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BR24Live: Mit der App aus dem Corona-Lockdown?

Hilfreich für einen baldigen Exit aus den Corona-Beschränkungen könnte eine Tracing App sein. Das Fraunhofer-Institut Nürnberg forscht mit Hochdruck an Möglichkeiten, mit einer Handy-App Kontaktpersonen von Infizierten ausfindig machen zu können.

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Die Technik steht schon, eine passende App fehlt noch: In Europa wurde eine Technologie entwickelt, die mit Hilfe von Smartphones das Coronavirus eindämmen soll. Chris Boos, einer der führenden Forscher des Projektes "PEPP-PT" kündigte nun gegenüber der Deutschen Presse-Agentur an, dass die entsprechende App voraussichtlich bis zum Ende der Osterferien in Deutschland zur Verfügung stehen wird.

"Ich gehe davon aus, dass wir zwischen 15. und 19. April die erste App tatsächlich live haben." Chris Boos, IT-Unternehmer
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Bisher noch keine fertige App

Das Konzept war in den vergangenen Wochen von 130 Experten aus acht europäischen Ländern entwickelt und von Soldaten der Bundeswehr in Berlin getestet worden. Boos betonte, bislang gebe es noch keine fertige App, sondern ein offenes technisches Konzept. Dieses Konzept verfolge drei Ziele:

1. Das System muss eine saubere Messung ermöglichen.

2. Die Privatsphäre muss gesichert sein. Dabei setze man laut Boos auf eine komplette Anonymisierung und reine Freiwilligkeit.

3. Interoperabilität zwischen den Ländern muss gewährleistet werden. Das entspreche dem Experten zufolge einer "Art Roaming", damit man die Grenzen wieder öffnen und trotzdem Infektionsketten nachvollziehen könne.

Wer bietet Anwendung in App-Stores an?

Wer die Anwendung nun konkret in die App-Stores bringe, sei eine politische Entscheidung, betonte Boos. Er persönlich sehe das Robert Koch-Institut (RKI) als "natürliche Quelle für eine App in Deutschland".

Das RKI hatte bereits am Dienstag eine erste Corona-App veröffentlicht. Damit können Bürgerinnen und Bürger Gesundheitsdaten aus Fitnesstrackern und Smartwatches Wissenschaftlern zur Verfügung stellen. So sollen Rückschlüsse auf die Verbreitung von Covid-19 gezogen werden. Das RKI sei auch bei dem PEPP-PT-Projekt von Anfang mit dabei gewesen.

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