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Apple-Mitarbeiter hören Siri ab | BR24

© dpa picture-alliance

Siri wird von Apple-Mitarbeitern abgehört

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    Apple-Mitarbeiter hören Siri ab

    Siri, hörst Du mit? Offenbar werden Sprachaufnahmen des Apple-Assistenten an menschliche Mitarbeiter weitergegeben. Das Unternehmen hat das Vorgehen bestätigt.

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    Erst "Alexa", dann "Google Home" und jetzt, wenig überraschend, auch noch "Siri". Apple lässt Mitschnitte vom Sprachassistenten "Siri" von Mitarbeitern auswerten. Allerdings, betonte die Firma in einer Stellungnahme, seien davon weniger als ein Prozent der täglichen "Siri"-Aktivierungen betroffen. Außerdem seien die Aufnahmen nur wenige Sekunden lang und würden anonymisiert an die Mitarbeiter übertragen, die sich wiederum an "strickte Vertraulichkeitsvereinbarungen" halten müssten.

    Auswertung durch Drittfirmen

    Dennoch bleibt ein fahler Nachgeschmack. Zum einen informiert Apple seine Nutzer in seinen Datenschutzbestimmungen nicht darüber, dass "Siri"-Sprachaufnahmen auch von Menschen abgehört werden, zum anderen sind offenbar Drittfirmen mit der Auswertung beauftragt, also nicht einmal eigene Mitarbeiter des Konzerns.

    Ein Insider berichtete dem Guardian über die Abhörpraxis

    Ans Licht gebracht hat diese pikante Praxis der englische Guardian. Ein anonymer Mitarbeiter berichtet da außerdem, dass der "Siri"-Befehl oft unbeabsichtigt ausgelöst wird. Ein Problem, das auch andere Smart Speaker-Systeme betrifft. Der Google Smart Speaker wird zum Beispiel auch dann aktiviert, wenn der Nutzer "Ok Kuchen" sagt, anstatt "Ok Google". Und Amazons "Alexa" interpretiert ein dahin genuscheltes "Ham wa schon" als "Amazon".

    Immerhin, so der anonyme Mitarbeiter, wurde das Team aufgefordert, versehentliche Aktivierungen von "Siri" als technisches Problem zu melden. Generell seien die Aufnahmen lediglich dazu da, das Sprachsystem zu verbessern.

    Erst "Alexa", dann "Google Home", jetzt "Siri"

    Bereits im April wurde bekannt, dass Mitarbeiter von Amazon Audiomitschnitte des digitalen Assistenten "Alexa" auswerten, um den Algorithmus zu trainieren. Und erst Mitte Juli hat auch Google bestätigt, Sprachaufzeichnungen von "Google Home"-Assistenten analysiert zu haben.