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Symbolbild: Börse

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Bildrechte: picture alliance/dpa | Arne Dedert
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    Börsen-Ticker: DAX rutscht deutlich unter 14.000 Punkte

    Auch die deutschen Aktienmärkte können sich den schwachen Vorgaben aus New York und Tokio nicht entziehen. Kursverluste auf breiter Front drücken den DAX unter 14.000 Punkte. Alle aktuellen Börsen-News von Montag bis Freitag im Ticker von BR24.

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    Die wichtigsten Börsen-News in Kürze:

    12.30 Uhr - DAX rutscht deutlich unter 14.000 Punkte

    Die Börsen kommen nicht zur Ruhe. Kleinen Erholungen folgen kräftigere Rückschläge. Das ist typisch für einen Bärenmarkt, bei dem der Trend grundsätzlich nach unten zeigt. Ob und wann diese schwache Phase ein Ende hat, kann niemand vorhersagen. Im Prinzip ist es genau der umgekehrte Trend zu dem Trend, der die internationalen Börsen in den letzten Jahren von einem Rekord zum nächsten trieb. Das war ein Bullenmarkt.

    Aktuell verliert der DAX 2,2 Prozent auf 13.705 Punkte. MDAX und TecDAX geben jeweils 1,8 Prozent ab.

    Die Deutsche Bank verliert am Tag der Hauptversammlung 1,5 Prozent. Christian Sewing, der die Bank wieder in die Gewinnzone geführt hat, setzt weiterhin konservativ auf ein organisches Wachstum. Man sei grundsätzlich offen für Übernahmen und Fusionen, aber nur, wenn sie einen strategischen Mehrwert haben. Das gelte auch für grenzüberschreitende Zusammenschlüsse.

    11.06 Uhr - Easyjet im Aufwind

    Der britische Billigflieger hat seinen Verlust in seinem ersten Geschäftshalbjahr bis Ende März deutlich reduzieren können und erwartet laut Konzerchef Lundgren einen erfolgreichen Sommer fast auf Vorkrisenniveau. Im laufenden Quartal bis Ende Juni erwartet die Fluggesellschaft demnach eine Auslastung von 90 Prozent des Vorkrisenwertes, im Quartal drauf bis Ende September dann von 97 Prozent. Weil die Menschen aber zunehmend kurzfristig buchten, könne Easyjet keine Prognose für das gesamte Geschäftsjahr abgeben, so Lundgren. Im ersten Halbjahr bis Ende März hat Easyjet die Verluste um mehr als ein Fünftel reduziert auf umgerechnet 509 Millionen Euro.

    Die Easyjet-Aktie verbucht an der Börse in London ein Minus von rund einem Prozent, schlägt sich damit aber besser als der Gesamtmarkt. Der Financial Times Index büßt rund zwei Prozent ein. Hierzulande verliert der DAX ebenfalls zwei Prozent auf 13.730 Punkte. Der Euro steht bei 1 Dollar 04 92.

    09.13 Uhr - DAX startet unter 14.000 Punkten

    Die deutschen Aktienmärkte können sich den schwachen Vorgaben aus New York und Tokio nicht entziehen. Der DAX verliert eine knappe Viertelstunde nach Beginn des Xetra-Handels 1,4 Prozent auf 13.810 Punkte Der Kursrutsch an den US-Börsen hat die Anleger verunsichert. Die Furcht vor drastischeren Zinserhöhungen der US-Notenbank im Kampf um die hohe Inflation im Land, die die Konjunktur abwürgen könnten, hatte die Kurse in New York gestern schwer belastet. Der Dow Jones sank um 3,6 Prozent, der Nasdaq um 4,7 Prozent. An der Börse in Tokio sind die Anleger dem schwachen US-Trend gefolgt. Der japanische Leitindex Nikkei schloss heute mit einem Minus von 1,9 Prozent auf dem Endstand von 26.403 Punkten. Der Ölpreis notiert mit 110 Dollar 40 pro Barrel Nordseeöl, das ist ein Aufschlag von rund 1 Dollar 30. Der Euro ist unterdessen deutlich unter die Marke von 1,05 gerutscht auf jetzt 1, 04 70 Dollar.

    07.14 Uhr - Talfahrt an den Börsen

    Die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs, die chinesische Null-Covid-Strategie und die weltweit steigende Inflation mit der Aussicht auf weitere Zinserhöhungen der Notenbanken verderben den Anlegern die Kauflaune. Nach den jüngsten Gewinne machen die Investoren Kasse. Nach schwachen US-Vorgaben verliert der japanische Nikkei-Index zur Stunde 1,8 Prozent auf 26.435 Punkte, in Hongkong geht es um 2,3 Prozent nach unten und in Seoul um 1,2 Prozent. Der CSI300, der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verliert 0,3 Prozent. An der New Yorker Wall Street hatte der Dow Jones gestern 3,6 Prozent verloren, der Nasdaq an der US-Technologiebörse sogar 4,7 Prozent. Der Euro steht bei genau 1,05 Dollar.

    06.14 Uhr - Cisco kappt Umsatz-Prognose

    Der US-Netzwerkausrüster hat nach einem schwachen Quartal die Jahresziele deutlich reduziert. Grund sind die anhaltenden Lieferkettenprobleme angesichts der Corona-Lockdowns in China und des Ukraine-Kriegs. Der Konzern erwartet für das laufende Geschäftsjahr nur noch ein Umsatzwachstum zwischen 2 und 3 Prozent, teilte Cisco gestern nach US-Börsenschluss mit. Zuvor hatte die Prognose gut doppelt so hoch gelegen. Im abgelaufenen dritten Geschäftsquartal stagnierte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr bei 12,8 Milliarden Dollar und blieb damit weit unter den Markterwartungen. Der Nettogewinn stieg dank niedrigerer Betriebskosten dennoch um sechs Prozent auf 3 Milliarden Dollar Konzernchef Robbins versicherte, dass Cisco langfristig gut aufgestellt bleibe, die Ergebnisse in den nächsten Quartalen aber eher von der Verfügbarkeit von Komponenten abhingen als von der Nachfrage. Die Anleger waren skeptisch. Die Cisco-Aktie fiel nachbörslich um 13 Prozent.

    Donnerstag, 19. Mai 2022

    22.10 Uhr - Dow Jones verliert 3,7 Prozent

    Aus Furcht vor drastischen Zinserhöhungen der US-Notenbank und den Folgen für die Wirtschaft ergriffen die Investoren an der Wall Street die Flucht. Der Dow Jones verlor über 1.000 Punkte beziehungsweise 3,7 Prozent und fiel auf 31.458 Zähler. Der Nasdaq Index knickte um 4,7 Prozent ein. Das sind recht negative Vorgaben für den Handel an den deutschen Börsen, wenn das Geschäft wiederbeginnt. Denn nach dem Börsenschluss in Europa am Abend haben die Börsenindices in New York weiter Boden verloren.

    18.47 Uhr - Tesla fliegt aus Nachhaltigkeitsindex

    In New York stehen die Aktien von Tesla unter Druck. Die Titel des Herstellers von Elektroautos sind auch aus einem Börsen-Index für nachhaltige Unternehmen herausgeflogen. Der Index-Anbieter S&P Dow Jones Indices hat das Unternehmen den Angaben zufolge aus dem Index S&P 500 ESG genommen. Grund hierfür sei der Umgang Teslas mit Untersuchungen von Unfällen im Zusammenhang mit der Autopilot-Funktion der Fahrzeuge und Rassismus-Vorwürfe. In ESG-Indizes werden nur Firmen aufgenommen, die bestimmte Kriterien bei Umweltschutz, sozialem Engagement und verantwortungsvoller Unternehmensführung erfüllen. Die Aktien von Tesla verbilligen sich um 4,7 Prozent.

    18.07 Uhr - Erholungsversuch gescheitert

    Die Zitterpartie geht weiter. Der DAX hat sich wieder der Marke von 14.000 genähert, am Ende standen 14.008 Punkte auf der Tafel, das war ein Minus von 1,3 Prozent. Offensichtlich haben sich die Anleger von der schwachen Entwicklung an der Wall Street verunsichern lassen. In New York verliert der Dow Jones aktuell 2,2 Prozent. Die Diskussion über deutlich höhere Zinsen in den USA hält die Börsen in Atem. Es sei unklar, wie weit die US-Notenbank gehen müsse, um die Inflation in den Griff zu bekommen, meinte eine Marktteilnehmerin. Zuvor hatte der Chef der Notenbank, Jerome Powell, seinen Willen bekundet, gegen die sehr hohe Inflation vorzugehen und dabei auch größere Zinserhöhungen nicht ausgeschlossen. Höhere Zinsen bremsen aber in aller Regel Konsumausgaben und drücken auf Unternehmensgewinne.

    17.50 Uhr – Wie lief der Mittwoch für die Unternehmen des DAX?

    Ein Blick auf die 40 deutschen Unternehmen im DAX: Heute sieht die Börse sieben Aktiengesellschaften mit Kursgewinnen und 33 Unternehmen mit Verlusten. Im Folgenden der Stand von heute (17.50 Uhr):

    RWE verzeichnete bisher mit 3,1 Prozent den höchsten Kursgewinn unter den Unternehmen des DAX. Es folgt Eon mit +1,6 Prozent und Daimler Truck mit +1,4 Prozent.

    Hello Fresh musste am heutigen Börsentag bisher den höchsten Verlust hinnehmen. Der Aktienkurs des Unternehmens sank um 10,3 Prozent. Delivery Hero (-7,3 Prozent) und Puma (-5,3 Prozent) verloren ebenfalls.

    💡 Von der Börse München (gettex) beziehen wir Kursdaten, die wir mit Hilfe automatisierter Datenverarbeitung in Text umwandeln. Letzter Stand der Daten ist 17.50 Uhr, berechnet wird die Entwicklung seit kurz vor 18 Uhr des letzten Handelstags. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

    12.15 Uhr - DAX verteidigt Vortagesgewinne

    Die deutschen Börsen können die satten Kursgewinne von gestern verteidigen. Der DAX gewinnt 0,2 Prozent auf 14.218 Punkte. Der MDAX legt 0,4 Prozent zu. Das ist die gute Nachricht von den Märkten.

    Die Unternehmensnachricht des Tages kommt von Siemens Energy. Der Münchner Konzern will die angeschlagene spanische Windkrafttochter Gamesa komplett übernehmen und von der Börse nehmen. Kostenpunkt: rund 3,5 Milliarden Euro. In Madrid legte die Gamesa-Aktie bis zu 12 Prozent zu, bevor sie vom Handel ausgesetzt wurde. Die Siemens-Energy-Aktie gewinnt 3,2 Prozent. Eigentlich gilt Gamesa als Zukunftshoffnung, hat aber seit Jahren große Verluste gemacht. Siemens-Krisenmanager Jochen Eickholt soll jetzt das Ruder herumreißen.

    11.14 Uhr - USA erlegt Allianz Strafzahlung auf

    Nach Fondsverlusten in Milliardenhöhe hat die Allianz Betrug durch ihre Tochtergesellschaft AGI eingeräumt. Und die US-Regierung hat dem Münchner Versicherer eine harte Strafe in mindestens dreistelliger Millionenhöhe auferlegt, weil laut der Behörden Mitarbeiter der Vermögensverwaltung in den USA kriminell agiert hätten. Zudem darf die verantwortliche Vermögensverwaltung Allianz Global Investors ihr US-Geschäft nicht mehr in der bisherigen Form weiterführen. Deswegen wird die US-Gesellschaft der AGI das Geschäft in den USA mit etwa 120 Milliarden Dollar Kundengeldern auf einen neuen US-Partner übertragen, teilte die Allianz mit. Große US-Anleger hatten im März vor zwei Jahren mit AGI-Fonds laut Börsenaufsicht SEC fünf Milliarden Dollar verloren und anschließend Milliardenklagen gegen die Allianz eingereicht. Die Aktie der Allianz verbucht jetzt ein Minus von 0,9 Prozent.

    10.44 Uhr - Übernahme-Gerüchte um Siemens Gamesa

    Der Energietechnik-Konzern Siemens Energy erwägt eine mögliche Komplettübernahme seiner Windkraft-Tochter Gamesa, an der er bereits gut zwei Drittel der Anteile besitzt. Dabei denkt das Management an ein Kaufangebot in bar, um die Tochter im Anschluss potenziell von der Börse zu nehmen, teilte Siemens Energy am Morgen mit. Aber entschieden sei noch nichts und ein möglicher Deal noch ungewiss. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, dass ein entsprechendes Angebot bereits in der kommenden Woche vorgelegt werden und allenfalls einen kleinen Aufschlag auf den aktuellen Kurs der Aktie vorsehe.

    Das Papier von Siemens Gamesa hatte gestern bei 14 Euro 13 geschlossen und ist an der Börse in Madrid um rund 11 Prozent nach oben geschossen. Die Aktie von Siemens Energy gehört heute mit einem Plus von 3,8 Prozent zu den Favoriten im MDAX. Der gewinnt zur Stunde 0,1 Prozent. Der DAX verliert 0,2 Prozent auf 14.162 Punkte.

    09.10 Uhr - DAX startet mit kleinem Plus

    Nach guten Vorgaben aus Tokio und New York gewinnt der DAX kurz nach Handelsbeginn 0,2 Prozent auf 14.213 Punkte. Die Autoaktien haben bislang kaum auf die schwachen Autoabsatz-Zahlen aus Europa reagiert. Der Branchenverband ACEA meldete einen Einbruch im April von mehr als 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dennoch verbuchen die Papiere von Mercedes, BMW und Volkswagen kleine Gewinne. Im Blickpunkt an den Märkten steht neben dem Krieg in der Ukraine erneut das Thema Inflation. Heute stehen Daten für die Euro-Zone auf der Agenda. Experten erwarten für April einen Preisanstieg von 7,5 Prozent zum Vorjahresmonat. Der Euro steht bei 1,05 20 Dollar.

    08.13 Uhr - Europäischer Automarkt bricht weiter ein

    Brüchige Lieferketten wegen des Ukraine-Krieges und der anhaltende Chipmangel haben den Automarkt in der EU weiter schrumpfen lassen. Im April fielen die Pkw-Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 20,6 Prozent auf 684.500 Fahrzeuge, teilte der europäische Branchenverband ACEA soeben mit. Mit Ausnahme des ersten Corona-Jahres 2020, als die Produktion zeitweise europaweit stillstand, war das der schwächste April seit Beginn der Aufzeichnungen. Am stärksten war der Verkaufsrückgang in Italien mit minus 33 Prozent, gefolgt von Frankreich mit minus 22,6 Prozent, Deutschland mit minus 21,5 Prozent und Spanien mit minus 12,1 Prozent. Fast alle großen Autobauer in Europa gerieten in den Abwärtssog. Die Marke VW büßte im April 30 Prozent ein, die Opel-Mutter Stellantis 32 Prozent, Renault 18 Prozent. Auch die Premiumhersteller BMW und Mercedes-Benz büßten zweistellig ein.

    06.46 Uhr - Kapitalerhöhung bei der Tui vollzogen

    Der deutsch-britische Reisekonzern hat zur Rückzahlung von Staatshilfen rund 425 Millionen Euro frisches Kapital eingesammelt. Mehr als 162 Millionen neue Aktien wurden zu einem Preis von 2 Euro 62 Euro bei Investoren platziert, teilte das Unternehmen mit. Die Einnahmen sollen in die vollständige Rückzahlung der Stillen Einlage 2 des deutschen Staates fließen, hieß es aus Hannover. Dabei geht es um ein Teilpaket im Wert von 671 Millionen Euro, das der Wirtschaftsstabilisierungsfonds des Bundes der Tui in der Pandemie zur Verfügung gestellt hatte. Insgesamt war der Reisekonzern mit insgesamt 4,3 Milliarden Euro Finanzhilfe in der Corona-Krise gestützt worden. Jetzt profitiert die Tui von der Erholung des Reisegeschäfts.

    06.10 Uhr - Japans Wirtschaft wieder geschrumpft

    Nach einem Anstieg im Vorquartal sank das Bruttoinlandsprodukt der vor Deutschland drittgrößten Volkswirtschaft der Welt im ersten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um ein Prozent, teilte die Regierung in Tokio mit. Damit pendelt Japans Wirtschaft wie im Vorjahr weiter zwischen Wachstum und Schrumpfen. Auf Quartalsbasis schrumpfte die Wirtschaft in den ersten drei Monaten um 0,2 Prozent. Einige Ökonomen in Tokio rechnen im laufenden Quartal nun wieder mit einem Aufschwung. Sie begründen das damit, dass der zuvor gesunkene Privatkonsum, der in Japan zu rund 60 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt beiträgt, mit der Aufhebung der Corona-Restriktionen wieder zulegen dürfte.

    Der Nikkei-Index an der Börse in Tokio gewinnt 0,6 Prozent.

    Mittwoch, 18. Mai 2022

    22.09 Uhr - Positive Stimmung an der Wall Street

    Der Dow Jones schloss 1,3 Prozent höher. Der Nasdaq Index kam sogar um 2,6 Prozent voran. Der Ausverkauf der vergangenen Wochen habe die Verkäufer erschöpft, meinte dazu eine Finanzmarkt-Expertin. Daher sei bei jedem Anzeichen guter Nachrichten eine Erholung möglich. Hierzu gehörte auch die Aussicht auf ein Ende der Lockdowns in China. Auch konnten einige Unternehmen mit ihren Quartalszahlen überzeugen, wie Home Depot. Die Baumarktkette hat ihre Gesamtjahresziele angehoben. Die Titel zogen um 1,7 Prozent an. Aber auch bei der Fluggesellschaft United Airlines ist der Vorstand optimistischer. Die Reiselust scheint zurückzukehren. Diese Titel gewannen fast acht Prozent. Allerdings gab es auch negative Nachrichten. So dämpfte die hohe Inflation die Kauflaune der Verbraucher. Deshalb hat auch Walmart seine Prognose gesenkt, der Kurs knickte daraufhin um 11,4 Prozent ein.

    20.57 Uhr - Walmart senkt Gewinnziele

    In den USA hat der Einzelhandelskonzern Walmart seine Gewinnprognose reduziert, wegen der drastisch gestiegenen Inflation. Das Betriebsergebnis werde im bis März 2023 laufenden Geschäftsjahr währungsbereinigt um ein Prozent sinken, kündigte das Unternehmen an. Ursprünglich hatte Walmart ein Plus von drei Prozent in Aussicht gestellt. Wegen der gestiegenen Lebensmittel-Preise mussten Kunden einen größeren Teil ihres Haushaltsbudgets für Nahrungsmittel aufwenden, so dass sie seltener zu anderen Waren griffen. Hinzu kamen zusätzliche Kosten im Zusammenhang mit den gestiegenen Benzinpreisen sowie Lieferschwierigkeiten und höhere Personalausgaben. Der Überschuss brach im abgelaufenen Quartal um ein Viertel ein auf etwas über zwei Milliarden Dollar. Dabei stieg der Umsatz um 2,4 Prozent auf 141,6 Milliarden Dollar zu. Die Anleger sind alles andere als begeistert. Die Aktien von Walmart verlieren 11,2 Prozent.

