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Bitkom-Studie über Gaming Trends | BR24

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Bitkom-Studie über Gaming 2019

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Bitkom-Studie über Gaming Trends

Gaming ist ein Massenphänomen. Aber: Die Branche kämpft mit ihrem Frauenbild - Heldinnen sind selten. Heute veröffentlichte Bitkom, der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien, seine jährliche Studie zur Gamesbranche.

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"Gaming ist ein Massenphänomen und hat sich in der Breite der Gesellschaft etabliert", so fasst Bitkom-Präsidiumsmitglied Olaf May die Ergebnisse der Studie zusammen. Und die Zahlen geben ihm recht: 43 Prozent aller Deutschen spielen Computerspiele, egal ob auf dem Handy, dem Tablet, der Spielekonsole oder dem PC. Auch erfreulich: 41 Prozent davon sind Frauen. Dabei kämpft die Branche auch heute noch mit ihrem Frauenbild. 8 von 10 Frauen gaben laut Bitkom an, dass sie die Repräsentation von Frauen in Computerspielen nicht als zeitgemäß erachten. Diese Kritik ist nichts Neues, seit Jahren ringt die Branche mit sich selbst. Frauen, so Kritiker, seien in Computerspielen oft nur Randfiguren und werden selten zur Heldin eines Spiels.

Darüber hinaus bemerkt der Bitkom, dass Spieler heute dasselbe Spiel auf mehreren Geräten spielen. Ein Trend, der vom größten Spiel der Welt, Fortnite, nun auf andere überschwappt. Fortnite macht keinen Unterschied, ob Nutzer auf dem Handy, dem Tablet oder Konsole spielen, alle können gemeinsam an einer Partie teilnehmen. Damit das funktioniert, muss eine gemeinsame Technologie-Basis geschaffen werden – eine Herausforderung für viele Studios.

Die Industrie ruft nach mehr Förderung für Spiele

Die Bitkom-Studie erscheint nur wenige Tage nach dem Jahresbericht des deutschen Computerspielverbands GAME. Dieser hatte sich vor allen Dingen die Verkaufszahlen angeschaut und im letzten Jahr einen Umsatzrückgang bei deutschen Produktionen festgestellt. Der Marktanteil deutscher Produktionen betrug im letzten Jahr nur noch 4,3 Prozent. Der Branchenverband knüpft an diese Entwicklung einen Aufruf an die Politik: Man brauche mehr Games-Förderung in Deutschland, um international mithalten zu können.