| BR24

 
 

Bild

Achim Killer
© BR
© BR

Achim Killer

Gefälschte Mails vom Chef werden CEO-Fraud genannt. Der Betrüger weist unter dem Namen einer Führungskraft einen Angestellten aus an, einen größeren Betrag zu überweisen. Zuständigkeiten, Mail-Adressen – oder auch Telefonnummern – beschaffen sich die Kriminellen von Web-Seiten oder aus sozialen Netzwerken.

Tipps vom BSI

Das BSI verfügt über eine Liste von 5000 Personen, die sich aktuell im Visier von Chef-Betrügern befinden. Das Amt rät, interne Kontaktdaten unter Verschluss zu halten, Nachfragen und Rückrufe. Was Abwehrmaßnahmen gegen CEO-Fraud erschwert, ist das typische Chef-Verhalten, das die Cyberkriminellen an den Tag legen. Sie tun wichtig und erzeugen Zeitdruck. Firmen, in denen Servilität zur Unternehmenskultur gehört, sind deshalb besonders gefährdet.

Recycelte Banking-Trojaner

Für besonders hinterhältige Attacken hacken Kriminelle auch die Mail-Accounts von Führungskräften. Dabei setzen sie Trojaner ein, die für den Online-Bankraub nicht mehr taugen. Für einen Mail-Account reicht es meist noch.

Krypto-Pest grassiert

Trojaner, die aktuell auf Privatanwender losgelassen werden, wiederum verschlüsseln meist deren Daten. Die IT-Sicherheitsfirma Malwarebytes schreibt, dass 70 Prozent der derzeit verbreiteten Schadprogramme Krypto-Trojaner sind.

Back-ups schützen

Zwei gewaltige Trojaner-Wellen sind kürzlich vielbeachtet durch die Netze geschwappt, Wannacry und Non-Petya. Der mit 90 Prozent am weitesten verbreitete Trojaner allerdings heißt Cerber. Auf ihn setzen Kriminelle bei ihrem schmutzigen Alltagsgeschäft. Das Einzige, was schützt, sind regelmäßige Back-ups.

Autoren

Achim Killer

Sendung

B5 Online-Nachrichten vom 15.07.2017 - 06:40 Uhr