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Cyber-Angriff auf die IHK – auch die IHK Mainfranken betroffen

Cyber-Angriff auf die IHK – auch die IHK Mainfranken betroffen

Hacker haben das IT-Netzwerk der Industrie- und Handelskammer in Würzburg lahmgelegt. Betroffen davon ist das gesamte Netzwerk der IHK, das von einem Dienstleister in Dortmund gesteuert wird. Bereits Mittwochabend gab es Probleme.

Unbekannte Hacker haben einen Angriff auf das IT-Netzwerk der Industrie- und Handelskammer verübt. Betroffen davon ist das gesamte Netzwerk der IHK, das von einem zentralen Dienstleister in Dortmund gesteuert wird. Dort scheint auch das Problem zu liegen, teilt ein Sprecher der IHK Würzburg-Schweinfurt auf Anfrage von BR24 mit. Was konkret vorgefallen ist, wisse man nicht, dazu gäbe es keine Informationen, heißt es. Die IHK-Organisation hat "ihre IT-Systeme aus Sicherheitsgründen vorsorglich heruntergefahren", teilt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) auf seiner Website mit. Es geht dabei um die IHK Gesellschaft für Informationsverarbeitung, die zentrale IT-Dienstleistungen für alle IHKs in Deutschland bereitstellt.

IHK Würzburg-Schweinfurt / Mainfranken: E-Mails betroffen

Mittwochabend seien die ersten Probleme aufgetreten, manche Mitarbeiter hätten sich nicht mehr ins System einloggen können. In manchen Standorten funktioniere nicht einmal die Webseite der jeweiligen IHK. Bei der IHK Würzburg-Schweinfurt / Mainfranken sei dies nicht der Fall, jedoch ist die Geschäftsstelle momentan nur telefonisch und auch nur eingeschränkt erreichbar. Die IHK Würzburg-Schweinfurt teilte auf Twitter mit: "Zurzeit sind die Internetseiten der IHKs und damit verbundene Services sowie die Erreichbarkeit via E-Mail von einer Störung betroffen. An die IHKs von außen gesendete E-Mails werden aktuell zwar nicht zugestellt, gehen jedoch nicht verloren." Nach Auskunft des DIHK "wird intensiv an Lösung und Abwehr gearbeitet." Die einzelnen IT-Systeme würden gerade nach und nach geprüft und anschließend wieder hochgefahren. Wann der Schaden behoben werden kann und die Systeme wieder laufen sei noch nicht absehbar.

IHKs informieren über Social-Media über aktuellen Stand

"Die Auswirkungen sind im Einzelfall sehr unterschiedlich", sagte Katharina Toparkus, Sprecherin der IHK München, dem BR. Die Münchner Internetseite etwa sei derzeit nicht betroffen. "Die einzelnen IHKs informieren auch über ihre Social Media-Kanäle über den aktuellen Stand", erklärte Toparkus.

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