    19.44 Uhr - Kapitalerhöhung bei Tui

    Tui will mehr als 162 Millionen neue Aktien ausgeben und mit den Einnahmen seine Corona-Staatshilfen verringern, wie das Unternehmen am Abend bekanntgab. Es geht dabei um ein Paket im Wert von 671 Millionen Euro, das der Wirtschaftsstabilisierungsfonds des Bundes dem Touristikkonzern zur Verfügung gestellt hatte, weil dem Unternehmen wegen der Pandemie die Geschäfte wegbrachen und Tui finanziell erheblich unter Druck geriet. Der weltgrößte Reiseanbieter will außerdem eine Kreditlinie der KfW noch einmal um 336 Millionen Euro reduzieren, diese stünde dann noch bei gut 2,1 Milliarden Euro. Der Reiseanbieter hatte in den vergangenen Monaten mehrmals sein Kapital erhöht und auch erste Darlehenspakete zurückgegeben.

    17.54 Uhr - DAX wieder über 14.000

    Der DAX hat über der Marke von 14.000 geschlossen. Am Ende stand ein Plus von 1,6 Prozent auf der Tafel bei insgesamt 14.186. Für Zuversicht sorgte China, die Behörden dort haben ein Ende der strengen Pandemie-Beschränkungen für die Wirtschaftsmetropole Shanghai in Aussicht gestellt. Gerade die strikten Einschränkungen der chinesischen Null-Covid-Strategie belasten nicht nur die Menschen in den Metropolen, sondern auch die Wirtschaft dort mit entsprechenden Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Im Raum steht darüber hinaus auch eine mögliche Lockerung der strengen Auflagen für chinesische Technologiekonzerne. Unterstützung kommt aus den USA von der Wall Street. Dort ist der Dow Jones mit 0,8 Prozent im Plus. Die Industrie der Vereinigten Staaten hat ihre Produktion im April überraschend kräftig hochgefahren. Die Betriebe stellten 0,8 Prozent mehr her als im Vormonat, wie die US-Notenbank in Washington mitteilte. Das liegt deutlich über den Schätzungen und der Euro steht bei 1,05 42 Dollar.

    17.50 Uhr – Marktbericht: Daimler Truck, Delivery Hero und weitere

    Ein Blick auf die 40 deutschen Unternehmen im DAX: Heute sieht die Börse 35 Aktiengesellschaften mit Kursgewinnen und fünf Unternehmen mit Verlusten. Im Folgenden der Stand von heute (17.50 Uhr):

    Die höchsten Kursgewinne der DAX-Unternehmen lagen heute bisher bei 6,5 Prozent (Daimler Truck), 3,3 Prozent (Delivery Hero) und 3,1 Prozent (Deutsche Bank).

    Bisherige Schlusslichter sind Hello Fresh mit -3,2 Prozent, Porsche mit -2,5 Prozent und Fresenius mit -0,6 Prozent Kursverlusten.

    💡 Von der Börse München (gettex) beziehen wir Kursdaten, die wir mit Hilfe automatisierter Datenverarbeitung in Text umwandeln. Letzter Stand der Daten ist 17.50 Uhr, berechnet wird die Entwicklung seit kurz vor 18 Uhr des letzten Handelstags. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

    16.00 Uhr - Rekordumsätze und -gewinne für DAX-Konzerne

    Die DAX-Konzerne – die Deutsche Bank ist nicht mitgerechnet -haben im ersten Quartal glänzend verdient. Zusammen haben sie ihren Umsatz um 14 Prozent auf 444 Milliarden Euro gesteigert. Der operative Gewinn schnellt um 21 Prozent auf über 52 Milliarden Euro nach oben. Das hat eine Studie der Unternehmensberatung EY ergeben. Topverdiener waren VW mit 8,3 Milliarden Euro und die Telekom mit 6,3 Milliarden. Nach Erkenntnissen von EY liefen vor allem die Geschäfte in den USA glänzend. Probleme könnten sich für den weiteren Jahresverlauf wegen des Krieges in der Ukraine ergeben, der schwächeren Weltwirtschaft und der kräftig steigenden Rohstoff- und Materialpreise.

    15.15 Uhr - Allianz einigt sich mit US-Justizbehörden

    Die Allianz hat sich mit den US-Behörden geeinigt. Im Skandal mit den sogenannten Structured Alpha-Fonds zahlt die Allianz 2,3 Milliarden Dollar Strafe, 3,2 Milliarden Dollar Entschädigung an die diversen Anleger, die in die Hedge-Fonds der Allianz-Tochter AGI investiert haben. Gut 460 Millionen Dollar werden eingezogen. In einer Mitteilung des US-Justizministeriums heißt es, die Allianztochter bekenne sich in diesem Betrugsfall schuldig. Der Hauptverantwortliche bei AGI, Gregoire Tournant, wird wegen Verschwörung, Wertpapierbetrug und wegen Behinderung der Justiz beschuldigt.

    12.30 Uhr - DAX erholt sich deutlich über 14.000 Punkte

    Die Achterbahnfahrt an den Börsen geht weiter. Heute geht es mal bergauf, aber das kann sich angesichts der nervösen Gesamtlage recht schnell wieder ändern. Der DAX gewinnt 233 Punkte oder 1,7 Prozent auf 14.199 Punkte und steigt wieder über die Marke 14.000.

    Daimler Truck führt den DAX an mit plus 7 Prozent an. Der LKW-Hersteller reagiert auf die steigenden Rohstoff- und Materialpreise. Er rechnet aus diesem Grund mit zusätzlichen Kosten im dreistelligen Millionenbereich. Deshalb erhöht er seine Preise für Schwerlaster in den USA und Europa im zweistelligen Prozentbereich. Daimler Truck ist Weltmarktführer und offenbar in der Lage, die höheren Preise an seine Kunden weiterzugeben.

    11.10 Uhr - Ökonomen sehen EZB kurz vor Abkehr vom Niedrigzins

    Experten erwarten, dass die Europäische Zentralbank im Juli geldpolitisch die Zügel anziehen wird. 46 von 48 der von der Nachrichtenagentur Reuters befragten Ökonomen rechnen damit, dass der Einlagesatz im dritten Quartal angehoben wird. 26 von ihnen rechnen damit, dass es auf den Sitzungen im Juli und September in kleinen Schritten um jeweils ein Viertelprozent nach oben gehen wird. Zurzeit müssen Banken Strafzinsen zahlen, wenn sie überschüssige Gelder bei der Notenbank horten. Dieser Einlagesatz liegt aktuell bei minus 0,5 Prozent. 90 Prozent der befragten Experten gehen davon aus, dass der Einlagesatz Ende des Jahres bei null Prozent oder höher liegen wird.

    Der Euro ist ganz leicht gestiegen auf 1,04 80 Dollar im Moment.

    09.07 Uhr - Freundlicher Handelsstart an den deutschen Börsen

    Der DAX hat gleich zu Beginn einen ordentlichen Satz nach oben gemacht und die 14.000er-Marke zurückerobert. Er gewinnt 0,9 Prozent auf 14.090 Punkte. Erneut ist das Papier von Delivery Hero gefragt und mit plus fünf Prozent größter DAX-Gewinner. Rang zwei geht an die Aktie von Daimler Truck mit plus 4,4 Prozent. Der Lkw-Hersteller hat im ersten Quartal Umsatz und Gewinn kräftig gesteigert. Der Ölpreis ist leicht gestiegen um 25 US-Cent auf rund 114,50 Dollar. Der Euro hat ein wenig angezogen und notiert mit 1,04 67 Dollar.

    08.14 Uhr - Gewinn- und Umsatzsprung bei Daimler Truck

    Der Lkw-Hersteller hat trotz Lieferproblemen Absatz und Gewinn im ersten Quartal gesteigert. Der bereinigte Betriebsgewinn legte von Januar bis März um elf Prozent zu auf 651 Millionen Euro zu, teilte der DAX-Konzern am Morgen mit. Der Umsatz wuchs, auch dank Preiserhöhungen, gegenüber dem Vorjahreszeitraum noch stärker um 17 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro. Der Weltmarktführer für Schwerlaster lieferte mit 109.000 Fahrzeugen acht Prozent mehr aus als vor Jahresfrist. Daimler hat in der Produktion mit dem Mangel an Halbleitern zu kämpfen, ist aber nicht so stark wie Konkurrent Traton vom Engpass bei Teilen aus der Ukraine betroffen.

    Die Aktie von Daimler Truck gewinnt vorbörslich mehr als vier Prozent. Der DAX wird bei 14.075 Punkten gesehen, 110 Punkte über dem Schlusstand gestern. Der Euro steht bei 1, 04 54 Dollar.

    07.17 Uhr - LBBW: Hoher Rubelkurs ist kein Zeichen von Stärke

    Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, die westlichen Sanktionen, der massenhafte Weggang von Firmen: das alles schwächt die Wirtschaft des Riesenreichs und sollte sich eigentlich auch auf den Rubelkurs auswirken. Aber weit gefehlt. Der Rubelkurs hat in den vergangenen Wochen deutlich zugelegt. Bekam man Anfang März kurz nach Kriegsbeginn 145 Rubel oder mehr für einen Euro, gibt es aktuell nur noch rund 65. Dass Russland den Wert seiner Währung manipuliert, ist seit langem bekannt. Und so ist der starke Rubel kein Zeichen von Stärke, betont der Chefvolkswirt Moritz Kramer bei der Landesbank Baden-Württemberg LBBW. Der Euro dagegen ist gegenüber dem Dollar schwach. Am Morgen notiert er mit 1 Dollar 04 44. Das liegt an vor allem der Zinsdifferenz zwischen dem Euroland und den USA, wo die US-Notenbank ja die Zinswende bereits eingeleitet hat.

    06.55 Uhr - Leichte Gewinne an den Börsen in Asien

    Die Nervosität bleibt weiter spürbar. Die Sorgen vor einer weiteren Abschwächung der globalen Konjunktur belastet die Kauflaune. Der Krieg in der Ukraine und die Probleme in den Lieferketten durch die strikte Null-Covid-Politik Chinas verknappt und verteuert viele Waren, Rohstoffe und Vorprodukte. Wegen der Pandemie-Beschränkungen schrumpften Konsum und Industrieproduktion in China deutlich, haben die Daten gestern gezeigt. Etwas Hoffnung macht aber, dass die Behörden eine Lockerung des Lockdowns für die Wirtschaftsmetropole Shanghai angekündigt haben.

    Der japanische Leitindex Nikkei verbucht in Tokio ein kleines Plus von 0,3 Prozent, der Shanghai-Composite gewinnt ebenfalls 0,3 Prozent. An der Wall Street stieg der Dow Jones gestern leicht um 0,1 Prozent, der Nasdaq an der Technologiebörse verlor 1,2 Prozent. Der Euro steht am Morgen bei 1,04 40 Dollar.

    06.38 Uhr - Elon Musk dealt um Twitter

    Der Chef des E-Autobauers Tesla hat eine Übernahme des Kurznachrichtendienstes Twitter zu einem niedrigeren Preis als bislang geboten nicht ausgeschlossen. Ein Deal zu einem niedrigeren Gebot sei „nicht außer Frage“, sagte Musk in einem Video-Interview bei einer Konferenz gestern in Miami. Teilnehmer schrieben über Twitter, dort habe Musk erklärt, dass mutmaßliche Spam-Konten zwischen 20 und 25 Prozent der Nutzer ausmachen könnten. Twitter hatte zuvor mitgeteilt, die Quote liege deutlich unter fünf Prozent. Musk hat bislang 44 Milliarden Dollar für Twitter geboten, die Übernahme jedoch zunächst auf Eis gelegt. Die Twitter-Aktie verlor gestern rund 8 Prozent bei 37,38 Dollar. Das ist weit entfernt von den 54,20 Dollar je Aktie, die Musk bisher den Anteilseignern von Twitter in Aussicht stellt.

    Dienstag, 17. Mai 2022

    22.15 Uhr - Twitter bleiben unter Druck

    Die Kursgewinne, die die Aktien von Twitter seit Anfang April erzielt haben, als Tesla-Chef Elon Musk seine Beteiligung an der Firma bekannt gab, sind wieder dahin. Musk wollte die Firma ja für 44 Milliarden Dollar übernehmen, teilte dann aber mit, die Übernahme zunächst auf Eis zu legen. Er begründete dies mit noch fehlenden Informationen zur Zahl der Spam- und Falschkonten begründet. Twitter teilte am Abend mit, der Anteil von Spam-Nutzerkonten liege deutlich unter fünf Prozent. Dem Kurs geholfen hat das nicht viel. Die Titel büßten mehr als acht Prozent ein. Die Titel von Tesla gaben rund sechs Prozent nach.

    Der Dow Jones nach einem Auf und Ab schloss nahezu unverändert.

    21.15 Uhr - Stimmungswandel an der Wall Street

    Enttäuschende Konjunkturdaten aus China haben zunächst auch die Anleger an der Wall Street verunsichert. Man sei eindeutig noch nicht über den Berg, was die Wirtschaft betreffe. Die Inflation scheine noch nicht ihren Höhepunkt erreicht zu haben, so dass man die Tiefstände erneut testen und möglicherweise sogar noch weiter fallen könnte, hieß es beim Dakota Wealth Management. Doch zumindest an der Wall Street drehte die Stimmung, der Dow Jones knüpfte an die Erfolge vom vergangenen Freitag an und ist aktuell mit 0,7 Prozent im Plus. Der Nasdaq Index kann immerhin seine Verluste verringern, er ist jetzt nur noch 0,1 Prozent im Minus, dass lässt hoffen für die Entwicklung an den deutschen Börsen, wenn es wieder losgeht.

    18.00 Uhr - DAX schließt unter 14.000

    Die negative Stimmung hält an. Der DAX verlor 0,5 Prozent und sank auf 13.964. Es gibt nach wie vor kaum einen Grund einzusteigen, im Gegenteil. Nun kamen auch überraschend schwache Konjunkturdaten aus China. Die strikten Beschränkungen und Lockdowns in vielen Regionen des Landes hinterlassen deutliche Spuren. So sank die chinesische Industrieproduktion im April im Vergleich zum Vorjahresmonat überraschend um 2,9 Prozent. Die Einzelhandelsumsätze fielen sogar um rund elf Prozent. Das geht aus den Daten des Statistikamtes in Peking hervor. Am Nachmittag kamen schwache Konjunkturnachrichten aus den USA. Der Empire-State-Index, der die Stimmung in den Industrieunternehmen im Bundesstaat New York misst, zeigte überraschend einen regelrechten Einbruch. Das hinterlässt Spuren an der Wall Street. Der Dow Jones verliert 0,4 Prozent und der Euro pendelt weiter um die Marke von 1,04, bei aktuell 1,04 04 Dollar.

    17.50 Uhr – Deutsche Börsenwerte am Montag

    Ein Blick auf die 40 deutschen Unternehmen im DAX: Heute sieht die Börse 18 Aktiengesellschaften mit Kursgewinnen und 22 Unternehmen mit Verlusten. Im Folgenden der Stand von heute (17.50 Uhr):

    Die höchsten Kursgewinne der DAX-Unternehmen lagen heute bisher bei 3,8 Prozent (RWE), 3,6 Prozent (Delivery Hero) und 3,2 Prozent (Bayer).

    Die höchsten Kursverluste verzeichnet bislang Porsche mit -3,2 Prozent, Continental mit -2,1 Prozent und Fresenius mit -1,8 Prozent.

    💡 Von der Börse München (gettex) beziehen wir Kursdaten, die wir mit Hilfe automatisierter Datenverarbeitung in Text umwandeln. Letzter Stand der Daten ist 17.50 Uhr, berechnet wird die Entwicklung seit kurz vor 18 Uhr des letzten Handelstags. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

    13.20 Uhr - Weizenpreis auf Rekordhoch

    Der Weizenpreis steigt und steigt. An der Pariser Warenterminbörse Matif kostet die Tonne rund 430 Euro. Der internationale Getreidemarkt ist nicht nur durch den Krieg in der Ukraine in Turbulenzen geraten. Schon im vergangenen Herbst zeichnete sich deutlich ab, dass durch die schlechte Ernte in Kanada viel weniger Weizen auf den Märkten angeboten wird. Der Krieg in der Ukraine hat die Lage zusätzlich verschärft. Und heute Morgen hat Indien ein Exportverbot für Weizen verhängt. Das Land ist weltweit der zweitgrößte Produzent.

    12.15 Uhr - Ryanair Kursverluste trotz Passagierboom

    Ohne klaren Trend starten die deutschen Börsen in die neue Woche. Der DAX verliert 0,6 Prozent auf 13.943 Punkte, der MDAX gewinnt 0,3 Prozent.

    Ryanair rechnet wieder mit neuen Rekorden. Die Passagierzahlen erreichen das Niveau von vor der Corona-Pandemie. Die Verluste konnten daher deutlich verringert werden. Für das Jahr 2022/23 peilen die Iren wieder schwarze Zahlen an. Allerdings bleibe das Geschäft fragil, obwohl Urlaubsreisen wieder boomen, heißt es aus Dublin. Die Anleger wollen das nicht hören. Die Ryanair-Aktie verbilligt sich um vier Prozent, die von Easy Jet um fast drei Prozent. Lufthansa verbilligen sich um 1,3 Prozent.

    09.16 Uhr - DAX rutscht zu Wochenauftakt unter 14.000 Punkte

    Ende vergangener Woche hatte der DAX die psychologisch wichtige Marke zurückerobern können, kann die aber zu Handelsstart nicht verteidigen. Eine Viertelstunde nach Börsenbeginn verliert er 0,6 Prozent auf 13.948 Punkte. Auf der einen Seite geben gute Vorgaben aus New York und Tokio Unterstützung, auf der anderen schüren schwache Daten zur Industrieproduktion und zu den Einzelhandelsumsätzen in China die Sorgen vor einer Abschwächung der globalen Konjunktur. Das hat auch den Ölpreis gedrückt. Das Barrel Nordseeöl kostet jetzt 109,92 Dollar, ein Minus von 1,63 Dollar. Der Euro steht am Morgen bei 1, 04 10 Dollar.

    08.26 Uhr - Rekordanstieg bei Großhandelspreisen

    Wegen der wirtschaftlichen Verwerfungen durch den russischen Krieg gegen die Ukraine haben die deutschen Großhändler im April die Preise um durchschnittlich 23,8 Prozent angehoben im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das teilte das Statistische Bundesamt am Morgen mit. Ein größeres Plus hat es seit Beginn der Berechnungen 1962 noch nicht gegeben. Damit wurden die Rekordmarken im März noch einmal überschritten. Da hatte der Anstieg der Großhandelspreise schon bei 22,6 Prozent gelegen.

    08.10 Uhr - DAX vorbörslich unter 14.000 Punkten

    Zwar sind die Vorgaben für den Wochenauftakt an den deutschen Börsen sind gar nicht so schlecht. Dennoch wird der DAX vorbörslich rund 60 Punkte leichter gesehen bei 13.967 Punkten. Schwache Daten zur Industrieproduktion und zu den Einzelhandelsumsätzen in China belasten. An den US-Börsen hatten die Anleger vor dem Wochenende wieder Mut gefasst. Der Nasdaq an der Technologiebörse legte um 3,8 Prozent zu, der Dow Jones stieg um 1,5 Prozent. Und an der Börse in Tokio folgen die Anleger dem positiven US-Trend. Der japanische Leitindex Nikkei schloss mit einem Plus von 0,5 Prozent auf dem Endstand von 26.547 Punkten. Der Euro steht bei genau 1,04 Dollar.

