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Wird die Corona-Warn-App zum Exportschlager? | BR24

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Die Einführung der Corona-Warn-App wird durch eine Werbekampagne begleitet. Als Werbeträger diesen auch Eckfahnen.

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Wird die Corona-Warn-App zum Exportschlager?

14 Millionen Mal wurde die Corona-Warn-App bereits heruntergeladen. Der Erfolg des Programms hat sich auch schon in anderen Ländern herumgesprochen. Allerdings kämpft die Corona-Warn-App noch mit ein paar Kinderkrankheiten.

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"Kennt denn irgendjemand hier ein Land mit einer funktionierenden App zur Corona-Bekämpfung", fragte kürzlich der britische Premier Boris Johnson im Unterhaus. Johnson gab die Antwort gleich selbst: Niemand kenne eine erfolgreiche Anti-Corona-App, weil es so etwas gar nicht gäbe. Daraufhin konterte Keir Starmer, Chef der oppositionellen Labour Party: Er verwies auf die deutsche Corona-Warn-App, die bereits zwölf Millionen Mal heruntergeladen worden sei.

Deutschland plötzlich Vorbild

Mittlerweile sind es sogar 14 Millionen Downloads. Ausgerechnet Deutschland, das Land der Funklöcher, des hinterherhinkenden Breitbandausbaus und der nie fertig werdenden Flughäfen, scheint also auf einem guten Weg, das zu erreichen, an dem so viele andere gescheitert sind: Eine App, die möglicherweise mithelfen könnte, Corona einzudämmen.

Der deutsche Botschafter in Großbritannien, Andreas Michaelis, schrieb sogar, dass eine mögliche Kooperation zwischen Großbritannien und Deutschland ins Auge gefasst werde. Deutschland als technologisches Vorbild: Das gab es schon lange nicht mehr. Dabei hat die App durchaus ihre Kinderkrankheiten, die aber nach und nach beseitigt werden.

Viele Nutzer beschwerten sich anfangs beispielsweise darüber, dass die App nicht in ausländischen Appstores verfügbar sei. Das ist vor allem für Menschen mit Migrationshintergrund ein Problem, die ihr Google Play beziehungsweise Apps Store-Konto in ihrem Heimatland angelegt haben.

Mittlerweile ist die App schon in ein paar ausländischen Stores verfügbar, darunter Österreich, die Niederlande und Polen. Auch an weiteren Sprachversionen wird gearbeitet. Die Corona-Warn-App soll es bald auch auf rumänisch geben, was offenbar auch eine Reaktion auf den Covid19-Ausbruch beim Fleischfabrikant Tönnies ist.

"Kontaktermittlungen können in ihrer Region möglicherweise nicht unterstützt werden"

Und dann sind da natürlich noch die Bugs, kleinere Softwarefehler. Auf Apple-Geräten heißt es zum Beispiel, dass "Covid-19-Kontaktermittlungen in ihrer Region möglicherweise nicht unterstützt werden". Dabei handelt es sich wohl um einen iOS-Fehler und nicht einen der Entwickler. In den offiziellen FAQs der Corona-Warn-App heißt es, dass Apple bereits an einer Lösung arbeite und der Fehler beim nächsten iOS-Update voraussichtlich behoben sein wird. Bis dahin können Nutzer eigentlich nur eines tun: Den Warnhinweis schlicht ignorieren.

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Die Corona-Warn-App der Bundesregierung: Wie funktioniert sie? #fragBR24

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