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"Hey Alexa! Wer überwacht uns im Auto?" | BR24

© Amazon

Nun auch in Deutschland erhältlich: "Echo Auto" von Amazon

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    "Hey Alexa! Wer überwacht uns im Auto?"

    Seit Kurzem ist Amazons "Echo Auto" auch in Deutschland erhältlich. Werden Autofahrer nun überwacht? Die Wahrheit ist: Im Auto sind wir schon längst ziemlich gläsern.

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    Vor einigen Jahren, da wollte Amazon mit dem Sprachassistent "Echo" - besser bekannt unter "Alexa" - erstmal das Wohnzimmer erobern, genau wie Google mit "Google Home", Apple mit dem "Homepod" und Facebook mit "Portal". Diesen Kampf hat Amazon in Deutschland bisher knapp für sich entscheiden können. Das System des Online-Handelsgiganten ist hierzulande ein wenig verbreiteter als das von Google.

    Und längst spricht Alexa nicht mehr nur in vielen Wohnzimmern zu ihren Nutzen, sondern auch in Badezimmern und Schlafzimmern. Und nun will Amazon mit seinem Smart-Speaker-System auch das Auto erobern.

    "Echo Auto" kann vieles, aber kaum etwas, das mit dem Auto zu tun hat

    "Echo Auto" kostet rund 60 Euro und ist in etwa so groß wie zwei Streichholzschachteln. Das Gadget verbindet sich mit dem eigenen Smartphone und schon kann einem Alexa im Auto auf Zuruf die News und Benzinpreise vorlesen, Parkplätze auflisten, bezahlen, das Garagentor öffnen oder Musik und Hörbücher abspielen.

    Allerdings ist das System nicht in das Auto selbst integriert. Amazons "Echo Auto" kann keine Fenster herunterkurbeln, den Sitz einstellen oder die Klimaanlage aufdrehen.

    Daten geben Rückschlüsse auf Fahrstil

    Die Daten, die beim Autofahren erzeugt werden, gehen also nach wie vor an die Autohersteller - und das nicht zu knapp. Gespeichert wird nicht nur die GPS-Position des Fahrzeugs, sondern auch, wie oft der Gurtstraffer anspringt.

    "Das ermöglicht Rückschlüsse auf Fahrstil und Bremsverhalten" sagt Johannes Boos vom ADAC. "Es wird auch gespeichert, wie häufig der Fahrersitz verstellt wird, das wiederum deutet darauf hin, wie viele Fahrer das Auto nutzen."

    Wert- und geheimnisvolle Daten

    Solche Daten sind nicht nur interessant für die Hersteller, sondern auch für Werkstätten und natürlich für Autoversicherer. Wenn es aber darum geht offenzulegen, welche Daten wie und warum gespeichert und verarbeitet werden, halten sich die Hersteller bedeckt. Wer beispielsweise bei BMW nach einem PKW sucht, der erfährt eine Menge über Design, Fahrstabilität und Getriebe, aber so gut wie nicht, was mit den Daten geschieht, die das Fahrzeug sammelt.

    Der ADAC wünscht sich deswegen eine gesetzliche Regelung, die sicherstellt, dass Fahrzeugbesitzer selbstbestimmt über ihre Daten verfügen. "Bislang ist es aber so, dass nur die Hersteller diese Daten auslesen können", sagt Boos. Das sei aus Sicht der Verbraucher nicht hinnehmbar.

    Klar ist: Je "smarter" die Autos werden und je vernetzter der Verkehr, umso mehr Daten werden anfallen. Und umso wichtiger wird die Frage werden, was mit diesen Daten eigentlich passiert.

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