    08.04 Uhr - Ryanair verhalten optimistisch

    Der irische Billigflieger will nach den Verlusten der vergangenen zwei Jahre in die schwarzen Zahlen zurückkehren. Man wolle dieses Jahr eine angemessene Profitabilität erreichen, teilte Ryanair am Morgen mit. In dem im März abgelaufenen Geschäftsjahr verringerte die Airline den Fehlbetrag auf 355 Millionen Euro nach einer Milliarde im Vorjahreszeitraum. Die Erholung bleibe aber fragil, sagte Firmenchef O'Leary. Deshalb verzichte man auf einen konkreteren Ausblick. Trotz der Unsicherheiten durch den Ukraine-Krieg und die Corona-Lage will Ryanair sein Passagier-Aufkommen auf 165 Millionen Fluggäste erhöhen nach 97 Millionen im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Buchungen im laufenden Quartal hätten sich verbessert. Allerdings hätten die Ticketpreise nicht so stark angehoben werden können wie zunächst erhofft.

    06.18 Uhr - Null-Covid-Strategie bremst Chinas Wirtschaft

    Die strikten Beschränkungen und Lockdowns in vielen Regionen haben die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt stärker belastet als erwartet. Die Industrieproduktion sank im April überraschend um 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, so die aktuellen Daten aus dem Statistikamt in Peking. Auch die Einzelhandelsumsätze brachen deutlicher als von Analysten vorhergesagt um gut 11 Prozent ein. Die Zahlen deuten nach Ansicht von Experten darauf hin, dass der Abschwung in diesem Jahr stärker als erwartet ausfällt.

    Montag, 16. Mai 2022

    22.15 Uhr - Gewinn beim Dow Jones reicht nicht für Wochenplus

    An den US-Märkten wurde aufgeholt. Der Dow Jones ging mit einem Plus von rund eineinhalb Prozent aus dem Handel. Für eine positive Wochenbilanz reichte das allerdings nicht; gegenüber dem letzten Freitag büßte das US-Börsenbarometer etwa 2,5 Prozent ein. Gegen den Trend unter Druck standen heute die Twitter-Papiere. Dass Elon Musk die Übernahme anscheinend noch einmal überdenken will, das bescherte dem Kurs ein Minus von rund 10 Prozent. Besonders gut lief es im Dow bei Nike und Salesforce mit 4 bzw. 3,5 Prozent Plus.

    20.45 Uhr - Boeing droht womöglich neuer Ärger

    Die US-Luftaufsichtsbehörde FAA ist Insidern zufolge nicht zufrieden mit der Dokumentation, die der Hersteller für eine neue Liefergenehmigung seines Großraumflugzeugs 787 eingereicht hat. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen, die FAA halte die Unterlagen für unvollständig. Es sei noch nicht klar, ob die Bedenken der Behörde den Lieferbeginn verzögern würden. Boeing hatte die Auslieferungen der 787 wegen technischer Probleme in der Produktion für ein Jahr unterbrochen. An den Aktienmärkten läßt man sich von dem Bericht heute nicht beeindrucken. Der Kurs der Boeing-Aktie legt sogar 3 Prozent zu.

    18.15 Uhr - DAX-Gewinn ändert nichts am negativen Gesamttrend

    An den deutschen Aktienmärkten gab es heute wieder große Risikobereitschaft. DAX und MDAX schafften beide gut zwei Prozent Plus, der DAX schloss klar über 14.000 Punkten. Beim TecDAX kam sogar ein Gewinn von fast 3,5 Prozent heraus. Die schönen Gewinne heute werden aber nach Ansicht von Experten nichts am übergeordnete Abwärtstrend ändern und der dürfte auch in der nächsten Woche bestehen bleiben. Hauptbelastungsfaktoren bleiben die Zinswende in den USA und wohl bald auch in der Eurozone, die hohe Inflation, die Corona-Lockdowns in China und die vom Ukraine-Krieg ausgelösten geopolitischen Verwerfungen. Zudem gilt der Mai als schwacher Börsenmonat, diesem Ruf wird er bislang jedenfalls durchaus gerecht. Seit Anfang Mai ist der DAX nicht vom Fleck gekommen. In dieser Woche gab es zwar ein Plus von knapp 3 Prozent, das hat aber nur den Verlust aus der ersten Maiwoche ausgeglichen.

    17.50 Uhr – Wie lief der Freitag für die Unternehmen des DAX?

    Ein Blick auf die 40 deutschen Unternehmen im DAX: Heute sieht die Börse 35 Aktiengesellschaften mit Kursgewinnen und fünf Unternehmen mit Verlusten. Im Folgenden der Stand von heute (17.50 Uhr):

    Aktuell stehen die Unternehmen Hello Fresh, Sartorius und Delivery Hero als Gewinner da, mit einem Kursgewinn von 9,6 Prozent (Hello Fresh), 7,2 Prozent (Sartorius) und 7 Prozent (Delivery Hero).

    Im Vergleich am schlechtesten verlief der Tag bisher für Volkswagen. Die Aktie notiert 1,8 Prozent niedriger als am letzten Handelstag. FMC verlor 0,9 Prozent des Kurswerts, Eon verbilligte sich um 0,6 Prozent.

    💡 Von der Börse München (gettex) beziehen wir Kursdaten, die wir mit Hilfe automatisierter Datenverarbeitung in Text umwandeln. Letzter Stand der Daten ist 17.50 Uhr, berechnet wird die Entwicklung seit kurz vor 18 Uhr des letzten Handelstags. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

    15.31 Uhr - Volkswagen liefert im April 40 Prozent weniger Fahrzeuge aus

    Volkswagen hat im vergangenen Monat bei den Auslieferungen einen weiteren schweren Einbruch erlebt. Weltweit lieferten die Wolfsburger nur 516.500 Fahrzeuge aus und damit 37,8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wie das Unternehmen mitteilte. Dabei wog vor allem das Minus in China schwer, wo die Verkäufe um die Hälfte abrutschten. Den Konzern belastet derzeit weiter der Mangel an Elektronikchips, in China kommt die rigide Corona-Politik der Volksrepublik mit lokalen Lockdowns zusätzlich zum Tragen. Aber auch in anderen wichtigen Märkten sackten die Auslieferungen empfindlich ab, in Westeuropa um knapp 29 Prozent, in Nordamerika um rund ein Viertel. Nach den ersten vier Monaten hat der Volkswagen-Konzern mit 2,41 Millionen Autos, Lkw und Bussen 26 Prozent weniger Fahrzeuge an die Kunden übergeben als ein Jahr zuvor. Bei den Marken des Konzerns litten im April insbesondere die Massenhersteller, aber auch bei Audi zeigte sich die Flaute deutlich. Die Kernmarke VW Pkw lieferte rund 40 Prozent weniger Fahrzeuge aus, bei Audi war es ein Rückgang auf gleichem Niveau.

    12.46 Uhr - Musk: Twitter-Übernahme vorübergehend auf Eis gelegt

    Tech-Milliardär Elon Musk hat seinen 44-Milliarden-Dollar-Deal zum Kauf von Twitter für vorläufig ausgesetzt erklärt. Er wolle erst Berechnungen dazu abwarten, dass Accounts, hinter denen keine echten Nutzer stecken, tatsächlich weniger als fünf Prozent ausmachen, schrieb Musk bei Twitter. Der Online-Dienst hatte diese Schätzung Anfang der Woche veröffentlicht. Dass es bei Twitter Fake-Accounts gibt, dürfte keine Überraschung für Musk gewesen sein. Denn er hatte als eines seiner Ziele für den Twitter-Kauf erklärt, er wolle Profile, die etwa zum Versenden von Spam-Nachrichten eingesetzt werden, von der Plattform verbannen. Ob Musk den Vorwurf, Twitter habe ungenaue Angaben zur Zahl der gefälschten Accounts gemacht, für einen Ausstieg aus dem Deal oder eine Absenkung seines Gebots nutzen könnte, ist unklar. Schließlich hatte er auf eine übliche Prüfung der Twitter-Bücher vor der Vereinbarung verzichtet. Twitter und Musk vereinbarten zwar eine Strafe von jeweils einer Milliarde Dollar für den Fall, dass eine der Seiten den Deal aufkündigen sollte. Doch Experten gingen nicht davon aus, dass dies bedeutet, Musk könne sich einfach ohne Begründung umentscheiden und mit einer Milliarde Dollar aus dem Schneider sein.

    08.28 Uhr - Stattliches Plus zu Wochenschluss in Tokio

    Nach den Kursverlusten der vergangenen Tage haben die Anleger zum Wochenausklang die Gelegenheit zum Einstieg ergriffen. Der japanische Leitindex Nikkei schloss mit einem Plus von 2,6 Prozent auf dem Endstand von 26.423 Punkten. An der Börse in Shanghai geht es um 0,7 Prozent nach oben, in Hongkong um 2,1 Prozent und in Seoul um 2,2 Prozent. Der Euro steht bei 1,03 98 Dollar.

    08.08 Uhr - Telekom erhöht Prognose

    Nach einem gelungenen Start ins neue Jahr blickt die Deutsche Telekom optimistischer auf das Gesamtjahr. Im ersten Quartal ist das bereinigte Betriebsergebnis um 6,8 Prozent geklettert auf 9,9 Milliarden Euro, der Umsatz stieg um 6,2 Prozent auf 28 Milliarden Euro. Beide Werte liegen über den Prognosen von Analysten. Angesichts der starken Zahlen rechnet die Telekom jetzt für das Gesamtjahr mit einem um rund 100 Millionen Euro höheren Betriebsergebnis von mehr als 36,6 Milliarden Euro. Der wichtigste Pfeiler im Geschäft der Bonner ist weiterhin die US-Tochter T-Mobile US. Auf dem umkämpften US-Markt wurden rund 64 Prozent des Konzernumsatzes erwirtschaftet. Die Telekom-Aktie gewinnt vorbörslich 0,1 Prozent. Der DAX wird bei 13.880 Punkten gesehen, rund ein Prozent höher als gestern.

    06.58 Uhr - Erholung an den Börsen in Asien

    Die Anleger lassen sich von den Zinssorgen an der Wall Street heute nicht beirren. Die Kurse an den asiatischen Aktienmärkten erholen sich. Obwohl die US-Erzeugerpreise im April nicht so stark zurückgegangen sind wie von Analysten erwartet, zeige die Entwicklung der US-Staatsanleihen im Moment keine neuen Rezessions- oder Abschwächungssignale, sondern nur die gleiche konsistente deutliche Verlangsamung, die man erwartet habe, sagte ein Analyst der Deutschen Bank. Und so haben die Anleger in Asien wieder Mut gefasst. Der Nikkei-Index in Tokio gewinnt zur Stunde 2,5 Prozent auf 26.391 Punkte, der Shanghai-Composite gewinnt 0,6 Prozent, der Hang Seng in Hongkong zwei Prozent und der Kospi-Index in Seoul 1,8 Prozent. Der Euro steht am Morgen bei 1, 03 96 Dollar.

    Freitag, 13. Mai 2022

    22.15 Uhr - Powell wiedergewählt - Dow Jones verliert nur noch leicht

    Vielleicht hat es ja geholfen, dass der US-Senat so klar für eine zweite Amtszeit für Fed Chef Powell gestimmt hat – jedenfalls konnten die US-Börsen ihre Verluste gegen Handelsende noch deutlich reduzieren. Herausgekommen ist beim Dow Jones ein knappes halbes Prozent Minus – zeitweise waren es fast 2 Prozent gewesen. Das Problem waren die Erzeugerpreise. Ihr Anstieg ging im April gegenüber dem Vorjahr zwar auf elf Prozent zurück. Analysten hatten aber einen Rückgang auf 10,7 Prozent vorhergesagt. "Wir sehen zwar, dass sich die Inflation zu verlangsamen beginnt, aber nicht so schnell wie erhofft", sagte dazu ein Investor. Und so steht eben weiterhin die Angst im Raum, die Fed könnte bei der nächsten Sitzung den Leitzins besonders stark anheben.

    20.15 Uhr - Zentralbanken können es nicht richten

    Gestern die Inflationsrate heute die Erzeugerpreise, die ja wiederum so etwas sind wie ein Vorbote für die künftige Entwicklung der Inflation. Und auch die Erzeugerpreise tragen nicht dazu bei, dass sich die Nerven der Anleger beruhigen. Sie gingen zwar im April auf elf Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Analysten hatten aber einen Rückgang auf 10,7 Prozent vorhergesagt. "Wir sehen zwar, dass sich die Inflation zu verlangsamen beginnt, aber nicht so schnell wie erhofft", sagte ein Investor. Das verunsichere die Anleger, denn wenn die Fed die Zinsen zu aggressiv anhebe, schade dies dem Wachstum. Aber wenn die Inflation nicht gebremst wird, schadet es dem Konsum, was wiederum dem Wachstum schadet, so der Experte weiter. Und dementsprechend bleiben die Aktienmärkte unter Druck. Der Dow Jones fällt aktuell um 1,5 Prozent zurück, der Nasdaq-Index gibt 1,7 Prozent nach.

    18.15 Uhr - DAX baut Verluste größtenteils wieder ab

    An den deutschen Aktienmärkten ist man heute noch einmal glimpflich davongekommen. Nach dem enttäuschend geringen Rückgang der Inflationsrate in den USA, hatte die miese Stimmung heute auch die deutschen Märkte erfasst. Der DAX sackte bis unter 13.500 Punkte ab. In der letzten Handelsstunde konnte ein Großteil der Verluste dann aber doch noch abgebaut werden. Herausgekommen sind 13.740 bzw. ein halbes Prozent Minus für den DAX. Der TecDAX ging fast unverändert aus dem Handel. Lediglich beim M-DAX blieb es heute bei deutlichen Abschlägen, 1,5 Prozent betrug das Minus hier am Ende. Varta und Sixt waren hier die Schlusslichter mit jeweils neun Prozent Minus nach Geschäftszahlen.

    17.50 Uhr – Wie lief der Donnerstag für die Unternehmen des DAX?

    Ein Blick auf die 40 deutschen Unternehmen im DAX: Heute sieht die Börse 16 Aktiengesellschaften mit Kursgewinnen und 24 Unternehmen mit Verlusten. Im Folgenden der Stand von heute (17.50 Uhr):

    Delivery Hero verbuchte unter den börsennotierten Unternehmen des DAX bisher den höchsten Kursgewinn. Die Aktie verteuerte sich um 4,5 Prozent. Auch die Papiere von Bayer (+4 Prozent) sowie Infineon (+3,5 Prozent) konnten sich steigern.

    Am schlechtesten läuft es bis jetzt für BMW (-7,6 Prozent), Sartorius (-5,4 Prozent) und Merck (-5,3 Prozent).

    💡 Von der Börse München (gettex) beziehen wir Kursdaten, die wir mit Hilfe automatisierter Datenverarbeitung in Text umwandeln. Letzter Stand der Daten ist 17.50 Uhr, berechnet wird die Entwicklung seit kurz vor 18 Uhr des letzten Handelstags. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

    16.07 Uhr - US-Erzeugerpreise steigen weniger rasant

    Die Erzeugerpreise in den USA klettern nicht mehr ganz so rasant wie bisher und nähren damit die Hoffnung auf ein Abebben der Inflation. Sie stieg im April um 11,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Zwar bleibt der Anstieg damit deutlich im zweistelligen Prozentbereich, doch im März hatte es noch einen Rekordzuwachs von aufwärts revidiert 11,5 Prozent gegeben. In einer ersten Schätzung war von 11,2 Prozent die Rede gewesen. In der Statistik werden die Preise ab Fabriktor geführt - also bevor die Produkte weiterverarbeitet werden oder in den Handel kommen. Sie können somit einen frühen Hinweis auf die Entwicklung der Verbraucherpreise geben.

    14.10 Uhr - Bitcoin fällt auf tiefsten Stand seit Ende 2020

    Die Talfahrt am Kryptomarkt geht weiter. Viele Digitalwährungen, darunter der bekannteste Digitalwert Bitcoin, müssen erneut erhebliche Kursverluste hinnehmen. Die Ur-Kryptowährung Bitcoin fiel auf der Handelsplattform Bitfinex mit 25.401 US-Dollar auf den tiefsten Stand seit Ende 2020. Allein auf Sicht eines Monats hat der Bitcoin ein Drittel seines Werts eingebüßt. Seit Jahresanfang sind es gut 40 Prozent. Auch andere Digitalwerte gaben im Kurs weiter nach. Der nach Bitcoin zweitgrößte Digitalwert Ether fiel deutlich unter die Marke von 2.000 US-Dollar. Ether hat seit Jahresbeginn etwa die Hälfte seines Werts verloren. Fachleute führen die schlechte Stimmung der Marktteilnehmer auf zwei Gründe zurück: Zum einen sorgt die Aussicht auf vielerorts steigende Leitzinsen für Skepsis am Kryptomarkt. Als zweiter Grund gelten Turbulenzen bei einer bekannten Kryptowährung namens TerraUSD oder UST. Dabei handelt es sich um einen sogenannten «Stable Coin», der sich in Abgrenzung zu anderen Digitalwerten durch besondere Wertstabilität auszeichnen soll. TerraUSD will dies durch einen speziellen Algorithmus erreichen, der die Kryptowährung in einem stabilen Verhältnis zum US-Dollar halten soll. In den vergangenen Tagen hat sich der UST-Kurs aber von seiner Anbindung an den Dollar gelöst und ist erheblich unter Druck geraten. Der Vorfall, dessen Gründe noch unklar sind, wirft ein schlechtes Licht auf den ohnehin angekratzten Ruf vieler Digitalwährungen. Sie gelten als energieintensiv und anfällig für kriminellen Missbrauch. Außerdem schwanken sie oft stark im Wert, was sie als Anlage für Kleinanleger eher ungeeignet erscheinen lässt.

    10.15 Uhr - Allianz bestätigt Gewinnprognose

    Der Münchner Versicherungsriese erwartet für das laufende Jahr ein operatives Ergebnis zwischen 12,4 und 14,4 Milliarden Euro. Knapp ein Viertel davon hat die Allianz im ersten Quartal schon erreicht. So liegt der operative Gewinn trotz deutlich höherer Naturkatastrophen-Schäden bei 3,2 Milliarden Euro, das ist allerdings drei Prozent unter dem Vorjahreswert, teilte die Allianz am Morgen mit. Die 1,9 Milliarden Euro vor Steuern, die die Allianz für Vergleiche mit US-Investoren im Streit um Hedgefonds-Verluste zurückgestellt hatte, haben auf das operative Ergebnis keinen Einfluss. Sie dezimierten aber den Nettogewinn nach Anteilen Dritter im ersten Quartal um mehr als drei Viertel auf 561 Millionen Euro. Der Versicherer hofft aber, damit zumindest finanziell einen Schlussstrich unter die Affäre gezogen zu haben. Die Aktie der Allianz verliert 1,8 Prozent. Der DAX büßt 1,8 Prozent ein auf 13.580 Punkte.

    09.16 Uhr - DAX startet mit tiefroten Zahlen

    Inflations- und Zinssorgen dämpfen die Kauflaune an den Börsen. Nach schwachen Vorgaben aus Tokio und New York verliert jetzt 2,2 Prozent auf 13.522 Punkte. Die US-Inflation ist mit 8,3 Prozent im April weiter viel zu hoch und daher könnte die US-Notenbank in ihrer nächsten Sitzung einen Zinsschritt von 0,75 Prozentpunkten ansteuern, befürchten mittlerweile viele Marktteilnehmer. Das könnte die Konjunktur bremsen und auch die Aktienkurse. Die Siemens-Aktie ist um rund sechs Prozent abgestürzt. Der Euro steht bei 1, 04 60 Dollar.

