß diese Entscheidung auf vernehmbare Kritik. "Greenwashing at its best", schrieb ein Nutzer auf Twitter.

    1.400 Euro-Smartphone ohne Ladegerät: "Muss man sich erst mal trauen"

    Die Entscheidung, dieses Zubehör nicht mehr mitzuliefern, stieß auch angesichts des iPhone-Preises von mehr als 1400 Euro für ein iPhone 12 auf Unverständnis.

    "1461,20 Euro für ein Telefon aufrufen, und dann nicht mal ein Ladegerät beilegen. Muss man sich auch erst mal trauen", twitterte ein Nutzer.

    Weiterer Kritikpunkt: Das mitgelieferte USB-C-Kabel passt nicht auf herkömmliche Apple-Netzstecker, deren Weiterverwendung Apple ja empfiehlt.

    Andere Nutzer kritisierten, dass Apple beim Kabelanschluss am Gerät nach wie vor auf sein eigenes Lightning-System setzt anstatt auf den immer weiter verbreiteten USB-C-Anschluss.

    So reagiert Apple auf die Kritik

    Bei Apple argumentiert man, dass es weltweit mehr als 700 Millionen Kopfhörer mit Lightning-Anschluss und mehr als zwei Milliarden Ladegeräte gäbe. Wer kein USB-C-kompatibles Ladegerät hat, kann auch sein altes Ladegerät verwenden, das dort enthaltene USB-A-Kabel hat ja ebenfalls einen Lightning-Anschluss.

    Apple: Lightning lädt schneller als USB

    Aus Cupertino ist zu hören, man hoffe, dass weitere Hersteller der Apple-Entscheidung folgen, also ebenfalls auf Kopfhörer und Ladegeräte verzichten.

    Mit einem USB-Anschluss am iPhone selbst, hat sich Apple noch nie anfreunden können. Entsprechenden Aufforderungen der EU hat der Konzern bislang immer die kalte Schulter gezeigt. Apple sagt, dass sich seine Geräte mit dem Lightning-Anschluss schneller laden lassen als über USB.

    Kopfhörer und Netzteile werden billiger

    Ganz kalt scheint den Konzern die Kritik aber nicht gelassen zu haben. Schon am Mittwoch sind die Preise für die kabelgebundenen EarPods-Kopfhörer um knapp zehn Euro auf 18,50 Euro gesunken. Ähnlich ist es beim neuen Netzteil, das 24,35 Euro kostet, beim alten waren es noch 35 Euro.

    Wer kabellose Kopfhörer haben will, muss aber deutlich tiefer in die Tasche greifen: Die AirPods kosten 174,45 Euro, die AirPods Pro sogar 271,95 Euro – und diese Preise sind gleich geblieben.

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