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Adress-Fälscher im Cyberspace | BR24

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Digitaler Wurm-Enkel

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Adress-Fälscher im Cyberspace

Achim Killers Online-Nachrichten: GhostDNS macht das Netz unsicher. Eine dubiose "Datenschutz-Auskunftszentrale" zockt Ahnungslose ab. Und: Jewgeni Kaspersky mahnt, bei unerwarteten Mails oder Anrufen misstrauisch zu sein.

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Ganz wehmütig wird einem ums Herz – bei den IT-Sicherheitsmeldungen dieser Woche. "Wie lange ist das schon her", fragt man sich da, als diese Tricks, mit denen es Cyberkriminelle probierten, noch neu waren? Es ist ewig her. Im November 2012 wurde in den B5-Online-Nachrichten über ein Stück digitales Ungeziefer Namens DNSChanger berichtet.

Cyber-Nachfahre spukt durchs Netz

Jetzt macht quasi dessen Enkel, der GhostDNS, den Cyberspace unsicher. Wie sein digitaler Opa manipuliert er das DNS, das Domain Name System, das, dass www-Adressen in IP-, in Internet-Adressen, übersetzt, in Zahlen halt, mit denen der Computer umgehen kann. Dazu nistet sich der GhostDNS im Home-Router ein und ändert dort die Adresse des DNS-Servers. Dann gibt man beispielsweise www.bank.de ein; der falsche DNS-Server gibt eine falsche IP-Adresse an und man landet nicht bei seiner Bank, sondern auf der Site eines Bankräubers. Üble Sache! Was kann man tun? Sich ein ordentliches Passwort für seinen Router ausdenken. Das, was voreingestellt ist, das Standard-Passwort, das ist ganz schlecht. "0000“ oder "Passwort“, das kennen Gauner. Wer das verwendet, hat verloren.

Datenschutz-Abzocke aus Malta

Und dann hat man früher, wenn man als Selbständiger sein Geld verdient hat, oft Post von irgendwelchen – vermeintlichen - "Gewerbe-Auskunftszentralen“ bekommen. Hat ausgesehen, als ging’s dabei um einen Eintrag in die Gelben Seiten. Tatsächlich aber haben Gauner solche Briefe verschickt und – kleingedruckt – horrende Summen für Einträge in dubiose Verzeichnisse haben wollen. Jetzt verschickt eine nicht minder dubiose "Datenschutz-Auskunftszentral"“ mit Sitz in Malta Faxe – mit einer wilden Geschichte über die neue Datenschutzgrundverordnung und darin enthaltene Verpflichtungen für Unternehmen. Unterschreiben und zurückschicken solle man das Formular. Wer das macht, ist 1.500 Euro los. Aktuell warnt der Datenschutzbeauftragte von Mecklenburg-Vorpommern vor solchen Tricks.

Die zentrale Sicherheitsregel

Bei allem, was mit dem Netz zu tun hat, und sei es das Telefonnetz, über das Faxe kommen, muss man seinen Verstand einschalten. So formuliert Jewgeni Kaspersky die wohl wichtigste Sicherheitsregel in der Informationsgesellschaft. Bei unerwarteten Mails oder Telefonanrufen sollte man misstrauisch sein. Man müsse sich im Cyberspace wie in einem zwielichtigen Stadtbezirk bewegen, rät Kaspersky. Aber eigentlich sei IT-Sicherheit für Private und Selbständige ziemlich einfach – sagt er. Text, Links und Podcast der Online-Nachrichten gibt es hier. Und weitere Ausgaben der Onlinenachrichten bekommt man hier.