    07.36 Uhr - Starker Jahresstart bei Merck

    Dem Pharmakonzern hat eine hohe Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen für die Arzneimittelherstellung im ersten Quartal Schub gegeben. Der bereinigte Betriebsgewinn legte um fast acht Prozent auf rund 1,63 Milliarden Euro zu, der Umsatz erhöhte sich um gut zwölf Prozent auf 5,2 Milliarden Euro.

    07.34 Uhr - Gewinnsprung bei RWE

    Der Energiekonzern hat im ersten Quartal deutlich mehr verdient. Von Januar bis Ende März stieg das bereinigte operative Ergebnis um 65 Prozent auf 1,46 Milliarden Euro. Es sei über 20 Prozent mehr Strom aus Wind und Sonne produziert worden, teilte der größte deutsche Stromkonzern mit. Weil RWE infolge der Sanktionen keine russische Kohle mehr annimmt, habe er auf den langfristigen Bezugsvertrag 850 Millionen Euro abgeschrieben.

    07.15 Uhr - Siemens durch Ukraine-Krieg belastet

    Der Münchner Technologieriese bekommt die Sanktionen gegen Russland zu spüren. Er bezifferte am Morgen die Belastungen beim Gewinn im zweiten Quartal auf rund 600 Millionen Euro. Vor allem im das Geschäft mit Zügen litt unter den Abschreibungen und fuhr einen Verlust ein. Siemens kündigte an, sich aus dem Russland-Geschäft zurückzuziehen. Insgesamt haben die Münchner im abgelaufenen Quartal nur 1,2 Milliarden Euro Gewinn gemacht, etwa halb so viel wie im Vorjahreszeitraum. Weltweit ist die Nachfrage nach Siemens-Produkten aber hoch. Der Auftragseingang verbesserte sich um ein Drittel auf 21 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg um 16 Prozent auf gut 17 Milliarden Euro und übertraf damit die Erwartungen von Analysten deutlich. Siemens-Chef Roland Busch spricht von einem extrem schwierigen Umfeld. Dennoch sei eine starke operative Leistung erzielt worden. An der Prognose für das Gesamtjahr hält Siemens fest.

    06.53 Uhr - Zinssorgen belasten Aktienmärkte

    Die US-Inflation ist auch im April weiter hoch geblieben. Der Anstieg der US-Verbraucherpreise hat sich nur um 0,2 Prozentpunkte verlangsamt auf 8,3 Prozent. Analysten hatten auf einen Rückgang auf 8,1 Prozent gehofft. Damit habe man nun mindestens zwei weitere Zinserhöhungen in den USA um 0,5 Prozentpunkte auf der Tagesordnung, heißt es an den Märkten. Doch die Kurse am Terminmarkt signalisierten, dass Investoren mehrheitlich mit einem Zinsschritt der US-Notenbank in ihrer nächsten Sitzung von 0,75 Prozentpunkten rechneten. Die Anleger ziehen sich zurück. In New York verlor der Dow Jones ein Prozent, der Nasdaq gut drei Prozent. In Tokio verliert der Nikkei-Index 1,4 Prozent. Der Euro steht bei 1, 05 24 Dollar.

    06. 15 Uhr - Hauptversammlung beim Autoriesen Volkswagen

    Vorstand und Aufsichtsrat des VW-Konzerns wollen die Aktionäre heute über die Lage beim größten deutschen Unternehmen informieren. Themen der Online-Hauptversammlung dürften vor allem der weitere Kurs und die Erwartungen des Managements angesichts der verschiedenen Krisen sein. Der Krieg in der Ukraine, die damit verbundene Gefahr von noch stärker steigenden Energiepreisen, größeren Zerstörungen und gekappten Lieferketten treiben auch Volkswagen um. Zudem sind globale Konjunktur und Welthandel von neuen Corona-Lockdowns im Hauptmarkt China belastet. Der Jahresverlauf ist also schwierig kalkulierbar. Bislang liefen die Geschäfte beim Autobauer rund. Im ersten Quartal verdiente VW rund 6,7 Milliarden Euro, fast doppelt so viel wie Anfang 2021.

    Donnerstag, 12. Mai 2022

    22.15 Uhr - Inflationssorgen schicken US-Börsen tief ins Minus

    Nach den aktuellen US-Inflationsdaten verließ die Anleger an den US-Märkten der Mut. Dow Jones und Nasdaq-Index - zwischenzeitlich im Plus - sacken beide tief in die Verlustzone. Der Nasdaq-Index verlor zeitweise 3 Prozent und fiel auf den niedrigsten Stand seit eineinhalb Jahren - der Dow Jones schloss rund ein Prozent im Minus. Der Anstieg der US-Verbraucherpreise hat sich im April zwar auf 8,3 Prozent verlangsamt, von 8,5 Prozent im März. Analysten hatten allerdings auf einen Rückgang auf 8,1 Prozent gehofft. Und so wurde an den Märkten eben wieder darauf spekuliert, dass die Notenbank Fed den Leitzins bei ihrer nächsten Sitzung vielleicht doch um 0,75 Prozentpunkte anhebt.

    21.15 Uhr - EU lockert Corona-Empfehlungen für Fluggäste

    Ab Montag müsse das Tragen einer Maske im Flugzeug und in Flughäfen keine Pflicht mehr sein, werde aber weiter empfohlen, teilten Europäische Flugsicherheitsbehörde und EU-Gesundheitsbehörde ECDC mit. Deutschland will an der Maskenpflicht in Flugzeugen aber weiter festhalten. Sie gilt weiterhin nicht nur für innerdeutsche, sondern für alle Flüge, die in Deutschland starten oder landen. Dennoch ist die Entscheidung der EU ein Signal, das womöglich den Fluggesellschaften auch helfen könnte. Passend dazu legte die Lufthansa-Aktie heute um fast 4 Prozent zu und gehörte damit zu den größten Gewinnern im M-DAX. Unerreichbarer Spitzenreiter war hier allerdings Thyssen Krupp - nach Zahlen und einer guten Prognose standen hier 11 Prozent Plus an den Tafeln. Insgesamt legte der M-DAX, genauso wie der DAX gut 2 Prozent zu.

    18.15 Uhr - US-Inflationsdaten können DAX nicht bremsen

    An den deutschen Aktienmärkten gab es heute einen klaren Aufwärtstrend. Dass die US-Inflationsdaten etwas höher ausfielen, als allgemein erwartet, brachte die Anleger nur kurzzeitig vom Kurs ab. Der DAX sackte für eine knappe Stunde ab, fing sich aber schnell wieder. Und am Ende stand ein Tagesplus von 2,2 Prozent an den Tafeln bei 13.829 Punkten. Auch M-DAX und TecDAX schafften rund 2 Prozent mehr. Zu den größten Gewinnern im DAX zählten Allianz, BMW, Puma und Adidas, alle mit 5 bis 6 Prozent Plus. Die Bayer-Aktie rauschte dagegen um 6 Prozent ins Minus. Der Chemie- und Pharmakonzern erlebte einen herben Rückschlag im Rechtsstreit um angebliche Krebsrisiken des Unkrautvernichters Glyphosat. Im MDax fielen die Aktien von Thyssenkrupp positiv auf mit einem Kurssprung von 11 Prozent. Der Stahl- und Industriekonzern schnitt im zweiten Geschäftsquartal besser ab als erwartet und erhöhte daraufhin die Jahres-Prognosen.

    17.50 Uhr – Heute begehrt im Handel: Allianz und Porsche

    Ein Blick auf die 40 deutschen Unternehmen im DAX: Heute sieht die Börse 38 Aktiengesellschaften mit Kursgewinnen und zwei Unternehmen mit Verlusten. Im Folgenden der Stand von heute (17.50 Uhr):

    Unter den Unternehmen des DAX hatten Allianz (+6 Prozent), Porsche (+4,9 Prozent) sowie Munich Re und Adidas (je +4,8 Prozent) die größten Kursgewinne.

    Bisherige Schlusslichter sind Bayer mit -6,5 Prozent und Zalando mit -1 Prozent Kursverlusten.

    💡 Von der Börse München (gettex) beziehen wir Kursdaten, die wir mit Hilfe automatisierter Datenverarbeitung in Text umwandeln. Letzter Stand der Daten ist 17.50 Uhr, berechnet wird die Entwicklung seit kurz vor 18 Uhr des letzten Handelstags. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

    15.26 Uhr - Lagarde kündigt mögliche Leitzinserhöhung im Sommer an

    Angesichts der Rekordinflation im Euroraum steuert die EZB auf eine Zinswende zu voraussichtlich im Juli. EZB-Chefin Christine Lagarde signalisierte jetzt, dass Anleihenkäufe Anfang des dritten Quartals auslaufen könnten und eine erst Zinserhöhung "einige Wochen später" praktisch auf dem Fuß folgen könnte. Bundesbankchef Joachim Nagel wie auch andere Währungshüter erwarten eine Anhebung im Juli. Die Bundesbank sieht auch deshalb Eile geboten, da sie hierzulande für dieses Jahr mittlerweile mit einer hohen Teuerungsrate von fast sieben Prozent rechnet.

    14.45 Uhr - US-Inflationsrate sinkt leicht

    Nach einer Phase rasanter Anstiege hat sich die Inflation in den USA erstmals seit August 2021 abgeschwächt. Die Teuerungsrate für Waren und Dienstleistungen fiel im April auf 8,3 von 8,5 Prozent im März, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Experten hatten für April mit einem Wert von 8,1 Prozent gerechnet. Manche Fachleute sehen den Rückgang zugleich als Anzeichen, dass der Inflationshöhepunkt wohl überschritten ist: "Dies bedeutet aber nicht, dass das Inflationsproblem gelöst ist", erklärte Commerzbank-Ökonom Christoph Balz. Im März hatte die Teuerungsrate den höchsten Stand seit Ende 1981 erreicht.

    14.43 Uhr - Continental zu Jahresbeginn im Autogeschäft tief rot

    Ein schwieriger Jahresstart mit Ukraine-Krieg, teurer Energie, neuen Lieferproblemen und Corona-Lockdowns in China hat den Gewinn von Continental um fast die Hälfte abrutschen lassen. Der Autozulieferer musste im ersten Quartal deutlich Federn lassen - in seinem Reifengeschäft und teils auch in der Maschinenbausparte lief es dagegen besser. Unter dem Strich sank das Nettoergebnis um 45 Prozent auf 245 Millionen Euro, wie der Hannoveraner Konzern mitteilte. Zur Begründung nannte er die diversen Krisen und Konflikte, die zurzeit auch auf die globale Autokonjunktur drücken.

    13.16 Uhr - Hedgefonds-Debakel wird für Allianz noch teurer

    Die Verluste von Großanlegern in den USA kosten die Allianz nach jetzigem Stand rund 5,6 Milliarden Euro. Im ersten Quartal legte der Versicherungskonzern weitere 1,9 Milliarden Euro zurück, wie er überraschend mitteilte. Das Geld ist für die Entschädigung von Investoren bestimmter Hedgefonds und die Einigung mit den US-Aufsichtsbehörden vorgesehen. Im Jahresabschluss für 2021 hatte die Allianz bereits eine Belastung von 3,7 Milliarden Euro verbucht. Der Vorstand geht jetzt davon aus, dass die Rückstellungen die finanziellen Risiken für den Konzern insgesamt abdecken. An der Börse wurden die Nachrichten positiv aufgenommen. Die Allianz-Aktie legte am Mittag rund 5 Prozent zu.

    11.10 Uhr - Gamesa drückt Siemens Energy ins Minus

    Der Energiekonzern hat weiter Probleme mit seiner spanischen Tochter Siemens Gamesa. Die schreibt tiefrote Zahlen und das hat dem Windkraft-Unternehmen jetzt zum vierten Mal in Folge die Geschäftszahlen verhagelt. So machte Siemens Energy im zweiten Quartal einen Verlust von gut 250 Millionen Euro, nachdem es vor einem Jahr noch einen kleinen Gewinn gegeben hatte. Aber auch wegen des Ukraine-Kriegs ist der Konzern für das aktuelle Jahr zurückhaltend und rechnet mit einem Ergebnis am unteren Ende der bisherigen Prognosespanne, so hieß es aus dem Unternehmen. Bei den Anlegern an den Börsen kommt das nicht gut an. Die Aktie verliert 4,8 Prozent und gehört damit zu den größten Verlierern im MDAX der mittelgroßen deutschen Aktien. Der gewinnt zur Stunde rund ein Prozent, ebenso der DAX.

    09.21 Uhr - Teuerung so hoch wie seit 40 Jahren nicht mehr

    Gestiegene Inflationsraten belasten die Haushaltsbudgets der Menschen in Deutschland. Im April lagen die Verbraucherpreise um 7,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Das Statistische Bundesamt bestätigte damit am Morgen eine erste Schätzung. In den alten Bundesländern wurde eine ähnlich hohe Teuerungsrate im Herbst 1981 infolge des ersten Golfkriegs zwischen dem Irak und dem Iran gemessen. Nun warten die Anleger an den Börsen auf die Inflationsdaten aus den USA am Nachmittag. Von ihnen versprechen sie sich Rückschlüsse auf das Tempo der erwarteten Zinserhöhungen der US-Notenbank im Kampf gegen die steigenden Preise in den USA.

    09.20 Uhr - Bayer-Aktie unter Druck

    Der über 60 Milliarden Dollar teure Monsanto-Kauf hat dem Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer kostspielige Rechtskonflikte eingebrockt. Der Konzern setzte große Hoffnung auf das oberste US-Gericht und hat nun einen Rückschlag erlitten. Im US-Rechtsstreit um angebliche Krebsrisiken des Unkrautvernichters Glyphosat riet die US-Regierung dem Supreme Court, dem obersten Gericht im Land, von der Annahme eines wegweisenden Falls ab. Das Verfahren könnte Signalwirkung für viele weitere US-Klagen haben. Für den Leverkusener DAX-Konzern hängen davon milliardenschwere Rechtsrisiken ab. Die Aktie ist mit einem Minus von sechs Prozent größter Verlierer im DAX.

    09.10 Uhr - DAX setzt Erholung fort

    Das wichtigste deutsche Börsenbarometer ist mit kleinen Gewinnen in den neuen Handelstag gestartet. Rund 10 Minuten danach notiert der DAX mit 13.618 Punkten, ein Plus von 0,6 Prozent. Gegen den freundlichen Trend sind Bayer-Aktien um rund fünf Prozent eingebrochen und damit größter Verlier im Index. Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer muss im Rechtsstreit um den Unkrautvernichter Glyphosat in den USA einen erneuten Rückschlag hinnehmen. Der Euro steht bei 1,05 52.

    08.26 Uhr - Toyota mit mehr Gewinn und pessimistischer Prognose

    Der japanische Autoriese Toyota hat trotz Halbleiter-Engpässen mehr Gewinn gemacht. Die Unternehmensgruppe, zu der auch der Kleinwagenbauer Daihatsu und der Nutzfahrzeughersteller Hino Motors gehören, steigerte den Nettogewinn im vergangenen Geschäftsjahr, das am 31. März endete, trotz der Lieferprobleme bei Halbleitern um rund 27 Prozent auf 20,7 Milliarden Euro. Der Umsatz legte um gut 15 Prozent zu. In diesem Geschäftsjahr rechnet der Branchenprimus jedoch wegen höherer Materialkosten und der Chipkrise mit einem deutlichen Rückgang des Nettogewinns um 20,7 Prozent auf umgerechnet 16,5 Milliarden Euro, teilte Toyota mit. Die Aktie von Toyota verlor an der Börse in Tokio fast 4,5 Prozent. Der Nikkei-Index schloss vor wenigen Minuten mit einem kleinen Plus von 0,2 Prozent auf dem Endstand von 26.214 Punkten.

    07.50 Uhr - Thyssenkrupp erhöht Prognose

    Der Stahl- und Industriekonzern profitiert von den höheren Preisen im Materialhandel sowie im Stahlgeschäft. Dadurch hätten Belastungen durch steigende Vormaterial-, Logistik- und Energiekosten sowie die Verschärfung der Lieferkettenprobleme bislang mehr als ausgeglichen werden können. Zudem trage der Restrukturierungskurs weitere Früchte, heißt es von Thyssenkrupp. Im zweiten Geschäftsquartal schnitt das Unternehmen besser ab als von Experten erwartet. Unterm Strich wurde nach dem Verlust im Vorjahresquartal wieder ein Gewinn erzielt. Für das laufende Geschäftsjahr, das bis Ende September läuft, erwartet Thyssenkrupp einen Umsatzanstieg im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Bislang waren die Essener von einem mittleren einstelligen prozentualen Wachstum ausgegangen. Das bereinigte operative Ergebnis soll von 796 Millionen Euro auf mindestens 2 Milliarden Euro steigen.

    07.05 Uhr - Anleger warten auf US-Inflationsdaten

    Von den Zahlen heute zur Teuerung versprechen sich die Börsianer Rückschlüsse auf das Tempo der erwarteten Zinserhöhungen in den USA im Kampf gegen die steigenden Preise. Experten rechnen für April mit einer Abschwächung der Teuerungsrate im Jahresvergleich auf 8,1 Prozent von 8,5 Prozent. Im Vorfeld herrscht Zurückhaltung an den Märkten. Der japanische Leitindex Nikkei verbucht ein kleines Plus von 0,1 Prozent. An der Wall Street hatte der Dow Jones Index gestern 0,3 Prozent verloren. An den chinesischen Börsen hingegen steigen die Kurse. Der CSI-300 legt zwei Prozent zu. Der Euro notiert am Morgen mit 1,0542 Dollar.

    06.18 Uhr - Chinas Erzeugerpreise steigen langsamer

    Trotz steigender Rohstoffpreise und Lieferengpässen steigen die chinesischen Erzeugerpreise im April so langsam wie seit einem Jahr nicht mehr. Der Erzeugerpreisindex legte im Jahresvergleich um acht Prozent zu, teilte das Statistikamt in Peking mit, nach plus 8,3 Prozent im März. Der Verbraucherpreisindex allerdings legte zu, im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent und damit so schnell wie seit fünf Monaten nicht mehr. Chinas Wirtschaft hat sich zu Beginn des zweiten Quartals drastisch verlangsamt, weil die Regierung in Peking in vielen Städten strikte Lockdowns verhängte, um Corona-Ausbrüche unter Kontrolle zu bekommen. Die Wirtschaftsmetropole Shanghai befindet sich derzeit in der sechsten Woche der Abriegelung.

    Mittwoch, 11. Mai 2022

    22.15 Uhr - Dow Jones schließt erneut mit Verlusten

    So richtig wussten die US-Anleger an diesem Handelstag nicht wohin sie eigentlich wollten. Der Dow Jones wechselte ständig das Vorzeichen, herausgekommen ist am Ende ein Minus von 0,2 Prozent. Die Unsicherheit rührte von den anstehenden Konjunkturdaten her, man wartet auf die aktuellen US-Inflationszahlen. Experten rechnen für April mit einer Abschwächung der Jahresteuerung auf 8,1 - von 8,5 Prozent im März. Fällt die Rate jetzt deutlich höher aus als erwartet, könnte das auch die Aktienkurse schnell wieder deutlich unter Druck bringen.

