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Neue Funktion in der Warn-App

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    Corona-Warn-App zeigt jetzt auch Schnelltest-Ergebnisse an

    Mit der neuen Version der Corona-Warn-App lassen sich die Ergebnisse von Schnelltests anzeigen und Kontakt-Personen warnen, wenn der Test positiv ausfällt. Das Update ist bei iOS bereits verfügbar, Android-User müssen sich noch etwas gedulden.

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    Von
    • Christian Sachsinger

    Mit dem Update der Corona-Warn-App kommt nun eine Funktion, die Ende März angekündigt worden war. Personen, die einen Schnelltest in Testzentren machen, können sich das Ergebnis in der App anzeigen lassen und bei einem positiven Test eine Warnung losschicken. Zu Hause durchgeführte Selbsttests können in die App aber nicht integriert werden. Es gelte das Vier-Augen-Prinzip, betont der zuständige Sprecher der Deutschen Telekom, die die Corona-Warn-App gemeinsam mit SAP entwickelt hat. Die neue Version 2.1 ist bei den meisten Apple-iPhones bereits verfügbar. Andernfalls können User das Update auch selbst anstoßen. Bei Android dauert es womöglich 24 Stunden länger, bis die neue Version verfügbar ist. Hier lässt es sich auch nicht aktiv anstoßen.

    Man muss nicht mehr auf das Ergebnis warten

    In der Praxis funktioniert es so: In der Teststelle wird zunächst der QR-Code auf der Verpackung mit dem Handy eingescannt und dann der Test durchgeführt und abgegeben. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Teststelle geben das Ergebnis in einen Rechner ein, von wo aus es auf das Smartphone geschickt wird. Man braucht also nicht auf das Resultat zu warten. Wie es ausfällt, wird anonymisiert an die App übertragen, wie die Macher beteuern. Allerdings muss das Testcenter ein positives Ergebnis sofort an die Gesundheitsämter übermitteln. Das positive Resultat wird zudem in der App so lange angezeigt, bis es der Nutzer oder die Nutzerin mit den eigenen Kontakten geteilt hat. Ein negatives Ergebnis bleibt 48 Stunden lang in der App und kann somit etwa beim Einkaufen oder beim Friseurbesuch vorgezeigt werden.

    Kein Unterschied zwischen PCR- und Schnelltest

    Der Schnelltest werde von der Corona-Warn-App gleichberechtigt zum aufwendigeren PCR-Test behandelt, heißt es bei Telekom und SAP. Das bedeutet allerdings im Umkehrschluss, dass Personen die über ein positives Ergebnis eines Kontaktes gewarnt werden, nicht erkennen können, welche Test-Variante angewendet wurde. Das wäre womöglich eine interessante Zusatzinformation, da Schnelltests nach bisherigen Erkenntnisse deutlich öfter falsch liegen, als PCR-Tests. Zum Start der neuen Funktion sind verschiedene Partner an Bord, darunter das Bayerische Rote Kreuz, der DM-Drogeriemarkt, Doctorbox und EcoCare (mit unter anderem Lidl), Huber Health Care, sowie testbuchen.de/No-Q. Es sollen bald noch mehr Schnelltest-Betreiber hinzukommen.

    Schnelltests nach privaten Treffen

    Zuvor war die Corona-Warn-App bereits um eine Check-in-Funktion erweitert worden. Damit sollen vor allem risikoreiche Begegnungen in Innenräumen besser erfasst werden. Dafür können die Anwender der App durch das Einscannen eines QR-Codes einchecken, ähnlich wie bei der privaten Luca-App. So lassen sich nach privaten Treffen alle Teilnehmenden warnen, wenn jemand positiv getestet wird.

    Warn-App für Reisen in europäische Länder?

    Die Version 2.2 soll auch ein digitales Impfzertifikat anzeigen können. Damit ließe sich per Smartphone nachweisen, dass man vollständig geimpft wurde. Wann genau dieses Update kommen wird, können Telekom und SAP bislang nicht genau vorhersagen. Festes Ziel sei es aber, es noch vor den Sommerferien auszuliefern. Nützlich wäre, wenn sich die Corona-Warn-App damit auch bei Reisen einsetzen ließe. Ob und wo das per App angezeigte digitale Impfzertifikat in anderen EU-Ländern akzeptiert wird, ist derzeit noch nicht geklärt.

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