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SPD-Vorsitz Nahles soll Schulz folgen, Scholz wird Interims-Chef

SPD-Chef Martin Schulz ist wie erwartet als Parteichef zurückgetreten. Auf einem Sonderparteitag soll Andrea Nahles zur Nachfolgerin gekürt werden. Bis dahin übernimmt Olaf Scholz das Amt kommissarisch.

Von: Birgit Gamböck

Stand: 13.02.2018

SPD-Bundesparteitag am 09.12.2017 in Berlin. Der SPD Vorsitzende Martin Schulz (l-r) spricht mit Fraktionschefin Andrea Nahles und Parteivize Olaf Scholz. Foto: Michael Kappeler/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Bild: dpa-Bildfunk/Michael Kappeler

Eine weibliche Parteivorsitzende hatten die Sozialdemokraten in ihrer 150-jährigen Geschichte noch nicht. Am 22. April könnte es nun soweit sein. Dann wird sich Andrea Nahles auf dem Sonderparteitag in Wiesbaden als SPD-Chefin zur Wahl stellen. Das Präsidium habe sie für den Posten vorgeschlagen, teilte der bisherige Parteichef Schulz in Berlin mit. Er selbst trat wie erwartet mit sofortiger Wirkung zurück.

Der Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz soll den Parteivorsitz bis zur Wahl von Nahles kommissarisch übernehmen. Das teilte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil mit. Als Begründung nannte er, Scholz sei der dienstälteste Stellvertreter. Beide Personalien seien vom Bundesvorstand einstimmig beschlossen worden. Zunächst war Nahles auch als Interimschefin im Gespräch. Dagegen hatte es jedoch rechtliche Bedenken und parteiintern Widerstand gegeben.


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Truderinger, Dienstag, 13.Februar, 19:29 Uhr

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Mein Gott, SPD! Was soll das denn jetzt bitte? Man kann wirklich nur hoffen, dass diese für das demokratische Gefüge extrem wichtige Partei sich bald wieder fängt!