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App-Tracking-Transparenz auf dem iPhone

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    App-Tracking-Transparenz: Mehr Datenschutz durch iPhone-Update

    Wer auf seinem iPhone das aktuelle Betriebssystem iOS 14.5 installiert hat, kann von besseren Privatsphäre-Einstellungen profitieren. Ab sofort können Nutzer Apps untersagen, sie außerhalb der App zu tracken. Doch die Funktion wird auch kritisiert.

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    Von
    • Gregor Schmalzried

    Das neue iPhone-Betriebssystem iOS 14.5 wird seit dieser Woche an iPhone-Nutzer ausgespielt - und enthält neue Funktionen zum Schutz der Privatsphäre.

    Warum braucht es "App-Tracking-Transparenz"?

    Besonders im Fokus: Ein neues Feature namens "App-Tracking-Transparenz". Es geht um Apps, die nicht nur Daten sammeln, während man die App selbst benutzt, sondern auch außerhalb davon.

    Facebook beispielsweise sammelt mithilfe technischer Hilfsmittel auch Daten, wenn man gar nicht auf Facebook, sondern z.B. in einer Shopping-App unterwegs ist. Auf diese Weise kann Facebook später im Newsfeed Werbung für ein Produkt ausspielen, das man anderswo angeschaut hat. Auch auf andere Weise lassen sich solche Daten auswerten.

    So funktioniert die Datenschutz-Funktion

    Neu in iOS 14.5: Wenn man eine neue App installiert, wird man automatisch gefragt, ob man es einer App erlauben möchte, Daten zu sammeln oder nicht. Diese Einstellung kann man für jede App individuell treffen.

    Einen Überblick darüber, welchen Apps was erlaubt ist, findet man in den iPhone-Einstellungen unter "Datenschutz" > "Tracking". Dort können Erlaubnisse für jede App eingestellt werden. Diese Einstellungen können jederzeit wieder geändert werden.

    Erste Nutzerberichte zeigen, dass die Funktion bei einzelnen Nutzern noch nicht richtig funktioniert - bei großen Software-Updates nicht unüblich. Kommende Updates werden den Fehler wahrscheinlich beheben.

    Kritik kommt von Facebook

    Seit der Ankündigung der neuen iPhone-Funktion gibt es heftigen Widerstand gegen Apples Pläne - insbesondere von Facebook. Der Social Media-Konzern, zu dem auch Instagram und WhatsApp gehören, hat sein Geschäftsmodell auf Online-Werbung aufgebaut. Dieses könnte durch die verschärften Datenschutz-Maßnahmen von Apple gefährdet werden.

    So argumentiert Facebook etwa, dass die die neuen Datenschutz-Richtlinien es kleinen Unternehmen schwerer machen könnten, Kunden zu gewinnen, weil sie ihre Zielgruppe weniger eng zuschneiden können.

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