    20.15 Uhr - Tesla hat erneut technische Probleme

    Der Elektroautobauer Tesla hat etwa 130 000 Fahrzeuge in den USA zurückgerufen. Die zentralen Touchscreens der Fahrzeuge könnten überhitzen und ausfallen, teilte das Unternehmen mit. Betroffen sind die Limousinen des Modells S, Geländelimousinen der Modelle X und Y sowie Fahrzeuge des Modells 3. Es ist bereits Teslas elfter Rückruf seit Ende Januar. Dementsprechend gelassen zeigen sich die US-Anleger. Der Kurs der tesla-Aktie legt im Moment 3 Prozent zu. Auch insgesamt tendieren die US-Börsen jetzt nach oben. Der Dow Jones hat mittlerweile ins Plus gedreht und legt aktuell 0,3 Prozent zu. Der Nasdaq-Index schafft 2 Prozent Plus.

    18.15 Uhr - DAX beendet Negativserie

    Nach vier Verlusttagen in Folge konnte der DAX heute wieder einen Gewinn verbuchen: 1,2 Prozent waren es am Ende - auf mehr auf 13.535 Zähler. Letzten Dienstag waren es noch ziemlich genau 500 Punkte mehr gewesen. Aber es gibt eben eine ganze Reihe von Negativfaktoren und die bleiben weiterhin bestehen: die hohe Inflationsrate, die Angst vor noch stärker steigenden Leitzinsen, bei gleichzeitiger Sorge vor einem Einbrechen der Konjunktur wegen des Ukraine-Krieges und der Corona-Lockdowns in China. Trotz dieser Faktoren ging es heute auch bei M-DAX und TecDAX rund ein Prozent aufwärts. Allerdings nur ein kleiner Trost, beide Indizes hatten gestern über drei Prozent verloren.

    17.50 Uhr – Wie lief der Dienstag für die Unternehmen des DAX?

    Unter den DAX-Werten verzeichnen heute 29 Aktiengesellschaften ein Plus und elf Unternehmen Verluste. Der Überblick zum Stand von 17.50 Uhr:

    Aktuell stehen die Unternehmen Bayer, BASF und Deutsche Post als Gewinner da, mit einem Kursgewinn von 5,7 Prozent (Bayer), 3,1 Prozent (BASF) und 2,5 Prozent (Deutsche Post).

    Die höchsten Kursverluste verzeichnet bislang MTU Aero Engines mit -3,4 Prozent, Porsche mit -2,8 Prozent und Hello Fresh mit -2,6 Prozent.

    💡 Von der Börse München (gettex) beziehen wir Kursdaten, die wir mit Hilfe automatisierter Datenverarbeitung in Text umwandeln. Letzter Stand der Daten ist 17.50 Uhr, berechnet wird die Entwicklung seit kurz vor 18 Uhr des letzten Handelstags. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

    14.43 Uhr - Bitcoin fällt unter 30.000 Dollar

    Die Talfahrt von Digitalwährungen wie dem Bitcoin setzt sich fort. Am Dienstag fiel der Kurs der ältesten und bekanntesten Kryptowährung auf der Handelsplattform Bitfinex unter die Marke von 30.000 Dollar. Mit 29.833 Dollar wurde in der vergangenen Nacht der niedrigste Stand seit Juli 2021 markiert. Noch vor wenigen Tagen hatte ein Bitcoin über 10.000 Dollar mehr gekostet. Auch andere Digitalwerte wie Ether, XRP oder Dogecoin gaben nach. Der Marktwert aller derzeit rund 19.300 Kryptoanlagen fiel nach Angaben des Portals Coinmarketcap unter die Marke von 1,5 Billionen Dollar. Das im vergangenen November erreichte Rekordhoch von fast drei Billionen Dollar ist weit entfernt. Als Hauptgrund für den Sinkflug auf dem Kryptomarkt gilt die Zinswende vieler Zentralbanken. Nicht nur in den USA stemmen sich die Notenbanker mit teils deutlichen Zinsanhebungen gegen die Inflation. Die steigenden Zinsen machen Anlagewerten zu schaffen, die wie Bitcoin keine regelmäßigen Erträge abwerfen. Zusätzlich leiden die als besonders riskant geltenden Digitalwährungen unter dem ungewissen Fortgang des Ukraine-Kriegs.

    13.12 Uhr – Börsenprofis weniger pessimistisch: ZEW-Index steigt überraschend

    Kleiner Hoffnungsschimmer für die unter den Folgen des Krieges in der Ukraine leidende deutsche Wirtschaft: Börsenprofis blicken nicht mehr ganz so pessimistisch auf die kommenden sechs Monate. Das entsprechende Barometer stieg im Mai überraschend um 6,7 auf minus 34,3 Punkte, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zu seiner monatlichen Umfrage unter knapp 200 Analysten und Anlegern mitteilte. Im März hatte es wegen des russischen Einmarschs den stärksten Rückgang seit Beginn der Umfrage 1991 gegeben, dem im April ein erneutes Minus folgte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten für Mai einen weiteren Rückgang auf minus 42,0 Punkte erwartet. "Verglichen mit dem vorangegangenen Monat ist der Ausblick auf die wirtschaftliche Lage in Deutschland damit etwas weniger pessimistisch", kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach die Entwicklung. "Die Expertinnen und Experten gehen zwar weiterhin von einer Verschlechterung aus, allerdings mit einer geringeren Intensität." Die erheblichen Corona-Einschränkungen in China stellten eine schwere Bürde für das künftige Wirtschaftswachstum in Deutschland dar, sagte Wambach mit Blick auf den wichtigsten deutschen Handelspartner.

    10.15 Uhr - ING Deutschland schafft Negativzins für Privatkunden ab

    Zum 1. Juli sollen die Freibeträge für Guthaben auf Giro- und Tagesgeld-Konten von derzeit 50.000 auf 500.000 Euro pro Konto erhöht werden, teilte die Tochter der niederländischen Großbank ING am Morgen mit. Damit entfällt laut ING Deutschland das sogenannte Verwahrentgelt für 99,9 Prozent der Privatkunden und damit für praktisch alle.

    09. 11 Uhr - DAX auf Erholungskurs

    Trotz schwacher Vorgaben aus Tokio und New York ist der DAX mit einem Plus gestartet. Rund 10 Minuten danach Börsenbeginn gewinnt er ein Prozent auf 13.517 Punkte. Zu den größten Gewinnern im Index gehören die Papiere von Delivery Hero mit plus 3,7 Prozent und Zalando mit plus 3,3 Prozent. Das Papier der Münchner Rück hat rund ein Prozent zugelegt. Im ersten Quartal hat der weltgrößte Rückversicherer trotz Belastungen durch den Ukraine-Krieg etwas mehr verdient. Die Aktie von Bayer legt 0,6 Prozent zu und damit etwas weniger als der gesamte Markt. Obwohl sich die Zahlen des Agrarchemie- und Pharmaunternehmens sehen lassen können. Die hohe Nachfrage nach Pflanzenschutzmitteln und steigende Preise haben Bayer ein Plus von 27,5 Prozent beim bereinigten operativen Gewinn beschert. Der Euro steht bei 1, 05 60 Dollar.

    08.44 Uhr - Bayer mit Gewinnsprung

    Die hohe Nachfrage nach Pflanzenschutzmitteln und steigende Preise haben dem Agrarchemie- und Pharmaunternehmen ein Plus von 27,5 Prozent beim bereinigten operativen Gewinn beschert auf 5,25 Milliarden Euro. Das ist mehr als von Analysten erwartet. Unterm Strich stieg der Gewinn um mehr als 57 Prozent. Bayer setzte setzte 14,6 Milliarden Euro um, ein Plus von 18,7 Prozent binnen Jahresfrist. Die Aktie steigt vorbörslich um 1,3 Prozent.

    08.08 Uhr - Krieg in der Ukraine bremst die Münchener Rück

    Der Gewinn des weltgrößten Rückversicherers lag im ersten Quartal mit 608 Millionen Euro nur leicht über dem Vorjahr, obwohl die Belastungen aus Naturkatastrophen und anderen Großschäden deutlich geringer ausfielen, teilte der DAX-Konzern am Morgen mit. Grund waren vor allem Abschreibungen von brutto fast 700 Millionen Euro auf russische und ukrainische Anleihen, netto blieben davon 370 Millionen Euro hängen. Die Belastungen im operativen Geschäft infolge des russischen Einmarschs im Nachbarland bezifferte die Münchener Rück auf etwas mehr als 100 Millionen Euro. Dennoch bestätigte der Konzern seine Prognose und erwartet weiterhin einen Gewinn von 3,3 Milliarden Euro im laufenden Jahr.

    Die Aktie der Münchner Rück verliert vorbörslich 1,7 Prozent. Der DAX hingegen dürfte mit kleinen Gewinnen starten. Er wird jetzt bei 13.459 Punkten gesehen, rund 70 Punkte über dem Schlussstand gestern. Der Nikkei in Tokio schloss 0,6 Prozent leichter bei 26.167 Punkten.

    07.42 Uhr - Fraport reduziert Betriebsverlust

    Dank der Erholung des Flugverkehrs vom Einbruch in der Corona-Pandemie hat Fraport im ersten Quartal das Ergebnis vor Zinsen und Steuern verbessert. Das Minus beläuft sich auf 41,3 Millionen Euro gegenüber einem Betriebsverlust von 70,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, teilte das Unternehmen mit. Die wegen des Ukraine-Krieges auf Eis gelegte Beteiligung am Flughafen St. Petersburg sorgte allerdings für eine finanzielle Belastung. Fraport nahm hier eine Wertberichtigung von rund 48 Millionen Euro vor. Unterm Strich stieg deshalb der Verlust auf rund 118 Millionen Euro im Vergleich zu 77,5 Millionen Euro im Vorjahr. Trotz der Unsicherheiten im Markt stimmten gute Buchungszahlen für den Sommer Fraport weiter optimistisch. Auf Jahressicht erwartet der Konzern etwa 55 bis 65 Prozent der Passagierzahlen des Vor-Corona-Niveaus zu erreichen.

    07. 11 Uhr - Renault verkauft Teil seines Korea-Geschäfts

    Für umgerechnet 207 Millionen Dollar will der französische Autohersteller Renault rund ein Drittel seines Korea-Geschäfts fan den chinesischen Autobauer Geely verkaufen. Der werde gut 34 Prozent der Aktien von Renault Korea Motors im Rahmen einer Kapitalerhöhung übernehmen, teilten beide Unternehmen mit. Die Transaktion muss noch von den zuständigen Behörden genehmigt werden. Renault und Geely entwickeln gemeinsam Hybrid-Fahrzeuge für den chinesischen und südkoreanischen Markt. Die Geely-Aktie ist in Hongkong mit 4,8 Prozent ins Minus gerutscht. Auch insgesamt ist die Stimmung gedrückt. Der Hang Seng-Index verliert 2,8 Prozent

    06.48 Uhr - Konjunktursorgen belasten Börsen

    Nach schwachen US-Vorgaben werden auch an den Märkten in Asien zumeist Verluste geschrieben. Der japanische Leitindex Nikkei an der Börse in Tokio verliert zur Stunde rund ein Prozent. In Hongkong geht es um 2,8 Prozent nach unten, in Seoul im 0,8 Prozent, in Shanghai steht ein kleines Plus von 0,2 Prozent zu Buche. An der Wall Street hatte der Dow Jones gestern zwei Prozent verloren, der Nasdaq sogar über vier Prozent. Für Druck sorgten Befürchtungen, dass der Kampf gegen die Inflation mit steigenden Zinsen und Chinas rigide Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie das Wirtschaftswachstum belasten wird.

    06.13 Uhr - Tesla hat Probleme in Shanghai

    Der US-Elektroautobauer Tesla muss Insidern zufolge die Produktion in der chinesischen Wirtschaftsmetropole Shanghai erneut aussetzen. Grund seien Lieferengpässe wegen des strikten Lockdowns der Wirtschaftsmetropole Shanghai zur Eindämmung des jüngsten Coronavirus-Ausbruchs. Es sei unklar, wann die Probleme gelöst sein werden und wann Tesla die Produktion wieder aufnehmen könne, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und bezieht sich auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Tesla hatte die Produktion am Standort Shanghai nach einem 22-tägigen Stillstand erst am 19. April wieder hochgefahren. Vom US-Autobauer gibt es bislang noch keine Stellungnahme.

    Dienstag, 10. Mai 2022

    22.15 Uhr - US-Börsen schließen mit teils heftigen Verlusten

    Auch an der Wall Street lief es heute extrem schlecht. Der Dow Jones knickte rund 2 Prozent ein. Beim Nasdaq-Index ging es über 4 Prozent abwärts. Die Anleger befürchteten, dass die US-Notenbank noch stärker auf die Bremse tritt, ohne darauf zu achten, dass die Konjunktur wegen des Krieges in der Ukraine und der Corona-Lockdowns in China inzwischen gravierende Probleme hat. Schlusslicht im Dow war die Boeing-Aktie mit über 10 Prozent Minus.

    21.45 Uhr - Schaeffler liefert seine Prognose nach

    Der Autozulieferer Schaeffler hat sich zu einem neuen Jahresausblick durchgerungen. Der im SDax notierte Konzern peilt ein Umsatzwachstum von 6 bis 8 Prozent an. Die Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern soll sich zwischen 5 und 7 Prozent bewegen. Schaeffler hatte im März die eigentlich anvisierte Prognose nach Ausbruch des Ukraine-Kriegs wieder einkassiert. Die Meldung kam nach Handelsschluss an den deutschen Märkten. Zuvor hatte der Kurs 1,3 Prozent nachgegeben. Das war aber fast schon gut. Denn der Trend zeigte insgesamt viel deutlicher nach unten, um gut 2 Prozent beim DAX und um über 3 Prozent bei M-DAX und TecDAX.

    21.15 Uhr - Boeing-Aktie belastet Dow Jones mit 8 Prozent Minus

    Der Trend an der Wall Street zeigt deutlich nach unten. Aus den Depots fliegen vor allem Technologieaktien, was den Nasdaq-Index fast vier Prozent einbrechen läßt. Der S&P 500-Index verliert fast drei Prozent und fällt auf den niedrigsten Stand seit über einem Jahr. Der Dow Jones immerhin kann seiner Verluste inzwischen auf 1,4 Prozent eindämmen. Die Anleger befürchten u.a. noch heftigere Zinsschritte der US-Notenbank als letzte Woche, da hatte die Fed den Leitzins um einen halben Prozentpunkt angehoben. Jetzt sei die Angst so groß geworden, dass alles verkauft werde, sagte ein Investor. Zu den größten Verlierern gehört Tesla, mit 7 Prozent Minus. Im Dow Jones hat es Boeing besonders erwischt mit 8,5 Prozent Minus.

    17.50 Uhr – Marktbericht: Eon, Fresenius und weitere

    Ein Blick auf die 40 deutschen Unternehmen im DAX: Heute sieht die Börse drei Aktiengesellschaften mit Kursgewinnen und 37 Unternehmen mit Verlusten. Im Folgenden der Stand von heute (17.50 Uhr): Unter den Unternehmen des DAX hatten Eon (+1 Prozent), Fresenius (+0,5 Prozent) sowie Henkel (+0,2 Prozent) die größten Kursgewinne. Bisherige Schlusslichter sind Delivery Hero mit -12,6 Prozent, Deutsche Post mit -6,4 Prozent und Infineon mit -5,3 Prozent Kursverlusten.

    💡 Von der Börse München (gettex) beziehen wir Kursdaten, die wir mit Hilfe automatisierter Datenverarbeitung in Text umwandeln. Letzter Stand der Daten ist 17.50 Uhr, berechnet wird die Entwicklung seit kurz vor 18 Uhr des letzten Handelstags. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

    17.45 Uhr - DAX schließt u.a. wegen Zinssorgen 2 Prozent niedriger

    An den Aktienmärkten geht die Angst vor einem zu radikalen Kurswechsel durch die US-Notenbank um. Obwohl Fed-Chef Powell keine Signale für größere Zinsschritte gegeben hatte, halten sich an den Finanzmärkten Spekulationen, dass die Notenbank im Kampf gegen die Inflation zu Zins-Anhebungen um einen Dreiviertel Prozentpunkt gezwungen sein könnte. Nun hat ein Vertreter der Federal Reserve versucht, Spekulationen auf derart große Zinsschritte zu dämpfen. Die Anhebung um einen halben Prozentpunkt letzte Woche sei bereits eine ziemlich aggressive Bewegung gewesen, sagte der Chef des Fed-Bezirks Atlanta Raphael Bostic. Seinen Worten zufolge dürfte es bei den nächsten zwei bis drei Notenbank-Sitzungen bei Erhöhungsschritten von einem halben Prozentpunkt bleiben. Das beruhigt die Anleger momentan aber nicht wirklich. Der Dow Jones Index verliert aktuell eineinhalb Prozent. Der Nasdaq-Index knickt 3 Prozent ein. Hierzulande schloss der DAX 2,2 Prozent im Minus.

    16.03 Uhr - BioNTech verdreifacht Gewinn

    Das Mainzer Biotechunternehmen BioNTech hat seinen Gewinn im ersten Quartal dank starker Geschäfte mit seinem Covid-19-Impfstoff mehr als verdreifacht. Der Nettogewinn sprang auf knapp 3,7 Milliarden Euro von 1,1 Milliarden vor Jahresfrist, wie Biontech mitteilte. Der Umsatz sprang auf 6,4 Milliarden von gut zwei Milliarden Euro. Finanzchef Jens Holstein sieht die Firma auf Kurs zu ihren Jahreszielen. Für 2022 rechnet Biontech unverändert mit einem Umsatz mit seinem Covid-19-Impfstoff von 13 bis 17 Milliarden Euro. Auch der US-Partner Pfizer, mit dem die Mainzer bei dem Impfstoff zusammenarbeiten, hatte vor kurzem seine Umsatzprognose von 32 Milliarden Dollar für das Vakzin bestätigt. Beide Unternehmen hatten im vergangenen Jahr ihre Geschäftsziele für den Impfstoff mehrfach angehoben. Mit den Lockerungen von Corona-Beschränkungen in vielen Ländern hat sich das rasante Wachstum inzwischen aber verlangsamt. Für 2022 haben Biontech und Pfizer unverändert Lieferverträge über rund 2,4 Milliarden Impfdosen unterzeichnet. 2021 wurden rund 2,6 Milliarden Dosen ausgeliefert. Biontech und Pfizer arbeiten an einem an die Omikron-Variante angepassten Impfstoff. Sie gehen davon aus, in den kommenden Wochen erste Daten aus der im Januar begonnenen klinischen Studie veröffentlichen zu können. Die Studie wurde in der Zwischenzeit um mehrere neue Kohorten erweitert, darunter eine, die auch einen bivalenten Omikron-Impfstoff untersucht, der auch die ursprüngliche Wuhan-Variante mitabdeckt. Ursprünglich war Biontech davon ausgegangen, dass der Omikron-Impfstoff im Frühjahr bereit stehen könnte. In Arbeit ist auch noch der Covid-Impfstoff für Kinder unter fünf Jahren, zu dem Biontech Daten aus der klinischen Studie ebenfalls in den kommenden Wochen erwartet.

