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Symbolbild: Börse

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Bildrechte: picture alliance/dpa | Arne Dedert
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    Börse: Die Entwicklungen im Monat Januar 2022

    Hier finden Sie alle Entwicklungen zum Dax, Aktien und dem Börsen-Geschehen des Monats Januar 2022 im Monatsrückblick des BR24-Börsen-Tickers.

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    22.12 Uhr – Dow Jones und Nasdaq mit gutem Wochenstart

    Der Fed-Gouverneur Raphael Bostic zeigt sich skeptisch gegenüber einer Zinserhöhung der US-Notenbank um gleich einen halben Prozentpunkt. Ein solcher Schritt im März „ist nicht meine bevorzugte geldpolitische Maßnahme“, sagte der Chef des Bezirks Atlanta Yahoo Finance. Er habe sich drei Anhebungen vorgestellt und März scheine der richtige Zeitpunkt zu sein, um damit zu beginnen.

    Der Dow Jones stieg um 1,2 Prozent. Die US-Technologiebörse Nasdaq legte 3,4 Prozent zu.

    20.46 Uhr – Airbus-Rivale Boeing mit Großauftrag von Qatar Airways

    Qatar Airways liegt mit Airbus wegen Lackschäden an Maschinen im Clinch - nun bestellt die arabische Fluggesellschaft in großem Stil beim US-Rivalen Boeing. Die Unternehmen unterzeichneten einen Vertrag über den Kauf von bis zu 102 Maschinen. Laut Listenpreisen könnte der Deal ein Volumen von 34 Milliarden US-Dollar erreichen. Allerdings sind in der Branche bei Aufträgen dieser Größenordnung starke Rabatte üblich. Aktien von Boeing steigen um mehr als vier Prozent.

    20.02 Uhr – Sony stemmt Übernahme in der Computerspielbranche

    Der Elektronik- und Unterhaltungskonzern Sony kauft den Computerspiel-Entwickler Bungie für 3,6 Milliarden Dollar. Bungie war unter anderen an den Spielen Halo, Myth und Destiny beteiligt. Es ist die dritte Übernahme im Computerspielsektor in diesem Monat: Microsoft kauft für fast 70 Milliarden Dollar Activision Blizzard und Take-Two übernimmt Zynga.

    18.57 Uhr – DAX-Konzern Heidelbergcement mit Gewinnsprung

    Der Baustoffkonzern Heidelbergcement hat mit seinen Zahlen zum Geschäftsjahr 2021 besser abgeschnitten als zuletzt selbst erwartet. Auch die aktuellen Erwartungen von Finanzanalysten sind übertroffen worden, wie Heidelbergcement am Abend überraschend mitteilte. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erreichte voraussichtlich 3,87 Milliarden Euro - was eine Steigerung von etwa sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr auf vergleichbarer Basis bedeute. Gründe für den insgesamt überraschend guten Geschäftsverlauf nannte Heidelbergcement nicht. Die vollständigen vorläufigen Geschäftszahlen sollen Ende Februar veröffentlicht werden.

    17.47 Uhr – DAX-Januar-Bilanz

    Den heutigen letzten Handelstag im Januar beendete der DAX mit einem Plus von einem Prozent bei 15.471 Punkten.

    Dennoch bedeutet das insgesamt im Januar ein Minus von 2,6 Prozent für den DAX. Die wahrscheinlichen Zinserhöhungen der US-Notenbank in diesem Jahr beschäftigen Anleger und machen etwas Sorgen.

    15.05 Uhr - Reaktionen auf Januar-Inflation

    Die Inflation erreichte im Januar ein Plus von 4,9 Prozent. Damit steht nun zwar keine Fünf mehr vor dem Komma, aber die meisten Experten hatten "nur" mit einer Inflationsrate von 4,3 Prozent gerechnet. So überwiegt bei vielen die Enttäuschung. Der Druck durch die Energiepreise sei nach wie vor so hoch, dass die Inflationsrate gar nicht kräftiger fallen könne. Ein Analyst formuliert es so: Im ersten Halbjahr dürfte die Teuerungsrate auf jeden Fall eine Vier vor dem Komma behalten. Ein anderer Experte verweist auf weitere bekannte Preistreiber, nämlich die hohen Rohstoffpreise und die Lieferengpässe, die vor allem die Erzeugerpreise anheizen. Am Ende steht der Verbraucher, der quasi die Zeche zahle. Dennoch bleibt die Nachfrage der Verbraucher hoch, denn viele haben während der Pandemie Geld zurückgelegt, was sie weniger empfindlich für höhere Preise gemacht habe, so lautet ein weiteres Argument.

    14.10 Uhr - BASF-Aktie unter Druck

    Unter den Eigentümern von Wintershall Dea herrscht offenbar Uneinigkeit über den geplanten Börsengang des Öl- und Gasunternehmens. Der Chemiekonzern BASF hält zwei Drittel der Anteile und sei fest entschlossen, diesen Anteil zu veräußern. Dies sagte ein Sprecher gegenüber Reuters. Man halte einen Börsengang weiterhin für den besten Weg, diese Beteiligung zu vermarkten, heißt es bei BASF. Dagegen betont die Investorengruppe Letter One um einen russischen Milliardär, gegenwärtig sei nicht der passende Zeitpunkt, diese Gruppe hält immerhin 33 Prozent; man setze auch auf Zukäufe, um den Unternehmenswert von Wintershall Dea zu steigern. Unter diesem Konflikt leidet die Aktie von BASF, sie gehört zum Wochenstart mit einem Abschlag von einem Prozent zu den schwächsten Standardwerten.

    13.20 Uhr - Spekulationen um Siltronic

    Einige Beobachter gehen davon aus, dass das Bundeswirtschaftsministerium die Frist für die Prüfung des Einstiegs durch Global Wafers bei Siltronic einfach verstreichen lässt - und gar nichts macht; damit wäre die Übernahme geplatzt. Die Frist endet offiziell heute um Mitternacht. Das Bundeswirtschaftsministerium sagt dazu nur, man prüfe derzeit noch, sonst ist von dort nichts zu erfahren. Es war aber schon vor Wochen durchgesickert, dass man die Übernahme des Konzerns aus Taiwan kritisch sieht, und nach der neuen Außenwirtschaftsverordnung könnte der Milliardendeal tatsächlich durch ein Veto aus Berlin zu Fall gebracht werden. Dennoch ist die Aktie von Siltronic 3,3 Prozent fester der beste Wert im TecDAX, bei 116,50 Euro. Die Tochter von Wacker Chemie ist mit ihren Siliziumscheiben ein wichtiger Zulieferer für die Halbleiter-Industrie; und dies mag erklären, dass viele Beobachter derzeit noch einige andere Optionen für Siltronic durchspielen, falls Global Wafers nicht zu Zug kommt.

    12.30 Uhr - Kurvendeuter sehen weiter Abwärtstrend

    Der DAX ist freundlich in die neue Woche gestartet, aktuell hat er ein halbes Prozent zugelegt, auf 15.396 Punkte. Auch der TecDAX hat um 0,7 Prozent angezogen, der MDAX allerdings tritt nur auf der Stelle. Doch professionelle Kurvendeuter wollen noch keine Entwarnung geben. Trotz der frühen Gewinne heute sei der langfristige Abwärtstrend, mit Blick auf wichtige Kursmarken, weiter intakt. Nach regelmäßigen heftigen Ausverkäufen in den vergangenen Wochen war es genauso regelmäßig wieder nach oben gegangen; aber dies reiche noch nicht aus, damit der allgemeine Trend wieder aufwärts zeige.

    10.30 Uhr - Inflation hartnäckig über 5 Prozent

    Die Inflation in Deutschland bleibt über fünf Prozent. Das kann man schon jetzt sagen, bevor am Nachmittag das Statistische Bundesamt die bundesweiten Zahlen veröffentlicht. Zuvor werden die Zahlen aus einzelnen Bundesländern bekanntgegeben. In NRW liegt die Jahresrate bei 5,1 Prozent, in Brandenburg bei 5,2 Prozent und in Hessen sogar bei 5,6 Prozent. Damit sind die Hoffnungen zerstoben, die bundesweite Rate würde zum Jahresauftakt um fast einen vollen Punkt auf 4,3 Prozent sinken. Ein Grund sind die anhaltend hohen Rohstoffpreise. Am Ölmarkt kostet das Barrel der Nordseesorte Brent über 91 Dollar.

    09.20 Uhr - DAX mit gutem Wochenstart

    Die deutschen Börsen erholen sich deutlich von den Verlusten der Vorwoche. Der DAX steigt um 1,1 Prozent auf 15.492 Punkte, der TecDAX um 1,5 Prozent. Nachrichten gibt es heute eher von Unternehmen aus der zweiten Reihe.Die Atoss Software AG setzt ihre beispiellose Rekordserie bei Umsatz und Gewinn zum 16. Mal fort. Das Unternehmen ist auf Software für den effektiven Personaleinsatz in Unternehmen spezialisiert. Die Aktie verteuert sich um sieben Prozent auf fast 172 Euro. Im DAX verteuern sich Titel wie Delivery Hero und Hellofresh um bis zu 2,5 Prozent.

    06.30 Uhr - Gute Vorgaben aus den USA und Asien

    Die Märkte sind in schwieriges Fahrwasser geraten, aber die Vorzeichen für einen guten Start in die neue Woche sind durchaus gut. In Tokio notiert der Nikkei-Index 1,3 Prozent höher bei 27.050 Punkten. Asiens Märkte folgen den New Yorker Börsen, die sich schon am Freitagabend kräftig erholen konnten. Die Börsenwelt ist damit aber noch nicht in Ordnung: Am kommenden Freitag wird in den USA der Arbeitsmarktbericht veröffentlicht. Die US-Notenbank wird in diesem Jahr die Geldpolitik erheblich verschärfen, vermutlich mit einer Serie von Zinserhöhungen. Im Verlaufe der Woche gibt es jede Menge Unternehmenszahlen: In den USA legen Google, Amazon und Facebook vor, in Deutschland unter anderem Infineon.

    Montag, 31.01.2022

    22.05 Uhr - Robuste Gewinne an der Wall Street

    Zum Ausklang der Woche ging es an der Wall Street noch einmal deutlich aufwärts. Im späten Handel nahmen Dow Jones und Nasdaq ordentlich Fahrt auf. Der Dow stieg um 1,6 Prozent, die Nasdaq gewann mehr als 2,5 Prozent. Beflügelt wurde der Markt unter anderem von den aktuellen Apple-Geschäftszahlen. Der Konzern übertraf mit seiner Quartalsbilanz sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn die Erwartungen von Analysten. Dazu trugen vor allem sehr starke iPhone-Verkäufe im Weihnachtsgeschäft bei. Apple schaffte es offenbar auch, relativ unbeschadet von dem Chip-Mangel zu bleiben, der ja vielen Unternehmen zu schaffen macht. Das wurde an der Börse honoriert. Die Apple-Aktie verteuerte sich um knapp 7 Prozent.

    17.40 Uhr - DAX fällt um 1,3 Prozent

    Zum Ausklang der Woche überwogen an den deutschen Börsen die Verluste. Der DAX gab um 1,3 Prozent nach auf 15.319 Punkte. Für Druck auf die Kurse sorgten unter anderem schwache Konjunkturdaten. Im abgelaufenen Quartal war die deutsche Wirtschaft ja um 0,7 Prozent geschrumpft. Und auch die Spannungen rund um die Ukraine sorgten bei Anlegern für Verunsicherung. Der Euro zeigt sich wenig verändert bei 1,1160 Dollar.

    15.35 Uhr - Apple-Kurs zieht nach Zahlen stark an

    An der Wall Street steht die Apple-Aktie im Fokus. Der Tech-Konzern zeigt sich immun gegen die weltweiten Lieferengpässe und wächst ungebremst weiter. Im Weihnachtsquartal legte der Umsatz um elf Prozent zu auf bisher nie erreichte fast 124 Milliarden Dollar. Fast 60 Prozent trug der Verkauf von iPhones dazu bei. Apple profitierte dabei vor allem von florierenden Geschäften in China. Die Zahlen waren gestern nach US-Börsenschluss gekommen. Die Kursreaktion gibt es jetzt: Fast 4 Prozent Plus stehen an den Tafeln.

    14.15 Uhr - Damoklesschwert Ukraine schwebt weiter über DAX

    An den Börsen ist der Ukraine-Konflikt im Moment ein wenig in den Hintergrund gerückt. Er ist aber nach wie vor der ganz große Risikofaktor für viele Anleger. Eine gewaltsame Grenzverschiebung durch Russland würde sowohl politisch als auch an den Aktienmärkten starke Reaktionen hervorrufen, heißt es. Wirtschaftlich wäre kurzfristig mit einem weiteren deutlichen Anstieg der Energiepreise zu rechnen. Und das wiederum würde den Inflationsdruck erhöhen. Insofern warnen Experten vor starken Schwankungen bei den Aktienkursen.

    13.15 Uhr - Autobauer Daimler heißt ab morgen Mercedes-Benz

    Damit soll die Trennung in einen Pkw- und einen Lkw-Hersteller auch nach außen hin sichtbarer werden. Konzernchef Ola Källenius erhofft sich von der Separierung einen höheren Börsenwert. Die Anleger würden "Pur Play" mögen und Gemischtwarenläden mit einem Konglomeratsabschlag am Börsenkurs bestrafen, so der Konzernboss. Heute geht dieses Kalkül zumindest noch nicht auf, die Daimler-Aktie zählt mit 3 Prozent Minus zu den größten Verlierern im DAX.

    12.15 - DAX steuert auf dickes Wochenminus zu

    Der Schlingerkurs an den deutschen Börsen geht weiter. Der Dax taucht jetzt wieder ab, aktuell um knapp 2 Prozent auf 15 230 Punkte. Auf die Woche gesehen, ergibt sich damit bislang ein Minus von rund zweieinhalb Prozent für das deutsche Börsenbarometer. Unter den Einzelwerten fallen die Aktien von Henkel besonders negativ auf. Der Konsumgüterkonzern hat mit seinem Ausblick enttäuscht. Die Aktien sacken jetzt 10 Prozent ab. Das zieht die Titel des Wettbewerbers Beiersdorf mit nach unten, hier sind es gut 2 Prozent Minus. Nicht ganz so deutlich sind aktuell die Abschläge bei den Werten aus der zweiten Reihe. MDax und TecDAX büßen beide ein knappes Prozent ein.

    11.07 Uhr - Schwache Konjunkturdaten belasten DAX

    Die Coronavirus-Varianten Delta und Omikron haben die Konjunktur in Deutschland Ende letzten Jahres deutlich abgebremst. Die Wirtschaft schrumpfte zwischen Oktober und Dezember um 0,7 Prozent zum Vorquartal, teilte das Statistische Bundesamt gerade mit. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Minus von 0,3 Prozent gerechnet. Die Konjunkturdaten haben die deutschen Aktienmärkte belastet. Der DAX verliert 1,6 Prozent auf 15.272 Punkte. Der Euro notiert mit 1,11 34 Dollar.

    09.18 Uhr - DAX startet mit Verlusten

    Zum Handelsstart des letzten Börsentags der Woche werden rote Zahlen geschrieben an den deutschen Aktienmärkten. Der DAX ist verliert eine gute Viertelstunde nach Handelsstart 1,2n Prozent auf 15.342 Punkte. Größter Verlierer im Index ist das Papier von Henkel mit einem Kurssturz von über sieben Prozent. Der Konsumgüterkonzern hat zwar den Umsatz im vergangenen Jahr um 7,8 gesteigert und den Gewinn um 9,2 Prozent. Für das laufende Jahr stellt er aber nur ein Umsatz-Wachstum von zwei bis vier Prozent in Aussicht. Das hat die Anleger offenbar enttäuscht.

    09.05 Uhr - IWF: Chinas Wirtschaft steckt in bedeutsamer Flaute

    Die werde in diesem Jahr anhalten, stellte der Internationale Währungsfonds in einem aktuellen Bericht fest. Die Erholung der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft sei zwar gut vorangeschritten, aber nicht ausgewogen und habe an Schwung verloren. Als Gründe für die Abschwächung hob der IWF den Rückzug politischer Unterstützung für die Wirtschaft und eine verzögerte Erholung des Konsums angesichts vereinzelter, neuer Corona-Ausbrüche hervor. Verwiesen wurde auch auf die verlangsamte Entwicklung der Immobilieninvestitionen als Reaktion auf staatliche Bemühungen, die Verschuldung des Sektors zu reduzieren. Der IWF hatte in dieser Woche seine Wachstums-Prognose für China um 0,8 Punkte auf 4,8 Prozent gesenkt.

    07.10 Uhr - Nikkei schließt mit kräftigen Gewinnen

    An der Börse in Tokio haben die Rekordzahlen von Apple im abgelaufenen Weihnachtsquartal den Kursen Rückenwind gegeben. Der japanische Leit-Index Nikkei schloss mit einem Plus von 2,1 Prozent auf dem Endstand von 26.717 Punkten. An der Börse in Seoul gewinnt der Kospi-Index zur Stunde zwei Prozent. Das hier notierte Papier des Apple-Konkurrenten Samsung legt 2,7 Prozent zu, obwohl Apple mit einem Marktanteil von 23,4 Prozent im Smartphone-Geschäft die Südkoreaner wie so oft im Weihnachtsquartal vom Spitzenplatz verdrängt hat. Der Euro steht am Morgen bei 1,11 54 Dollar.

    06.08 Uhr - Rekordzahlen bei Apple

    Im Weihnachtsgeschäft hat Apple trotz der globalen Chip-Knappheit neue Bestmarken erreicht. Der Quartalsgewinn erreichte 34,6 Milliarden Dollar. Das ist gut ein Fünftel mehr als ein Jahr zuvor. Der Umsatz stieg um rund elf Prozent auf 123,9 Milliarden Dollar, ebenfalls ein Rekordwert. Dabei hätte der Konzern ohne die Chip-Engpässe noch mehr verkaufen können: Apple schätzt, dass sie den Umsatz um mehr als sechs Milliarden Dollar drückten. Das iPhone war abermals der Wachstumstreiber. Der Umsatz mit dem Smartphone stieg im Jahresvergleich auf 71,6 Milliarden Dollar, teilte Apple nach US-Börsenschluss mit. Das ist ein Plus von neun Prozent im Jahresvergleich, deutlich höher als von Analysten erwartet.

    Die Apple-Aktie legte nachbörslich zeitweise um rund fünf Prozent zu.

    Freitag, 28. Januar 2022

    22.05 Uhr - Dow Jones nahezu unverändert

    Offene Fragen zur weiteren US-Geldpolitik haben Anleger an der Wall Street am Tag nach der Zinssitzung der Fed verunsichert. Zwar gehe der Markt davon aus, dass die Notenbank im März die Zinsen anheben wird, hieß es von Händlern. Es gebe aber auch eine große Unbekannte. Nämlich den Abbau der riesigen Wertpapierbestände, die von der Fed in den vergangenen Jahren angekauft wurden, um Wirtschaft und Finanzmärkte zu stabilisieren. An den Börsen blickte man aber auch auf ermutigende Konjunkturdaten. Im vergangenen Jahr wuchs die US-Wirtschaft um 5,7 Prozent. Das war das größte Plus seit 1984. Zur Erinnerung: Damals war Ronald Reagan US-Präsident. Am Ende präsentierte sich die Wall Street uneinheitlich. Der Dow Jones trat nahezu auf der Stelle. Die Nasdaq gab um mehr als 1 Prozent nach.

