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Der App-Check-In vor der Lieblingskneipe könnte bald zum Alltag gehören.

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    Das sind die wichtigsten Anti-Corona-Apps für den Sommer

    Die Inzidenz sinkt, die Impfquote steigt und so werden die ersten Freizeitangebote geöffnet. Apps sollen bei der Beherrschung der Pandemie helfen. Wir erklären, was sie können - und welche sie wirklich brauchen werden.

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    Von
    • Christian Schiffer

    Eines vorweg: Es ist durchaus denkbar, dass wir bald einen kleinen Corona-Check-In-App-Salat auf unseren Handys haben werden. Da wäre zum einen die Luca-App, die App also, für die der Freistaat Bayern 5,5 Millionen Euro bezahlt hat. Luca macht das, was viele andere Corona-Check-In-Apps auch machen: Anstatt wie bisher seinen Namen und die Adresse in die Papierlisten einzutragen, die vor den Restaurants und Kneipen ausliegen, kann man einen QR-Code scannen, um Name, Telefonnummer und Adresse zu hinterlegen. Sobald eine Infektion bekannt wird, kann dann der Gastronom diese Daten an das Gesundheitsamt übertragen, welches dann wiederum die Personen anruft, die zur betreffenden Zeit im Lokal waren. So zumindest die Theorie.

    Der Ruf der Luca-App ist ziemlich ramponiert

    In der Praxis werden die Gesundheitsämter mit unbrauchbaren Daten zugespammt, befürchten Kritiker. Zudem haben einige Datenskandale dazu geführt, dass der Ruf der Luca-App, die intensiv von dem Rapper Smudo beworben wurde, mittlerweile ziemlich ramponiert ist.

    Trotzdem werden viele Gastronomen vermutlich auf Luca setzen, ganz einfach, weil sie das Programm dank der Investition des Freistaates umsonst nutzen können.

    App "Darfichrein": Weitere Möglichkeiten in Gastronomie

    Es gibt, und hier wird es dann verwirrend, aber auch andere Lösungen. Eine davon heißt "Darfichrein" und ist ein Angebot des Deutsche Hotel- und Gaststättenverbandes. "Wir erleben immer mehr Städte und Landkreise, die jetzt Lizenzen von Darfichrein kaufen", sagt der Geschäftsführer Thomas Geppert von DEHOGA Bayern. In die Anwendung könnten nämlich Zusatzdienstleistungen für das Gastgewerbe integriert werden, etwa digitale Speisekarten. Insgesamt würden Gastromomen nicht nur auf Luca setzen, sondern auch auf andere Systeme.

    Andere Systeme, davon gibt es Dutzende. Allerdings: Darfichrein zum Beispiel funktioniert einfach im Browser und wer will, kann seine Daten auch immer noch ganz traditionell und analog per Kugelschreiber eintragen. Ein Vorteil vieler Apps ist jedoch, dass man hier auch gleich Corona-Testeregebnisse hinterlegen kann.

    Check-In per Corona-Warn-App?

    Das geht auch bei der Corona-Warn-App, bei der man zudem auch noch den Impfstatus eintragen kann, wobei es dafür bald auch nochmal eine eigene App geben wird, nämlich CovPass. Wer Corona Warn-App schon auf dem Smartphone hat, der muss CoVPass nicht installieren. CovPass ist vor allem ein Angebot für alldiejenigen, die die Corona Warn App nicht installieren können - oder wollen.

    Die Corona-Warn-App hat sich in den letzten Monaten zu einem kleinen, Schweizer Taschenmesser für die Corona-Zeit entwickelt. Hier findet man nicht nur aktuelle Daten zum Pandemiegeschehen, sie warnt zudem nach wie vor Nutzer, falls sie längeren Kontakt zu Personen hatten, die positiv auf Corona getestet worden sind. Der große Plus des Programms: Es ist bereits auf Millionen Smartphones in Deutschland installiert und leistet jetzt schon ihren Teil zur Pandemiebekämpfung.

    Auch die Corona-Warn-App hat mittlerweile eine Check-In-Funktion spendiert bekommen, die in Bayern in der Gastronomie aber nicht zum Einsatz kommen kann. Die Corona-Warn-App arbeitet nämlich anonym und warnt die Betroffenen direkt, ohne Umweg über die Gesundheitsämter. Sachsen setzt deswegen auf die Corona-Warn-App statt auf die Luca-App, auch in Großbritannien wird eine ganz ähnliche App eingesetzt, um in Bars und Restaurants einzuchecken.

    Diese Apps sollten Sie auf dem Handy haben

    Für den Freistaat Bayern allerdings ist eine Kontaktnachverfolgung in der Gastronomie per Corona-Warn-App "keine Option", wie eine Ministeriumssprecherin gegenüber BR24 erklärte. Die Registrierung per Name, Telefonnummer und Adresse soll weiterhin erforderlich sein. Wer mithelfen möchte, die Pandemie einzudämmen, sollte sich die Corona-Warn-App trotzdem installieren und zusätzlich eine weitere App, je nachdem, welche der vielen Lösungen das Lokal anbietet, in das man einkehren will.

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