    14.16 Uhr - Bitcoin fällt auf Viermonatstief

    Der Bitcoin und andere Digitalwährungen stehen weiter unter Druck. Am Montag fiel der Kurs der nach Marktwert größten Internetdevise auf der Handelsplattform Bitfinex bis auf rund 33.300 US-Dollar. Das ist der tiefste Stand seit Januar. Vor wenigen Tagen hatte ein Bitcoin noch 40.000 Dollar gekostet. Auch andere Kryptoanlagen wie Ether gaben zu Wochenbeginn im Wert weiter nach. Als entscheidend für die schlechte Stimmung am Kryptomarkt gilt die Aussicht auf steigende Zinsen. „Die Zinsangst hat Börsianer dies- und jenseits des Atlantiks voll im Griff“, kommentierte Bitcoin-Experte Timo Emden von Emden Research. Nicht nur in der weltgrößten Volkswirtschaft USA, auch in vielen anderen Ländern stemmen sich die Notenbanken mit einer strafferen Geldpolitik gegen die hohe Inflation. Steigende Zinsen lasten meist auf riskanten Anlagen wie Digitalwährungen. Zudem werfen Bitcoin und andere Kryptowerte keine laufenden Erträge wie Zinsen ab. Steigen die Zinsen, sinkt die Attraktivität zinsloser Anlagen gegenüber zinstragenden Titeln wie festverzinslichen Wertpapieren.

    11. 09 Uhr - Konjunktur-Pessimismus steigt an den Börsen

    Der Ukraine-Krieg und seine Folgen lassen Börsianer so skeptisch auf die Konjunktur im Euro-Raum blicken wie seit rund zwei Jahren nicht mehr. Das von der Investment-Beratungsfirma Sentix am Morgen veröffentlichte Barometer fiel im Mai den dritten Monat in Folge und überdies stärker als erwartet. Es sackte um 4,6 auf minus 22,6 Punkte ab und damit auf den tiefsten Wert seit Juni vor zwei Jahren. Das ist laut Sentix ein klares Warnzeichen für eine Rezession. Die rund 1.270 befragten Anleger und Investoren bewerteten sowohl die Lage als auch die Aussichten schlechter. Die Erwartungen sanken auf minus 32,8 Punkten und damit auf ein Allzeit-Tief. Sie stellen sogar den Einbruch im Jahr 2008 aus der Zeit der Weltfinanzkrise in den Schatten.

    10.26 Uhr - Europäische Bergbau- und Stahlwerte auf Talfahrt

    Nach schwachen Konjunkturdaten aus China befürchten Anleger eine geringere Rohstoff-Nachfrage des Top-Abnehmers China. Das hat Bergbau- und Stahlwerte in Europa ins Minus gedrückt. Der Branchenindex fällt um 2,5 Prozent. Zu den größten Verlierern zählen die Aktien des Stahlkochers ArcelorMittal mit minus 3,8 Prozent, das Papier von SSAB ist sogar um 5,8 Prozent abgestürzt. Die deutschen Konkurrenten Salzgitter und ThyssenKrupp büßen zwischen 2 1/2 und drei Prozent ein. In China sind wegen der dortigen Corona-Lockdowns die Preise für Eisenerz und Stahl um jeweils rund zwei Prozent gefallen. Der DAX verliert zur Stunde ein Prozent auf 13.542 Punkte. Der europäische EuroStoxx50 büßt ebenfalls ein Prozent ein. Der Euro steht bei 1, 05 12 Dollar.

    09. 48 Uhr - DAX zu Wochenstart mit kleinen Verlusten

    Nach dem Minus von drei Prozent in der Vorwoche geht es weiter nach unten an den Aktienmärkten. Der DAX verliert eine knappe Stunde nach Handelsstart 0,3 Prozent auf 13.638 Punkte. Neben dem Krieg in der Ukraine und der Aussicht auf weltweit steigende Zinsen ist es die Abkühlung der Konjunktur beim wichtigen Handelspartner China, die die Anleger besorgt. Der chinesische Außenhandel hat sich im vergangenen Monat stark verlangsamt. Die Exporte wuchsen in US-Dollar berechnet im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,9 Prozent, das ist das langsamste Wachstum seit rund zwei Jahren. Die scharfen Corona-bedingten Regeln behindern den Frachtverkehr deutlich. Das schürt Rezessionsängste an den Märkten. So eine Entspannung bei den Lieferketten weiter entfernt als noch vor ein paar Monaten, sagen Analysten.

    08.28 Uhr - Zuversicht bei Infineon

    Der Halbleiterhersteller erwartet, dass sich der Umsatz im Geschäftsjahr, das bis Ende September läuft, auf rund 13,5 Milliarden Euro verbessern wird. Das teilte Infineon am Morgen mit. Bislang hatten der Chipriese mit 13 Milliarden Euro gerechnet. Auch die Gewinn-Marge werde mit mehr als 22 Prozent besser ausfallen als bislang angenommen. Nach wie vor übersteige die Nachfrage das Angebot deutlich, sagte Infineon-Chef Hanebeck. Im abgelaufenen zweiten Quartal legten die Erlöse auf Jahressicht um 22 Prozent zu auf 3,3 Milliarden Euro. Nach Steuern verdiente Infineon mit 469 Millionen Euro drei Prozent mehr als im Vorquartal und übertraf die Schätzungen von Analysten. Die Zahlen werden positiv aufgenommen, die Aktien legen im vorbörslich zwei Prozent zu.

    08.15 Uhr- Nikkei schließt mit deutlichem Verlust

    Die Aktienmärke in Fernost bleiben nervös. An der Börse in Tokio schloss der Nikkei-Index soeben mit einem Minus von 2,5 Prozent auf dem Endstand von 26.319 Punkten.

    07.02 Uhr - Chinesischer Außenhandel stark gebremst

    Chinas Exportwachstum ist auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren gefallen. Die Ausfuhren aus der Volksrepublik wuchsen in US-Dollar berechnet nur noch um 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, so die Angaben aus Peking. Die Importe blieben mit Null-Wachstum unverändert. Im März hatten die Exporte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum noch stark um 14,7 Prozent zugelegt, während die Importe bereits um 0,1 Prozent zurückgegangen waren. Hintergrund sind die schweren Beschränkungen für viele Unternehmen in China durch die strenge chinesische Null-Covid-Politik, die den Frachtverkehr stark beeinträchtigt. Zudem wirken sich auch der Krieg in der Ukraine und die Erholung der Kapazitäten in anderen Ländern aus.

    06.20 Uhr - Schwacher Wochenauftakt an den Börsen in Asien

    Die angekündigten Zinserhöhungen der US-Notenbank, der anhaltende Lockdown in Shanghai und der Krieg in der Ukraine schüren bei den Anlegern Konjunktur-Sorgen und die Furcht vor einer möglichen globalen Rezession. Die Aussicht auf eine anhaltende Inflation wegen Engpässen auf der Angebotsseite, dürfte die Zentralbanken dazu zwingen, die Zinssätze trotz eines sich stark verlangsamenden Wachstums zu erhöhen, schreiben die Analysten der Barclays Bank. In Tokio verliert der japanische Leitindex Nikkei zur Stunde 2,1 Prozent. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen, der CSI 300, verliert 0,7 Prozent. Der Euro ist weiter schwach bei 1, 05 10 Dollar.

    Montag, 09. Mai 2022

    22.15 Uhr - Dow unverändert, DAX minus drei Prozent

    Für die Schlagzeilen der Woche sorgte die amerikanische Notenbank. Sie hob am Mittwoch die Leitzinsen an und ihr Chef Jerome Powell kündigte mit klaren Worten weitere Zinsschritte an. Das sorgte erst für eine Kursrally, die in einen massiven Einbruch mündete. Über die gesamte Woche gesehen verlor der Dow Jones aber nur 0,2 Prozent auf 32.899 Punkte. Härter traf es den NASDAQ-Index mit einem Minus von 1,5 Prozent. Seitdem wird lautstark darüber diskutiert, wann die EZB mit Zinsschritten nachzieht. Vieles spricht für eine erste Anhebung Anfang Juli. Der DAX verlor über die Woche drei Prozent an Wert auf 13.674. Derzeit finden viele Hauptversammlungen statt. Auffällig ist, dass die Aktien die fälligen Dividendenabschläge am Tag danach nicht aufholen können. Das trifft vor allem auf den Autobauer Mercedes-Benz zu, der seine Aktionäre mit 5 Euro je Aktie verwöhnte.

    18.15 Uhr - DAX verliert rund 400 Punkte

    Es war eine verlustreiche Woche an den europäischen Börsen. Der DAX fiel in den fünf Handelstagen von rund 14.100 Punkten auf 13.674 zurück. Grund: Die US-Börsen reagierten am Mittwoch auf die Zinserhöhung der Notenbank geradezu euphorisch, doch schon am Tag danach setzte die Katerstimmung ein. Die FED hat klargemacht, dass sie weitere deutliche Erhöhungen plant. Die schwachen New Yorker Märkte zogen schließlich die europäischen mit nach unten.

    Die Corona-Lockdowns in Asien bereiten Adidas massive Probleme. In China sind 45 Städte so gut wie abgeriegelt. Die Läden geschlossen. In Vietnam stehen viele Fabriken still. Die Lieferketten sind unterbrochen. In diesem Umfeld verlor die Aktie vor dem Wochenende noch einmal 3,6 Prozent auf schwache 181 Euro.

    13.21 Uhr – Bayerischer Lkw-Zulieferer SAF Holland gefragt

    Der Lkw-Zulieferer erhöht nach einem Anstieg im ersten Quartal seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr. Der Hersteller von Achsen und Anhängerkupplungen rechnet nach eigenen Angaben nun mit einem Umsatz zwischen 1,2 bis 1,35 Milliarden Euro. In den ersten drei Monaten kletterte der Umsatz um fast 30 Prozent auf rund 370 Millionen Euro. Aktien der unterfränkischen SAF Holland im SDAX springen um 12 Prozent nach oben.

    11.42 Uhr – Commerzbank-Chef zeigt sich optimistisch

    Die Commerzbank verspricht ihren Aktionären trotz des eingetrübten wirtschaftlichen Umfelds weiteres Wachstum. Das geht aus der vorab veröffentlichten Rede zur diesjährigen Hauptversammlung des Frankfurter MDax-Konzerns hervor, die am kommenden Mittwoch online abgehalten wird. Vieles hänge davon ab, wie lange der Krieg in der Ukraine anhalte, wie sich die Inflationsrisiken entwickelten und wie sich das alles auf die Konjunktur auswirke, heißt es im Redetext. Dennoch bleibe das Commerzbank-Management „im aktuellen Umfeld ambitioniert“ und halte das Tempo hoch. Unter dem Strich werde weiterhin mit einem Konzernergebnis von mehr als einer Milliarde Euro gerechnet. Das bedeute auch, dass aus heutiger Sicht die Zahlung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2022 vorschlagen werden soll.

    10.22 Uhr - Krones wächst im ersten Quartal stärker als geplant

    Der Getränkeabfüllanlagenbauer Krones ist gut ins Jahr gestartet. Der Oberpfälzer Konzern hat Umsatz und Gewinn im ersten Quartal deutlich steigern können – und das trotz der Lieferengpässe und den höheren Kosten bei der Materialbeschaffung. Krones verdiente 87 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von knapp 14 Prozent. Und die Geschäfte werden weiterhin sehr gut laufen. Das Unternehmen mit Sitz in Neutraubling bei Regensburg hat 45 Prozent mehr Aufträge bekommen. Das macht Krones optimistisch. Im Gesamtjahr werde das Umsatzwachstum wohl im oberen Bereich der Prognosespanne liegen, so der Konzern, wenn der Ukraine-Krieg oder längere China-Lockdowns keinen Strich durch die Rechnung machen. Die Aktien von Krones sind im Kleinwerteindex SDAX gelistet. Hier gewinnen die Anteile 6,5 Prozent.

    09.15 Uhr – DAX gibt zu Handelsbeginn nach

    Mit Verlusten sind die deutschen Aktienmärkte gestartet. DAX, MDAX und TecDAX geben jeweils rund ein halbes Prozent nach. Der DAX-Stand: 13.825 Punkte. Die größten Verlierer bei Standardwerten sind Adidas. Sie büßen 4 Prozent ein. Nach einem Gewinneinbruch zu Jahresbeginn hat der fränkische Sportartikelkonzern seine Erwartungen fürs Gesamtjahr zurückgeschraubt. Besonders ein Produktionsstopp in Vietnam und die schlechten Geschäfte in China wegen der dortigen Lockdowns machen Adidas zu schaffen.

    8.01 Uhr - Dax zur Eröffnung niedriger erwartet

    Die deutschen Aktienmärkte werden Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Die Angst der Anleger vor größeren Zinsschritten der US-Notenbank Fed war gestern schnell wieder an die Börsen zurückgekehrt und hatte vor allem an der Wall Street für einen Ausverkauf gesorgt. Im Sog dessen hatte der Dax seine anfänglichen Gewinne eingebüßt und war ein halbes Prozent tiefer aus dem Handel gegangen. Zum Wochenschluss steht heute die Entwicklung am US-Arbeitsmarkt im Rampenlicht, die Auskunft über den Zustand der weltgrößten Volkswirtschaft geben dürfte und damit weitere Rückschlüsse auf die US-Geldpolitik. Hier in Deutschland gibt es neue Daten zur Produktion: Die Industrie hat im März 3,9 Prozent weniger Waren hergestellt als noch im Februar. Der Rückgang ist viel kräftiger als von Analysten erwartet.

    7.36 Uhr - Adidas schraubt wegen China Erwartungen zurück

    Nach einem Gewinneinbruch im ersten Quartal muss der weltweit zweitgrößte Sportartikelkonzern Adidas seine Ziele für das Gesamtjahr zurückschrauben. Adidas hat rund 300 Millionen Euro verdient – und damit 200 Millionen weniger als vor einem Jahr. Auch beim Umsatz zeigt der Konzern aus Herzogenaurach Bremsspuren. Der ist etwas zurückgegangen. Adidas verweist hier auf einen Produktionsstopp in Vietnam. Insgesamt ist der fränkische Sportartikel-Hersteller deshalb vorsichtiger. Bei Gewinn und Umsatz werde man eher im unteren Bereich der bisherigen Prognose-Spanne liegen. Insbesondere das Geschäft in China läuft nicht so gut wegen der Lockdowns dort. Im zweiten Halbjahr soll es dann besser laufen: Da setzt Adidas vor allem durch die Fußball-Weltmeisterschaft auf Rückenwind. Im vorbörslichen Handel sind die Aktien von Adidas unter Druck.

    06.54 Uhr – Fernost-Aktienmärkte geben nach

    Die Aktienmärkte in Fernost sind mehrheitlich unter Druck. Der Hang-Seng-Index in Hongkong verliert 3,5 Prozent. Der Shanghai Composite büßt knapp 2,5 Prozent ein. Immerhin kann der Nikkei-Index in Tokio nach einem schwachen Start nun 0,7 Prozent zulegen. Allerdings waren gestern die Aktienmärkte in Japan drei Tage lang feiertagsbedingt geschlossen. Die insgesamt schlechte Stimmung ist von den US-Börsen übergeschwappt. Laut Händlern ist die Furcht vor schnell steigenden Zinsen wie ein Boomerang zurückgekehrt. Hatten die Anleger noch am Mittwoch erleichtert darauf reagiert, dass die US-Notenbank den Leitzins nur um einen halben Prozentpunkt angehoben und dann verkündet hat, dass drastischere Zinsschritte nicht bevorstünden – meinen die Analysten nun, dass sie der gezeigten Zurückhaltung der US-Notenbank nicht ganz trauen. So ist der Dow Jones um rund 3 Prozent eingebrochen, der Nasdaq sogar um 5 Prozent. Also keine guten Vorgaben für die deutschen Aktienmärkte.

    Freitag, 06. Mai 2022

    22.15 Uhr - Wie gewonnen, so zerronnen

    Massive Verluste an den New Yorker Börsen. Das, was gestern nach der Zinserhöhung durch die die US-Notenbank gewonnen wurde, ist wieder zerronnen. Der Dow Jones verlor 3,1 Prozent auf 32.998 Punkte, der NASDAQ rutschte um 5,8 Prozent ab. Es ist sein größter Tagesverlust seit fast zwei Jahren. Große Hightechwerte wie Google, Apple und Microsoft rutschten bis zu 5,5 Prozent ab. Tesla traf es deutlich härter mit minus 8,3 Prozent. Die Analysten diskutieren am Tag nach der Zinserhöhung durch die FED, wie es weitergehen könnte. Wieder taucht die Spekulation auf, dass der nächste Zinsschritt um 0,75 Punkte nach oben gehen könnte. Das wäre ein ungewöhnlich kräftiger Schritt, aber er wird nicht mehr ausgeschlossen. Man traut der Notenbank offenbar auch das eher Undenkbare zu.

    18.15 Uhr - Katerstimmung in New York

    Nach der Euphorie kommt die Ernüchterung. Die New Yorker Börsen hatten gestern mit kräftigen Kursgewinnen auf die deutliche Zinserhöhung durch die US-Notenbank reagiert. Heute folgt die Ernüchterung. Der Dow Jones rutscht um 3,5 Prozent auf 32.900 Punkte ab. Das ist ein Minus von über 1100 Punkten. An der NASDAQ summiert sich der Verlust auf 4,8 Prozent. Zu den großen Verlierern zählen viele Unternehmen aus dem Silicon Valley. Ihre märchenhaften Kursgewinne hatten sie in den vergangenen Jahren nicht nur ihren Unternehmensstorys zu verdanken, sondern auch der Niedrigzinspolitik der FED. Apple verlieren rund fünf Prozent.

    17.50 Uhr – Verluste für Delivery Hero, Hannover Re und Zalando

    Unter den DAX-Werten verzeichnen heute elf Aktiengesellschaften ein Plus und 29 Unternehmen Verluste. Der Überblick zum Stand von 17.50 Uhr:

    Unter den Unternehmen des DAX hatten Airbus (+6,1 Prozent), Siemens Healthineers (+2,3 Prozent) sowie FMC (+1,9 Prozent) die größten Kursgewinne.

    Am schlechtesten läuft es bis jetzt für Zalando (-10,9 Prozent), Hannover Re (-7,6 Prozent) und Delivery Hero (-7,1 Prozent).

    💡 Von der Börse München (gettex) beziehen wir Kursdaten, die wir mit Hilfe automatisierter Datenverarbeitung in Text umwandeln. Letzter Stand der Daten ist 17.50 Uhr, berechnet wird die Entwicklung seit kurz vor 18 Uhr des letzten Handelstags. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

    16.48 Uhr - Musk überzeugt Investoren für Twitter-Übernahme

    Tesla-Chef Elon Musk hat sich für die 44 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Kurznachrichtendienstes Twitter sieben Milliarden Dollar bei einer Gruppe von Investoren gesichert. Zu den Investoren zählen Oracle-Mitgründer Larry Ellison sowie die Qatar Holding, wie aus einer Börsenmitteilung hervorgeht.

    Musk selbst könnte einem Medienbericht zufolge vorerst den Spitzenposten bei Twitter übernehmen. Der Sender CNBC berichtet unter Berufung auf Insider, Musk könnte Twitter für ein paar Monate leiten. Twitter Aktien steigen um 3,5 Prozent. Tesla Aktien verlieren 5,5 Prozent.

    14.47 Uhr – Probleme bei Formel-1-Einstieg von Audi

    Die Volkswagen-Tochter Audi stößt mit ihren Plänen für einen Formel-1-Einstieg bei McLaren offenbar nicht auf Gegenliebe. Die Preisvorstellungen liegen zu weit auseinander, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Das Manager Magazin schreibt, Audis Deal mit McLaren stehe nach Monaten intensiver Verhandlungen vor dem Aus. Unterdessen laufen wohl die Verhandlungen mit den Rennställen Sauber und Williams weiter. Ein Formel-1-Engagement von Porsche und Audi dürfte Aufmerksamkeit und Innovationen bringen. Das angekündigte neue Regelwerk des Weltmotorsport-Verband FIA sieht vor, dass die Hybridmotoren mit 100 Prozent nachhaltigem Treibstoff betrieben werden und der Verbrenner nur noch die Hälfte der Leistung beiträgt.