    17.40 Uhr - DAX steigt am Ende um 0,4 Prozent

    Am Tag nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank haben sich viele Anleger neu sortiert. Denn jetzt ist offiziell klar: Die Fed wird aller Voraussicht nach im März mit Zins-Erhöhungen starten. Unter dem Strich überwogen am deutschen Aktienmarkt die Optimisten. Der DAX ging 0,4 Prozent fester aus dem Handel, bei 15.524 Punkten. An der Spitze der Gewinnerliste stand die Aktie von RWE mit einem Plus von 5 Prozent. Der Konzern hatte bereits gestern mit seinen Zahlen die Prognosen übertroffen, heute gab es dann freundliche Analysten-Kommentare. Die Deutsche Bank will nach Jahren der Hiobsbotschaften wieder hohe Gewinne erwirtschaften, und sie schüttet auch eine Dividende an ihre Anteilseigner aus. Das wurde mit einem Kursplus von mehr als 4 Prozent belohnt. Auf der anderen Seite rutschten die Papiere von SAP um 6 Prozent ab.

    15.22 Uhr – EMA: Grünes Licht für Pfizer Anti-Corona-Pille Paxlovid

    Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat grünes Licht für die Anti-Corona-Pille Paxlovid von Pfizer gegeben. Der zuständige EMA-Ausschuss empfiehlt eine bedingte Zulassung des Mittels zum Einsatz bei Erwachsenen mit erhöhtem Risiko eines schweren Covid-19-Verlaufs. Die finale Entscheidung muss noch von der Europäischen Kommission gefällt werden, dies gilt aber als Formsache. Mit der Zulassung von Paxlovid seien in der EU nun sechs Corona-Medikamente für verschiedene Stadien der Krankheit zugelassen, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Weitere würden in den nächsten Wochen folgen. Aktien von Pfizer steigen um rund zwei Prozent.

    14.42 Uhr – Hohe Inflation in der Türkei

    Die türkische Zentralbank hat ihre Prognose für die Inflationsrate in diesem Jahr nahezu verdoppelt. Die Verbraucherpreise würden demnach im Schnitt um 23,2 Prozent steigen, wie die Währungshüter vorhersagen. Bislang waren sie von 11,8 Prozent ausgegangen. Die Zentralbank strebt eigentlich eine Teuerungsrate von fünf Prozent an, wird dieses Ziel nach eigenen Prognosen aber auch 2023 deutlich verfehlen: Dann soll das Plus bei 8,2 Prozent liegen. Die Inflation lag in den vergangenen fünf Jahren meist im zweistelligen Bereich und zehrt an den Einkommen und Ersparnissen der Türken.

    12.18 Uhr – Bankenaufseher starten Klimastresstest

    Die Bankenaufseher der Europäischen Zentralbank wollen wissen, wie gut Europas Finanzhäuser gegen finanzielle und wirtschaftliche Schocks aus Klimarisiken gewappnet sind. Dazu leitet die Europäische Zentralbank einen Klimastresstest ein. Ab März sollen die Finanzinstitute ihre Formulare für den Test zur Bewertung übermitteln. Die Ergebnisse sollen im Juli veröffentlicht werden. Die Aufseher betonen, dass es bei dem Test keine Durchfaller geben werde. Er werde auch keine direkten Auswirkungen für die Kapitalausstattung der Institute haben. Es sollen Schwachstellen und Herausforderungen der Banken im Zusammenhang mit der Steuerung von Klimarisiken identifiziert werden. Der Test werde sowohl den Banken als auch der Bankenaufsicht viele Erkenntnisse liefern. Die EZB überwacht seit November 2014 die größten Banken im Euroraum.

    09.10 Uhr - DAX startet mit Verlusten

    Trotz guter Zahlen aus großen DAX-Konzernen wie der Deutschen Bank und dem Laborausrüster Sartorius verliert der DAX rund 10 Minuten nach Handelsstart 1,6 Prozent auf 15.217 Punkte. Auch nach der US-Notenbankentscheidung sei die Unsicherheit am Markt geblieben, heißt es an den Börsen. Zuvor wurden an der Wall Street und an den Börsen in Asien Gewinne mitgenommen.

    Die Aktie der Deutschen Bank immerhin stemmt sich nach den guten Geschäftszahlen gegen den negativen Trend und ist um 2,2 Prozent gestiegen. Das Papier von Sartorius hingegen verliert 4,3 Prozent, obwohl der Labordienstleister im zweiten Jahr der Pandemie Umsatz und Gewinn erneut deutlich steigern konnte. Der Euro steht bei 1, 12 06 Dollar.

    08.40 Uhr - Sartorius mit Umsatz- und Gewinnsprung

    Der Laborausrüster Sartorius hat im vergangenen Jahr nicht nur von der Nachfrage von Impfstoff- und Testherstellern profitiert, auch das Basisgeschäft abseits Corona florierte. Der Umsatz stieg vorläufigen Berechnungen zufolge im Jahresvergleich um knapp 48 Prozent auf 3,45 Milliarden Euro und das operative Ergebnis um fast 70 Prozent auf rund 1,18 Milliarden Euro, teilte der DAX-Konzern am Morgen mit.

    07.24 Uhr - Deutsche Bank mit bestem Ergebnis seit 10 Jahren

    Deutschlands größtes Geldhaus hat im vergangenen Jahr einen Milliardengewinn erzielt. Der Vorsteuergewinn kletterte binnen Jahresfrist von gut einer Milliarde Euro auf rund 3,4 Milliarden Euro, teilte die Deutsche Bank am Morgen mit. Nach Steuern standen 2,5 Milliarden Euro in der Bilanz und damit mehr als vier Mal so viel wie im ersten Jahr der Pandemie.

    07.02 Uhr - Anleger nach Fed-Entscheid verunsichert

    Mit gemischten Gefühlen haben die Börsianer auf die Zins-Entscheidung gestern reagiert. Die US-Notenbank hat am Abend die geldpolitische Wende vorbereitet und eine erste Zins-Erhöhung für den März signalisiert. Sie hat den Leitzins zunächst noch in der Spanne von null bis 0,25 Prozent belassen. In einigen Punkten sei die Notenbank aber vage geblieben, wird an den Märkten moniert. So hat sich Fed-Chef Powell nicht auf den Umfang oder die Häufigkeit von Zinserhöhungen festgelegt. Die Unsicherheit an den Märkten bleibt. Der Nikkei-Index in Tokio schloss mit einem Minus von 3,1 Prozent auf dem Endstand von 26.170 Punkten. Der Hang Seng-Index in Hongkong verliert 2,5 Prozent und der Shanghai Composite 1,1 Prozent. An der Wall Street schloss der Dow Jones am Ende mit einem Minus von 0,4 Prozent. Der Euro steht bei 1,12 20 Dollar.

    06.26 Uhr - Tesla erzielt Rekordgewinn

    Der jahrelang verlustreiche E-Autokonzern Tesla hat die Gewinnzone erreicht. Trotz der globalen Chipkrise und Problemen in den Lieferketten hat der US-Elektroautobauer im vergangenen Jahr so viel verdient wie noch nie zuvor in einem Geschäftsjahr. Unterm Strich verbuchte der Konzern einen Gewinn von 5,5 Milliarden Dollar und damit 665 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Erlöse kletterten um 71 Prozent auf 53,8 Milliarden Dollar, teilte Tesla gestern nach US-Börsenschluss mit. Der E-Auto-Pionier lieferte 2021 gut 936 000 Fahrzeuge aus, ein Plus von 87 Prozent. Ein konkretes Absatzziel für das laufende Jahr gab Tesla nicht aus, denn die Lieferkettenprobleme könnten noch eine Weile anhalten, warnte Elon Musk. Das brachte Tesla-Aktie nachbörslich zeitweise unter Druck.

    Donnerstag, 27. Januar 2022

    22.10 Uhr - Dow nach Fed-Entscheidung schwächer

    Die Katze ist aus dem Sack. Nachdem die US-Notenbank am Abend eine geldpolitische Wende vorbereitet und kaum verklausuliert eine erste Zins-Erhöhung für den März angekündigt hatte fiel die Reaktion an der Wall Street deutlich aus. In den ersten Minuten nach der Ankündigung baute der Aktienmarkt seine Gewinne noch einmal aus. Dann aber drehte sich im späten Handel die Stimmung, und die wichtigsten Indizes drehten ins Minus. Der Dow Jones gab am Ende knapp ein halbes Prozent nach. Nach Börsenschluss in New York veröffentlichte noch Tesla Bilanzzahlen. Trotz hoher Gewinne und einer gestiegenen Marge reagierten Anleger zunächst zurückhaltend. Nachbörslich gab die Tesla-Aktie zunächst nach.

    20.05 Uhr - Fed kündigt baldige Zinserhöhung an

    Mit großer Spannung hatten die Anleger auf die heutige Zins-Entscheidung der US-Notenbank gewartet. Die Fed steckt – wie ja auch die EZB in Europa – in einer Zwickmühle: Auf der einen Seite will sie den Aufschwung aus der Corona-Krise nicht abwürgen, auf der anderen Seite kann sie auch die Inflation nicht aus dem Ruder laufen lassen. Nach der heutigen Sitzung ist klar: Die Fed wird die geldpolitischen Zügel deutlich anziehen. Zwar wurde noch nicht an der Zinsschraube gedreht, aber die Notenbanker erklärten, es werde bald angebracht sein, die Zinsen zu erhöhen. Die meisten Analysten gehen davon aus, dass es bereits im März einen ersten Zinsschritt geben wird. Und im März sollen auch die Wertpapierkäufe der US-Notenbank auslaufen.

    19.05 Uhr - MAN will in München E-Laster vorantreiben

    Der Lastwagenhersteller MAN will den Standort München zum Leitwerk für Elektromobilität ausbauen und so langfristig die Zukunft des Werkes sichern. Man werde für die Umrüstung und den geplanten Hochlauf der Fertigung von E-Trucks bis etwa zur Mitte des Jahrzehnts einen dreistelligen Millionenbetrag in München investieren, sagte der neue Unternehmenschef Alexander Vlaskamp der Mediengruppe Münchner Merkur tz. Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung am Standort München werde sich zudem auch verstärkt um das Thema autonomes Fahren kümmern, sagte Vlaskamp.

    17.40 Uhr - DAX vor FED-Entscheidung mit Kurssprung

    Zur Wochenmitte hat der deutsche Aktienmarkt eine veritable Kursrallye hingelegt. Kurz vor der Zins-Entscheidung der US-Notenbank kletterte der DAX um 2,2 Prozent nach oben auf 15.459 Punkte. Das war der größte Tagesgewinn seit knapp zwei Monaten. Die Aktien von Covestro, Siemens Energy und Airbus verteuerten sich um jeweils mehr als 5 Prozent. Und der Euro notiert bei 1,1285 Dollar.

    15.47 Uhr – DAX-Energiekonzern RWE verdient mehr als erwartet

    RWE hat von guten Geschäften im Energiehandel profitiert. Auch das Segment Wasser/Biomasse/Gas sei besser gelaufen als erwartet, teilte das Unternehmen mit. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebit) lag nach vorläufigen Zahlen im abgelaufenen Jahr mit knapp 2,2 Milliarden Euro über dem selbstgesteckten Ziel von 1,5 bis 1,9 Milliarden Euro. Unter dem Strich verdiente RWE mit knapp 1,6 Milliarden Euro ebenfalls mehr als erwartet. Die Verschuldung sei weiter abgebaut worden. Aktien des Energiekonzerns steigen im DAX um mehr als drei Prozent.

    14.12 Uhr – DAX-Konzern Adidas schafft Stellen

    Der fränkische Sportartikelhersteller und DAX-Konzern Adidas will in diesem Jahr rund 2.800 Mitarbeiter einstellen. An den weltweit 307 Standorten geht es einerseits um Nachbesetzungen wie auch um den Aufbau neuer Jobs. Mehr als 800 Neueinstellungen entfallen auf Deutschland. Zusätzlich will Adidas 50 Plätze in der Ausbildung oder für ein duales Studium vergeben. Adidas beschäftigt derzeit rund 62.000 Mitarbeiter weltweit, davon arbeiten 5.300 am Firmensitz in Herzogenaurach.

    13.27 Uhr – Streik bei Atomkraftwerken der französischen EDF

    Mit einem Streik und Protestveranstaltungen an mehreren Atomkraftwerken haben Angestellte des französischen Stromkonzerns EDF gegen die staatliche Deckelung der Strompreise protestiert. Die französische Regierung, die 84 Prozent an dem Energiekonzern hält, hatte EDF dazu verpflichtet, einen Teil des Stroms unter dem Marktpreis an Konkurrenten abzugeben. Die Regierung will auf diese Weise den Preisanstieg für die Verbraucher auf vier Prozent beschränken. Nach Schätzungen der Regierung wären die Strompreise ohne die staatlichen Maßnahmen bereits um 45 Prozent angestiegen. Mehr als 150 energieintensive Betriebe hätten schließen müssen. An der Börse legen Aktien von EDF 1,5 Prozent zu. Der französische Aktienindex Cac40 verbessert sich etwas stärker um gut zwei Prozent.

    12.37 Uhr – Für Londoner Harry-Potter-Verlag läuft es gut

    Dank eines starken Bücherabsatzes und eines guten Weihnachtsgeschäftes stellt der Londoner Harry Potter-Verlag Bloomsbury Publishing einen Jahresgewinn über den Markterwartungen in Aussicht. Bloomsbury rechnet für das Geschäftsjahr 2021/22 nun mit deutlich höheren Umsätzen und Gewinnen als bislang von Analysten vorhergesagt. Die aktuellen Prognosen gehen Bloomsbury zufolge von einem Umsatz in Höhe von 197,1 Millionen Pfund sowie einem Vorsteuergewinn von 20,1 Millionen Pfund aus. Der Verlag hob das Wachstum in seiner Digitalsparte hervor, die durch den Online-Lern-Boom in der Corona-Pandemie profitierte. Bloomsbury-Aktien steigen an der Londoner Börse um gut zehn Prozent.

    12.11 Uhr - Volkswagen-Chef Herbert Diess in Quarantäne

    Volkswagen-Chef Herbert Diess hat sich mit dem Coronavirus infiziert und befindet sich derzeit in Quarantäne. Alle Mitarbeiter, mit denen Diess persönlich Kontakt hatte, seien getestet worden und hätten sich nicht infiziert, heißt es von VW. Diess sei seit geraumer Zeit doppelt geimpft und habe zudem bereits eine Auffrischung erhalten. Wenn der Konzernchef nach sieben Tagen einen negativen Test vorweise, könne er als geboosterte Person das Homeoffice wieder verlassen. In der nächsten Woche sei eine sitzungsfreie Zeit, so VW. An der Börse steigen Aktien von Volkswagen um mehr als drei Prozent. Damit verteuern sie sich stärker als die Anteilsscheine der anderen Autobauer BMW und Daimler.

    09.34 Uhr - DAX weiter auf Erholungskurs

    Nach einem freundlichen Start hat der DAX seine Gewinne ausgeweitet. Er legt jetzt 1,8 Prozent zu auf 15.396 Punkte. Größter Favorit im DAX ist das Papier von Airbus mit plus 4,7 Prozent. Beim Luftfahrt- und Rüstungskonzern hat sich das Geschäft mit Hubschraubern im vergangenen Jahr ein gutes Stück von der Corona-Krise erholt. Die Zahl der Auslieferungen stieg im Vergleich zum Vorjahr von 300 auf 338 Hubschrauber, teilte Airbus Helicopters mit. Das ist sogar etwas mehr als im Vorkrisenjahr 2019. Auch die Bestellungen haben weiter angezogen. Im MDAX ist das Papier von Wacker Chemie um rund fünf Prozent nach oben geschossen. Zuvor hatte der Münchner Spezialchemiekonzern Rekordzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt. Der MDAX verbucht ein Plus von zwei Prozent. Der Euro notiert mit 1,12 95 Dollar.

    08.40 Uhr - Wacker Chemie auf Rekord-Kurs

    Der Münchner Spezialchemiekonzern steigerte den Umsatz im vergangenen Jahr, vor allem dank des boomenden Geschäfts mit Polysilizium für die Solar- und Chip-Industrie, um fast ein Drittel auf den Rekordwert von 6,2 Milliarden Euro, teilte Wacker Chemie am Morgen mit. Das operative Ergebnis hat sich mehr als verdoppelt auf 1,5 Milliarden Euro. Das sei ebenfalls ein Rekordwert, heißt es aus dem Unternehmen. Unterm Strich hat sich der Nettogewinn auf 780 Millionen Euro sogar fast vervierfacht. Und das, obwohl hohe Preise für Rohmaterialien und Strom für die energieintensive Produktion das operative Ergebnis mit einer halben Milliarde Euro stärker belastet haben, als noch im Herbst gedacht. Bei den Anlegern kommen die Zahlen gut an. Die Aktie von Wacker Chemie legt vorbörslich mehr als zwei Prozent zu.

    08.20 Uhr - Exporteure optimistisch

    Die Stimmung unter den deutschen Exporteuren hat sich zu Jahresbeginn spürbar aufgehellt. Das vom Münchner Ifo-Institut errechnete Barometer für die Exporterwartungen legte um 4,5 Punkte zu auf 17,4, wie die Münchner Wirtschaftsforscher zu ihrer monatlichen Umfrage unter 2300 Unternehmen mitteilten. Das ist der beste Wert seit September 2021. Nahezu alle Branchen rechnen mit Zuwächsen. Von besonders deutlichen gehen der Ifo-Umfrage zufolge die Elektroindustrie und der Maschinenbau aus. Auch in der Chemischen Industrie legten die Exporterwartungen nach drei Rückgängen in Folge wieder merklich zu.

    07.15 Uhr - Nikkei vor Fed-Entscheidung schwächer

    Vor der Sitzung der US-Notenbank, auf der heute eine Zinsanhebung voraussichtlich im März verkündet wird, ist die Nervosität an den Märkten spürbar. Schon seit Tagen werden Gewinne mitgenommen, auch gestern an den Börsen in New York. Die Anleger in Tokio sind den schwachen US-Vorgaben gefolgt. Der japanische Leitindex Nikkei schloss mit einem Minus von 0,4 Prozent bei 27.011 Punkten. Der Euro notiert mit 1,13 04 Dollar.

    06.35 Uhr - Umsatzsprung bei Microsoft

    Der Software-Riese hat mit seinen Zahlen für das vergangene Quartal die Markterwartungen übertroffen. Microsoft steigerte die Erlöse im Jahresvergleich um ein Fünftel auf 51,7 Milliarden Dollar. Analysten hatten eine knappe Milliarde weniger Umsatz erwartet. Unterm Strich verdiente Microsoft in seinem Ende Dezember abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal knapp 18,8 Milliarden Dollar, ein Plus von 21 Prozent. Wachstumstreiber war erneut das Cloud-Geschäft mit einem Umsatzplus von 32 Prozent, die Einnahmen im Windows-Geschäft mit PC-Herstellern wuchsen um ein Viertel, so hieß es. Die Anleger an den Börsen nahmen Gewinne mit. Die Microsoft-Aktie gab nachbörslich zeitweise um gut vier Prozent nach.

