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Corona-Falschinformationen: Facebook löscht Trump-Video | BR24

© picture alliance / AP Photo

Facebook hat ein Trump-Video gelöscht, in dem der US-Präsident Falschaussagen zum Corona-Virus gemacht hat

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    Corona-Falschinformationen: Facebook löscht Trump-Video

    Facebook hat erstmals einen Beitrag des US-Präsidenten gelöscht. Ein Video mit Trump habe Falschinformationen verbreitet, teilte das soziale Netzwerk mit. Wenig später reagierte auch Twitter.

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    Das dürfte dem US-Präsidenten gar nicht gefallen: Zum ersten Mal hat Facebook einen Beitrag Donald Trumps wegen der Verbreitung von Falschinformationen gelöscht. Ein von Trump geteiltes Video habe "falsche Angaben enthalten, nach denen eine Gruppe von Menschen immun" gegen das Coronavirus sei, so Facebook. Dies verstoße gegen die Richtlinien des Unternehmens, keine Fehlinformationen über das Coronavirus zu verbreiten.

    Der Post beinhaltete einen Link zu einem Video des Senders Fox News, in dem Trump sagte, Kinder seien "praktisch immun" gegen das Virus.

    Kein Beweis für Corona-Immunität von Kindern

    Mehrere Studien legen nahe, beweisen aber nicht, dass Kinder eine geringere Wahrscheinlichkeit haben, sich mit dem Virus zu infizieren, und auch häufiger nur milde Symptome zeigen. Das ist jedoch nicht das gleiche wie Immunität.

    Wenig später wurde der Clip auch von Twitter blockiert. Twitter geht so in der Regel gegen Posts vor, die gegen seine Richtlinien verstoßen: Das Netzwerk bittet den Nutzer, den Post zu löschen und blockiert den Account bis dahin.

    Streit mit Twitter

    Es ist das erste Mal, dass Facebook einen Post von Trump mit dieser Begründung löscht. Bisher wurden kritische Beiträge vom dem sozialen Netzwerk lediglich mit einem Hinweis ergänzt.

    Trump hat bei Twitter mehr als 84 Millionen Follower und gibt wichtige politische Entscheidungen oft in dem Kurznachrichtendienst bekannt. Seit Mai hat sich das Verhältnis des Präsidenten zu Twitter deutlich eingetrübt. Nachdem dort zwei Tweets als "irreführend" gekennzeichnet wurden, drohte er gar mit der Schließung des sozialen Netzwerks.

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