    13.48 Uhr – DAX-Firmen mit Mitfahrzentrale gegen hohe Spritpreise

    Angehörige großer Unternehmen und Institutionen in der Region um Nürnberg haben sich angesichts drastisch gestiegener Spritpreise zu einer großen Mitfahrzentrale zusammengeschlossen. Zum Start hätte sich bereits ein Nutzerpool von 130.000 Personen zusammengefunden, sagte der Geschäftsführer des aus der Universität Erlangen ausgegründeten Start-ups uRyde. Bei uRyde lässt sich über eine App auf dem Mobiltelefon sehen, wo ein Fahrzeug mit welchem Ziel unterwegs und bereit ist, Mitfahrer mitzunehmen. Wobei es sich um ein geschlossenes System handelt, zu dem nur Angehörige der teilnehmenden Organisationen und Unternehmen Zugang haben. Zum Start sind bayerische DAX-Unternehmen wie Siemens, Siemens Healthineers oder Adidas dabei. Viele Mitarbeiter des Sportartikelherstellers im fränkischen Herzogenaurach wohnen etwa in den größeren Nachbarstädten Erlangen oder Nürnberg. Sie können künftig gemeinsam zur Arbeit fahren.

    13.06 Uhr – Bank of England erhöht Zinsen weiter

    Die Zentralbank in London stemmt sich mit dem vierten Zinsschritt binnen sechs Monaten gegen die hohe Inflation. Die Bank of England erhöhte den Leitzins um einen Viertel Punkt auf ein Prozent. Eine solche geldpolitische Straffung hat es seit einem Vierteljahrhundert im Vereinigten Königreich nicht mehr gegeben. Dazu sind die meisten Währungshüter der Bank of England der Meinung, dass weitere Straffungsschritte in den kommenden Monaten angebracht seien. Mit der aggressiven geldpolitische Linie wollen die Währungshüter die hohe Inflation eindämmen. Sie lag im Vereinigten Königreich zuletzt auf einem 30-Jahreshoch von sieben Prozent und wird demnächst wohl an der Zehn-Prozent-Marke kratzen.

    11.12 Uhr - Vonovia startet mit Zuwächsen ins Jahr

    Der Immobilien-Konzern ist nach einem Rekordjahr und der Übernahme des kleineren Konkurrenten Deutsche Wohnen mit Zuwächsen ins Jahr gestartet. Seine Umsatz- und Gewinnprognose bestätigte Vonovia-Chef Rolf Buch. Die steigende Inflation sowie anziehende Kapital- und Baukosten gehen aber auch am deutschen Branchenprimus nicht spurlos vorbei. Buch will im Laufe des Jahres mehr Neubauten verkaufen als ursprünglich geplant. Auf Zukäufe will der Konzern, der durch einen aggressiven Expansionskurs groß geworden war, verzichten. "Wir wollen in der jetzigen Situation keine weiteren Schulden aufnehmen", bilanzierte der Manager. Auch von seinem Anteil an der kriselnden Adler Group könnte sich Buch trennen - wenn der Preis stimmt. In den ersten drei Monaten erhöhte sich der Gewinn aus dem operativen Geschäft (Group FFO) - getrieben durch die Übernahme der Deutschen Wohnen - um 44,4 Prozent auf 564 Millionen Euro. Wird die Übernahme herausgerechnet, ergibt sich ein Plus von 7,7 Prozent auf 420 Millionen Euro.

    09.08 Uhr – DAX startet mit deutlichen Gewinnen

    Der Deutsche Aktienindex ist mit einem kräftigen Plus in den Handel gestartet. Er legt fast 2,5 Prozent zu auf genau 14.300 Punkte. MDAX und TecDAX verbessern sich in den ersten Handelsminuten ebenfalls um jeweils rund 2 Prozent. Damit setzt sich der positive Trend von den US-Aktienmärkten fort. Die US-Notenbanken hat gestern Abend den Leitzins um einen halben Prozentpunkt erhöht und mitgeteilt, dass ein noch höherer Zinsschritt im Moment nicht zur Debatte steht. Einige Marktteilnehmer hatten nämlich eine Zinserhöhung um einen dreiviertel Prozentpunkt befürchtet. So gab es ein Aufatmen. Einige Konzerne haben ihre Geschäftszahlen fürs erste Quartal präsentiert, so BMW und Airbus. Deren Aktien steigen um 3 bzw. 7 Prozent. Enttäuscht werden dagegen die schwachen Zahlen von Zalando aufgenommen. Die Anteile von Zalando büßen 5 Prozent ein.

    8.03 Uhr - BMW verdient im Tagesgeschäft mehr als erwartet

    Die Vollkonsolidierung des China-Geschäfts hat beim Münchner Autobauer BMW zu einem deutlichen Umsatz- und Gewinnwachstum im ersten Quartal geführt. Hinzu kam die weiterhin hohe Nachfrage nach Premiumfahrzeugen, welche die Preise für Neu- und Gebrauchtwagen nach oben treibt. Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 16,3 Prozent auf 31,1 Milliarden Euro, der Betriebsgewinn legte um 12,1 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro zu. Die Gewinnmarge im Autogeschäft lag bei 8,9 Prozent. An der Prognose hält BMW vorerst fest, verweist aber auf die „unsichere Situation". Dies erschwere eine genaue Prognose für das Jahr 2022 deutlich, heißt es bei BMW.

    07.14 Uhr - Zalando macht Verlust und weniger Umsatz

    Europas größter Mode-Onlinehändler Zalando spürt Gegenwind. Im ersten Quartal ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Das sei zu erwarten gewesen, dass das Niveau "aus dem außergewöhnlich starken Vorjahresquartal" mit den Lockdowns nun nicht mehr zu halten sei, so das Zalando-Management. Allerdings ist Zalando gleich auch in die roten Zahlen gerutscht. Operativ muss der Onlinehändler einen Verlust von rund 52 Millionen Euro verbuchen. Vor einem Jahr hat Zalando noch einen Gewinn von 93 Millionen Euro gemacht.

    06.55 Uhr - Ebay enttäuscht mit Ausblick

    Der Onlinehändler Ebay zeigt sich für das laufende Quartal nicht so optimistisch wie von Experten erwatet. Der US-Konzern sagte am Mittwoch nach US-Börsenschluss einen Quartalsumsatz zwischen 2,35 und 2,4 Milliarden Dollar voraus. Experten hatten in Schnitt 2,54 Milliarden auf dem Zettel. Im abgelaufenen Vierteljahr lagen die Erlöse bei 2,48 Milliarden - dem Konzern zufolge ein Rückgang von sechs Prozent - und damit faktisch im Rahmen der Erwartungen. Die Entwicklung ist ein Hinweis darauf, dass die Ausgaben der Verbraucher zurückgehen und ein verschärfter Wettbewerb etwa mit Amazon Ebay zu schaffen macht. Ebay-Aktien gaben nachbörslich bis zu acht Prozent nach.

    06.00 Uhr – Gute Vorgaben für deutsche Aktienmärkte

    Mit deutlichen Gewinnen sind gestern Abend die Aktienmärkte in New York aus dem Handel gegangen. Für das Kursfeuerwerk hat die US-Notenbank gesorgt. Sie hat den Leitzins um einen halben Prozentpunkt angehoben. Das war zwar mehrheitlich so erwartet worden. Doch insgeheim hatten einige Marktteilnehmer sogar mit einem Zinsschritt von einem dreiviertel Prozent gerechnet angesichts einer Inflationsrate von mehr als 8 Prozent. Doch US-Notenbank-Chef Powell hat klargemacht, dass so ein großer Zinsschritt gegenwärtig nicht erwogen werde. Und insbesondere diese Aussage hat nach Ansicht von Händlern dazu geführt, dass die Aktienkurse noch richtig Gas gegeben haben. Dow Jones, Nasdaq und S&P500 landeten jeweils rund 3 Prozent im Plus. Gute Vorgaben also für die deutschen Aktienmärkte. Der DAX wird in ganz frühen Berechnungen rund 2 Prozent höher gesehen als gestern bei Handelsschluss.

    Donnerstag, 05. Mai 2022

    22.15 Uhr - Kursfeuerwerk nach Leitzinserhöhung

    Die amerikanische Notenbank hat ihren Leitzins erhöht. Das kommt nicht überraschend, denn prominente Notenbanker unter Führung von FED-Chef Jerome Powell haben das seit Wochen mit deutlichen Worten angekündigt. Der Zins steigt also auf die Spanne von 0,75 bis 1,00 Prozent. Weitere Erhöhungen um einen halben Punkt werden folgen, kündigte Powell auf der Pressekonferenz an. Gleichzeitig wird die Notenbank ihr Anleihekaufprogramm mit ebenso klaren Schritten herunterfahren. Papiere mit einem Volumen von 95 Milliarden Dollar pro Monat sollen auslaufen. Dieser recht kompromisslose Kurs kommt an den Börsen an. In New York schnellte der Dow Jones um 2,8 Prozent nach oben auf 34.061. Der NASDAQ legte 3,2 Prozent zu. Der DAX, der bei 13.970 Punkten geschlossen hatte, stieg nachbörslich auf inoffiziell berechnete 14.250.

    20.15 Uhr - US-Notenbank erhöht Zins um 0,5 Prozentpunkt

    Die amerikanische Notenbank erhöht ihren Schlüsselzins wie erwartet um einen halben Prozentpunkt. Er erreicht damit eine Spanne zwischen 0,75 und 1,00 Prozent. Es ist die kräftigste Zinserhöhung seit Jahrzehnten. Gleichzeitig kündigt die FED an, dass sie ihre Bilanz abbauen will, die sie im Zuge der Corona-Pandemie auf 9 Billionen Dollar aufgebläht hat. Sie startet zunächst mit kleinen Schritten. Doch bereits nach drei Monaten soll das monatliche Volumen der Wertpapiere, die nicht mehr refinanziert werden, auf 95 Milliarden Dollar steigen.

    18.15 Uhr - Warten auf US-Zinsentscheid

    Vor dem Zinsentscheid der amerikanischen Notenbank ging heute an den internationalen Börsen wenig bis gar nichts. Das ist nichts Ungewöhnliches. An der Zinserhöhung zweifelt niemand. Viel wichtiger ist, wie sich die FED für den Rest des Jahres positionieren wird. Kommen tatsächlich, wie spekuliert, so viele Zinsschritte, dass der US-Leitzins am Jahresende bei drei Prozent stehen wird? Der DAX schloss 0,4 Prozent tiefer bei 13.970 Punkten. Große Verlierer waren die jungen StartUp-Aktien Hellofresh, die bis zu zehn Prozent an Wert verloren. Und Delivery Hero mit minus 6,5 Prozent. In New York stagniert der Dow Jones bei 33.125 Punkten.

    17.50 Uhr – Marktbericht: RWE, Fresenius und weitere

    Ein Blick auf die 40 deutschen Unternehmen im DAX: Heute sieht die Börse 15 Aktiengesellschaften mit Kursgewinnen und 25 Unternehmen mit Verlusten. Im Folgenden der Stand von heute (17.50 Uhr):

    RWE verzeichnete bisher mit 3,9 Prozent den höchsten Kursgewinn unter den Unternehmen des DAX. Es folgt Fresenius mit +3,3 Prozent und BASF mit +3,2 Prozent.

    Bisherige Schlusslichter sind Hello Fresh mit -8,7 Prozent, Delivery Hero mit -5,9 Prozent und FMC mit -3,8 Prozent Kursverlusten.

    💡 Von der Börse München (gettex) beziehen wir Kursdaten, die wir mit Hilfe automatisierter Datenverarbeitung in Text umwandeln. Letzter Stand der Daten ist 17.50 Uhr, berechnet wird die Entwicklung seit kurz vor 18 Uhr des letzten Handelstags. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

    15.32 Uhr - Volkswagen bekräftigt trotz Turbulenzen Renditeziele

    Volkswagen hält trotz steigender Rohstoff- und Energiekosten sowie anhaltender Lieferengpässe an seiner Gewinnprognose für das laufende Jahr fest. Europas größter Autokonzern bekräftigte bei der Vorlage der Quartalsbilanz seine Prognose, wonach der Umsatz 2022 um acht bis 13 Prozent steigen und die operative Rendite in einer Spanne zwischen sieben und 8,5 Prozent liegen soll. Allerdings schränkte das Management um Konzernchef Herbert Diess ein, dass sich die Auswirkungen der jüngsten Entwicklungen im Ukraine-Krieg und den Einschränkungen bei der Pandemie-Bekämpfung in China auf das Geschäft noch nicht abschließend beurteilen ließen. Volkswagen hatte vor drei Wochen auf Grundlage erster Schätzungen für das Auftaktquartal mit einem operativen Gewinn vor Sondereinflüssen von rund 8,5 Milliarden Euro überrascht. Unter dem Strich blieb im Zeitraum Januar bis März ein Reingewinn von 6,7 Milliarden Euro, fast doppelt so viel wie im Vorjahresquartal.

    12.45 Uhr - Allianz verbündet sich in Afrika mit Versicherer Sanlam

    Die Allianz tut sich mit dem südafrikanischen Versicherer Sanlam zusammen. Dieses Gemeinschaftsunternehmen soll in 29 Staaten in Afrika außerhalb Südafrikas vertreten sein. Die Allianz ist seit über hundert Jahren in Afrika. Zu dem neuen Gemeinschaftsunternehmen steuert der Münchner Konzern 2.600 Mitarbeiter und zwei Millionen Kunden bei - in Ländern wie Ägypten, Kenia, Kamerun und Uganda. Mit einem Marktanteil von rund elf Prozent außerhalb Südafrikas und Prämieneinnahmen von umgerechnet mehr als zwei Milliarden Euro entstehe der größte Versicherer Afrikas, sagte Allianz-Chef Oliver Bäte auf der heutigen Hauptversammlung in München. An dem Gemeinschaftsunternehmen wird die Allianz 40 Prozent der Anteile halten. Bislang lohnt sich das Geschäft in Afrika nicht wirklich. Zusammen haben die Allianz und der neue Partner Sanlam innerhalb eines halben Jahres in den Ländern außerhalb Südafrikas nur rund 25 Millionen Euro Gewinn gemacht. Aber Experten sehen ein großes Potential, weil viele Menschen in Afrika nicht versichert sind.

    10.04 Uhr - Fresenius Medical Care bald mit Frau an der Spitze

    Der DAX-Konzern wird ab kommendem Jahr von einer Frau geführt. Carla Kriwet folgt zum ersten Januar 2023 auf Rice Powell, der altersbedingt ausscheidet. Unter anderem war die kommende Chefin in Führungspositionen bei Philips, Drägerwerk oder Linde. Derzeit machen der Firma weiter die Folgen der Corona-Pandemie zu schaffen und FMC bekam im vergangenen Quartal durch die Omikron-Welle gestiegene Personalkosten zu spüren, wie die Zahlen von heute zeigen. Die Anteilsscheine von Fresenius Medical Care im DAX verbilligen sich um vier Prozent.

    09.13 Uhr – Geschäftszahlen stützen Dax

    Der Verkauf von Corona-Schnelltests beflügelt das Geschäft von Siemens Healthineers länger als gedacht. Die Umsatz- und Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr wurden erneut angehoben. Die Aktie verteuert sich um 3 Prozent.

    Der Autobauer Volkswagen bestätigte heute morgen mit den Quartalszahlen den Ausblick 2022 und erwartet ein besseres Halbleiterangebot in der zweiten Jahreshälfte. Anteilsscheine von Volkswagen notieren mit einem Plus von 0,5 Prozent.

    Der Dax steht mit kleinem Minus bei 14008 Punkten.

    Der Euro bewegt sich bei 1,0507 Dollar.

    07.13 Uhr – Siemens Healthineers Zahlen besser als erwartet

    Der Verkauf von Corona-Schnelltests beflügelt das Geschäft der Medizintechnik-Sparte von Siemens länger als gedacht. Der DAX-Konzern Siemens Healthineers hebt seine Umsatz- und Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr 2021/22 daher erneut an: Der Umsatz werde per Ende September auf vergleichbarer Basis um 5,5 bis 7,5 Prozent über dem Vorjahresniveau liegen, bisher hatte die Siemens-Tochter mit drei bis fünf Prozent gerechnet. Das bereinigte Ergebnis je Aktie, an dem Siemens Healthineers seinen Erfolg misst, werde mit 2,25 bis 2,35 (bisher 2,18 bis 2,30) Euro ebenfalls höher ausfallen. Im zweiten Quartal schnellte der Umsatz - auch dank der Übernahme des US-Krebs-Spezialisten Varian - um 38 Prozent nach oben auf 5,46 Milliarden Euro.

    06.42 Uhr – EZB-Zinsanhebung im Juli?

    Isabel Schnabel, Direktorin bei der Europäischen Zentralbank hat sich angesichts der hohen Inflation im Euro-Raum dafür ausgesprochen, den geldpolitischen Kurs anzupassen. „Jetzt reicht es nicht mehr zu reden, wir müssen handeln", sagte sie dem Handelsblatt. Aus heutiger Sicht hält sie eine Zinserhöhung im Juli für möglich, denn der Preisanstieg beschränke sich nicht nur auf Energie und Lebensmittel. Es stehe außer Zweifel, dass höhere Lohnforderungen kommen würden, sollte die Inflation längere Zeit hoch bleiben. Noch würden sich Löhne und Preise nicht gegenseitig hochschaukeln. Geldpolitik müsse aber vorausschauend handeln, so EZB-Direktorin Schnabel.

    06.02 Uhr – Elon Musks Pläne für Twitter

    Tesla-Chef Elon Musk zieht mit der geplanten Übernahme des US-Kurznachrichtendienstes Twitter eine Gebühr für bestimmte Nutzer in Erwägung. „Twitter wird für private Nutzer immer kostenlos sein, aber für gewerbliche/staatliche Nutzer könnte eine geringe Gebühr anfallen“, schrieb Musk in einem Tweet. Musk will Twitter für 44 Milliarden Dollar kaufen und zunächst von der Börse nehmen. Wobei Musk einem Medienbericht zufolge den Kurznachrichtendienst Twitter später wieder an die Börse bringen will. Innerhalb von drei Jahren nach der milliardenschweren Übernahme könnte der Tesla-Chef ein Börsen-Comeback für Twitter anvisieren, berichtet das Wall Street Journal.

    Mittwoch, 04. Mai 2022

    22.15 - Börsen agieren nervös vor US-Zinsentscheid

    Die US-Notenbank sorgt für erhebliche Unsicherheit an den Märkten, auch wenn die anstehende Zinserhöhung um einen halben Punkt bereits als eingepreist gilt. Der April hat seine Spuren hinterlassen: Führende Notenbanker begannen mit der verbalen Vorbereitung einer doch recht scharfen Zinswende und schon gaben die Kurse nach. Nicht nur wegen des Krieges hatte der Dow Jones im April rund vier Prozent verloren und der NASDAQ sogar mehr als zehn Prozent. Der Mai begann recht holprig. Dow Jones und NASDAQ schlossen jeweils 0,2 Prozent höher. Gesucht waren die Banken, denn die profitieren davon, wenn die Kapitalmarktzinsen wieder ein angemessenes Niveau erreichen.