    Mittwoch, 26. Januar 2022

    22.05 Uhr - Achterbahnfahrt an der Wall Street

    Die Anleger an den internationalen Börsen treibt in diesen Tagen vor allem eine Frage um: Wann und in welchen Schritten wird die US-Notenbank anfangen, die Zinsen anzuheben. Kurz vor der nächsten Sitzung der Fed bestimmte deshalb wieder Nervosität das Geschehen an der Wall Street. Der Leitindex Dow Jones bewegte sich im Handelsverlauf wie ein JoJo in einer breiten Spanne auf und ab. Zunächst ging es deutlich nach unten, dann drehte der Markt ins Plus, nur um im späten Handel wieder nachzugeben. Am Ende lag der Dow Jones knapp im Minus. Die Nasdaq rutschte um rund 2 Prozent ab.

    17.40 Uhr - DAX steigt am Ende um 0,8 Prozent

    An den Börsen geht die nervöse Berg- und Talfahrt der vergangenen Tage weiter. Nachdem es gestern zum Auftakt der Woche zu einem regelrechten Ausverkauf gekommen war, erlebte der Markt heute eine gewisse Stabilisierung. Der DAX stieg um 0,8 Prozent auf 15.124 Punkte. Händler sagten, dies sei aber keine Trendwende nach oben, sondern in erster Linie eine Reaktion auf die Wall Street. Die hatte gestern nach zwischenzeitlich herben Verlusten noch knapp im Plus geschlossen. Im Fokus der Anleger steht die morgige Sitzung der US-Notenbank. Es wird erwartet, dass die Fed angesichts einer hohen Inflation die geldpolitischen Zügel anziehen wird. Unklar ist aber noch, wann und in welchen Schritten die Notenbank zum Beispiel ganz konkret die Zinsen anheben wird.

    15.17 Uhr - Internationaler Währungsfonds IWF zu 2022

    Anhaltende Lieferkettenprobleme, eine hartnäckig hohe Inflation, Rekordschulden und die Omikron-Welle: Der Internationale Währungsfonds hat seine Prognosen für die Weltwirtschaft deutlich gesenkt. Die globale Wirtschaftsleistung dürfte dieses Jahr um 4,4 Prozent zulegen, das sind 0,5 Punkte weniger als im Oktober gedacht. Für die Industrieländer sagt der IWF eine Inflation von 3,9 Prozent voraus. Außerdem müssten sich die Länder an ein neues Umfeld mit höheren Zinsen gewöhnen, heißt es im Weltwirtschaftsausblick.

    13.29 Uhr – EZB-Chefvolkswirt zu Viruswelle und Ukraine-Krise

    Die derzeitige Virus-Welle wird die Wirtschaft laut EZB-Chefökonom Philip Lane wohl nicht das ganze Jahr belasten. Es werde immer klarer, dass dies in der Euro-Zone eher nur noch auf Sicht „von einigen Wochen“ ein Hemmnis sein werde, sagte der Ire der litauischen Zeitung "Verslo Zinios". Zugleich betont Lane mit Blick auf die Ukraine-Krise, dass geopolitische Konflikte auch die Energiepreise beeinflussten und das für die EZB relevant sei. Aktuell steigt der Ölpreis für die Nordseesorte Brent leicht auf etwas mehr als 86 Dollar.

    12.47 Uhr – BioNtech zu Omikron-Impfstoff

    BioNTech und sein Partner Pfizer beginnen eine erste klinische Studie mit einem an die Omikron-Virusvariante angepassten Covid-19-Impfstoff. In der Studie mit gesunden Erwachsenen im Alter von 18 bis 55 Jahren sollen Sicherheit, Verträglichkeit und Immunogenität des Impfstoffkandidaten untersucht werden. An der Studie sollen mehr als 1400 Probanden teilnehmen. BioNtech und Pfizer hatten Ende vergangenen Jahres angekündigt, an einem an die hochansteckende Omikron-Variante angepassten Impfstoff zu arbeiten. Dieser könnte bereits im März bereitstehen, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung. An der Börse in Frankfurt springen BioNtech Aktien um elf Prozent nach oben.

    11.17 Uhr - Anstieg des Ifo-Geschäftsklimas stützt den DAX

    Der deutsche Leitindex hat seine anfänglich kleinen Gewinne ausgeweitet und gewinnt nun 1,1 Prozent auf 15.175 Punkte. Die Experten der Commerzbank sehen sich durch den Anstieg des wichtigen Ifo-Konjunkturbarometers in ihrer Prognose bestätigt, dass sich die deutsche Wirtschaft ab dem Frühsommer kräftig erholen wird, wenn die Corona-Welle abebbt. Und die DAX-Anleger sehen das offenbar ähnlich, auch wenn sich der Ukraine-Konflikt in der Unternehmens-Befragung des Ifo-Instituts wohl noch nicht niedergeschlagen haben dürfte.

    Auch der Ölpreis hat kräftig angezogen. Das Barrel Nordseeöl verteuert sich um 1,17 Dollar auf 87, 44 Dollar im Moment. Der Euro steht bei 1, 12 90 Dollar.

    10.17 Uhr - Ifo-Geschäftsklima überraschend gestiegen

    Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich im Januar erstmals seit Juni überraschend wieder aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklima-Index stieg auf 95,7 Punkte nach 94,8 Punkten im Dezember, teilte das Münchner Wirtschaftsforschungs-Institut soeben zu seiner Umfrage unter rund 9.000 Führungskräften mit. Von einer Trendwende zu sprechen, sei zwar noch zu früh, so heißt es aus dem Ifo-Institut. Dennoch sei die Wirtschaft mit einem Hoffnungsschimmer ins neue Jahr gestartet.

    An den Aktienmärkten haben die Kurse kaum auf die aktuellen Konjunkturdaten reagiert. Der DAX verbucht ein Plus von 0,6 Prozent auf 15.098 Punkte. Der Euro steht bei 1,1295 Dollar.

    09.16 Uhr - DAX auf Erholungskurs

    Nach den starken Verlusten zu Wochenstart greifen die Anleger jetzt zaghaft wieder zu. Gestern hatte der DAX 3,8 Prozent verloren, das hat einige Schnäppchenjäger auf den Plan gerufen, die sich auf dem niedrigeren Kursniveau wieder mit Aktien eindecken. Das beschert dem DAX kurz nach Handelsstart ein Plus von 0,7 Prozent auf 15.112 Punkte. Die Grundstimmung aber ist nervös. Die sich verschärfende Ukraine-Krise und die Aussicht auf Zinserhöhungen in den USA bremsen die Kauflaune der Anleger. Die Anleger hierzulande warten nun gespannt auf die Veröffentlichung des Ifo-Geschäftsklima-Index einer knappen Stunde. Angesichts der grassierenden Omikron-Variante wird mit einer leichten Stimmungseintrübung in den deutschen Chefetagen gerechnet. Der Euro steht bei 1, 13 06 Dollar.

    07.25 Uhr - Rote Zahlen an der Börse in Tokio

    Die sich verschärfende Ukraine-Krise und die bevorstehende Sitzung der US-Notenbank macht die Anleger nervös. Fed-Chef Powell dürfte nach der zweitägigen Sitzung, die heute beginnt, voraussichtlich seine ankündigte Straffung der Geldpolitik konkretisieren. Für kommenden März wird von den meisten Börsianern eine erste Zinserhöhung erwartet und dann noch drei weitere bis zum Jahresende. An der Börse in Tokio schloss der japanische Leitindex Nikkei mit einem Minus von 1,7 Prozent auf dem Endstand von 27.131 Punkten. In Shanghai und Hongkong geht es um jeweils 1,6 Prozent bergab und in Seoul um 2,7 Prozent. Der Euro steht am Morgen bei 1,13 07 Dollar.

    07.01 Uhr - IBM-Zahlen geben der Aktie Schub

    Der IT-Konzern IBM machte im vierten Quartal gute Geschäfte. Das US-Unternehmen steigerte sowohl Umsatz als auch Gewinn deutlich. Unterm Strich verdiente IBM 2,3 Milliarden Dollar, gut eine Milliarde mehr als vor einem Jahr und mehr als an den Märkten erwartet worden war. Grund war vor allem die starke Nachfrage nach Cloud-Software. Bei Anlegern kamen die Quartalszahlen gut an, die Aktie reagierte nachbörslich mit einem Kursgewinn von über fünf Prozent.

    06.28 Uhr - Südkorea mit stärkstem Wachstum seit elf Jahren

    Südkorea ist die viertgrößte Volkswirtschaft Asiens. Dank einer deutlichen Erholung der Exporte und des Privatverbrauchs ist sie im vergangenen Jahr so stark gewachsen wie seit elf Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im Jahresvergleich um vier Prozent, so die vorläufigen Zahlen der Bank von Korea. Im Jahr davor war es als Folge der Corona-Pandemie zum ersten Mal seit zwei Jahrzehnten geschrumpft. Angetrieben wurden die Exporte vor allem von der hohen Nachfrage nach Halbleitern und petrochemischen Produkten. Zu den wichtigsten Exportgütern zählen zudem Autos, Schiffe, Maschinen sowie Smartphones und Flachbildschirme.

    Ungeachtet der positiven Konjunkturdaten und trotz leicht steigender Kurse gestern an der Wall Street geht es an den Börsen in Asien bergab. In Seoul verliert der Kospi-Index 2,8 Prozent, in Tokio büßt der Nikkei-Index 2,2 Prozent ein. Der Euro steht am Morgen bei 1,13 14 Dollar.

    Dienstag, 25. Januar 2022

    22.05 Uhr - Aufholjagd an der Wall Street

    Die Wall Street hat zum Auftakt der neuen Woche eine wahre Achterbahnfahrt hingelegt. Zunächst folgten die New Yorker Börsen den sehr schwachen Vorgaben aus Europa. Zeitweise erreichte das Minus beim Dow Jones knapp 1.000 Punkte oder mehr als 3 Prozent, bis sich der Trend im späten Handel drehte. Am Ende verzeichnete der Dow ein kleines Plus. Der technologie-orientierte Nasdaq-Index legte ebenfalls nach zwischenzeitlich massiven Verlusten eine Aufholjagd hin. Hier stand am Ende ebenfalls ein Plus angeschrieben. Händler begründeten die wilden Kurssprünge mit der Nervosität des Marktes. Am Mittwoch gibt die US-Notenbank ihre nächste geldpolitische Entscheidung bekannt, und es wird an den Finanzmärkten über die möglichen Szenarien diskutiert.

    20.50 Uhr - Lufthansa und MSC wollen Mehrheit an ITA

    Die Container- und Kreuzfahrt-Reederei MSC erwägt zusammen mit der Lufthansa die mehrheitliche Übernahme der Alitalia-Nachfolgerin ITA Airways. Beide Unternehmen hätten heute offiziell ihr Interesse bekundet, teilte ITA am Abend mit. MSC hat die Pläne nach eigenen Angaben der italienischen Regierung als ITA-Eigentümerin vorgestellt. Der italienische Staat soll demzufolge als Minderheitseigner an der Fluggesellschaft beteiligt bleiben. Ein Lufthansa-Sprecher bestätigte am Abend die – Zitat - kommerzielle Partnerschaft mit MSC und die ITA-Angaben. MSC und Lufthansa verlangen demzufolge 90 Arbeitstage für exklusive Gespräche über ein mögliches Geschäft.

    19.55 Uhr - Münchener Green City AG pleite

    Das Münchener Unternehmen Green City AG ist pleite. Wie am Nachmittag bekannt wurde, wurde heute der entsprechende Insolvenz-Antrag beim zuständigen Amtsgericht gestellt. Dieser Schritt kommt nicht ganz überraschend. Bereits im Dezember war bekannt geworden, dass die Firma in Schwierigkeiten steckt. Nach verschiedenen Angaben steht nun ein Millionenbetrag im Feuer, den Green City bei Anlegern eingesammelt hatte. Das Unternehmen hatte sich auf Solar- und Windkraftparks spezialisiert. Nicht zuletzt wegen Verzögerungen bei Projekten geriert die Firma in Schieflage. Mögliche Restrukturierungs-Schritte liegen nun in der Hand eines vorläufigen Insolvenz-Verwalters.

    17.40 Uhr - DAX schließt 3,8 Prozent im Minus

    Die deutschen Börsen haben einen ganz schwachen Wochenauftakt erlebt. Der DAX fiel zeitweise unter die Marke von 15.000 Punkten, konnte aber am Ende zumindest diese Linie gerade noch halten. Insgesamt gab der Index um 3,8 Prozent nach auf 15.011 Punkte. Größte Verlierer waren die Aktien der Essens-Lieferdienste Delivery Hero und HelloFresh, die sich um 7 bis 8 Prozent verbilligten. Der Euro notiert bei 1,1310 Dollar.

    16.00 Uhr - Die Kurse sacken immer weiter ab

    Jetzt gibt auch die Wall Street deutlich nach. Der Dow Jones zeigt – eine halbe Stunde nach Handelsbeginn – zwei Prozent ins Minus. Der Nasdaq-Index verliert 2,5 Prozent ab. Insgesamt drückt die am Mittwoch anstehende Zinsentscheidung der Fed auf die Stimmung auch an den US-Börsen. Eine Erhöhung des Leitzsatzes um 25 Basispunkte im März ist Händlern zufolge bereits vollständig eingepreist, zudem drei weitere Zinserhöhungen bis zum Jahresende. Manche befürchten aber noch weitere Zinsschritte. Hierzulande knickt der DAX jetzt schon 4 Prozent ein, M-DAX und TecDAX verlieren 5 Prozent.

    14.10 Uhr - Deutsche Industrie schaut besorgt nach China

    Die deutsche Industrie befürchtet, dass eine Ausbreitung von Omikron in China schwere Folgen für die heimischen Unternehmen haben könnte. Sollte sich die Virus-Variante auch in China schneller und leichter übertragen, könnte das erneut zum Flaschenhals für globale Lieferketten führen, heißt es im heute veröffentlichten "Globalen Wachstumsausblick" des Bundesverbandes der Deutschen Industrie. Mit zusätzlichen Engpässen würden vermutlich dann auch höhere Preise einhergehen, die sich weiter auf die Inflation auswirken, warnte der Verband weiter.

    13.45 Uhr - Heftiger Rückschlag bei Teamviewer

    Eigentlich sah es beim Softwarehersteller in letzter Zeit wieder ganz gut aus. Der Kurs erholte sich in den vergangenen Wochen deutlich von den kräftigen Kursverlusten während des letzten Jahres. Passable Geschäftszahlen halfen da auch mit nach oben. Und viele Anleger hatten schon das Gefühl, dass die Softwarefirma jetzt an den Börsen das Tal durchschritten hat. Aber heute scheint von dieser Hoffnung nicht mehr viel übrig zu sein. Das liegt sicher an der allgemein schlechten Stimmung, da werden eben jene Aktien, bei denen es zuletzt gut gelaufen war, als erstes verkauft. Und dann fürchtet sich an den Börsen momentan alles vor einem großen Zinsschritt in den USA - dort wird am Mittwoch die Fed ihre Entscheidung bekannt geben. Und höhere Zinsen setzten oft den Kursen jüngeren Techfirmen besonders zu, weil die stärker über Kredite finanziert sind.

    12.15 Uhr - Zwei Faktoren drücken auf DAX und Co

    Da ist zum einen die zunehmende Furcht vor einem Krieg in der Ukraine, nachdem die US-Regierung damit begonnen hat, Teile des Botschaftspersonals und Familienangehörige zurückzurufen. Und da ist zum anderen die Sorge vor drastischen Zinserhöhungen der US-Notenbank. Der sogenannte Offenmarktausschuss der Fed wird am Mittwoch bekannt geben, was mit dem Leitzins in den USA passieren soll. Mit Spannung wird dabei vor allem die Pressekonferenz erwartet, die Fed-Chef Jerome Powell nach der Entscheidung gibt und auf der er womöglich durchblicken lässt, wie die folgenden Schritte ausfallen könnten.

    Beides – Ukraine und Zinsentscheidung – machen die Anleger extrem nervös. Der DAX setzt seine Verlustserie von letzter Woche fort und sackt 2 Prozent ab auf 15.300 Punkte. M-DAX und TecDAX verlieren beide fast 3 Prozent.

    11.09 Uhr - Milliardenübernahme in der Fahrradbranche

    Ein Konsortium um den Finanzinvestor KKR will für insgesamt 1,56 Milliarden Euro den niederländischen Hersteller Accell Group mit Marken wie "Raleigh" oder "Babboe" kaufen, kündigten die Unternehmen in einer gemeinsamen Mitteilung am Morgen an. Man wolle die Niederlande als Weltzentrum des Radsports weiterentwickeln und die führende Position im europäischen Elektrofahrradmarkt ausbauen, so hieß es von einem der KKR-Partner. Die Accell-Aktie ist an der Börse in Amsterdam um 24 Prozent nach oben geschossen.

    Das Papier von Unilever steigt an der Börse in London um rund 6 Prozent. Die Anleger hoffen auf frischen Wind, weil sich Insidern zufolge der Finanzinvestor Trian bei Unilever eingekauft haben soll. Der europäische Stoxx50-Index verliert 1,5 Prozent.

    10.20 Uhr - Deutsche Wirtschaft mit überraschend gutem Jahresstart

    Trotz der heftigen Corona-Welle kletterte der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft, d.h. Industrie und Dienstleister zusammen, im Januar um 4,4 auf 54,3 Punkte. Das ist der beste Wert seit vier Monaten, teilte das Institut IHS Markit am Morgen zu seiner monatlichen Unternehmens-Umfrage mit. Das Barometer liegt damit wieder über der Marke von 50, ab der es Wachstum signalisiert. Ökonomen hatten einen Rückgang auf 49,2 Zähler vorhergesagt. Dass sich die deutsche Wirtschaft zu Jahresbeginn so überraschend widerstandsfähig zeigt, liegt laut IHS Markit vor allem an der Industrie. Deren Einkaufsmanagerindex zog um 3,1 auf 60,5 Punkte an und signalisiert damit kräftiges Wachstum. Und mit dem Abklingen der Lieferengpässe dürfte das verarbeitende Gewerbe noch weiterwachsen, so das Institut.

    Die Wirtschaft in der Euro-Zone hat dagegen im Januar an Fahrt verloren. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft fiel um 0,9 Prozentpunkte auf 52,4 Punkte und damit auf ein Elf-Monats-Tief.

