BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© Google
Bildrechte: Google

Die neue Version von Android arbeitet mit einem Design, das sich etwa an das Hintergrundbild des Users anpasst.

Per Mail sharen

    Android 12 setzt auf Anpassung - nicht nur beim Design

    Googles Android ist das in Deutschland meistgenutzte Betriebssystem für Handys. Nun gab es erste Blicke auf das nächste Update, Android 12. Das Design ändert sich stark wie lange nicht. Doch viele User werden warten müssen - und teils vergeblich.

    Per Mail sharen
    Von
    • Thomas Moßburger

    Rund zwei Drittel der mobilen Internetnutzung in Deutschland kommt von Android-Geräten, rund ein Drittel von Apples iOS. Andere Hersteller spielen kaum eine Rolle bei Betriebssystem für Smartphones.

    Apple sorgt aktuell mit einem Update für sein Betriebssystem bei manchen Werbetreibenden für Sorgen, nun erlaubte Google bei seiner Entwicklerkonferenz I/O weitere Einblicke in die neueste Version seines Betriebssystems: Android 12. Offiziell veröffentlicht werden soll es im Herbst.

    Farbe passt sich an

    Am auffälligsten dürften für Otto-Normal-Nutzer wohl die Design-Veränderungen sein. "Heise" beschreibt sie als die größte optische Überarbeitung seit Jahren. Konkret wird sich das Farbkonzept eines Smartphones künftig stärker anpassen, etwa an die Tageszeit oder auch an das Bild, das ein User für seinen Sperrbildschirm gewählt hat.

    Dieses Farbkonzept verteilt sich dann auf das ganze Smartphone. Nicht nur die Uhrzeit-Zahlen auf dem Sperrbildschirm passt sich farblich an das gewählte Hintergrund-Bild an, sondern auch etwa die Tasten im Rechner oder die Text-Blasen in der Nachrichten-App. Hinzukommen sollen laut Google fließendere Übergänge bei der Nutzung, überarbeitete Menüs und eine effizientere Energienutzung.

    Privatsphäre lässt sich anpassen

    Nicht auf den ersten Blick ersichtlich dürften die Änderungen sein, die für mehr Privatsphäre und Datenschutz sorgen sollen. So soll Android 12 eine Art Datenschutz-Cockpit erhalten, das anzeigt, welche der installierten Apps wie oft auf welche Daten wie Standort, Kamera oder Telefonbuch zugreifen. Direkt dort soll man dann auch entsprechenden Apps den Zugriff auf diese Daten verweigern können.

    Hinzu kommt eine spezielle Benachrichtigung in der oberen Statusleiste, sobald eine App auf Mikrofon oder Kamera des Gerätes zugreift sowie die Möglichkeit, Apps nur den Zugriff auf einen ungefähren Standort zu erlauben. "Zum Beispiel brauchen Wetter-Apps nicht euren genauen Standort, um eine präzise Vorhersage zu bieten", schreibt Google dazu.

    Daneben wurden auch Neuerungen beim Betriebssystem für Smartwatches und ähnliche Geräte angekündigt und KI-Anwendungen präsentiert, an denen Google gerade arbeitet.

    Hersteller-Anpassung dauert Zeit

    Android-User, die sich nun auf ein neues Design oder Datenschutz-Features freuen, sollten jedoch nicht in zu viel verführte Euphorie verfallen. So ist es üblich, dass die einzelnen Smartphone-Hersteller wie Samsung, Xiaomi und Co. die Android-Versionen jeweils noch für ihre Geräte anpassen.

    Das letztendliche Design könnte sich also durchaus noch ändern, bis es auf Ihrem Smartphone landet. Vor allem aber kostet der Prozess in der Regel Zeit: So dürften im Herbst zunächst vor allem die Google-eigenen Google-Phones beziehungsweise ihre Besitzer an Android 12 kommen.

    Wer ein Smartphone einer anderen Marke besitzt, wird dagegen wohl noch länger warten müssen, bis das Update bereitsteht. Ältere Smartphones werden ohnehin teils gar nicht mehr mit dem jeweils neuesten Android versorgt.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!