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BSI warnt vor professionellen Cyberkriminellen | BR24

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BSI warnt vor gezielten Rasomware-Angriffen

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BSI warnt vor professionellen Cyberkriminellen

Organisierte Cyberkriminelle attackieren derzeit gezielt mittelständische Unternehmen. Das berichtet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Die Gangster stören den Geschäftsbetrieb und erpressen Lösegeld.

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Von "raffinierten Angriffsmethoden, die bis vor einigen Monaten nachrichtendienstlichen Akteuren vorbehalten waren" spricht BSI-Präsident Arne Schönbohm. Die Angreifer forschen ihre Ziele zunächst aus, bereiten den eigentlichen Schlag dann gründlich vor - bevor sie schließlich mit Krypto-Trojanern einen möglichst großen Schaden anrichten.

Hohe Lösegeldforderungen

Am Anfang eines Angriffs stehen meist die üblichen Spam-Mails, oft mit dem Trojaner Emotet im Anhang. Dann suchen die Gangster im Unternehmensnetz nach besonders wertvollen Daten, löschen Sicherungskopien und verschlüsseln. Durch das gezielte Vorgehen droht meist großer Schaden, weshalb die Gangster besonders hohe Lösegeld-Forderungen stellen.

Gezielte Angriffe

Ein anderer Angriffsweg führt über IT-Dienstleister. Die richten sich oft einen Fernzugriff auf die Unternehmensnetze ihrer Kunden ein. Wenn es den Angreifern gelingt, dessen Zugangsdaten auszuspionieren, haben sie freie Hand. Das BSI ordnet die bekannt gewordenen Fälle der organisierten Kriminalität zu. Neu sind nicht die einzelnen digitalen Einbruchswerkzeuge, sondern das gezielte Vorgehen.

Offline-Backup

Das BSI weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Sicherungskopien am besten auf Datenträger gezogen werden, die nicht am Netz hängen. Das empfiehlt sich auch für Privatanwender: regelmäßige Back-ups auf USB-Platten, die nach dem Kopieren abgestöpselt werden.