    09.14 Uhr - Kursverluste zu Wochenstart

    Der DAX knüpft an den Abwärtstrend der Vorwoche an. Er verliert rund 10 Minuten nach Handelsbeginn 0,4 Prozent auf 15.539 Punkte nach verhaltenen Vorgaben aus Tokio und New York. Heute stehen noch wichtige Wirtschaftsdaten auf der Agenda. So veröffentlichen die Marktforscher von IHS Markit ihre Einkaufsmanagerindizes. Die Umfrage unter hochrangigen Unternehmensvertretern gibt Auskunft darüber, wie die Länder der Eurozone in das Jahr gestartet sind. Ökonomen rechnen mit deutlichen Bremsspuren aufgrund der aktuellen Corona-Welle. Der Ölpreis ist um einen halben Dollar gestiegen auf 88 Dollar 40 je Barrel Nordsee-Öl. Der Euro steht bei 1,13 15 Dollar.

    08.27 Uhr - Philips rechnet mit Umsatzplus

    Nach einem schwierigen Jahr 2021 rechnet der niederländische Medizintechnik-Konzern in diesem Jahr mit einer Erholung. Vor allem in der zweiten Jahreshälfte dürfte es nach oben gehen. Im Gesamtjahr erwartet Philips dann ein Umsatzplus von drei bis fünf Prozent. Derzeit hat der Konkurrent von Siemens-Healthineers unter fehlenden Elektronikbauteilen zu leiden. Die würden zunächst auch noch anhalten und die Erlöse zu Jahresbeginn weiter zurückgehen. Im Gesamtjahr aber dürfte sich die Lage verbessern. Auch die bereinigte operative Gewinn-Marge soll um 0,4 bis 0,9 Prozentpunkte zulegen. Ein stärkeres Wachstum verhindere die Beatmungsgerätesparte, die immer noch unter einem teuren Rückruf leide. Für die Aktionäre kündigte Philips eine Dividende auf dem Vorjahresniveau von 0,85 Euro je Aktie an, zahlbar in bar oder Aktien.

    07.15 Uhr - Anleger vor Fed-Sitzung zurückhaltend

    Die US-Notenbank tagt zu Wochenmitte. Und da dürfte sie die Märkte auf die anstehende Zinswende voraussichtlich im März einstimmen. Davon gehen Ökonomen und Börsianer aus. Im Vorfeld sind die Anleger vorsichtig. In Tokio schloss der japanische Leitindex Nikkei vor einer Viertelstunde mit einem kleinen Plus von 0,2 Prozent auf dem Endstand von 27.588 Punkten. Die Börse in Shanghai notiert kaum verändert. An der Wall Street hatte der Dow Jones am Freitag 1,3 Prozent eingebüßt. Der Euro steht bei 1, 13 22 Dollar.

    06.12 Uhr - IW: Europa droht eine jahrelange Stagflation

    Das IW, das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft, warnt vor einer langen Phase wirtschaftlicher Stagnation bei gleichzeitiger hoher Inflation. Europa drohe eine Stagflation, wenn die Politik nicht aufpasse, sagte IW-Direktor Michael Hüther in einem Bericht der Zeitung "Welt". Er rede hier nicht über dieses oder kommendes Jahr, sondern über das kommende Jahrzehnt. Die ambitionierten Klimapolitiken von EU und Bundesregierung ließen CO2-Preise stetig steigen, das könne die Inflation in den kommenden Jahren treiben. Hinzu kämen mit dem Fachkräftemangel und steigenden Löhnen weitere Preistreiber. Löhne und Preise könnten sich dabei immer weiter aufschaukeln und eine Lohn-Preis-Spirale auslösen. Gleichzeitig bestehe die Gefahr, dass die Wirtschaft in Europa stagniere. Eine längere Phase der Stagflation sei eine reale Gefahr, so Hüther.

    Montag, 24. Januar 2022

    22.05 Uhr - Hohe Verluste an der Wall Street

    Die großen Börsen haben sich mit massiven Kursverlusten in das Wochenende verabschiedet. Der DAX rutschte um knapp 2 Prozent ab auf 15.604 Punkte. Im Wochenvergleich verzeichnete der Index ein Minus von 1,8 Prozent. Siemens Energy meldete einen operativen Quartalsverlust und senkte seine Prognose. Daraufhin stürzte die Aktie um mehr als 16 Prozent ab. Auch in New York ragte eine Aktie aus einem ohnehin schon schwachen Markt negativ heraus. Das Papier von Netflix stürzte um mehr als 20 Prozent ab. Der Streaming-Anbieter hatte mit seiner Prognose die Analysten enttäuscht. Der Dow Jones fiel um 1,3 Prozent, die Nasdaq büßte 2,4 Prozent ein. Der Euro notierte bei 1,1345 Dollar.

    18.45 Uhr - Davos auf Mai verschoben

    Das Weltwirtschaftsforum (WEF) hat sein wegen der Pandemie verschobenes Jahrestreffen in Davos auf den Frühling terminiert. Es soll vom 22. bis 26. Mai über die Bühne gehen, wie das WEF heute mitteilte. Doch noch immer könnte die Pandemie den Planern einen Strich durch die Rechnung machen. Das WEF erklärte, die Konferenz werde nur stattfinden, falls die Bedingungen für Gesundheit und Sicherheit der Teilnehmer und ihrer Schweizer Gastgeber gegeben seien. Die Veranstaltung bietet ein Forum zur persönlichen Begegnung für Spitzenvertreter aus der Finanzwelt sowie hochrangige Gäste aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur.

    17.40 Uhr - DAX verliert am Ende 1,9 Prozent

    Der deutsche Aktienmarkt hat die Woche mit deutlichen Verlusten abgeschlossen. Inflationssorgen und Zins-Unsicherheiten belasteten die Kurse ebenso wie die Spannungen rund um die Ukraine. Der DAX fiel um 1,9 Prozent auf 15.604 Punkte. Zu einem Kursrutsch um mehr als 16 Prozent kam es bei der Aktie von Siemens Energy. Das Unternehmen meldete überraschend einen operativen Quartalsverlust und kassierte seine Prognose ein. Und der Euro notiert bei 1,1345 Dollar.

    16.08 Uhr – US-Börsen starten mit Verlusten; Netflix-Aktien auf Talfahrt

    Ein Kurssturz der Netflix-Aktien hat die Stimmung an den US-Börsen zum Handelsauftakt getrübt. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rutscht um 1,2 Prozent ab. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gibt 0,2 Prozent nach. Die Netflix-Papiere rauschen mehr als 20 Prozent nach unten. Netflix rechnet nur mit 2,5 Millionen Neukunden von Januar bis März, was weniger als die Hälfte dessen ist, was sich Analysten erhofft hatten.

    14.47 Uhr - Lackschaden-Streit von Airbus und Qatar Airways eskaliert

    Die Fluggesellschaft Qatar Airways ist ein wichtiger Kunde von Airbus. Doch die beiden Konzerne fetzen sich seit einiger Zeit wegen angeblicher Lackschäden. Nun hat Airbus mit einem drastischen Schritt die Reißleine gezogen und liefert einfach keine Flugzeuge mehr an die Araber. Man habe die Faxen dicke, heißt hinter vorgehaltener Hand bei dem europäischen Konzern. Konkret geht der Streit darum, wie schwerwiegend die Lackschäden sind. Bei der Lufthansa werden sie als Schönheitsfehler gewertet. Qatar Airways spricht dagegen von Sicherheitsrisiken, lässt die Maschinen am Boden und verlangt Schadenersatz von Airbus. Der Streit darüber wird immer heftiger. Airbus hat von sich aus nun eine Bestellung der Fluggesellschaft über 50 Maschinen vom Typ A321neo annulliert. Das wird noch spannend werden, wie der Konflikt ausgeht. Die Aktien von Airbus geben rund zwei Prozent nach.

    12.45 Uhr - Zurückhaltung wegen Fed

    Nächste Woche steht die nächste US-Notenbanksitzung auf dem Programm, Die Notenbanker entscheiden hier über den weiteren Kurs ihrer Geldpolitik. Im Vorfeld solch eines wichtigen Treffens herrscht meist Zurückhaltung und dies ist hier genauso, zumal damit gerechnet wird, dass die Notenbank in den USA aufgrund der hohen Inflation nicht nur das Anleihekaufprogramm auslaufen lässt und zwar schneller als zunächst erwartet. Es wird auch mit gleich mehreren Zinsschritten gerechnet und das sorgt schon seit längerem für Druck, auch an den europäischen Börsen. Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank Christine Lagarde hat derweil wiederholt deutlich gemacht, dass sie keine Notwendigkeit sieht, die Zügel so straff anzuziehen wie voraussichtlich die US-Notenbank.

    11.15 Uhr - DAX setzt Talfahrt fort

    Die Anleger an den Börsen sind nach wie vor recht nervös, aufgrund der erwarteten Zinssteigerungen in den USA. Die gestrige Stabilisierung war also von kurzer Dauer. Der DAX knickt um 1,5 Prozent ein auf 15.678. Der MDAX verliert 1,6 Prozent, der TecDAX 1,7 Prozent. Die Börsen folgen den negativen Vorgaben von der Wall Street und aus Asien. Kasse gemacht wird querbeet. Allerdings fällt auf, dass es höhere Verluste vor allem bei Technologieaktien gibt und bei den Werten von Corona-Gewinnern, in erster Linie bei den Onlinediensten. Diese gelten als besonders zinssensibel, da sie als Wachstumswerte viel Kapital brauchen, so die Begründung. Infineon und Delivery Hero büßen hier jeweils drei Prozent ein. Zalando verlieren 2,4 Prozent und das trotz eines angekündigten Aktienrückkaufprogramms des Onlinehändlers. Allen voran brechen jedoch die Aktien von Siemens Energy um 13,4 Prozent ein.

    09.45 Uhr - Bitcoin fällt auf unter 40.000 Dollar

    Die Aussicht auf höhere Zinsen in den USA belastet nicht nur die Börsen sondern auch zunehmend auch Digitalwährungen wie Bitcoin. Der Kurs knickt auf unter 40.000 Dollar ein, auf etwas über 39.000, Gestern lag der Kurs noch bei 43.000 Dollar. Der Wert aller rund 17 000 Kryptowährungen beträgt gegenwärtig etwa 1,8 Billionen Dollar. Das ist gut eine Billion weniger als noch vor zwei Monaten. Steigende Zinsen sind in der Regel Gift für risikoreiche Anlageklassen. Dazu zählen eben auch Bitcoin und andere Kryptowährungen aufgrund ihrer teils extremen Kursschwankungen.

    09.15 Uhr – Anleger verlieren Geduld mit Siemens Energy

    Stark unter Druck sind die Papiere von Siemens Energy, mit einem Minus von 10,5 Prozent. Gestern Abend nach Börsenschluss hat der Energietechik-Konzern seine Aussichten für das laufende Geschäftsjahr gedämpft, wegen anhaltender Probleme der spanischen Windkraft-Tochter Siemens Gamesa. Da hilft es auch nicht, dass das Unternehmen auf höhere Preise für ihre Windräder setzt. Man werde weiter versuchen, steigende Rohstoffpreise und Logistikkosten an die Kunden weiterzugeben, sagte Unternehmens-Chef Andreas Nauen im Gespräch mit Analysten. Es ist also noch nicht ausgemacht, dass man es wirklich schafft, die Preise zu erhöhen und die Kunden das mitmachen. Die schwächeren Aussichten ziehen auch die Aktien des Herstellers von Windkraftanlagen Nordex mit nach unten. Die Titel knicken im TecDAX um 6,7 Prozent ein.

    07.15 Uhr - Netflix enttäuscht

    Der Streaminganbieter Netflix spürt offensichtlich zunehmend die Konkurrenz von Disney, Apple und Amazon. Der Konzern gewann im abgelaufenen Quartal zwar knapp 8,9 Millionen neue Kunden. Doch Analysten hatten mit etwas mehr gerechnet. Die Erwartungen wurden auch beim Ausblick verfehlt. So blieb Netflix mit seinem Umsatz-Ausblick von 7,9 Milliarden Dollar und seinen Vorhersagen für den Gewinn je Aktie hinter den Schätzungen der Experten zurück. Nach Bekanntgabe der neuen Zahlen gestern Abend nach Börsenschluss in den USA sackten die Titel des Streaminganbieters deutlich ab, im nachbörslichen Handel um bis zu 20 Prozent.

    06.55 Uhr - Sony hält an Autoplänen fest

    Sony will neue Technologiepartner für sein Autoprojekt gewinnen. Man sehe das Risiko, Elektroautos zu ignorieren, als größer an als die Herausforderung, die sie darstellten, sagt Izumi Kawanishi. Er soll bei dem Konzern den neuen Geschäftsbereich Sony Mobility leiten. Die bevorstehende Umwandlung von Autos sei in gewisser Weise vergleichbar mit der Umwandlung von Telefonen in Smartphones durch die Informationstechnologie, fügt er hinzu. Die Anleger wollen offenbar aber erst einmal Erfolge sehen, sie warten ab. Die Aktien verlieren in Tokio zwei Prozent. Auch sonst machen die Investoren vor dem Wochenende dort Kasse. Der Nikkei verliert 1,3 Prozent. An den anderen asiatischen Leitbörsen sieht es ähnlich aus. Die Märkte in Asien folgen den negativen Vorgaben von der Wall Street.

    Freitag, 21.01.2022

    22.20 Uhr - Siemens Energy mit Quartalsverlust

    Als Hersteller von Windkraftanlagen ist Siemens Gamesa eigentlich ein Hoffnungsträger der Energie-Wende und für das Mutterunternehmen Siemens Energy. Doch in den Geschäftszahlen schlägt sich das nicht nieder. So muss Siemens Energy wegen anhaltender Probleme bei Siemens Gamesa erneut Abstriche an den Prognosen machen. In den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres zog Siemens Gamesa den Gesamt-Konzern mit einem angepassten operativen Minus von 63 Millionen Euro in die Verlustzone, wie Siemens Energy am späten Abend mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte ein Gewinn von 366 Millionen Euro zu Buche gestanden. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem zwar reduzierten Gewinn, aber noch mit deutlich schwarzen Zahlen gerechnet. Siemens Gamesa machte dafür Probleme mit der Lieferketteund Schwierigkeiten beim Hochlauf seiner Plattform für Windräder an Land verantwortlich. Die deutsch-spanische Firma ist seit Jahren das Sorgenkind von Siemens Energy. Vorstandschef Christian Bruch hatte das Management von Siemens Gamesa ausgetauscht und im neuen Geschäftsjahr auf eine Wende gehofft.

    22.05 Uhr - Dow und Nasdaq fallen um knapp 1 Prozent

    Die US-Börsen konnten ihre Tageshochs nicht halten und drehten im späten Handel ins Minus. Dow Jones und Nasdaq gaben am Ende um knapp 1 Prozent nach. Nachbörslich rutschten die Aktien von Netflix nach der Veröffentlichung von Geschäftszahlen ab. Händler sprachen von einer nach wie vor großen Nervosität im Markt. Die Zinssorgen ließen die Investoren nicht los, hieß es bei Analysten. Schließlich werde bereits über eine US-Zinserhöhung von einem halben Prozentpunkt im März spekuliert. Die Frage sei nun, ob die Bilanzsaison die Furcht vor einer Abkühlung der Konjunktur zerstreuen könne. In der kommenden Woche könnte es hier an vor allem an der Nasdaq zum Schwur kommen. Denn dann legen zahlreiche Tech-Konzerne ihre Quartalsbilanzen und Ausblicke vor.

    17.36 Uhr - DAX schliesst 0,7 Prozent fester

    Der deutsche Aktienmarkt hat seinen jüngsten Erholungskurs fortgesetzt. Für freundliche Stimmung sorgten nicht zuletzt robuste Vorgaben von der Wall Street. Der DAX stieg um 0,7 Prozent auf 15.912 Punkte. Größter DAX-Gewinner war die Aktie von Sartorius mit einem Kursplus von mehr als 5 Prozent. Der Euro notiert wenig verändert bei 1,1335 Dollar.

    16.02 Uhr – US-Aktienmärkte wieder im Aufwind

    Die Aktienmärkte in New York sind auf Erholungskurs. Der Dow Jones kommt 0,8 Prozent voran. Der Nasdaq verbessert sich um 1,6 Prozent. Die jüngsten Verluste seien überzogen gewesen, meinte ein Händler. Mut machen den Investoren unter anderem die Zahlen von American Airlines. Dank eines starken Feiertagsreiseverkehrs in den USA hat sich der Quartalsverlust im Jahresvergleich halbiert. Allerdings American Airlines hat in Aussicht gestellt, die Kapazitäten zurückzufahren. Die Aktien geben knapp 1 Prozent nach. Gefragt sind die Anteile von Travelers. Diese klettern um gut 4 Prozent. Starke Erträge aus Investitionen haben dem Versicherer einen überraschend hohen Quartalsgewinn beschert. Die freundliche Stimmung an den US-Börsen sorgt nun auch in Deutschland für etwas mehr Kauflaune. Der DAX kommt 0,4 Prozent voran auf 15.866 Punkte.

    12.51 Uhr - Türkische Notenbank belässt Leitzins bei 14 Prozent

    Die türkische Notenbank hat auf ihrer mit Spannung erwarteten Sitzung den Leitzins stabil gehalten. Er bleibe bei 14 Prozent, teilte die Zentralbank in Ankara mit. Die Währungshüter hatten den Leitzins zuvor mehrmals gesenkt und waren damit der Linie des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gefolgt, der ein Gegner hoher Zinsen ist. Experten waren davon ausgegangen, dass die Notenbank den Zinssatz diesmal beibehält, aber an ihrer angesichts der hohen Inflationsraten vergleichsweise lockeren Geldpolitik festhält. Die Inflation hatte im Dezember einen Wert von rund 36 Prozent erreicht. Die Lira legte nach der Entscheidung im Vergleich zu Dollar und Euro leicht zu.

    12.37 Uhr - Chinas Notenbank stemmt sich mit Zinssenkung gegen abflauende Konjunktur

    Chinas Notenbank will der abflauenden Konjunktur mit niedrigeren Zinsen mehr Schwung verleihen. Sie setzte jetzt den Referenzzins für Kredite mit einjähriger Laufzeit auf 3,70 Prozent nach 3,80 Prozent im Vormonat. Der Zins für die fünfjährige Laufzeit wurde zudem auf 4,60 von zuvor 4,65 Prozent gekappt - die erste Senkung seit April 2020. Die meisten Kredite in China basieren auf dem einjährigen Zins, der fünfjährige beeinflusst die Hypotheken. Zwar hat sich die Wirtschaft der Volksrepublik 2021 trotz Immobilienkrise deutlich von der Corona-Flaute im Jahr zuvor erholt. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs dabei um 8,1 Prozent. Experten gehen jedoch davon aus, dass dieses Tempo langfristig nicht zu halten ist. Da der Immobilienabschwung anhält und die sich schnell ausbreitende Omikron-Variante des Coronavirus die Verbraucheraktivität dämpft, erwarten viele Analysten, dass weitere Lockerungsmaßnahmen erforderlich sein werden. Chinas Notenbank, die bereits Anfang der Woche einen anderen Schlüsselzins gesenkt hat, steuert mit einem Kurs der Lockerung in eine andere Richtung als etwa das US-Pendant Fed.

