BR24 Logo
BR24 Logo
Netzwelt

Das gehört zum neuen Digital-Plan der Bahn | BR24

© Christoph Soeder / dpa

Die Bahn plant neue Maßnahmen zur Digitalisierung

5
Per Mail sharen
Teilen

    Das gehört zum neuen Digital-Plan der Bahn

    Die Deutsche Bahn plant eine Anpassung ans digitale Zeitalter: mit besserer WLAN-Versorgung in den Zügen und einem moderneren Bahnbetrieb. Aber nicht alle Probleme können damit gelöst werden.

    5
    Per Mail sharen
    Teilen

    Sabina Jeschke ist Digital-Vorstand der Deutschen Bahn und scheut sich nicht, das Problem zu benennen: "An einer radikalen Digitalisierung führt kein Weg vorbei“, sagt sie. Das können täglich Reisende bestätigen, wenn sie in Zügen mit schlechter WLAN-Versorgung und stockendem Bahn-Betrieb zu kämpfen haben. Und auch hinter den Kulissen sieht es wenig rosig aus: So werden etwa Fahrpläne immer noch mit einer Software aus den 80er-Jahren erstellt.

    Nach Jahrzehnten niedriger Investitionen ist die Bahn an einem kritischen Punkt angelangt. Jetzt will die Politik endlich gegensteuern und mehr Geld zur Verfügung stellen. Die Vorhaben sind enorm: In den nächsten Jahren will die Bahn 100.000 neue Mitarbeiter einstellen , das marode Schienennetz erneuern und zwölf Milliarden Euro in neue Züge investieren. Außerdem soll Bahnfahren billiger werden: Wegen der Mehrwertsteuersenkung auf Fernfahrten sind ICE- und IC-Tickets seit Neujahr rund zehn Prozent billiger geworden.

    Laut Digital-Vorstand Sabina Jeschke soll zu den Bahn-Plänen auch ein Programm in Sachen Digitalisierung gehören, mit mehreren Punkten:

    Bessere WLAN-Versorgung im Zug

    Momentan kann man nur im ICE kostenlos ins Internet. Ende 2021 soll das auch in allen IC-Zügen der Fall sein. Außerdem sollen die WLAN-Netze in vielen Zügen und Bahnhöfen vereinheitlicht werden. So soll eine unterbrechungsfreie Verbindung möglich gemacht werden.

    Das größte Problem liegt aber nicht in der Hand der Bahn: Die vielen Funklöcher entlang Deutschlands Bahnstrecken. Schuld daran ist der schlechte Ausbau der Mobilfunkanbieter. Auch in Bayern ist die Lage sehr dürftig – erst im November hatte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) den Mobilfunkanbietern mit Konsequenzen gedroht, sollte sich nicht bald etwas ändern.

    Mehr Funktionen für die Bahn-App

    In der Bahn-App soll in Zukunft ein größeres Angebot an Tickets bereitstehen. Außerdem plant die Bahn ein Tool zur Spracherkennung, eine Art "Bahn-Alexa“. Zusätzlich sollen mehr Angebote online verfügbar gemacht werden, etwa der Antrag auf Fahrpreisrückerstattung nach einer Verspätung.

    Digitalisierung des Bahnbetriebs

    Intern könnte dies die größte Baustelle für die Bahn sein: Den Betriebsablauf mithilfe moderner Technologie ins Jahr 2020 bringen. Bislang verweist die Bahn nur auf neue Sensoren für Züge, weitere Details für die Digitalisierung des Bahnbetriebs sind noch nicht bekannt.