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Altersbericht: So digital sind Senioren unterwegs | BR24

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Macht das Leben leichter, auch und vor allem für Seniorinnen und Senioren: Ein Smartphone.

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    Altersbericht: So digital sind Senioren unterwegs

    Smart-Home-Systeme, Fitnessarmbänder, Videotelefonie: Die Digitalisierung kann älteren Menschen helfen, gesünder und selbstbestimmter zu leben. Doch manche Senioren sind digital abgehängt. Die Gründe haben nicht zwingend etwas mit dem Alter zu tun.

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    Die Corona-Krise hat noch einmal drastisch vor Augen geführt, wie wichtig digitale Dienste sein können. Das gilt auch und umso mehr für Senioren. Denn egal, ob es darum geht, per App Kontakt zu Kindern und Enkeln zu halten oder darum, Medikamente und den Supermarkteinkauf zu bestellen: Digitale Helferlein machen vieles einfacher, insbesondere dann, wenn man nicht vor die Türe kann. Manchmal, da gleicht Technologie auch körperliche Einschränkungen aus. So lässt sich beim Lesen eines digitalen Buches die Schriftart anpassen oder per Sprachbefehl oder App die Jalousie herunterlassen. Die Digitalisierung kann älteren Menschen im Alltag helfen und es ihnen ermöglichen, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

    "Einen Zugang zum Internet zu haben, digitale Technologien zu nutzen und kompetent damit umgehen zu können, ist heute in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens eine wesentliche Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe." Achter Altersbericht der Bundesregierung

    Seit 1993 betrachtet eine Expertenkommission im Auftrag der Bundesregierung die Lage der älteren Generation. Der kürzlich erschienene Altersbericht widmet sich dabei dem Thema Digitalisierung. Aus dem Papier geht hervor, dass hierzulande beachtliche 80 Prozent der älteren Menschen einen Internetzugang haben. Dieser Anteil sinkt in der Gruppe der über 73-Jährigen jedoch merklich ab, wobei es hier gravierende Unterschiede gibt, etwa bei den Geschlechtern. Zwei Drittel der in Deutschland über 80-Jährigen sind Frauen, trotzdem nutzen in dieser Altersgruppe mehr Männer das Netz.

    Bildungsabschluss entscheidend

    Vor allem der Bildungsabschluss entscheidet letztlich darüber, wie man im Alter mit neuen Medien umgeht. In der Gruppe der 79- bis 84-Jährigen haben zwei Drittel einen Internetanschluss, sofern sie einen formal hohen Bildungsabschluss haben. Bei denen mit mittlerer oder niedriger Bildung sind es nicht einmal halb so viele. Besonders ältere Menschen mit Migrationshintergrund haben oft kein Netz. "Dies hängt mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil von Personen mit niedrigem sozioökonomischem Status in dieser Bevölkerungsgruppe zusammen", schreiben dazu die Macher des Berichts.

    Kommission: Kompetenz fördern

    Der Bericht betont, dass ältere Menschen auch das Recht haben sollen, digitale Technologien nicht zu nutzen. Es solle vielmehr darum gehen, den Zugang so vielen Menschen wie möglich bereitzustellen. Die Kommission hat deswegen zwölf Empfehlungen an die Politik. Dazu gehört unter anderem die Idee, Internet in öffentlichen Einrichtungen umsonst zugänglich zu machen und die digitale Kompetenz älterer Menschen zu fördern.

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