    11.14 Uhr - Inflation in Euro-Zone klettert auf Rekordhoch von 5,0 Prozent

    Die Inflation im Euro-Raum ist vor allem wegen teurer Energie auf ein weiteres Rekordhoch gestiegen. Dienstleistungen und Waren kosteten im Dezember durchschnittlich 5,0 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte und damit eine erste Schätzung bestätigte. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Statistik 1997. Im November betrug die Teuerungsrate 4,9 Prozent. Sie liegt nun weit mehr als doppelt so hoch wie das Ziel der Europäischen Zentralbank, die mittelfristig eine Rate von 2,0 Prozent als optimalen Wert für die Wirtschaft anpeilt.

    09.25 Uhr - DAX eröffnet paar Punkte höher

    Der Deutsche Aktienindex ist wie erwartet leicht im Plus gestartet. Er steigt um 0,2 Prozent auf 15.840. Solide Firmendaten stützen. Allen voran verteuern sich die Aktien von Puma um drei Prozent. Trotz anhaltender Lieferengpässe und Auswirkungen der Corona-Pandemie kletterte der Umsatz des Sportartikelherstellers im vierten Quartal währungsbereinigt um 14 Prozent auf knapp 1,8 Milliarden Euro, wie der Konzern aus Herzogenaurach mitteilte. Grund sei die starke Nachfrage nach den Produkten weltweit. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern stieg auf 65 Millionen. Das freut die Anleger und zieht auch gleich die Titel von Adidas um 1,5 Prozent mit nach oben.

    09.15 Uhr - Lagarde bleibt trotz hoher Erzeugerpreise gelassen

    Sehr teure Energie hat die Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte in Deutschland im Dezember 2021 auf einen Nachkriegsrekord getrieben. Die Preise lagen 24,2 Prozent über dem Wert aus dem Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Eine derartige Steigerung hat es der Behörde zufolge in der Bundesrepublik noch nie gegeben. Das liegt über den Prognosen. Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank Christine Lagarde jedoch hat noch mal klar gemacht, dass es keinen Grund für sie gibt, dass man ähnlich handele wie die US-Notenbank. Sie geht davon aus, dass sich die Preise in diesem Jahr stabilisieren und schrittweise sinken.

    07.45 Uhr - Japans Außenhandel läuft

    Dank einer starken Nachfrage nach Autos sind die Exporte in Japan im Dezember auf einen Rekordwert gestiegen. Wie das Finanzministerium auf Basis vorläufiger Daten bekanntgab, stiegen die Ausfuhren gegenüber dem Vorjahresmonat um 17,5 Prozent auf umgerechnet rund 61 Milliarden Euro. Das ist der zehnte Anstieg in Folge. Noch deutlicher jedoch stiegen die Importe und zwar aufgrund hoher Energiepreise. Wegen der schwachen heimischen Währung hatten sich die Importpreise für Rohöl, Gas und Kohle, auf die das rohstoffarme Japan angewiesen ist, drastisch verteuert. Dass es an der Tokioter Börse heute nach oben ging, hat Händlern zufolge vor allem mit Schnäppchenjägern zu tun, die sich nach den jüngsten Kursverlusten eindeckten. Der Nikkei schloss 1,1 Prozent höher.

    07.10 Uhr - US-Präsident Biden unterstützt US-Notenbank

    US-Präsident Joe Biden hat die von der Notenbank signalisierte Abkehr von ihren konjunkturstützenden Maßnahmen begrüßt, angesichts der positiven Wirtschaftsentwicklung und der hohen Inflationsrate in den USA. Dies sei angemessen, so Biden im Weißen Haus. Es sei die Aufgabe der Notenbank dafür zu sorgen, dass die Preiserhöhungen nicht zu einem andauernden Phänomen würden, fügte er hinzu. Auch die US-Börsen stellen sich auf eine Trendumkehr ein, so wird in diesem Jahr gleich mit mehreren Zinsschritten gerechnet, an den Anleihenmärkten wird die Entwicklung schon mal vorweg genommen, die Renditen dort steigen bereits. An der Wall Street dagegen schloss der Dow Jones gestern ein Prozent leichter bei 35.028 Punkten.

    Donnerstag, 20.01.2022

    17.40 Uhr - DAX schliesst 0,2 Prozent fester

    Zur Wochenmitte hat der DAX wieder Kurs auf die Marke von 16.000 Punkten genommen. Das deutsche Börsenbarometer kletterte um 0,2 Prozent nach oben auf 15.810 Zähler. Zu den größten Gewinnern gehörten die Aktien von Unternehmen, die als Corona-Profiteure gelten: der Online-Modehändler Zalando sowie die Essens-Lieferdienste Delivery Hero und HelloFresh. Der Euro notiert wenig verändert bei 1,1350 Dollar.

    15.54 Uhr – US-Börsen leicht auf Erholungskurs

    Ermutigende Firmenbilanzen locken Anleger an die US-Aktienmärkte zurück. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 stiegen zur Eröffnung um bis zu 0,8 Prozent. Zu den Favoriten zählten Bank of America und Morgan Stanley mit Kursgewinnen von fünf beziehungsweise vier Prozent. Nach enttäuschenden Ergebnissen der Konkurrenz überraschten die beiden Geldhäuser positiv. Bank of America profitierte von einem kräftigen Wachstum bei der Kreditvergabe und der Fusionstätigkeit. Morgan Stanley verdiente gut an Firmenübernahmen und mit der Vermögensverwaltung.

    13.04 Uhr - Rendite der Bundesanleihe erstmals seit 2019 über null Prozent

    Das Thema Zinswende schlägt an den Börsen immer stärker durch. Erstmals seit Anfang Mai 2019 bekommen Anleger wieder Geld für ihre Kredite an den deutschen Staat. Da Investoren aus Furcht vor einer raschen Abfolge von Zinserhöhungen der großen Notenbanken Staatsanleihen aus ihren Depots warfen, stieg die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe bis auf plus 0,025 Prozent. Der Ausverkauf bei Staatsanleihen hatte sich in den vergangenen Wochen intensiviert, was die Zinsen fast überall auf der Welt in die Höhe trieb. Seit Anfang Dezember stieg die Rendite an den Bondmärkten der Euro-Zone um rund 30 Basispunkte.

    09.45 Uhr - Die Talfahrt geht weiter

    Der DAX knickt um 0,2 Prozent ein auf 15.745 Punkte. Die Märkte folgen den negativen Vorgaben von der Wall Street und aus Tokio. Der Dow Jones büßte gestern Abend 1,5 Prozent ein, der Nikkei verlor heute früh 2,8 Prozent. Die Sorge vor höheren Zinsen sind wieder das Thema an den Aktienmärkten weltweit. Die hohe Inflation in vielen Ländern sorgt für Druck auf die führenden Notenbanken, ihre sehr lockere Geldpolitik zu überdenken. Bei der US-Notenbank wird in diesem Jahr mit mehreren Zinsschritten gerechnet. Das lässt auch die Renditen für die Staatsanleihen wieder steigen. So erhöhte sich die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen auf 1,886 Prozent. Damit entsteht eine Anlagealternative zu Aktien und das belastet die Kurse an den Börsen. Auch bei den als sehr sicher geltenden Bundesanleihen gibt es Bewegung. Erstmals seit Mai 2019 tendiert hier die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen nicht mehr im Minusbereich, sondern bei Null Prozent.

    08.22 Uhr - Ifo rechnet mit weiter hoher Inflation

    Die Verbraucher hierzulande müssen sich in den nächsten Monaten auf höhere Preise einstellen, meint man beim Münchner Ifo-Institut. Die ifo-Preiserwartungen seien im Dezember nur geringfügig gesunken auf 44,6 Punkte. Im November hatten sie mit 44,9 einen historischen Höchststand erreicht. Die Wirtschaftsforscher fragen bei Unternehmen nach ihren Plänen für Preiserhöhungen im kommenden Vierteljahr. In den nächsten Monaten würden die monatlichen Raten noch über 4 Prozent liegen und sich erst gegen Ende des Jahres allmählich der 2-Prozent-Marke nähern, schätzt der Leiter der Ifo Konjunkturprognosen Timo Wollmershäuser. Für das Gesamtjahr rechnet das Institut mit einer Inflationsrate von etwa 3,5 Prozent.

    07.45 Uhr - Rally an den Ölmärkten setzt sich fort

    An den Ölmärkten ziehen die Preise weiter an, nun schon den vierten Handelstag in Folge. Der Drohnen-Angriff jemenitischer Huthi-Rebellen auf Tanklaster in Abu Dhabi schüre Spekulationen auf Lieferausfälle zu einer Zeit, da das Angebot bereits knapp sei, heißt es beim Onlinebroker Markets.com. Dazu kommen die Spannungen zwischen Russland und der Ukraine. Der Preis für ein Barrel, das sind 159 Liter, der Nordseesorte Brent zieht um mehr als einen Dollar an auf 88,6 Dollar. An den Börsen hilft das den Ölwerten. So verteuerten sich an der Wall Street gestern Abend die Aktien von Exxon um 1,7 Prozent, Chevron kamen zwar nur um 0,3 Prozent voran, allerdings notiert der Kurs knapp unter 130 Dollar je Anteil, das ist der höchste Stand seit fast vier Jahren.

    06.50 Uhr - Hohe Kursverluste bei Sony und Toyota in Tokio

    Die Aktien von Sony sind hier stark unter Druck, die Titel verloren an der Börse in Tokio 12,7 Prozent. Offenbar befürchten die Investoren des Herstellers der Spielekonsole Playstation, dass der Konkurrent Microsoft mit seiner Xbox durch die geplante Übernahme des Spieleherstellers Activision deutlich stärker wird. Kasse gemacht wird auch bei den Aktien von Toyota. Die Aktien des Autobauers knicken um fünf Prozent ein. Der Vorstand des Konzerns hat aufgrund der Halbleiterkrise sein Produktionsziel aufgegeben. Eigentlich sollten in diesem Jahr bei Toyota neun Millionen Autos hergestellt werden. Der Konzern verfüge nicht über ausreichend viele Halbleiter, um die Produktion so stark zu steigern, wie es für das Ziel nötig wäre, heißt es nun. Auch der rapide Anstieg der Corona-Infektionen in der Omikron-Welle sei ein Grund zur Sorge, wenngleich sich das im jüngsten Produktionsausblick noch nicht widerspiegele. Der Nikkei verliert 2,8 Prozent.

    Mittwoch, 19.01.2022

    22.10 Uhr - Dow und Nasdaq rutschen ab

    Nach deutlichen Kursverlusten an den Börsen in Europa präsentierte sich auch die Wall Street schwach. Der Dow Jones fiel um 1,5 Prozent, die Nasdaq rutschte um 2,7 Prozent ab. Hierzulande hatte der DAX um 1 Prozent nachgegeben auf 15.773 Punkte.

    20:45 Uhr - Durchsuchung bei Leoni

    Das Bundeskartellamt geht dem Verdacht von Preisabsprachen bei Kabelherstellern nach. Darunter ist auch die Leoni AG. Das Nürnberger Unternehmen bestätigte, dass es heute eine Durchsuchungsaktion gegeben habe. Ein Sprecher des Kartellamts sagte, die Behörde habe mehrere Hersteller von Kabeln und Leitungen und durchsucht. Namen der betroffenen Firmen nannte er nicht. Es gebe Verdachtsmomente, dass Unternehmen und Verbände unzulässigerweise Preise abgesprochen hätten. Bei Leoni wiederum hieß es am Abend, man kooperiere mit den Behörden und werde die Vorwürfe prüfen.

    17:40 Uhr - DAX rutscht um 1 Prozent ab

    An den deutschen Börsen kam es heute zu deutlichen Kursverlusten. Auf die Stimmung drückten unter anderem die russisch-ukrainischen Spannungen, aber auch Zinssorgen. Der DAX gab am Ende knapp 1 Prozent nach auf 15.773 Punkte. An der Spitze der Verliererliste stand die Aktie von Sartorius mit einem Minus von 3 Prozent. Und der Euro verbilligt sich auf 1,1330 Dollar.

    14.52 Uhr - Microsoft kauft Spielentwickler Activision Blizzard für 69 Milliarden Dollar

    Microsoft steht vor einer Mega-Übernahme. Für insgesamt 68,7 Milliarden Dollar will der Softwarekonzern das Computer- und Videospiel-Unternehmen Activision Blizzard kaufen, wie Microsoft mitteilte. Es wäre der größte Deal in der Branche überhaupt. Die Nachfrage nach Videospielen hat seit Beginn der Corona-Pandemie deutlich zugenommen. Microsoft bietet 95 Dollar je Activision-Blizzard-Aktie, was einem Aufschlag von 45 Prozent im Vergleich zum Schlusskurs von Freitag entspricht. Der Produzent von "Call of Duty" steht zur Zeit im Fokus eines Sexismus-Skandals. Im Zuge von Ermittlungen wurden 37 Mitarbeiter entlassen, wie Activision Blizzard am Montag mitteilte. 44 weitere hätten eine schriftliche Verwarnung bekommen.

    13.47 Uhr – Ölpreis steigt auf Sieben-Jahreshoch

    An den Rohstoffmärkten ist die Lage weiter angespannt. Ein relativ knappes Angebot trifft auf eine starke Nachfrage insbesondere auch deswegen, weil viele Marktteilnehmer darauf setzen, dass sich die Wirtschaft weltweit rasch von den Auswirkungen der Corona-Pandemie erholt. Auch die wachsende Sorge über geopolitische Spannungen treibe den Ölpreis, meinen Analysten. Huthi-Rebellen aus dem Jemen haben sich zu den gestrigen Angriffen in Abu Dhabi bekannt. Bei der Explosion eines Treibstofftanks waren dort drei Menschen getötet worden. Zivilisten und ausländische Unternehmen in den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden daraufhin aufgefordert, strategische Infrastrukturanlagen zu meiden. An den Märkten wachsen deshalb die Sorgen über die Sicherheit der Öllieferungen aus der rohstoffreichen Golfregion. Die Folge: die Preise für Öl steigen weiter. Sowohl Öl der Nordseesorte Brent als auch der US-Sorte WTI ist so teuer wie seit über sieben Jahren nicht mehr. Ein Barrel Brent Öl wurde heute schon für mehr als 88 Dollar gehandelt.

    12.21 Uhr – ZEW-Index: Börsenprofis erwarten Aufschwung

    Trotz der Omikron-Welle blicken Börsenprofis wieder überraschend optimistisch auf die Konjunktur in Deutschland. Das Barometer für die Einschätzung der nächsten sechs Monate stieg im Januar unerwartet deutlich um 21,8 auf 51,7 Punkte, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zu seiner monatlichen Umfrage unter 178 Analysten und Anlegern mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem kleinen Anstieg auf 32,0 Zähler gerechnet. Die Lage wurde allerdings schlechter bewertet als zuletzt und als erwartet. "Die konjunkturelle Schwächephase vom vierten Quartal 2021 dürfte bald überwunden sein", erläuterte ZEW-Präsident Achim Wambach. Denn die Corona-Inzidenzen dürften sich bis Frühsommer deutlich abschwächen.

    11.15 Uhr - Es wird eng für die Bieter der Aarealbank

    Eine Übernahme der Aareal Bank durch drei Finanzinvestoren wird immer unwahrscheinlicher, zumindest bei dem gebotenen Kurs von 29 Euro. Bis gestern Abend sei die Offerte für den Wiesbadener Immobilienfinanzierer nur für 4,9 Prozent der Aktien angenommen worden, teilte die gemeinsame Bietergesellschaft mit. Die Investoren peilen bis morgen eine Schwelle von mindestens 70 Prozent an. Doch selbst wenn man davon ausgeht, dass sich viele Investoren meist erst in letzter Minute entscheiden, so haben mehrere Hedgefonds, die größere Aareal-Anteile halten, schon angekündigt, zum Preis von 29 Euro nicht verkaufen zu wollen. Die drei Finanzinvestoren könnten die Offerte jetzt noch bis Morgen Mitternacht erhöhen - dann würde sich die Annahmefrist noch mal um zwei Wochen verlängern, aber daran scheint kaum jemand an den Märkten zu glauben. Die Aktien jedenfalls verbilligen sich um 0,8 Prozent und liegen mit 27,6 Euro je Anteil auch unter dem Angebot der Finanzinvestoren.

    09.15 Uhr - Anleger machen wieder Kasse

    Die Anleger an den deutschen Börsen bleiben nervös. Nachdem der DAX gestern 0,3 Prozent zulegen konnte, geht es nun zum Auftakt - wie erwartet - wieder nach unten, aktuell um 0,8 Prozent. Es sieht also nicht so aus, als ob der Leitindex die Marke von 16.000 demnächst wieder überschreiten könnte. Aktuell steht der Index bei 15.801. Die Anleger warten auf neue Unternehmenszahlen und Ausblicke. Erste Zahlen hat heute früh unter anderem der Modekonzern Hugo Boss vorgelegt. Das Unternehmen hat im Weihnachtsquartal weiter aufgeholt und so seine bereits angehobenen Jahresziele übertroffen. Nach ersten Berechnungen stieg der Umsatz währungsbereinigt um 43 Prozent auf knapp 2,8 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag bei 228 Millionen Euro, im vorangegangenen Jahr gab es hier noch einen hohen Verlust. Die Anleger scheinen trotzdem mehr erwartet zu haben, die Aktien sind mit 1,3 Prozent im Minus.

    08.28 Uhr - Autoverkäufe in Europa weiter eingebrochen

    Der Halbleitermangel hat den Automarkt in Europa stark schrumpfen lassen. Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen sei im Dezember um 22,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf rund 795.300 Fahrzeuge gesunken, teilte der europäische Herstellerverband ACEA in Brüssel mit. Im Gesamtjahr zählte ACEA einen Rückgang um 2,4 Prozent auf 9,7 Millionen Fahrzeuge. Damit kamen im vergangenen Jahr 3,3 Millionen Neuwagen weniger auf die Straßen als 2019, vor der Corona-Pandemie. Während Italien, Spanien und Frankreich Zuwächse verbuchten, schrumpften die Neuzulassungen in Deutschland um zehn Prozent.

    07.45 Uhr - Lindt&Sprüngli übertrifft Vorkrisenniveau

    Der Schweizer Schokoladenhersteller hat im vergangenen Jahr die Corona-bedingte Delle aus dem Jahr zuvor wieder mehr als ausgleichen können. Der Umsatz stieg um über 14 Prozent auf knapp 4,6 Milliarden Schweizer Franken, er übertraf damit das Vorkrisenniveau. Wichtige Wachstumstreiber waren Produkte für den Heimkonsum – wie es heißt - sowie die Erholung von Produkten, die verschenkt werden. Lindt & Sprüngli sei zuversichtlich, im vergangenen Jahr das Ziel einer operativen Gewinnmarge von rund 14 Prozent erreicht zu haben. Die operative Gewinnmarge drückt das Verhältnis zwischen dem Gewinn vor Zinsen und Steuern zum Umsatz aus. Im nächsten Jahr wird mit einer ähnlichen Gewinnmarge gerechnet, allerdings auch mit einem geringeren Umsatzwachstum.

