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Bundeskartellamt leitet Verfahren gegen Amazon ein | BR24

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    Bundeskartellamt leitet Verfahren gegen Amazon ein

    Das Bundeskartellamt nimmt Amazon unter die Lupe. Der Konzern steht im Verdacht, seine Marktmacht zu missbrauchen. Schon seit Jahren wird an der Monopol-Stellung von Amazon Kritik geübt.

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    Amazon.de wird vom Bundeskartellamt unter die Lupe genommen. Anlass ist, dass der Konzern womöglich seine Marktmacht missbraucht. Wie das Bundeskartellamt bekanntgegeben hat, haben zahlreiche Beschwerden von Händlern über die Geschäftpraxis von Amazon zu diesem Schritt geführt.

    Händler sind auf Amazon angewiesen

    Amazon ist heute der wichtigste Versandhändler weltweit - und baut seine Macht immer weiter aus. Seitdem Amazon vor über zwanzig Jahren als Bücherversand gestartet, hat sich viel getan - das Unternehmen ist mittlerweile auch in den Serien- und Werbe-Markt eingestiegen.

    Das schafft eine mächtige Position - und die nutzt Amazon möglicherweise aus. "Viele Händler und Hersteller sind beim Online-Vertrieb auf die Reichweite des Amazon Marktplatzes angewiesen", sagte der Präsident des Bundeskartellamts Andreas Mundt. "Amazon fungiert so als eine Art 'gatekeeper' gegenüber den Kunden. Die Doppelrolle als größter Händler und größter Markplatz birgt das Potential für Behinderungen von anderen Händlern auf der Plattform."

    Amazon in der Kritik

    Amazon steht immer wieder in der Kritik, seine Marktmacht zu missbrauchen. So kann der Konzern nach Belieben den Algorithmus ändern, der festlegt, wie Produkte in der Suche angezeigt werden oder innerhalb der Suchergebnisse Werbeflächen kaufen, um die eigene Marke ganz oben anzeigen zu lassen. Wer bei Amazons Regeln nicht mitspielt, läuft Gefahr, nicht mehr konkurrenzfähig zu sein.