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Alternativen zum Platzhirsch WhatsApp erfreuen sich immer mehr Beliebtheit

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    Das sind die wichtigsten WhatsApp-Alternativen

    Am 15. Mai ändert WhatsApp seine Nutzungsbedingungen. Viele Userinnen und User überlegen daher, zu anderen Messenger-Apps zu wechseln. Doch welche Alternativen gibt es? Und was sind deren Vor- und Nachteile?

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    Von
    • Christian Schiffer
    • Anna Bühler

    WhatsApp hat seine Nutzungsbedingungen aktualisiert und wird in Zukunft Daten vermehrt mit Facebook teilen. Ab dem 15. Mai sollen die neuen Nutzungsbedingungen sowie eine neue Datenschutzrichtlinie in Kraft treten. Zwar sollen die Änderungen bezüglich der Datenweitergabe laut WhatsApp nicht in Europa gelten. Dennoch ist WhatsApp weiterhin ein Messengerdienst, der vergleichsweise viele Daten sammelt. Insofern lohnt es sich, die Alternativen zu kennen. Ein Überblick.

    Signal

    Nachdem Elon Musk seinen Followern auf Twitter empfohlen hat, von nun an Signal zu benutzen, hat es einen regelrechten Ansturm auf den Dienst gegeben. Signal wird beispielsweise auch von Edward Snowden empfohlen, wenn es um privatsphärefreundliche Alternativen zu WhatsApp geht. Der Messenger kann alles, was WhatsApp auch kann, allerdings ist er Open Source, das heißt, der Programm-Code ist öffentlich und kann eingesehen und kontrolliert werden. Alle Chats sind Ende-zu-Ende verschlüsselt.

    Praktisch: Man kann einstellen, dass die Nachrichten, die man schreibt, nur für eine bestimmte Zeit lesbar sind und sich dann automatisch löschen. Dieses Feature gibt es auch beim Telegram-Messenger und auch WhatsApp will es demnächst einführen. Man kann Signal außerdem den Zugriff auf seine Kontakte verbieten. In dem Fall muss man die Nummer der Empfänger allerdings händisch eintippen.

    Nachteile?

    Auch Signal benötigt, wie WhatsApp, eine Telefonnummer zur Identifizierung.

    Threema

    Viele Messenger versuchen sich von WhatsApp dadurch zu unterscheiden, dass sie auf Datenschutz und Sicherheit größeren Wert legen. Das gilt für Apps wie Wire oder auch Kontalk, aber auch für Threema. Der Messenger aus der Schweiz setzt auf eine starke Verschlüsselung, zudem muss man nicht seine Telefonnummer angeben, sondern bekommt eine zufällige Nummer, eine ID, die man den Leuten mitteilen kann, mit denen man chatten möchte. Kontaktdaten werden nur anonymisiert benutzt und nicht gespeichert.

    Nachteile?

    Die App kostet, je nach Betriebssystem, zwischen zwei und drei Euro.

    Telegram

    In Russland versuchen die Behörden, die beliebte Messenger-App Telegram immer wieder zu blockieren. Der Grund: Der Geheimdienst will an die verschlüsselten Nachrichten ran und begründet das mit dem Kampf gegen den Terrorismus. Auch Telegram ist Open Source und es gibt eine aktive Entwickler-Community. Das Prunkstück der App ist die Gruppenchatfunktion, für die es viele nützliche Features gibt, etwa Umfragen oder Terminerinnerungen.

    Nachteile?

    Die Verschlüsselung, die Telegram einsetzt, gilt unter Experten als umstritten, was die Sicherheit angeht. Die App muss mit einer Telefonnummer verknüpft werden. Man kann allerdings einstellen, ob die angegebene Nummer für andere sichtbar ist.

    Wire

    Wire gibt es als mobile App fürs Smartphone, man kann den Messenger aber auch im Browser am Rechner nutzen. Chats, Telefonate und Video-Calls sind standardmäßig Ende-zu-Ende verschlüsselt. Auch Wire basiert auf einer Open-Source-Software.

    Nachteile?

    Wire kann man nicht nutzen, ohne einen Namen und eine Handynummer oder eine E-Mailadresse anzugeben.

    SMS

    Die gute alte SMS hat durchaus ihre Vorteile: Niemand kann sehen, ob man online ist oder eine Nachricht schon gelesen hat, zudem kann eine schlechte Datenverbindung einer SMS nichts anhaben. Vor allem aber kann fast jedes Handy SMS verschicken, man muss sich nicht umständlich auf einen Messenger einigen, um Nachrichten austauschen zu können.

    Nachteile?

    SMS kann teuer werden, vor allem dann, wenn man Videos verschicken möchte, was auch weit weniger gut funktioniert als bei WhatsApp & Co. Zudem gilt die SMS als leicht angreifbar und somit als eine eher unsichere Art der Kommunikation.

    Fazit

    An WhatsApp-Alternativen herrscht kein Mangel, doch genau diese Zersplitterung des Angebots ist gleichzeitig auch ein Problem. Denn damit eine Messenger-App einem nützt, müssen möglichst viele Menschen dieselbe Messenger-App benutzen. Und kein Messenger-Dienst ist so beliebt wie WhatsApp.

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