    18.15 Uhr - Stillstand vor dem US-Zinsentscheid

    Die Anleger bleiben weltweit auf der Hut. Die US-Notenbank hat ihre zweitägigen Zinsberatungen bereits begonnen. Morgen Abend wird das Ergebnis veröffentlicht. Niemand zweifelt daran, dass die FED ihre Zinsen um einen halben Punkt anheben wird. Der DAX pendelt seit Tagen um die Marke 14.000. Heute schloss er 100 Punkte höher bei 14.039. Größter Verlierer war Covestro mit minus 4,8 Prozent. Ein Viertel seines Umsatzes macht der Kunststoffhersteller mittlerweile in China. Diese starke Abhängigkeit bekommt er nun zu spüren, denn seine Lieferketten sind ins Stocken geraten, weil Peking wegen Corona große Städte wie Shanghai inklusive des weltgrößten Hafens über Wochen abgeriegelt hatte.

    17.50 Uhr – Börse aktuell: Unternehmen im DAX

    Ein Blick auf die 40 deutschen Unternehmen im DAX: Heute sieht die Börse 31 Aktiengesellschaften mit Kursgewinnen und neun Unternehmen mit Verlusten. Im Folgenden der Stand von heute (17.50 Uhr):

    Die höchsten Kursgewinne der DAX-Unternehmen lagen heute bisher bei 4,6 Prozent (MTU Aero Engines), je 4,1 Prozent (Deutsche Bank, Delivery Hero) und 3,9 Prozent (Continental).

    Die höchsten Kursverluste verzeichneten Covestro mit -4,8 Prozent, Symrise mit -2,4 Prozent und Adidas mit -1,1 Prozent.

    💡 Von der Börse München (gettex) beziehen wir Kursdaten, die wir mit Hilfe automatisierter Datenverarbeitung in Text umwandeln. Letzter Stand der Daten ist 17.50 Uhr, berechnet wird die Entwicklung seit kurz vor 18 Uhr des letzten Handelstags. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

    16.22 Uhr – Bafin sieht Gefahren für Finanzsystem durch Ukraine-Krieg

    Die Finanzaufsicht Bafin warnt vor den weiteren Folgen des Ukraine-Kriegs für die deutsche Bankenbranche. Zwar sei das Finanzsystem stabil und die direkten Auswirkungen des Kriegs und der Sanktionen gegen Russland und Belarus Stand jetzt verkraftbar, sagte der Chef der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Mark Branson, auf der Jahrespressekonferenz. "Problematisch könnten die schwer einschätzbaren Zweit- und Drittrundeneffekte werden", betonte er. Der Krieg bremse weltweit das Wirtschaftswachstum, störe Handelsbeziehungen, treibe die Preise von Gas, Öl und anderen Rohstoffen in die Höhe und verschärfe das Problem der Lieferengpässe. "Wir sehen auch, wie infolgedessen die Inflation weiter steigt, was Zinsanhebungen immer wahrscheinlicher macht, auch in der Eurozone", sagte Branson. "Ein abrupter und kräftiger Zinsanstieg könnte die Banken in Schwierigkeiten bringen", merkte er an. Kurzfristig angelegte Refinanzierungen würden plötzlich teurer, während Zinseinkünfte aufgrund langer Zinsbindungen langsamer stiegen. Die Bafin prüfe gerade, welche deutschen Banken in diesem Szenario besonders gefordert wären.

    12.48 Uhr – Rendite der 10-jährigen Bundesanleihen übersteigt 1 Prozent

    Im Sog des Ausverkaufs bei den US-Staatsanleihen fliegen auch Bundestitel aus den Investorendepots. Dies treibt die Rendite der zehnjährigen Papiere erstmals seit knapp sieben Jahren über die Marke von einem Prozent auf zeitweise 1,016 Prozent. Wegen der Aussicht auf kräftige Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed rentieren die US-Papiere wie am Montag bei 3,01 Prozent, dem höchsten Stand seit dreieinhalb Jahren. "Eine derart dynamische Aufwärtsentwicklung der Staatsanleiherenditen gab es zuletzt in den Jahren 1999 und 1994", sagt LBBW-Analyst Elmar Völker. Es spreche viel für einen weiteren Anstieg der Renditen.

    10.11 Uhr - Maschinenbauer mit Negativem und Positivem

    Die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges haben sich im März in den Auftragsbüchern der deutschen Maschinenbauer negativ niedergeschlagen. Zudem machten sich die Lieferkettenprobleme wieder stärker bemerkbar, unter anderem in Folge des Corona-Lockdowns in Shanghai, wie der Branchenverband VDMA mitteilte. Die Inlandsorders verringerten sich um drei Prozent, die Bestellungen aus dem Ausland um fünf Prozent. Trotz des Rückgangs im März verbuchten die Unternehmen der exportorientierten Branche im ersten Quartal insgesamt aber noch ein Auftragsplus von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

    09.12 Uhr – DAX und Deutsche Post mit Gewinnen

    Mit guten Vorgaben aus den USA erholt sich der DAX etwas von seinen gestrigen Verlusten. Der DAX steigt um 0,5 Prozent auf 14.010 Punkte.

    Nach Geschäftszahlen der Deutschen Post legt die Aktie 1,4 Prozent zu.

    Dem Kunststoffhersteller Covestro aus dem DAX machen höhere Energie- und Rohstoffkosten sowie der anhaltende Corona-Lockdown in China zu schaffen. Die Aktien verbilligen sich um 3,8 Prozent.

    Der Euro bewegt sich bei 1,04 97 Dollar.

    08.02 Uhr – BMW und Mercedes-Benz setzen auf Free Now

    BMW und Mercedes-Benz verkaufen ihre gemeinsame Carsharing-Tochter Share Now an den französisch-italienischen Autokonzern Stellantis. BMW und Mercedes-Benz wollen nun ihren gemeinsamen E-Auto-Ladedienst Charge Now und ihre Mobilitäts-App Free Now ausbauen, die Kunden über Partner wie Sixt oder Miles Now Zugriff auf 180.000 Fahrzeuge in über 150 Städten sowie E-Scooter, E-Bikes, Chauffeur-Autos und Taxis bietet. Von Mercedes-Benz heißt es, auch wenn man sich künftig stärker auf das Kerngeschäft im Luxussegment konzentriert, bleibe Carsharing ein wichtiger Bestandteil der urbanen Mobilität. Kunden wollten zunehmend aus der ganzen Bandbreite an Mobilitätsangeboten mit einer App den besten Weg von A nach B frei wählen.

    07.42 Uhr – Deutsche Post weiter auf Wachstumskurs

    Das Paketgeschäft verlor zwar zuletzt an Tempo, doch konnten die Express- und Frachtgeschäfte der Bonner zulegen. Die Deutsche Post bleibt auch nach dem Rekordjahr 2021 dank einer starken Entwicklung in der Frachtsparte weiter auf Wachstumskurs. Der Umsatz sei von Januar bis März 2022 um 19,8 Prozent auf 22,6 Milliarden Euro in die Höhe geschnellt, teilte die Post mit. Der operative Ertrag (Ebit) stieg auf 2,2 Milliarden Euro, nach 1,9 Milliarden im Vorjahr. Vorbörslich legt die Post Aktie im DAX um rund 2,5 Prozent zu.

    07.23 Uhr – Computerzubehör-Hersteller Logitech senkt seine Prognose

    Logitech hat wegen des Kriegs in der Ukraine und der Abschwächung der Nachfrage nach dem Home-Office-Boom in der Corona-Pandemie seine Prognose gekappt. Außerdem erwartet die schweizerisch-amerikanische Firma ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von zwei bis vier Prozent statt den bislang angepeilten Anstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich.

    06.12 Uhr – DAX-Konzern Covestro mit Zahlen und Ausblick

    Im ersten Quartal erzielte Covestro einen operativen Gewinn von 806 Millionen Euro. Das Ergebnis übertrifft die Erwartungen von Analysten. Doch höhere Energie- und Rohstoffkosten sowie der anhaltende Corona-Lockdown in China machen dem Kunststoffhersteller bei seinen Jahreszielen einen Strich durch die Rechnung. Covestro rechnet mit einem Ergebnisrückgang von bis zu 35 Prozent. Das Leverkusener Unternehmen verweist auf ein schwächer angenommenes Wachstum der Weltwirtschaft.

    Dienstag, 03. Mai 2022

    22.15 Uhr - Überraschender Turnaround in New York

    In New York haben die Kurse einen bemerkenswerten Turnaround geschafft. Nach einer längeren Schwächephase hat sich der NASDAQ von minus 1,7 Prozent aufgemacht, um noch 1,6 Prozent höher bei 12.540 Punkten zu schließen.

    Der Dow Jones schloss nur leicht höher bei 33.061 Punkten. Facebook verteuerten sich um über 5 Prozent, nachdem die Aktie in den vergangenen drei Monaten ein Drittel an Wert verloren hatte. Amazon hatte vergangenen Freitag 14 Prozent an Wert eingebüßt. Zum Wochenstart hat sich der Wert mit einem kleinen Plus zumindest stabilisiert. Microsoft und Tesla verteuerten sich zwischen zwei und fast vier Prozent.

    Großes Thema ist die US-Notenbank, die am Mittwoch ihren Schlüsselzins um einen halben Prozentpunkt anheben wird. Alles andere wäre eine faustdicke Überraschung.

    18.15 Uhr - Fehlstart vor wichtigem US-Zinsentscheid

    Die Börsen leisten sich einen Fehlstart in die neue Woche. Der DAX verliert 1,1 Prozent auf 13.939 Punkte, MDAX und TecDAX geben bis zu 2,1 Prozent nach. Der wichtigste Termin der Woche ist die Zinssitzung der US-Notenbank am Mittwoch. Alles andere als eine Zinserhöhung um einen halben Punkt wäre eine faustdicke Überraschung. Die US-Börsen nehmen auch eine abwartende Haltung ein. Der Dow Jones verliert ein halbes Prozent auf 32.281.

    Die größten Verlierer im DAX sind Mercedes Benz mit minus 7,3 Prozent. BASF, Vonovia, Continental und Bayer geben zwischen gut vier und bis zu sechs Prozent nach. Aber das sind eher rechnerische Verluste. Am Werktag nach der Hauptversammlung wird die Dividende vom Aktienkurs abgezogen. Der Euro kostet 1, 05 20 Dollar.

    17.50 Uhr – Verluste für Vonovia, BASF und Continental

    Unter den DAX-Werten verzeichnen heute vier Aktiengesellschaften ein Plus und 36 Unternehmen Verluste. Der Überblick zum Stand von 17.50 Uhr:

    Hello Fresh verbuchte unter den börsennotierten Unternehmen des DAX bisher den höchsten Kursgewinn. Die Aktie verteuerte sich um 2,9 Prozent. Auch die Papiere von Delivery Hero (+1,7 Prozent) sowie Deutsche Börse AG (+0,3 Prozent) konnten sich steigern.

    Die höchsten Kursverluste verzeichnet bislang Mercedes-Benz Group mit -7,2 Prozent, Continental mit -6,3 Prozent und Vonovia und BASF mit je -6 Prozent.

    💡 Von der Börse München (gettex) beziehen wir Kursdaten, die wir mit Hilfe automatisierter Datenverarbeitung in Text umwandeln. Letzter Stand der Daten ist 17.50 Uhr, berechnet wird die Entwicklung seit kurz vor 18 Uhr des letzten Handelstags. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

    15.07 Uhr - Apple Pay: EU-Kommission sieht Ausgrenzung von Mitbewerbern

    Der US-Konzern Apple verstößt nach vorläufigen Ermittlungen der EU-Kommission gegen europäische Wettbewerbsvorschriften. Dem Unternehmen werde vorgeworfen, den Zugang zu einer Standardtechnologie für kontaktlose Zahlungen mit mobilen Geräten zu beschränken und damit den Wettbewerb im Bereich der mobilen Geldbörsen zugunsten seiner eigenen Lösung Apple Pay einzuschränken, teilte die Behörde in Brüssel mit. "Für die Integration der europäischen Zahlungsverkehrsmärkte ist es wichtig, dass den Verbrauchern die Vorteile eines wettbewerbsbasierten und innovativen Marktumfelds zugutekommen", kommentierte die zuständige Vizepräsidentin Margrethe Vestager. Es lägen nun aber Anhaltspunkte dafür vor, dass Apple den Zugang Dritter zu Schlüsseltechnologien beschränkt hat, die für die Entwicklung konkurrierender mobiler Geldbörsen für Apple-Geräte benötigt würden. Apple hat nun die Möglichkeit, sich zu den Beschwerdepunkten zu äußern. Bleiben die Wettbewerbshüter danach bei ihrer Einschätzung, könnte auf den Konzern eine hohe Strafzahlung zukommen. Wenn Unternehmen gegen die Wettbewerbsvorschriften der EU verstoßen, riskieren sie Geldbußen in Höhe von bis zu zehn Prozent ihres weltweiten Jahresumsatzes.

    13.48 Uhr - Adler Group: Wirtschaftsprüfer verweigert Testat

    Bei den Anlegern schrillen im Moment alle Glocken beim Blick auf den Immobilieninvestor Adler. Die Wirtschaftsprüfer haben ein Testat für die Bilanz 2021 von Adler verweigert. Für einige Transaktionen habe der im Kleinwerteindex SDAX notierte Konzern wichtige Informationen nicht zugänglich gemacht. Die Adler Gruppe ist schon länger im Visier an den Aktienmärkten. Die Gesellschaft des britischen Spekulanten Fraser Perring hatte vor einigen Monaten behauptet, dass Adler einige Immobilien künstlich höher bewertet habe und dass da einige hohe Manager Transaktionen gemacht hätten zulasten der Aktionäre. Die Aktien von Adler sind da schon abgerutscht und fallen jetzt nochmals um fast die Hälfte auf 4,31 Euro.

    11.05 Uhr – Schwache Euro-Zonen Konjunkturdaten

    Die Stimmung in der Wirtschaft der Euro-Zone hat sich im April angesichts des Ukraine-Kriegs, einer rekordhohen Inflation und der Corona-Krise beim wichtigen Handelspartner China eingetrübt. Das Barometer fiel um 1,7 auf 105,0 Punkte, wie aus veröffentlichten Daten der EU-Kommission hervorgeht. Die Daten fallen schlechter als erwartet aus. EU-weit trübte sich die Stimmung in fast allen Bereichen ein - von der Industrie über den Einzelhandel und den Bau bis hin zur Verbraucherlaune. Lediglich die Dienstleister konnten sich dem Abwärtstrend entziehen.

    09.32 Uhr: Absturz bei Immobilien-Investor Adler Group aus SDAX

    Der kriselnde Immobilien-Investor hat einen weiteren Rückschlag im Ringen um die Glaubwürdigkeit seiner Bilanzen hinnehmen müssen. Die Wirtschaftsprüfer von KPMG verweigern das Prüfsiegel für den Jahresbericht 2021. Anteilsscheine der Adler Group brechen im SDAX um 44 Prozent ein.

    09.12 Uhr: DAX und Infineon unter Druck

    Nach schwachen Vorgaben von der Wall Street startet der DAX mit Verlusten in die neue Woche. Der Index verliert 0,5 Prozent auf 14.018 Punkte.

    Der Münchner Chiphersteller Infineon aus dem DAX verliert kurz nach dem Wechsel an der Konzernspitze seinen bisherigen Vertriebsvorstand Helmut Gassel. Infineon Aktien büßen 1,5 Prozent ein und damit stärker als der DAX. Der Euro bewegt sich bei 1,0553 Dollar.

    08.27 Uhr: Einzelhandel tut sich schwer

    Die deutschen Einzelhändler kommen angesichts der unter hoher Inflation und dem Ukraine-Krieg leidenden Konsumstimmung nicht in Schwung. Real - also preisbereinigt - fiel der Umsatz im März um 0,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Volkswirte hatten mit einem Wachstum von 0,3 Prozent gerechnet.

    08.02 Uhr: Ölpreis fällt etwas

    Die Ölpreise sind mit Abschlägen in die neue Woche gestartet. Der Preis für die Nordseesorte Brent fällt auf rund 106 Dollar. Belastend wirkt der überraschend deutliche Rückgang der chinesischen Industrieproduktion. Konjunktursorgen bereiten Anlegern außerdem die Immobilien-Krise in China, die verschärfte Regulierung von Unternehmen oder auch die Lockdowns in Shanghai.

    07.47 Uhr: Automobil- und Industriezulieferer Stabilus optimistisch

    Stabilus hat im zweiten Geschäftsquartal von einer guten Nachfrage profitiert. Mit rund 281 Millionen Euro habe der Konzern den in der Unternehmensgeschichte bislang höchsten Quartalsumsatz erzielt, heißt es aus der Firma mit Sitz in Luxemburg und Hauptverwaltung in Koblenz. Das waren rund 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Größter Wachstumstreiber sei erneut das Automotive-Powerise-Geschäft mit einer Vervierfachung der Umsätze in Asien gewesen. In diesem Geschäftsbereich bietet Stabilus unter anderem Gasfedern und Dämpfer an. Gegründet wurde das Unternehmen 1934 und beschäftigt weltweit 6.200 Mitarbeiter, hergestellt werden Gasdruckfedern, hydraulische Dämpfer und elektromechanische Antriebe.

    07.06 Uhr: Anleger in Japan zurückhaltend

    Die Tokioter Börse ist angesichts von Inflations- und Konjunktursorgen vorsichtig in die neue Woche gestartet. Negative Vorgaben aus den USA und die Erwartung von Zinserhöhungen in den Vereinigten Staaten belasten den Markt. Der Nikkei-Index notiert kaum verändert. Unter anderem bleiben viele Anleger auch vor den am Dienstag beginnenden drei Feiertagen der "Goldenen Woche" in Japan in Deckung. Denn in dieser Zeit findet die Sitzung der US-Notenbank statt, bei der eine Zinsanhebung erwartet wird.

    06.42 Uhr: Nürnberger Leoni spürt Folgen des Ukraine-Kriegs

    Der Autozulieferer schrieb im ersten Quartal vorläufigen Zahlen zufolge einen Verlust (Ebit) vor Sondereffekten von 17 Millionen Euro nach einem Plus von 29 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz verringerte sich den Angaben zufolge auf 1,26 Milliarden Euro von 1,35 Milliarden Euro. Grund seien Inflationsdruck, Lieferketten-Engpässe und Folgen des Krieges in der Ukraine, begründete das Unternehmen den Rückgang. Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2022 bleibe unverändert. Wegen des Ukraine-Kriegs musste Leoni ein Teil der Produktion eilig in andere Länder verlagern. Die endgültigen Ergebnisse des abgelaufenen ersten Quartals sollen am 11. Mai veröffentlicht werden.

    06.22 Uhr: Australische Qantas mit Auftrag für Airbus

    Die australische Fluggesellschaft hat bei dem europäischen Flugzeugbauer Airbus 52 Flugzeuge in Auftrag gegeben. Die Airline habe 12 Airbusse vom Typ A350-1000 für Kontinentalflüge sowie 40 Kurzstreckenflieger zur Modernisierung ihrer Inlandsflotte bestellt, teilte Qantas mit. Der Airbus A350-1000 soll es der Airline ermöglichen, Non-Stop-Flüge von Sydney nach London anzubieten. Die Auslieferung der Langstreckenflieger werde im Jahr 2025 beginnen und bis 2028 abgeschlossen sein. Außerdem habe sich Qantas eine Kaufoption für weitere 94 Flugzeuge gesichert.

    Montag, 02. Mai 2022

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