Zurück zur Startseite
Netzwelt
Zurück zur Startseite
Netzwelt

Awakening Europe: Gebet für Österreichs Ex-Kanzler | BR24

© Youtube/Kath.net

Österreichs Altkanzler Sebastian Kurz bei dem Ökumene-Großevent "Awakening Europe" in Wien.

Per Mail sharen
Teilen

    Awakening Europe: Gebet für Österreichs Ex-Kanzler

    In Wien fand die letzten Tage das Ökumene-Großevent "Awakening Europe" statt. Ziel des Festivals ist es, die Einheit der Christen in den verschiedenen Konfessionen zu stärken. Dabei fand auch ein umjubeltes Gebet für Altkanzler Sebastian Kurz statt.

    Per Mail sharen
    Teilen

    Mit Rockmusik, Vorträgen und gemeinsamen Gebeten haben rund 10.000 junge Erwachsene aus verschiedenen Freikirchen bei dem Ökumene-Event "Awakaning Europe" in Wien ihren Glauben vertieft. Seit Donnerstag kamen Menschen aus aller Welt in der Wiener Stadthalle zusammen, um - laut dem Veranstalter "Awakening Europe - Initiative zur geistlichen Erneuerung Europas in Christus" - Europa durch den Glauben zu verändern. Am Sonntag fand dann unter dem Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, ein Gottesdienst für alle christlichen Konfessionen statt. Auch Österreichs Ex-Kanzler Sebastian Kurz nahm an der Großveranstaltung teil.

    Gebet für den Altkanzler

    Kurz zeigte sich beeindruckt von dem Bild, "das die rund 10.000 Teilnehmer aus über 45 Ländern hier in der Stadthalle bieten". Er bedankte sich bei den Anwesenden ausdrücklich für ihren - so wörtlich - Einsatz in der Gesellschaft.

    "Österreich hat zwar in den letzten Wochen einige Turbulenzen durchgemacht, das ehrenamtliche Engagement vieler lässt mich allerdings hoffen. Denn der Einzelne kann durch seinen Einsatz in der Gesellschaft, in der es Zusammenhalt gibt, wo Menschen für einander da sind und Glaube eine große Rolle spielt, einen Unterschied machen." Sebastian Kurz, Altkanzler von Österreich

    Zum Schluss seines Besuchs beteten die Teilnehmer der ökumenischen Veranstaltung noch für Kurz.

    Geteilte Reaktionen aus dem Netz

    Der Veranstalter, die internationale, konfessionsübergreifende Initiative "Awakening Europe", die bereits in den Jahren zuvor mit ähnlichen Großereignissen die Fußballstadien von Nürnberg, Stockholm, Prag und Riga gefüllt hat, finanziert die Veranstaltung rein durch Spenden und den Ticketverkauf. Wer keine Eintrittskarte mehr bekam, der konnte das Event über einen Livestream im Internet verfolgen.

    Die Reaktionen auf die Veranstaltung waren allerdings eher gespalten. Besonders das gemeinsame Gebet für Altkanzler Kurz erntete im Netz viel Spott und Hohn. Ein User fühlte sich an mittelalterliche Zustände erinnert und schob die Aktion dem TV-Satiriker Jan Böhmermann zu. Dieser bestritt auf Twitter aber umgehend jegliche Verbindungen.

    Parallelen zu "Strache-Video"

    Böhmermann war von vielen Internetnutzern für das Skandalvideo um den österreichischen Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache, das letztendlich zum Sturz von Kanzler Kurz geführt hatte, verantwortlich gemacht worden. Auch da weist Böhmermann aber jede Verantwortung von sich.