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Die Social-Audio-App Clubhouse

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    Clubhouse kommt für Android-Smartphones - aber ist es zu spät?

    Die Audio-App Clubhouse war lange nur für iPhones verfügbar. Nun können auch Android-User sie herunterladen oder vormerken. Doch wer jetzt beitritt, hat den großen Hype bereits verpasst. Manche haben Clubhouse schon für tot erklärt.

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    Von
    • Gregor Schmalzried

    Nach über einem Jahr hat die Audio-App Clubhouse nun endlich ihre App-Version für Android-Smartphones veröffentlicht. In den USA können Nutzer von Samsung-, Google- und anderen Android-Smartphone-Marken sich die Apps bereits herunterladen. In Deutschland gibt es nun die Möglichkeit, die App im Play Store "vorzumerken". So wird man benachrichtigt, sobald die App auch in Deutschland verfügbar ist.

    Allerdings soll Clubhouse auch weiterhin nur für User mit Einladungscode verfügbar sein. Das bedeutet, es kann sich nicht einfach jeder registrieren und damit an Gesprächen teilnehmen. Man benötigt zuvor eine Einladung von einer anderen Person, die bereits Mitglied ist.

    Die Hype-App Clubhouse

    Clubhouse ist eine Social Media-Plattform, die sich auf Sprache und Audio konzentriert. Userinnen und User können sogenannte "Räume" eröffnen und darin per Audio-Chat mit anderen Teilnehmern diskutieren oder sich entspannt unterhalten. Gleichzeitig kann ein stummgeschaltetes Publikum den Gesprächen live lauschen. Vor allem in der Medien- und Tech-Welt ist die App ein beliebter Ort zum Austausch geworfen.

    Obwohl Clubhouse schon seit über einem Jahr existiert, ist die App vor allem im Januar 2021 durch einen großen Social Media-Hype bekannt geworden. Im Januar und Februar wurde die App weltweit 12 Millionen Mal heruntergeladen und stand im Zentrum einer politischen Kontroverse rund um Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow. Der hatte in einem Clubhouse-Gespräch zugegeben, während Videoschalten mit der Kanzlerin manchmal das Smartphone-Spiel "Candy Crush" zu spielen.

    Lässt der Hype nach?

    Auf die große Hype-Phase im Winter folgte jedoch Ernüchterung: Die Download-Zahlen für die App sanken im April auf unter eine Million. Auch auf Social Media zeigt sich: Von der anfänglichen Begeisterung ist nicht mehr viel geblieben.

    Der Android-Befreiungsschlag?

    Für Clubhouse soll der Android-Start ein Befreiungsschlag werden, um ein breiteres Publikum anzusprechen und weiter zu wachsen. Doch dafür könnte es bereits zu spät sein. Seit Anfang des Jahres haben zahlreiche andere Social Media-Plattformen vergleichbare Produkte angekündigt, um mit Clubhouse zu konkurrieren.

    Twitter hat bereits mit "Twitter Spaces" einen Clubhouse-Klon an den Start gebracht, der heute für die meisten Nutzer der Plattform verfügbar ist, und schon vor Clubhouse auf Android verfügbar war. Auch Discord, Facebook, Spotify, Slack und LinkedIn wollen in den Audio-Bereich einsteigen. Die Clubhouse-App ist aus rein technischen Gesichtspunkten sehr einfach zu kopieren. Deshalb könnte Clubhouse es schwer haben, gegen die Konkurrenz zu bestehen.

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