    06.15 Uhr - Rohöl zieht weiter an

    Viele werden es an den Tankstellen bereits bemerkt haben, die Spritpreise haben zuletzt wieder deutlich angezogen. Als ein Grund werden die steigenden Kurse an den Terminmärkten genannt. So sind die Ölpreise auf dem höchsten Stand seit mehr als sieben Jahren. Ein Barrel, das sind 159 Liter, der Nordseesorte Brent kostet heute früh 87,33 Dollar, das ist ein Anstieg von 85 Cent. Experten verweisen zur Begründung auf die jüngsten Spannungen im Jemen-Konflikt. Dazu kommt die sich zuspitzende Krise in der Ukraine. Zudem gehen Analysten davon aus, dass die weltweite Nachfrage schon bald wieder das Angebot übersteigt. Denn die Sorgen über die möglichen negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der hochansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus hätten nachgelassen.

    Dienstag, 18.01.2022

    18.15 Uhr - Siemens verkauft Sparte für Straßenverkehrs-Technik

    Siemens verkauft seine Straßenverkehrstechnik-Tochter Yunex an den italienischen Infrastruktur-Konzern Atlantia. Das von der Unternehmerfamilie Benetton beherrschte Unternehmen zahlt 950 Millionen Euro für Yunex, wie der Münchner Technologiekonzern am Abend nach Börsenschluss mitteilte. Das ist deutlich mehr als Siemens intern erwartet hatte. Das Unternehmen hatte Yunex mit Blick auf einen Verkauf ausgegliedert, weil die Tochter nicht recht zum Portfolio der Bahntechnik-Sparte Siemens Mobility passte. Die Firma entwickelt und baut unter anderem Ampeln oder Verkehrsleitsysteme.

    17.55 Uhr - DAX steigt um 0,3 Prozent

    Die deutschen Börsen erlebten einen freundlichen und weitgehend ruhigen Wochenauftakt. Die hiesigen Anleger mussten dabei ohne Vorgaben von der Wall Street auskommen. Die US-Börsen blieben wegen eines Feiertages geschlossen. Der DAX stieg am Ende um 0,3 Prozent auf 15.934 Punkte. Der Euro notiert bei 1,1410 Dollar.

    16.31 Uhr - Traton verkauft mehr Lastwagen und meldet volle Auftragsbücher

    Der Nutzfahrzeughersteller Traton hat ein gutes Jahr hinter sich. Der Konzern mit Sitz in München hat über 40 Prozent mehr Lastwagen und Busse verkauft als im Jahr davor. Und das trotz der Engpässe bei den Halbleitern. Nach den Worten von Traton-Chef Christian Levin sind die Lieferprobleme noch immer nicht behoben. Aber dennoch blickt er zuversichtlich auch auf die kommenden Monate. Die Auftragsbücher sind voll. Vor allem der erst im vergangenen Jahr übernommene US-amerikanische Nutzfahrzeughersteller Navistar macht der VW-Tochter Freude. Besser gelaufen sind aber auch die Geschäfte bei der Marke Scania und sowie bei der Münchner Tochter MAN.

    13.16 Uhr - Wirtschaftsministerium lässt Prüfdauer bei Siltronic-Übernahme offen

    Es deutet sich an, dass die Übernahme des bayerischen Chipzulieferers durch den taiwanischen Rivalen GlobalWafers wohl scheitern wird. Das Bundeswirtschaftsministerium will sich bei der Prüfung der Übernahme nicht unter Druck setzen lassen. Überprüfungen im Außenwirtschaftsbereich seien oft sehr komplex und müssten auch genau sein, heißt es heute aus dem Ministerium. Siltronic hatte zuletzt schon beklagt, dass aus dem Wirtschaftsministerium keine Signale kommen, "ob und unter welchen Umständen eine außenwirtschaftsrechtliche Unbedenklichkeitsbescheinigung für die Übernahme durch den taiwanischen Konzern erteilt werden kann". Dabei drängt die Zeit: Bis Ende Januar muss das Ministerium grünes Licht geben, sonst ist der vor mehr als einem Jahr vereinbarte Verkauf geplatzt. Die Aktien von Siltronic brechen um 7,5 Prozent ein auf 128 Euro. Das liegt also deutlich unter dem Angebotspreis der Taiwanesen von 145 Euro.

    11.05 Uhr - Chinas Notenbank lockert überraschend Geldpolitik

    Während führende Notenbanken die geldpolitischen Zügel anziehen, hat die Notenbank Chinas eine Zinssenkung beschlossen. Die Notenbanker befürchten offenbar eine Abkühlung der Konjunktur. Denn die Wirtschaft ist im vergangenen Jahr zwar stark gewachsen, um acht Prozent, allerdings hat das Wachstumstempo im letzten Quartal des Jahres deutlich nachgelassen, deshalb senkte die Notenbank des Landes nun einen Referenzzins für mittelfristige Darlehen an einige Finanzinstitute - und zwar um 0,1 Prozentpunkte auf 2,85 Prozent. Damit sollen die Kreditkosten für Firmen gedrückt und so die Konjunktur insgesamt wieder angeschoben werden. Einige Experten erwarten nun, dass die Notenbank bald schon nachlegen wird. So heißt es bei der Commerzbank, der Zinsschritt deute an, dass die chinesischen Währungshüter über die Konjunkturaussichten stark beunruhigt seien.

    10.45 Fraport meldet Rekord-Frachtzahlen

    Das Fracht-Aufkommen am Frankfurter Flughafen Fraport ist im vergangenen Jahr auf ein zuvor nie erreichtes Niveau gestiegen. Es kletterte um fast 19 Prozent auf rund 2,3 Millionen Tonnen, wie das Unternehmen mitteilte. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 entsprecht dies einem Plus von knapp neun Prozent. Trotz der aktuellen Herausforderungen bleibe man damit eines der führenden Fracht-Drehkreuze in Europa, sagte Fraport-Chef Stefan Schulte.

    Bei den Passagierzahlen ist man von früheren Rekorden noch weit entfernt. Zwar ist die Zahl der Passagiere im vergangenen Jahr wieder deutlich gestiegen auf 24,8 Millionen, dank der gestiegenen Reisenachfrage im Sommer und der Öffnung der USA im Herbst. Allerdings wurden 2019 mehr als 70 Millionen Fluggäste abgefertigt.

    Die Anleger bleiben trotzdem zurückhaltend, die Titel tendieren nahezu unverändert bei 64,4 Euro je Aktie, damit sind sie aber deutlich über dem Jahrestief, vor einem Jahr stand der Kurs bei unter 42 Euro.

    09.50 Uhr - DAX macht ein wenig Boden gut

    An den deutschen Börsen ist die Stimmung zu Wochenbeginn ganz leicht positiv. Der DAX ist mit 0,2 Prozent im Plus und robbt sich damit wieder vorsichtig an die Marke von 16.000 Punkten heran, bei aktuell 15.917. Die Vorgaben aus Asien fielen gemischt aus. Der Nikkei in Tokio stieg um 0,7 Prozent, während der Hang Seng Index in Hongkong 0,7 Prozent abgibt. Auch müssen die Anleger in Europa ohne die Vorgaben von der Wall Street auskommen. Die US-Märkte bleiben heute wegen des Martin Luther King Days geschlossen. Unterstützung kommt von den Marktstrategen der Investmentbank JPMorgan. Sie machen sich nicht nur keine Gedanken über die Berichtssaison für das vergangene Jahr, sondern sie sind auch sehr optimistisch für die Gewinnentwicklung für das laufende Jahr. Die Markterwartungen seien zu niedrig, so ihre Begründung.

    07.05 Uhr - Präsident der Credit Suisse muss gehen

    Der Verwaltungsratspräsident der Schweizer Bank Credit Suisse hat nach einem Verstoß gegen die Quarantäneregeln des Landes seinen Job verloren. António Horta-​Osório sei nach einer Untersuchung mit sofortiger Wirkung durch das Mitglied des Verwaltungsrats Axel Lehmann ersetzt worden, teilte die Schweizer Bank mit. Der Topmanager hätte nach einer Reise von Großbritannien nach Zürich eigentlich zehn Tage in Quarantäne gehen müssen, doch er verließ das Land schon nach drei Tagen wieder in einem Privatjet. Er bedauere, dass einige seiner persönlichen Handlungen zu Schwierigkeiten für die Bank geführt hätten, begründet der Banker nun seinen Rücktritt.

    06.15 Uhr - Chinas Wirtschaft wächst um 8,1 Prozent

    In China ist die Wirtschaft im letzten Vierteljahr des Jahrs schneller gewachsen als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt stieg den Angaben des staatlichen Statistikbüros zufolge im vierten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um vier Prozent. Damit betrug das Wachstum im vergangenen Jahr insgesamt mehr als acht Prozent. Auch das liegt über den Erwartungen. Allerdings zeigen die Daten auch, dass das Tempo zum Jahresende hin deutlich nachgelassen hat. China hatte in letzter Zeit mit einer Reihe an lokalen Lockdowns durch Coronavirus-Ausbrüche zu kämpfen. Dazu kamen Stromausfälle in Industrieregionen wegen Energieknappheit. Zudem verzeichnete das Land in den vergangenen Monaten einen Einbruch des wichtigen Immobilienmarktes.

    An den Aktienmärkten in Asien zeigt sich heute früh ein gemischtes Bild. Während der Hang Seng Index in Hongkong 0.6 Prozent nachgibt, kann der Nikkei in Tokio 0,7 Prozent zulegen.

    Montag 17.02.2022

    22.12 Uhr – Dow Jones verliert nach Konjunktur- und Firmenzahlen

    Ein verpatzter Start in die US-Bilanzsaison hat bei Anlegern für lange Gesichter gesorgt. Die Großbanken JPMorgan und Citigroup konnten mit ihren Geschäftszahlen nicht überzeugen. Zudem schrumpften die Einzelhandelsumsätze im Dezember überraschend um 1,9 Prozent.

    Der Dow Jones verlor 0,5 Prozent. Hingegen konnte die US-Technologiebörse Nasdaq 0,5 Prozent zulegen.

    20.52 Uhr - EZB-Direktorin Isabel Schnabel zu Zinserhöhungen

    Die Europäische Zentralbank sollte die Zinsen nach Ansicht von EZB-Direktorin Isabel Schnabel nicht vorschnell erhöhen. Die EZB gehe davon aus, dass die Inflation in ein bis drei Jahren deutlich sinken werde, sagte sie der Süddeutschen Zeitung. Darum dürften die Zinsen nicht zu früh erhöht werden. Das könnte dazu führen, dass der Aufschwung abgewürgt würde, so die EZB-Direktorin.

    17.52 Uhr – DAX mit Tages- und Wochenminus

    Zum Wochenausklang enttäuschten US-Wirtschaftsdaten. Unter anderem sind die Einzelhandelsumsätze im Dezember überraschend geschrumpft. Geschäftszahlen von verschiedenen US-Großbanken konnten nicht überzeugen.

    Der DAX gab heute 0,9 Prozent nach auf 15.883 Punkte. Über die Woche ergibt sich ein Abschlag von 0,5 Prozent.

    13.10 Uhr - BIP profitiert vom "BioNTech-Effekt"

    Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft wäre 2021 ohne den geschäftlichen Erfolg von BioNTech mit seinem Covid-19-Impfstoff eine Nummer kleiner ausgefallen. Etwa 0,5 Prozent dürfte das mittlerweile weltbekannte Mainzer Unternehmen zum Bruttoinlandsprodukt beigetragen haben, schätzen sowohl das gewerkschaftsnahe Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) als auch das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW). Es gebe einen deutlichen BioNTech-Effekt, sagte der Wissenschaftliche Direktor des IMK, Sebastian Dullien. Die deutsche Wirtschaft ist dem Statistischen Bundesamt zufolge 2021 um 2,7 Prozent gewachsen. Ohne den BioNTech-Erfolg hätte es nur zu 2,2 Prozent gereicht, denn auch zum Wachstum habe das Unternehmen einen halben Prozentpunkt beigesteuert.

    10.12 Uhr - BIP um 2,7 Prozent gewachsen

    Die deutsche Wirtschaft hat nach dem Einbruch in der Corona-Krise 2020 im zweiten Jahr der Pandemie wieder etwas Tritt gefasst. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent, so die erste Schätzung des Statistischen Bundesamts. Wirtschaftsforscher hatten eigentlich mit einem etwas höheren Wachstum gerechnet.

    09.49 Uhr - Chinesischer Handelsüberschuss steigt auf Rekordhoch

    Im vergangenen Jahr stieg der Handelsüberschuss der Volksrepublik auf 676 Milliarden Dollar. Das ist wahrscheinlich der höchste Wert, den ein Land jemals erzielt hat. Ungeachtet der Halbleiterknappheit, die die Produktion beeinträchtigte, legten die Exporte um 29,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu, geht aus den aktuellen Daten aus China hervor. Insgesamt stiegen die Exporte im vergangenen Jahr auf 3,3 Billionen Dollar.

    An der Börse in Shanghai büßt der Shanghai-Composite ein Prozent ein.

    09.16 Uhr - DAX startet mit Verlusten

    Vor Beginn der Bilanzberichtssaison heute in den USA und angesichts der rasant steigenden Neuinfektionszahlen sowie dem Vormarsch der Omikron-Variante sind die Anleger nervös und nehmen immer wieder einmal ein paar Gewinne mit. Der DAX verliert jetzt 0,6 Prozent auf 15.932 Punkte. Auch bei den Nebenwerten geht es nach unten. Der MDAX gibt ein halbes Prozent ab, der TecDAX 0,9 Prozent nach den schwachen Vorgaben der US-Technologiebörse. Die Zahlen von SAP werden gut aufgenommen. Die Aktie gewinnt rund zwei Prozent udn belegt damit Platz eins der DAX-Gewinnerliste. Der Euro steht bei 1,14 72 Dollar

    07.35 Uhr - Zuversicht bei SAP

    Im laufenden Jahr sollen die Clouderlöse währungsbereinigt um 23 bis 26 Prozent auf bis zu 11,85 Milliarden Euro klettern, gab der Walldorfer Softwarehersteller gestern nach US-Börsenschluss bekannt. Auch im vergangenen Jahr erhöhten sich die Erlöse aus dem Cloudgeschäft kräftig. Insgesamt stiegen die Umsätze um fünf Prozent auf 24,41 Milliarden Euro und lagen damit über den eigenen Erwartungen. Die mehrmals angehobene Gewinnprognose wurde ebenfalls übertroffen. Das währungsbereinigte Betriebsergebnis stieg um ein Prozent auf 8,41 Milliarden Euro. Neben dem Ausblick und den vorläufigen Quartals- und Jahreszahlen gab SAP ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu einer Milliarde Euro bekannt, das vom 1. Februar bis 31. Dezember erfolgen soll.

    07.12 Uhr - Gedrückte Stimmung zu Wochenschluss

    An den Börsen in Asien dämpft die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante die Kauflaune. Der japanische Leitindex Nikkei schloss vor wenigen Minuten mit einem Minus von 1,3 Prozent bei 28.124 Punkten. In Hongkong und Shanghai geht es zur Stunde um jeweils 0,6 Prozent bergab. Der Euro notiert mit 1,14 80 Dollar.

    06.08 Uhr - Evergrande verschafft sich Atempause

    Der hoch verschuldete chinesische Immobilienkonzern hat bei seinen Gläubigern einen Zahlungsaufschub für eine Yuan-Anleihe erwirkt. Es wäre der erste Ausfall bei Inlandspapieren gewesen. Unterdessen wächst der Druck auf andere chinesische Immobilienentwickler, die inzwischen ebenfalls Gläubiger um Aufschub bitten mussten. Die Weltbank warnte in ihrem Wirtschaftsprognosebericht diese Woche davor, dass ein schwerer und anhaltender Abschwung im chinesischen Immobiliensektor erhebliche Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft haben könnte. Die Schulden der Baukonzerne bei heimischen und ausländischen Investoren beliefen sich auf insgesamt fast 30 Prozent der Wirtschaftsleistung Chinas. Evergrande-Aktien sind nach der Abwendung des Zahlungsausfalls in Hongkong leicht um 1,2 Prozent gestiegen.

    Freitag, 14. Januar 2022

    22.12 Uhr – Dow Jones und Nasdaq rutschen tiefer ins Minus

    Gespannt sind Anleger in den USA auf die Berichtssaison der Unternehmen. Morgen öffnen die Großbanken Citigroup, JPMorgan und Wells Fargo ihre Bücher.

    An den US-Aktienmärkten waren Anleger zurückhaltend und wurden im Laufe des Handels immer vorsichtiger. Der Dow Jones verlor schließlich 0,5 Prozent. Die US-Technologiebörse Nasdaq gab 2,5 Prozent nach.

    21.46 Uhr – Börsenwert von Ford erstmals über 100 Milliarden Dollar

    Der US-Autobauer Ford hat erstmals in seiner Geschichte einen Börsenwert von 100 Milliarden Dollar überschritten. Börsianer begründeten die Aufschläge mit dem Elektroauto-Optimismus. Ford will die Produktion seines Modells Mustang Mach-E bis 2023 auf 200.000 Einheiten pro Jahr verdreifachen. Ford ist nun mehr wert als der Rivale General Motors. Allerdings erreicht der Elektro-Autobauer Tesla sogar einen Börsenwert von mehr als einer Billion Dollar.

    19.03 Uhr – Münchner Wacker Chemie besser als erwartet

    Der Münchner Spezialchemiekonzern Wacker Chemie hat den operativen Gewinn im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt und die Erwartungen damit deutlich übertroffen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) für 2021 liegt bei rund 1,5 Milliarden Euro. Vor allem die hohe Nachfrage nach Silizium für Solarzellen und die Chip-Branche beflügelte Wacker im abgelaufenen Jahr. Gegen stark steigende Rohstoffpreise - etwa für Siliziummetall - und Währungseffekte hatte sich der Familienkonzern mit teilweise kräftigen Preiserhöhungen erfolgreich gestemmt.

    17.52 Uhr – DAX knapp über 16.000 Punkte Marke

    Gefragt waren Chip-Werte, wie der Münchner DAX-Konzern Infineon. Der Rekordgewinn des weltgrößten Auftragsfertigers TSMC hellt die Stimmung unter Anlegern auf. Infineon Aktien verteuerten sich um 2,2 Prozent.

    Der DAX stieg um 0,1 Prozent auf 16.032 Punkte.

    14.10 Uhr - VW fährt wegen Corona Werk in China herunter

    Volkswagen hat wegen eines Covid-Ausbruchs in der Belegschaft sein Werk in Tianjin vorübergehend heruntergefahren. Die Autofabrik in Nordchina, die etwa 100 Kilometer von der Hauptstadt Peking entfernt liegt, habe bereits zu Wochenanfang den Betrieb eingestellt, nachdem sich Mitarbeiter mit dem Virus angesteckt hätten, sagte ein Sprecher. An dem Standort betreibt VW zusammen mit seinem chinesischen Partner FAW ein Komponentenwerk und einen Betrieb für Automatikgetriebe. Beide Werke hätten alle Mitarbeiter in dieser Woche zwei Mal getestet und warteten nun auf die Ergebnisse. Man hoffe, die Produktion bald wieder aufnehmen und die Ausfälle nachholen zu können. Volkswagen hat seit Ausbruch der Pandemie vor gut zwei Jahren in China an mehreren Standorten die Produktion vorübergehend stoppen müssen. Die VW-Aktie liegt knapp im Plus.

