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Corona-Warn-App vorgestellt: Ein "Rockstar" unter den Apps | BR24

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Jens Spahn über die Corona-Warn-App

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  • Artikel mit Video-Inhalten

Corona-Warn-App vorgestellt: Ein "Rockstar" unter den Apps

Die Corona-Warn-App ist jetzt zum Download verfügbar. Sie wurde von Gesundheitsminister Jens Spahn und weiteren Vertretern aus Politik und Wissenschaft vorgestellt. Der Liveticker zur Pressekonferenz zum Nachlesen.

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Das Wichtigste in Kürze:

Seit heute Nacht ist die Corona-Warn-App für iPhones und Android-Telefone zum Download verfügbar. Sie nutzt pseudonymisierte Bluetooth-Daten, um über eine "Näherungskontrolle" zu messen, ob sich Nutzer der App nahe gekommen sind. So sollen Infektionsketten unterbrochen werden und eine zweite Corona-Welle verhindert werden können.

  • Hier kann die Corona-Warn-App runtergeladen werden: Google und Apple

11:38 Braun: Corona-Warn-App vor allem für Zugfahrer wichtig

Bundeskanzleramtschef Helge Braun empfiehlt die Nutzung der App konkret allen Bürgern, aber ganz besonders Menschen, die häufig Kontakt mit Fremden haben. Etwa Menschen, die häufig Zug fahren. Allein wenn eine einzige Infektionskette unterbrochen werden kann, habe die App ihren Zweck erfüllt.

Gesundheitsminister Jens Spahn und Staatsministerin für Digitalisierung Dorothee Bär weisen zudem auf die Problematik der Einwilligungsfähigkeit hin: Jugendliche unter 18 Jahren dürfen die App nur mit Einverständnis der Eltern nutzen, zudem herrsche an vielen Schulen Handy-Verbot, wodurch die App nicht mehr nutzbar wird. Das seien jedoch Themen, zu denen sich möglichst bald Lösungen finden sollen.

11:24 Telekom-Shops sollen Nutzer unterstützen

Für Nutzer mit wenig technischem Know-How will die Telekom in ihren Shops Unterstützung bereithalten. Wer Hilfe dabei braucht, die App zu installieren, der soll sie in einem Shop der Telekom bekommen - so Telekom-Chef Höttges als Antwort auf eine Pressenachfrage.

11:12 Weitere Funktionen werden kommen

Aktuell ist die Corona-Warn-App auf Deutsch und Englisch verfügbar. SAP-Vorstand Müller kündigt an, dass Türkisch als nächste Sprache folgen wird. Weiterhin seien Arabisch, Russisch und Französisch geplant. Auch darüber hinaus soll die App weitere Funktionen bekommen.

11:09 SAP-Vorstand Müller für Datenschutz: "Jede Pizza-Bestellung veröffentlicht mehr Daten von mir."

SAP-Vorstand Jürgen Müller betont die Open Source-Standards der Corona-Warn-App, und wie transparent bei der Entwicklung der App vorgegangen wurde. "Es gab noch nie ein öffentliches Projekt, in das so oft und offen hineingeschaut wurde."

Zudem appelliert er an Nutzer mit Datenschutz-Bedenken, sich mit der tatsächlichen Funktionsweise der App zu beschäftigen: "Jede Pizza-Bestellung veröffentlicht mehr Daten von mir."

SAP und Telekom haben die Corona-Warn-App im Auftrag des Robert-Koch-Instituts gemeinsam entwickelt.

© Bundesregierung

Jürgen Müller, SAP-Vorstand

11:04 Corona-Warn-App wird nicht das Datenvolumen belasten

Telekom-Chef Timotheus Höttges betont: Die Datenübertragungen der Corona-Warn-App sollen das Datenvolumen des Smartphones nicht belasten. Alle Mobilfunkanbieter stellen die Nutzung der App kostenlos zur Verfügung.

11:02 Falsche Cocktail-Partys für die Wissenschaft

Bei der Entwicklung der Corona-Warn-App seien alle möglichen Szenarien durchgespielt worden, erzählt Telekom-Chef Timotheus Höttges. Nutzer aller Altersgruppen seien beim Prozess beteiligt gewesen, man habe auch blinde Personen miteinbezogen. Um die Funktion der App zu simulieren, seien etwa Cocktail-Partys, Zugfahrten und Schulunterricht nachgespielt worden.

10:59 Telekom-Chef: "Deutschland kann Digitalisierung!"

Telekom-Chef Timotheus Höttges bezeichnet die Corona-Warn-App als "Rockstar" unter den Digital-Projekten in Deutschland. "Alles ist Made in Germany. Und alle Daten liegen hier in Deutschland."

Das Projekt beweise: "Deutschland kann Digitalisierung, wenn wir alle an einem Strick ziehen."

© BR

Telekom-Chef Timotheus Höttges bezeichnet die Corona-Warn-App als "Rockstar" unter den Digital-Projekten in Deutschland.

10:55 RKI-Präsident: App-Entwicklung ist "atemberaubend"

Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts, stellt den wissenschaftlichen Teil der Arbeit an der App in den Vordergrund. Auf den ersten Blick sehe man das der App gar nicht an, aber hinter der Risiko-Anzeige der App stecke ein sehr komplexes Modell. "Tatsächlich ist in sehr kurzer Zeit, in intensiver Zusammenarbeit von verschiedenen Menschen, eine Entwicklung gelungen, die atemberaubend ist."

