BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR
Bildrechte: picture alliance

Zahlen mit Kreditkarte im Internet braucht ab sofort eine Zwei-Faktor-Authentifizierung.

22
Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Bezahlen im Internet sicherer, aber komplizierter

Zahlungen im Internet sollen besser abgesichert werden. Deshalb wird nun ein neuer Schritt eingeführt, um Betrügern einen Riegel vorzuschieben. Ab sofort reicht es nicht mehr, nur die Kartennummer, das Ablaufdatum und die Prüfziffer einzugeben.

22
Per Mail sharen
Von
  • Christian Sachsinger

Zahlen mit Kreditkarte im Netz war bislang sehr einfach und zumindest für die Kundschaft meist auch unproblematisch. Wenn etwas schiefging, also zum Beispiel Betrüger Geld abzapften, zeigten sich Banken bzw. Kreditkartenunternehmen häufig kulant und standen für den Schaden ein. Offenbar haben die Betrügereien aber überhandgenommen, wie etwa Kerstin Backofen von der Stiftung Warentest vermutet. Laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik wurden jedenfalls schon ein Viertel aller Nutzerinnen und Nutzer Opfer von Cyberkriminalität. Wohl nicht zuletzt deshalb haben sich Banken und Kreditkarten-Unternehmen dazu bewegen lassen, nun ein neues Verfahren mit strengeren Sicherheitsmaßnahmen einzuführen.

Deutschland ist Nachzügler

Die EU-Mitgliedsländer einigten sich bereits im September 2019 auf die Zwei-Faktor-Authentifizierung beim Online-Shopping mit Kreditkarte. Viele Länder haben schon vor Monaten umgestellt, Deutschland hinkt hinterher. Da die Händler Zeit brauchten, ihre Systeme umzustellen, gab es von Januar bis jetzt sogar noch eine extra Schonfrist. Die endet nun, weshalb es ab sofort eben nicht mehr reicht, nur Namen, Kreditkartennummer, Ablaufdatum und Prüfziffer einzugeben. Der zusätzliche Bezahlschritt kann dabei ganz unterschiedlich aussehen.

Verschiedene Wege beim Bestätigen von Zahlungen

Eine Möglichkeit: Man wird zum Onlinebanking des Kreditkartenbetreibers geleitet und muss dort den Bezahlvorgang durch Eingabe der persönlichen Daten bestätigen. Oder: Man bekommt eine Transaktionsnummer aufs Handy geschickt, die es dann einzutippen gilt. Dritte Variante ist eine Tan-App, die man sich auf das Smartphone laden und auf der man dann jede Bezahlung freigeben kann.

Welches Verfahren angewendet wird, muss man beim Kreditkartenbetreiber erfragen. Die meisten Unternehmen haben bereits Briefe verschickt, in denen auf die Umstellung hingewiesen und das Prozedere erklärt wird. Manchmal müssen die Kundinnen und Kunden aber selbst aktiv werden, um die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren zu lassen.

In jedem Fall sollte man sich, wenn man das nächste Mal mit Kreditkarte im Internet zahlen möchte, ein wenig Zeit nehmen. Selbst wenn das neue Verfahren bereits eingerichtet ist, kann es sein, dass nicht alles auf Anhieb klappt. Und in jedem Fall dauert das Bezahlen nun etwas länger als gewohnt.

"Darüber spricht Bayern": Der BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick - kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht's zur Anmeldung!