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Es handelt sich um eine weltweite Störung: Facebook, WhatsApp und Instagram sind aktuell für viele Nutzer nicht erreichbar. Der Facebook-Konzern entschuldigte sich. Man arbeite an einer Lösung, hieß es.

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Großer Ausfall bei Facebook, WhatsApp und Instagram

Es handelt sich um eine weltweite Störung: Facebook, WhatsApp und Instagram sind aktuell für viele Nutzer nicht erreichbar. Der Facebook-Konzern entschuldigte sich. Man arbeite an einer Lösung, hieß es.

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Bei einem ungewöhnlich großen Ausfall sind am Montag gleich mehrere Dienste des Facebook-Konzerns auf breiter Front vom Netz gegangen. Neben der eigentlichen Facebook-Plattform waren auch der Chatdienst WhatsApp und die Foto-App Instagram für viele Nutzer nicht zu erreichen.

Die Probleme traten weltweit auf, wie Störungsmeldungen auf Websites wie Downdetector zeigten. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Webseiten und Apps Störungen verzeichnen, doch in einem solchen Maßstab ist dies selten.

Facebook entschuldigt sich

Ein Facebook-Sprecher entschuldigte sich und versicherte, dass das Online-Netzwerk an der Entstörung arbeite. Man arbeite an einer Lösung, hieß es.

Ursachen für den Ausfall waren zunächst nicht bekannt. Für einige Web-Experten sah es nach einem Problem mit dem DNS-Service aus. Dieser Dienst sorgt unter anderem dafür, dass mit Buchstaben eingetippte Website-Namen in die IP-Adressen übersetzt werden, damit diese angesteuert werden können. Laut einigen Experten verschwanden die DNS-Einträge der Facebook-Dienste aus dem Service, der den Datenverkehr steuert - damit waren sie sozusagen unsichtbar für die Netzinfrastruktur.

Facebook-Angestellte berichteten, dass sogar das firmeninterne Netzwerk am Hauptsitz in Menlo Park ausgefallen sei. Auf Twitter trendeten die Hashtags #whatsappdown, #facebookdown und #instagramdown.

Die Probleme bescherten anderen Internetdiensten großen Zulauf. So erklärte der Messengerdienst Signal auf Twitter, die Zahl der Neuanmeldungen sei stark angewachsen. "Willkommen allerseits!"

Hackerangriff unwahrscheinlich

Zwei namentlich nicht genannte IT-Sicherheitsexperten von Facebook sagten der "New York Times", eine Cyberattacke als Auslöser der Probleme erscheine unwahrscheinlich. Denn die Technologie hinter den einzelnen Apps des Konzerns sei zu unterschiedlich, um sie mit einer Cyberattacke alle gleichzeitig offline zu bringen.

Ex-Facebook-Mitarbeiterin als Whistleblowerin

Der jetzige Vorfall erfolgte einen Tag, nachdem die frühere Facebook-Mitarbeiterin Frances Haugen sich nach Enthüllungen über schädliche Auswirkungen der Facebook-Plattformen für Jugendliche als Whistleblowerin zu erkennen gegeben hatte.

Sie wirft ihrem ehemaligen Arbeitgeber unter anderem vor, Profit systematisch über Sicherheit zu stellen. Das Unternehmen, dem auch die Online-Dienste Instagram und WhatsApp gehören, steht deshalb stark in der Kritik.

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