    12.05 Uhr - DAX tritt auf der Stelle

    An den Börsen bestimmt heute Zurückhaltung das Geschehen. Der deutsche Aktienmarkt tritt auf der Stelle. Der DAX zeigt sich wenig verändert knapp oberhalb der Marke 16.000. Händler sprachen von einem lustlosen Geschäft ohne große Impulse. Gespannt warten die Anleger vor allem auf den Start der Berichtssaison in den USA. Sie beginnt morgen mit den Quartalszahlen der Großbanken Citigroup, JP Morgan und Wells Fargo. Ein Faktor ist auch das Pandemie-Geschehen. Der sprunghafte Anstieg der Coronavirus-Infektionen mache die Investoren vorsichtig, hieß es am Markt. Durch die Ausbreitung der Variante Omikron war die Zahl der gemeldeten Neuansteckungen in Deutschland gestern ja erstmals über die Schwelle von 80.000 gestiegen.

    11.36 Uhr - SMA Solar senkt Ergebnisprognose

    Dem Solartechnikkonzern macht ein Vertragsstreit mit einem Auftraggeber einen Strich durch die Rechnung. Daher hat SMA Solar seine Gewinnschätzungen in etwa halbiert. Der Konzern geht nun nur noch von einem operativen Ergebnis zwischen 20 und 30 Millionen Euro aus statt der ursprünglich geplanten 50 bis 65 Millionen Euro. Den Anlegern gefällt das nicht. Die Aktie ist mit einem Minus von 9,4 Prozent größter Verlierer im TecDAX. Der verliert 0,4 Prozent. Der DAX notiert fast unverändert mit 16.005 Punkten.

    11.16 Uhr - IMK rechnet mit 4,5 Prozent Wirtschaftswachstum

    Trotz der Belastungen durch die Omikron-Variante rechnet das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung in diesem Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 4,5 Prozent in Deutschland. Zwar werde die sich rasch ausbreitende Corona-Variante die Wirtschaftsentwicklung im Winterhalbjahr bremsen, doch werde sich die Wirtschaft ab dem 2. Quartal erholen und dann von Nachholeffekten profitieren, so das IMK. Auch die Lieferengpässe würden dann nachlassen.

    10.18 Uhr - VW stoppt in Nord-China Produktion

    Volkswagen hat wegen eines Covid-Ausbruchs in der Belegschaft sein Werk in Tianjin vorübergehend heruntergefahren. Die Autofabrik, die etwa 100 Kilometer von der Hauptstadt Peking entfernt liegt, habe bereits zu Wochenanfang den Betrieb eingestellt, nachdem sich Mitarbeiter mit dem Virus angesteckt hätten, sagte heute ein VW-Sprecher. Am Standort betreibt VW zusammen mit seinem chinesischen Partner FAW ein Komponentenwerk und einen Betrieb für Automatikgetriebe. Beide Werke hätten alle Mitarbeiter in dieser Woche zwei Mal getestet und warteten nun auf die Ergebnisse. Man hoffe, die Produktion bald wieder aufnehmen zu können und die Ausfälle nachzuholen. Die VW-Aktie gehört mit einem Minus von jetzt einem Prozent zu den großen Verlierern im DAX. Der notiert 0,3 Prozent leichter mit 15.967 Punkten.

    09.45 Uhr - Adler Group verkauft knapp 15.000 Wohnungen an KKR

    Der von hohen Schulden belastete Immobilieninvestor verschafft sich damit finanziell weiter Luft. Adler habe eine Vereinbarung mit KKR zur Übernahme der vor allem in Ostdeutschland gelegenen knapp 15.000 Wohnungen unterzeichnet, teilte das Unternehmen am Morgen mit. Der vereinbarte Immobilienwert betrage 1,05 Milliarden Euro. Die Adler Group erwarte aus der Transaktion einen Nettoerlös von rund 600 Millionen Euro. KKR kündigte an, das Tochterunternehmen Velero werde die Bewirtschaftung des vorwiegend aus Mietwohnungen bestehenden Portfolios übernehmen. Die Aktie der Adler Group ist um 7 Prozent nach oben geschnellt. Der SDAX gewinnt 0,2 Prozent.

    09.14 Uhr- DAX startet mit kleinen Verlusten

    Nach gemischten Vorgaben aus Tokio und New York verliert der DAX rund eine Viertelstunde nach Handelsbeginn 0,2 Prozent auf 15.984 Punkte. Gegen den schwachen Trend legt die Aktie von Infineon rund ein Prozent zu und ist größter DAX-Gewinner. Zuvor hatte der Chipriese TSMC aus Taiwan über ein Rekordergebnis im vierten Quartal berichtet von umgerechnet 5,26 Milliarden Euro. Er blickt mit Optimismus in die Zukunft. Daher gehen die Anleger auch von guten Aussichten für die deutsche Chipbranche aus. Die Papiere von Aixtron im TecDAX legen ein halbes Prozent zu. Der Index selbst verbucht ein Minus von 0,6 Prozent. Das Papier des Solartechnik-Konzerns SMA Solar ist hier um 7 Prozent eingebrochen, weil er seine Ergebnisprognose drastisch gesenkt hat. Der Euro steht bei 1, 14 74 Dollar.

    08.02 Uhr - Chip-Riese TSMC meldet Rekordgewinn

    Die hohe Nachfrage nach Halbleitern für Smartphones, Laptops und anderen technischen Geräten hat dem weltgrößten Chipauftragsfertiger TSMC aus Taiwan zu einem Rekordgewinn verholfen. Das Nettoergebnis kletterte von Oktober bis Dezember um rund 16 Prozent auf umgerechnet 5,26 Milliarden Euro und damit stärker als von Analysten erwartet. Der Umsatz stieg um rund 24 Prozent, teilte der Zulieferer von Apple und Qualcomm mit. TSMC geht davon aus, dass die Chipknappheit in diesem Jahr andauern werde. Die Auftragsbücher sind dem Unternehmen zufolge jedenfalls voll gefüllt. Um die Nachfrage zu bedienen, will Asiens wertvollste börsennotierte Firma in den nächsten Jahren 100 Milliarden Dollar investieren, unter anderem in neue Technologien. Zudem verhandelt TSMC über den Bau von Fabriken, auch in Deutschland. Die Aktie hat in Taipeh heute nur leicht zugelegt um 0,2 Prozent.

    07.07 Uhr - Corona-Sorgen: Nikkei schließt im Minus

    In Japan sind die Coronavirus-Infektionen sprunghaft angestiegen. Erstmals seit Monaten verzeichnet das Land wieder mehr als 10.000 Neuinfektionen und vor allem die Omikron-Variante verbreitet sich in rasantem Tempo. Laut Kabinettschef Hirokazu Matsuno müssten sich die Japaner darauf einstellen, dass die rasche Ausbreitung der Infektionen anhalte und die Anleger beginnen zu glauben, dass sich die wirtschaftliche Normalisierung verzögern wird. Das hat die Kauflaune gebremst. Der Nikkei-Index schloss mit einem Minus von einem Prozent auf dem Endstand von 24.489 Punkten. Auch an der Börsen in Shanghai geht es um ein Prozent nach unten. In Seoul steht ein Minus von 0,4 Prozent zu Buche. Der Euro ist auf 1, 14 42 Dollar gestiegen.

    06.10 Uhr - Fed-Direktorin Brainard: Kontrolle der Inflation ist wichtigste Aufgabe

    Nach dem neuen Rekord bei der Inflation in den USA soll heute Fed-Direktorin Lael Brainard, die designierte Stellvertreterin von US-Notenbankchef Gerome Powell, dem US-Senat Rede und Antwort stehen. Und in Auszügen ihrer vorab veröffentlichten Rede heißt es, dass die Kontrolle der Inflation derzeit die wichtigste Aufgabe für die US-Notenbank sei. Die USA erlebten gegenwärtig den stärksten Aufschwung beim Wachstum und den stärksten Rückgang bei der Arbeitslosigkeit im Zuge einer Wirtschaftserholung in den vergangenen fünf Dekaden. Doch die Inflation sei zu hoch und die arbeitende Bevölkerung in den USA sei besorgt, ob die Gehälter für Anschaffungen ausreichten. Die Geldpolitik der Fed sei darauf fokussiert, die Inflation wieder auf zwei Prozent zu drücken und dabei die Konjunkturerholung zu erhalten.

    Donnerstag, 13. Januar 2022

    22.12 Uhr – Dow Jones und Nasdaq mit kleinen Gewinnen

    Nach neuen US-Konjunkturdaten legten der Dow Jones und die Technologiebörse Nasdaq jeweils rund 0,2 Prozent zu.

    Zahlen vom chinesischen Automarkt machten Anlegern Mut. Im vergangenen Jahr stieg der Absatz von Elektrofahrzeugen auf dem weltgrößten Automarkt um fast 160 Prozent auf 3,5 Millionen Einheiten. Daraufhin notierten Aktien des amerikanischen Herstellers Tesla oder der chinesischen Autobauer Nio und Xpeng durchschnittlich fünf Prozent höher.

    20.52 Uhr – US-Notenbank-Konjunkturbericht „Beige Book“

    In den USA ist die Wirtschaft der Notenbank Fed zufolge zuletzt in einem mäßigen Tempo gewachsen. Der Ausblick für die nähere Zukunft bleibe in den meisten Fed-Bezirken überwiegend positiv, heißt es im veröffentlichten "Beige Book". US-Notenbankchef Jerome Powell signalisierte zuletzt vor einem Kongressausschuss, dass es mit der sehr lockeren geldpolitische Linie wohl bald vorbei und die Wirtschaft trotz Corona für eine straffere Geldpolitik bereit sei.

    17.52 Uhr – DAX knackt knapp Marke von 16.000 Punkten

    Neue Inflationsdaten aus den USA sind weiter hoch. Sie liegen aber im Rahmen der Erwartungen. Die US-Notenbank dürfte Experten zufolge bei ihrem Plan der Zinswende bleiben. Anleger waren erleichtert. Der Dax legte 0,4 Prozent zu auf 16.010 Punkte.

    14.00 Uhr - Volkswagen mit deutlichem Absatzrückgang

    Der weltweite Halbleitermangel hat den Absatz des Volkswagen-Konzerns auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren fallen lassen. Der Konzern lieferte im vergangenen Jahr rund 8,9 Millionen Pkw, Lastwagen und Busse aus, 4,5 Prozent weniger als im schon schwachen ersten Corona-Jahr 2020. Besonders deutlich waren die Rückgänge auf dem größten Einzelmarkt China. Zuletzt hatten die Auslieferungen des VW-Konzerns im Jahr 2011 unter der Marke von neun Millionen gelegen. Die Aktie von Volkswagen liegt 1 Prozent im Plus.

    11.55 Uhr Ölpreis zieht weiter an

    Trotz der rasant zulegenden Infektionszahlen der Corona-Variante Omikron steigt der Ölpreis. Die Sorte Brent verteuert sich um ein halbes Prozent auf über 84 Dollar pro Barrel. Damit hat der Preis wieder das Niveau vor der Ausbreitung von Omikron vor zwei Monaten erreicht. Händler erklärten: Investoren erwarten trotz Omikron eine weitere Erholung der Nachfrage. Dazu trug auch US-Notenbankchef Jerome Powell mit seinem gestrigen Auftritt vor dem US-Senat bei, bei dem er sich positiv zu den Konjunktur-Erwartungen äußerte. Anleger rechneten nach seinen Äußerungen damit, dass die geldpolitischen Zügel nicht ganz so schnell angezogen werden wie zuletzt befürchtet.

    11.10 Uhr - BaFin will Widerstandsfähigkeit der Banken stärken

    Die deutschen Finanzaufseher wollen wegen gestiegener Risiken im Finanzsystem von den Banken wieder höhere Krisenpolster verlangen. Sie empfehlen, den sogenannten antizyklischen Kapitalpuffer von aktuell Null Prozent auf 0,75 Prozent anzuheben, sagte heute der Chef der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Mark Branson. Zudem solle ein zusätzlicher Puffer für Wohnimmobilienkredite von zwei Prozent eingeführt werden.

    Die Aktien deutscher Banken zeigen sich zur Stunde nur wenig verändert. Der DAX gewinnt 0,4 Prozent auf 16.008 Punkte. Der Euro steht bei 1,13 67 Dollar.

    09.27 Uhr - Kursfeuerwerk bei der Aktie von Teamviewer

    Der Hersteller von Software für den Fernzugriff, die Fernsteuerung und die Fernwartung von Computern und anderen Endgeräten hat im vergangenen Jahr operativ etwas mehr Gewinn gemacht als zuletzt in Aussicht gestellt. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen werde voraussichtlich zwischen 254 und 257 Millionen Euro liegen, teilte das MDAX-Unternehmen aus Göppingen am Morgen mit auf Basis vorläufiger Zahlen. Das sind rund 47 Prozent Marge bezogen auf die in Rechnung gestellten Umsätze. Die Aktie ist um 12,7 Prozent nach oben geschossen. Der MDAX gewinnt 0,7 Prozent.

    09.16 Uhr - BMW mit Absatzrekord

    Der Autokonzern aus Bayern hat trotz der Chipkrise 2021deutlich mehr Autos verkauft als im ersten Corona-Jahr. Der Absatz des Konzerns, zu dem neben der Kernmarke BMW auch Mini, Rolls-Royce und Motorräder gehören, stieg um 8,4 Prozent auf gut 2,5 Millionen Fahrzeuge, teilte BMW soeben mit. Die Kernmarke BMW schaffte sogar einen Absatzrekord: die Verkäufe legten um 9,1 Prozent auf 2,2 Millionen Autos zu. Damit eroberten die Münchner die Krone im Premiumsegment zurück und liegen wieder vor Mercedes-Benz. BMW profitierte von der hohen Nachfrage in den USA. Hier schnellte der Absatz um knapp ein Fünftel hoch. Im größten Einzelmarkt China verkauften die Münchner 8,9 Prozent mehr Autos.

    Die Aktie von BMW gewinnt hierzulande eine Viertelstunde nach Handelsstart 0,7 Prozent. Der DAX legt 0,5 Prozent zu auf 16.015 Punkte. Der Euro notiert mit 1,13 63 Dollar.

    08.15 Uhr - Umfrage: Deutsche Wirtschaft 2021 um 2,7 Prozent gewachsen

    Die deutsche Wirtschaft hat Ökonomen zufolge im vergangenen Jahr wegen Materialengpässen und Pandemie-Auflagen nur einen Teil der 2020 erlittenen Corona-Verluste wettgemacht. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte um 2,7 Prozent zugelegt haben, geht aus der aktuellen Reuters-Umfrage unter 20 Volkswirten von deutschen und internationalen Banken hervor. 2020 war Europas größte Volkswirtschaft um 4,6 Prozent eingebrochen.

    07.15 Uhr - Asien-Börsen freundlich

    In Tokio schloss der Nikkei-Index mit einem Plus von 1,9 Prozent auf dem Endstand von 28.766 Punkten. Die Äußerungen des US-Notenbankchefs Powell, der US-Zinserhöhungen ab März signalisiert hatte, wurden als Zeichen der Stärke und Zuversicht aufgenommen. An der Börse in Shanghai geht es um 0,8 Prozent nach oben, in Hongkong um 2,7 Prozent und in Seoul um 1,4 Prozent. Der Euro notiert am Morgen bei 1,13 75 Dollar.

    06.48 Uhr - Inflation in China rückläufig

    Der chinesische Verbraucherpreisindex stieg im Dezember um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Ökonomen hatten einen etwas höheren Anstieg von 1,8 Prozent erwartet. Insgesamt kletterte er im vergangenen Jahr um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Anstieg der Erzeugerpreise lag im Dezember bei 10,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, aber auch hier hatten Ökonomen mit einem etwas höheren Anstieg gerechnet. Die rückläufige Inflation ist Folge von Maßnahmen, die die Regierung in Peking gegen hohe Rohstoffpreise und Energieknappheit eingeleitet hatte. Dazu gehörte eine Anordnung zur Senkung der Preise heimischer Kohle. Die schwächere Inflation gibt Spielraum für geldpolitische Lockerungen in China.

    06.18 Uhr - US-Leitzinserhöhung vielleicht schon im März

    US-Notenbankchef Jerome Powell hat angesichts der guten Wirtschaftsentwicklung und der hohen Inflationsrate ab März eine Erhöhung des Leitzinses signalisiert. Die Fed werde ihre milliardenschweren Anleihekäufe im März abschließen und danach den Leitzins im Lauf des Jahres erhöhen, sagte Powell gestern bei einer Anhörung im US-Senat. Powell betonte, der Arbeitsmarkt habe sich weitgehend von der Corona-Krise erholt. Die größte Gefahr sei nicht mehr ein Mangel an Stellen, sondern die Inflation. Auch einige Mitglieder der US-Notenbank hatten gestern erste Zinserhöhungen bereits im März signalisiert. Aktuelle Daten zur Teuerungsrate in den USA im Dezember werden heute bekannt gegeben.

    Mittwoch, 12. Januar 2022

    22.12 Uhr Dow Jones nach Powell-Aussagen im Plus

    US-Notenbankchef Jerome Powell hat bei einer Anhörung im US-Senat angesichts der guten Wirtschaftsentwicklung und der hohen Inflationsrate für die Zeit ab März eine Erhöhung des Leitzinses signalisiert. Powell betonte, der Arbeitsmarkt habe sich weitgehend von der Corona-Krise erholt.

    Der Dow Jones legte 0,5 Prozent zu. Die US-Technologiebörse Nasdaq stieg um 1,3 Prozent.

    19.58 Uhr – BioNTech Aktie unter Druck

    Gedämpfte Hoffnungen auf eine rasche Verfügbarkeit eines speziell auf die Omikron-Variante des Coronavirus zugeschnittenen Impfstoffs setzen Impfstoffherstellern zu. Die Aktien von BioNTech, Moderna und Novavax fallen an der Wall Street um jeweils rund vier Prozent. Der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge bedarf es weiterer Forschung, bevor ein solches Serum einsatzfähig ist.

    Zwar bekräftigte BioNTech heute anlässlich der virtuell abgehaltenen JP Morgan Health Care Conference, dass ein an die Omikron-Variante des Coronavirus angepasster Impfstoff im März zur Verfügung stehen könnte. Das scheint der Aktie aber erstmal nicht zu helfen.

    17.52 Uhr – DAX-Erholung

    Der DAX konnte sich vom gestrigen Kursrutsch erholen und hat die Marke von 16.000 Punkten im Blick. Der Dax legte 1,1 Prozent zu auf 15.942 Punkte.

    Zu den Gewinnern im DAX gehörte der Essenslieferant Delivery Hero mit einem Plus von 4,9 Prozent. Delivery Hero rechnet nach der Übernahme des spanischen Konkurrenten Glovo in seinem Kerngeschäft bald damit, zumindest operativ profitabel zu werden.