10:51 Christine Lambrecht betont Freiwilligkeit

Bundesverbraucherschutzministerin Christine Lambrecht (SPD) betont die Freiwilligkeit der Corona-Warn-App. Zu einem Zwang, die App zu nutzen, werde es nicht kommen. "Was ich mit meinen Daten mache, entscheide ich selber." Sie sehe keine Erfordernis für ein Gesetz, das die Corona-Warn-App reguliere. Einige Oppositionspolitiker hatten dies zuletzt gefordert.

10:48 Seehofer lobt technische Umsetzung der App

Bundesinnenminister Horst Seehofer spricht auf der Pressekonferenz vor allem die Themen Datenschutz und Datensicherheit an. Er sei mit dem Entwicklungsprozess sehr zufrieden, und habe sowohl von den Fachleuten im öffentlichen Dienst als auch vom Personal von SAP und Telekom, welche die App entwickelt haben, höchste Professionalität erfahren.

10:46 Corona-Warn-App soll "anonyme Nähe" weniger gefährlich machen

"Die App ist sicher, sie ist freiwillig und sie ist einfach handhabbar." Jens Spahn wirbt in der Pressekonferenz eindringlich für die Corona-Warn-App. Besonders hilfreich könnte diese bei "anonymer Nähe" sein. Wenn man mit einem Freund essen war, erinnere man sich daran. Bei einer Demonstration oder im Zug sei das anders. „Gerade in solchen Situationen macht die App einen entscheidenden qualitativen Unterschied.“

10:43 Jens Spahn stellt die Corona-Warn-App vor

Gesundheitsminister Jens Spahn betont in seinem Statement vor allem die Freiwilligkeit der Corona-App: "Die App gibt Empfehlungen, keine Anweisungen."

Trotzdem stellt er klar, dass die Coronakrise nicht allein durch die App gelöst werden könne. "Diese App ist kein Allheilmittel, aber sie ist ein wichtiges weiteres Werkzeug."

Dass Jens Spahn betont, die App könne Abstandhalten und Achtsamkeit nicht ersetzen, wird durch den Anblick der anwesenden Pressevertreter unterstützt - auch diese sitzen mit ordentlichem Abstand voneinander entfernt.

10:37 Helge Braun setzt auf Datenschutz

Bundeskanzleramtschef Helge Braun betont Datensparsamkeit, Transparenz und Datenschutz der App. Er sei davon überzeugt, dass die App dem Nutzer einen echten Mehrwert bietet. Der Umgang mit Datenschutz in der Corona-Warn-App ist auch von unabhängigen Experten zuletzt gelobt worden. Ob die App tatsächlich dabei helfen kann, die Pandemie einzuhelfen, ist jedoch noch noch unsicher, da es bislang wenig vergleichbare Beispiele dafür gibt.

10:33 Kanzleramtschef Braun: Corona-Warn-App ist die beste Corona-App weltweit

Die Pressekonferenz der Bundesregierung beginnt mit einem Statement von Helge Braun, Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramts. Er bedankt sich bei den wissenschaftlichen Instituten und Regierungsorganen, die an der App mitgearbeitet haben. Er sagt gleich zu Beginn, die App sei nicht die erste Corona-App auf der Welt. Er sei jedoch überzeugt, dass sie die beste sei.

10:27 Digitalministerin Gerlach hätte sich früheren Start gewünscht

Auch die bayerische Digitalministerin Judith Gerlach unterstützt die Nutzung der Corona-Warn-App. In einer Pressemitteilung sagte sie, eine frühere Veröffentlichung der App wäre zwar wünschenswert gewesen. Trotzdem sei sie eine wichtige Ergänzung zu den Lockerungsmaßnahmen. “Ich habe mir die App bereits herunterladen und freue mich über jeden, der das auch tut. Jede mögliche Infektion, die wir damit verhindern können, ist positiv und leistet einen Beitrag für die Rückkehr zur Normalität.”

09:51 Corona-Warn-App führt im App Store

Ein frühes Zeichen dafür, wie aufmerksam die Einführung der App verfolgt wird: In Apples App Store steht die Corona-Warn-App jetzt auf Platz 1 der Gratis-App-Charts. Vorsicht: Auch die nachfolgenden Plätze sind Apps mit Covid-19-Bezug, dabei handelt es sich allerdings nicht um die Corona-Warn-App vom Robert-Koch-Institut.

08:47 Bär wirbt für Nutzung der Corona-Warn-App

Dorethee Bär, die Staatsministerin für Digitalisierung der Bundesregierung, hat im Interview mit Bayern 2 für die Nutzung der Corona-Warn-App geworben: "Bitte nutzt diese App, das ist ein wichtiger Baustein, genauso wie Hände waschen, Maske tragen oder Abstand halten."

08:30 Viel Zuspruch für Corona-Warn-App im Netz

Auch wenn die mögliche Wirkung der App noch nicht nachgewiesen ist, haben auch zahlreiche Stimmen, die sich in Sachen Datenschutz oft kritisch zeigen, ihre Unterstützung für die Corona-Warn-App gezeigt. Die frühere Piraten-Politikerin und Autorin Marina Weisband gehörte zu den vielen, die ankündigte, sich die App installieren zu wollen.