    15.10 Uhr - Audi verkauft 2021 erneut weniger Autos

    Audi hat im vergangenen Jahr 1,68 Millionen Autos verkauft und damit nochmals 0,7 Prozent weniger als im bereits coronageprägten Vorjahr. Dabei hatte 2021 eigentlich stark angefangen. Doch nach einem Bestwert im ersten Halbjahr sei der Absatz im zweiten Halbjahr vom Halbleiter-Engpass ausgebremst worden, so die Ingolstädter Volkswagen-Tochter. In seinem wichtigsten Markt China lieferte Audi knapp 700.000 Autos aus - 3,6 Prozent weniger als 2020. Besonders das vierte Quartal sei vom Halbleiter-Engpass für vor Ort gebaute Fahrzeuge geprägt gewesen. In Europa blieben die Ingolstädter knapp unter Vorjahresniveau. In Deutschland brach der Absatz um 15,6 Prozent ein. In den USA ging es dagegen um 5 Prozent aufwärts. Insgesamt hat sich damit der Rückstand auf den bayerischen Rivalen BMW vergrößert. Die Münchener hatten im vergangenen Jahr mit 2,2 Millionen verkauften Autos ihrer Kernmarke einen Rekord erreicht.

    14.05 Uhr - BioNTech erwartet anhaltend hohe Nachfrage

    BioNTech erwartet in diesem Jahr mit seinem Covid-19-Impfstoff Umsätze von bis zu 17 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr dürfte der Umsatz wie bislang vorhergesagt bei 16 bis 17 Milliarden Euro gelegen haben. Im jetzt laufenden Jahr geht Vorstandschef Ugur Sahin von einer Spanne von 13 bis 17 Milliarden aus, wie aus einer heute veröffentlichten Investoren-Präsentation hervorgeht. BioNTech bekräftigte, dass ein an die Omikron-Variante des Coronavirus angepasster Impfstoff bereits im März zur Verfügung stehen könnte. Insgesamt strebt das Unternehmen in diesem Jahr weiterhin eine Produktionskapazität von bis zu vier Milliarden Impfdosen an. Die BioNTech-Aktie liegt knapp im Plus.

    11.55 Uhr - Lagarde: EZB nimmt Inflations-Sorgen ernst

    Die Europäische Zentralbank ist laut ihrer Präsidentin Christine Lagarde mit Blick auf Inflationsrisiken auf der Hut. Der EZB sei bewusst, dass steigende Preise vielen Menschen Sorge bereiten, und man nehme diese Sorge sehr ernst, sagte sie heute in einer Feierstunde zum Stabwechsel an der Spitze der deutschen Bundesbank, die nun von dem Ökonomen Joachim Nagel als Nachfolger von Jens Weidmann geleitet wird. Die Menschen könnten sich darauf verlassen, dass die EZB unerschütterlich an ihrem Preisstabilitätsziel festhalte, so Lagarde. Die Inflation im Euro-Raum ist im Dezember überraschend auf ein erneutes Rekordhoch gestiegen. Waren und Dienstleistungen kosteten durchschnittlich 5,0 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, angetrieben von teurer Energie. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Statistik 1997.

    10.24 Uhr - Hellofresh kündigt Aktienrückkäufe an

    Der Versender von Kochboxen will eigene Aktien zurückkaufen. Das Volumen liege bei bis zu 250 Millionen Euro und damit bei rund 2,4 Prozent der aktuellen Marktkapitalisierung, hat das Unternehmen gestern Abend mitgeteilt. Eine erste Tranche von bis zu 125 Millionen Euro soll bereits heute erworben werden, die zweite Hälfte im späteren Jahresverlauf. Gekaufte Aktien sollen eingezogen oder für Mitarbeiterbeteiligungs-Programme verwendet werden. Das beschert der Aktie von Hellofresh ein Plus von 3,3 Prozent.

    09.05 Uhr - Kurssprung bei Delivery Hero - DAX startet im Plus

    Die Aktie des weltweit tätigen Essenslieferdienstes Delivery Hero gewinnt kurz nach Handelsstart rund 8 Prozent und ist mit Abstand größter DAX-Gewinner. Das Berliner DAX-Unternehmen erwartet mit dem Essensliefergeschäft voraussichtlich im zweiten Halbjahr die Gewinnschwelle zu erreichen. Der DAX ist mit einem Plus gestartet und gewinnt jetzt 0,9 Prozent auf 15.902 Punkten. Größter Verlierer ist das Papier der Deutschen Bank mit minus 1,6 Prozent, das der Commerzbank verliert im MDAX 2,9 Prozent, weil der Finanzinvestor Cerberus sich in der Nacht von Aktienpaketen der beiden Finanzinstitute getrennt hat.

    07.47 Uhr - Gebremster VW-Absatz in China

    Die Verkäufe der Volkswagen-Gruppe auf ihrem größten Einzelmarkt ist im vergangenen Jahr um 14 Prozent eingebrochen. Grund sei der Mangel an Halbleitern und die Probleme in den Lieferketten, sagte VW-China-Chef Stephan Wöllenstein in Peking. Der Rückgang habe vor allem die Volumenmarken Volkswagen und Skoda betroffen, die Premiummarke Audi habe mit einem Minus von 3,6 Prozent weniger schlecht abgeschnitten. Porsche habe sogar 8 Prozent mehr und Bentley sogar 43 Prozent mehr Autos verkaufen können. In diesem Jahr will die Volkswagengruppe aber wieder kräftig aufholen, sagte der VW-China-Chef und vor allem mehr Elektroautos absetzen.

    07.05 Uhr - Zinswende rückt näher - Anleger zurückhaltend

    Vor wichtigen US-Inflationsdaten morgen sind die Börsen in Wartestellung. In Tokio schloss der Nikkei-Index 0,9 Prozent schwächer mit 28.222 Punkten. In Shanghai geht es um 0,4 Prozent nach unten, der Dow Jones an der Wall Street hatte gestern ein halbes Prozent verloren. Für Dezember rechnen Experten mit einer Inflationsrate in den USA von voraussichtlich sieben Prozent im Jahresvergleich. Und das spreche dafür, dass die Zinssätze von der US-Notenbank eher früher als später erhöht werden, um dem Preisanstieg Einhalt zu gebieten, hört man den Börsen. Und auch in der Führungsetage der US-Notenbank mehren sich die Hinweise auf eine baldige Zinswende. So sagte der Chef des Zentralbankbezirks Richmond, Thomas Barkin, gestern dem „Wall Street Journal“, dass eine Zinserhöhung bereits im März denkbar sei.

    Der Euro steht am Morgen bei 1,13 42 Dollar.

    6.20 Uhr - Delivery Hero sieht schwarze Zahlen

    Der weltweit tätige Essenslieferdienst Delivery Hero aus Deutschland erwartet, dass er mit seinem Kerngeschäft in der zweiten Jahreshälfte die Gewinnschwelle erreichen wird. Zudem geht das Berliner DAX-Unternehmen nach eigenen Angaben davon aus, im vierten Quartal einen bereinigten operativen Gewinn zwischen null und 100 Millionen Euro zu erzielen. Zudem bestätigt Delivery Hero sein langfristiges Ziel einer bereinigten operativen Gewinnmarge von fünf bis acht Prozent.

    Dienstag, 11. Januar 2022

    22.12 Uhr – Zinssorgen belasten Dow Jones

    In der Führungsetage der amerikanischen Notenbank mehren sich die Hinweise auf eine baldige Zinswende. Mit Sorgen um höhere Zinsen und teurere Kredite verlor der Dow Jones 0,5 Prozent.

    Am Dienstag wird US-Notenbank-Chef Jerome Powell vom Bankenausschuss des Senats zu seiner Nominierung für eine zweite Amtszeit an der Spitze der Fed angehört werden. Dabei dürfte er auch zu seiner Einschätzung der US-Konjunktur befragt werden und womöglich Hinweise zum Zeitrahmen für die geplante Zinswende geben.

    21.22 Uhr Airbus vs. Boeing

    Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat im zweiten Corona-Jahr mehr als 600 Verkehrsjets ausgeliefert und damit sein Ziel leicht übertroffen. Dank eines Schlussspurts im Dezember fanden im Gesamtjahr 611 Maschinen den Weg zu den Kunden, wie der DAX-Konzern am Abend mitteilte. Das waren acht Prozent mehr als 2020. Damit blieb Airbus aller Voraussicht nach das dritte Jahr in Folge weltgrößter Flugzeughersteller vor dem US-Konkurrenten Boeing.

    19.42 Uhr – Cerberus reduziert Anteile an Commerzbank und bei der Deutschen Bank

    Der Finanzinvestor Cerberus bläst nach gut vier Jahren zum Rückzug aus den deutschen Großbanken. Cerberus wirft über Nacht Teile seiner 2017 erworbenen Aktienpakete an der Deutschen Bank und der Commerzbank auf den Markt, wie die mit der Transaktion betraute Investmentbank mitteilte. Die Spekulationen auf eine Fusion der beiden Großbanken hatten sich nie erfüllt. Cerberus dürfte bei der Anteilsreduzierung Verluste hinnehmen.

    17.52 Uhr – DAX mit schwachem Wochenstart

    Der DAX büßte etwas mehr als ein Prozent ein auf 15.768 Punkte. Anleger sorgen sich um Zinserhöhungen der US-Notenbank. Damit wollen die US-Währungshüter aus dem Corona-Krisenmodus kommen und gegen die hohe Inflation vorgehen. Höhere Zinsen würden allerdings Kredite teurer machen und die Gewinne der Unternehmen schmälern.

    15.15 Uhr - BioNTech mit neuer Kooperation

    BioNTech will mit der britischen Crescendo Biologics bei der Entwicklung von Immuntherapien zur Behandlung von Krebs und anderen Erkrankungen zusammenarbeiten. Crescendo erhält im Zuge der Partnerschaft eine Vorauszahlung von 40 Millionen Dollar von BioNTech, zudem winken der Firma erfolgsabhängige Meilensteinzahlungen von insgesamt mehr als 750 Millionen Dollar. An allen Immuntherapien, die aus der Kooperation hervorgehen, wird BioNTech die exklusiven weltweiten Entwicklungs- und Vermarktungsrechte halten, wie das Mainzer Biotechunternehmen mitteilte. Crescendo erhält wiederum Lizenzgebühren auf Umsätze mit den Produkten. Die Aktie von BioNTech verbilligt sich heute um mehr als ein Prozent. Insgesamt ist die Stimmung an den Börsen zum Auftakt der neuen Handelswoche verhalten. Der DAX gibt am Nachmittag um 0,5 Prozent nach auf 15.873 Punkte.

    14.10 Uhr - Milliardenauftrag für Vitesco

    Der Regensburger Autozulieferer Vitesco hat einen Milliardenauftrag aus den USA erhalten. Dabei gehe es um Hochvolt-Technologie, die für das schnelle Aufladen von Elektroautos und die Verbesserung der Effizienz und Reichweite nötig sei, so das Unternehmen. Vitesco liefere Millionen von 800-Volt-Invertern mit Siliziumkarbid-Technologie, insgesamt habe der Auftrag ein Volumen von mehr als einer Milliarde Euro. Die Hochvolt-Inverter sollen ab Anfang 2025 in Nordamerika produziert werden. Die Aktie von Vitesco ist seit dem vergangenen Jahr nach der Ausgliederung aus dem Continental-Konzern an den deutschen Börsen notiert. Am frühen Nachmittag liegt die Aktie von Vitesco knapp ein halbes Prozent im Plus und schlägt sich damit besser als der Gesamtmarkt. Denn insgesamt überwiegen an den deutschen Börsen die Verluste. Der DAX gibt um 0,6 Prozent nach auf 15.852 Punkte.

    11.16 Uhr - Weniger arbeitslose Menschen im Euroland

    Die Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone ist auf den niedrigsten Stand seit dem Beginn der Corona-Pandemie vor mehr als anderthalb Jahren gefallen. Die um saisonale Schwankungen bereinigte Arbeitslosenquote sank im November auf 7,2 von 7,3 Prozent im Oktober, teilte die Statistikbehörde Eurostat soeben mit. Einen niedrigeren Wert gab es zuletzt im März 2020 mit 7,1 Prozent. Insgesamt waren 11,83 Millionen Menschen arbeitslos registriert, 222.000 weniger als im Vormonat und 1,41 Millionen weniger als vor einem Jahr. Allerdings könnte die erneute Corona-Welle den europäischen Jobmarkt noch belasten.

    10.16 Uhr - Nachfrage nach deutschen Maschinen weiter hoch

    Die Auftragsbücher der deutschen Maschinenbauer haben sich Ende des vergangenen Jahres weiter kräftig gefüllt. Im vergangenen November übertraf der Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau das Niveau des Vorjahresmonats um 23 Prozent, so meldet der Branchenverband VDMA, auch dank einiger Großaufträge. Die Bestellungen aus dem Inland legten dabei um 16 Prozent zu, aus dem Ausland kamen 27 Prozent mehr Orders. Die nach wie vor zweistelligen Wachstumsraten im Vorjahresvergleich sollten jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Zeit der extrem hohen Dynamik vorüber ist, heißt es aus dem VDMA. Im Vergleich zu den Auftragszahlen der Vormonate sei der Zuwachs der Bestellungen inzwischen weniger stark, aber kein Grund zur Sorge.

    09.14 Uhr - DAX kurz nach Start wenig verändert - BMW im Plus

    Die Aktie des Münchner Autobauers ist gefragt zu Beginn der neuen Börsenwoche. Sie ist um 2,8 Prozent gestiegen auf 98 Euro 28 und rangiert damit auf Platz Eins im DAX. Zuvor hatte es einen positiven Analystenkommentar für das Papier von BMW gegeben. Die Experten von Goldman Sachs haben es auf „Kaufen“ hochgestuft und das Kursziel auf 123 Euro angehoben.

    Der DAX ist mit einem kleinen Plus gestartet, notiert nun aber wieder fast unverändert bei 15.948 Punkten. Kasse gemacht wird bei Aktien die als Pandemie-Gewinner gelten wie Sartorius mit minus 2,5 Prozent und Hellofresh mit minus 2,2 Prozent.

    08.18 Uhr - Ifo: Jedes siebte Unternehmen befürchtet Aus durch Corona

    Rund 14 Prozent der deutschen Unternehmen sehen sich durch die Folgen der Corona-Pandemie in seiner Existenz bedroht. Damit blieb der Anteil im Dezember genauso hoch wie bei der vorangegangenen Erhebung im Juni, teilte das Münchner Ifo-Institut am Morgen zu seiner Unternehmensumfrage mit. Immer noch fühlten sich Reisebüros und Reise-Veranstalter mit rund 73 Prozent besonders gefährdet sowie Unternehmen aus der Veranstaltungswirtschaft mit gut 67 Prozent, so das Ergebnis der Ifo-Umfrage. Auch im Gastgewerbe bleibt die Situation weiter kritisch. Mehr als die Hälfte der Betriebe kämpft ums Überleben. Die befürchtete Pleitewelle in Deutschland aber ist bislang ausgeblieben. Der Wirtschaftsauskunftei Creditreform zufolge ist im vergangenen Jahr die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um fast 11 Prozent gesunken auf 14.300 Fälle.

    07.07 Uhr - Anleger in Asien stellen sich auf baldige US-Zinserhöhungen ein

    Der Rückgang der Arbeitslosenquote in den USA auf 3,9 Prozent und der Anstieg der Löhne deuteten darauf hin, dass die US-Wirtschaft mit einem Mangel an Arbeitskräften zu kämpfen habe. Das bestätige die Ansicht vieler Marktteilnehmer, dass der Arbeitsmarkt sich der Höchstbeschäftigung nähere oder diese bereits erreicht habe und der Lohndruck zunehme, heißt es von Analysten. Das verstärke Spekulationen, dass es bereits im März eine Zinserhöhung in den USA geben könnte und nicht wie von vielen zuvor gedacht erst im Juni.

    An den Börsen in Asien halten sich die Anleger bedeckt, zumal die Leitbörse in Tokio wegen eines Feiertags geschlossen ist. In Seoul in Südkorea geht es um 1,1 Prozent bergab, in Sydney um 0,1 Prozent, in Shanghai hingegen steht ein kleines Plus von 0,3 Prozent zu Buche. Der Euro steht bei 1,13 32 Dollar.

    06.12 Uhr - Munich Re präsentiert Naturkatastrophen-Bilanz

    Am Vormittag um 11 Uhr wird der Münchner Rückversicherungsriese seine aktuellen Zahlen zu den weltweiten Schäden durch Stürme, Hochwasser, Erdbeben und andere Naturgefahren präsentieren. Wegen der vielen Unwetter in Europa und den USA sind hohe Schäden zu erwarten. Für Deutschland steht bereits fest, dass 2021 das Jahr mit der teuersten Naturkatastrophe aller Zeiten war. Die Flut im Sommer in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hatte Gesamtschäden von weit über 30 Milliarden Euro verursacht. In den USA hatte allein der Hurrikan Ida zweistellige Milliardenschäden angerichtet, hinzu kam unter anderem eine Serie verheerender Tornados.

    Montag, 10. Januar 2022

    22.05 Uhr - US-Aktienindizes schließen ohne klaren Trend

    Nach widersprüchlichen US-Arbeitsmarktdaten waren Anleger auf Richtungssuche. Der US-Standardwerteindex Dow Jones blieb kaum verändert stehen bei 36.232 Punkten. Der technologielastige Nasdaq büßte 1 Prozent ein. Die Zahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der US-Landwirtschaft ging im Dezember überraschend auf 199.000 von 210.000 im Vormonat zurück. Analysten hatten mit 400.000 neuen Stellen gerechnet. Dennoch fiel die Arbeitslosenquote überraschend deutlich. Gleichzeitig stiegen die Löhne um 0,6 statt der erwarteten 0,4 Prozent.

    20.54 Uhr - Commerzbank verärgert Kunden mit überhöhten Steuerabzügen

    Eine Reihe von Kunden der Commerzbank und ihres Online-Ablegers Comdirect sind verärgert. Es hat fehlerhafte Steuerabzüge auf Kapitalerträge gegeben. Aufgrund eines technischen Fehlers würden Kunden mit zu hohen Steuerabzügen belastet, räumte die Bank jetzt ein. Teils wurden für Zinsen von wenigen Euro Steuern von über 5.000 Euro abgebucht, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Betroffen sei eine Kundenzahl im vierstelligen Bereich, heißt es. Die Stornierung der fehlerhaften Buchungen laufe. Anfang nächster Woche erfolge die maschinelle Neu-Abrechnung, teilte die Commerzbank mit.

    19.18 Uhr - Kryptowährungen weiter auf Talfahrt

    Für Cyberwährungen ist es ein schwacher Jahresstart. In der ersten Januarwoche musste der Bitcoin weiter Federn lassen. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise wird aktuell für knapp 42.000 Dollar gehandelt. Damit ist der Wert seit dem Jahreswechsel um knapp 5.000 Dollar gesunken. Vor rund zwei Monaten wurden ein Bitcoin noch zu dem Rekordwert von fast 68.000 Dollar gehandelt. Auch Kryptowährungen leiden unter der Furcht vor rasch steigenden Zinsen in den USA. Die Anleger ziehen sich allgemein aus riskanteren Anlagen zurück und dazu zählen nun eben auch Kryptowährungen, wie Analysten meinen.

    17.45 Uhr – DAX schließt erneut mit Verlusten

    Aktuelle Daten vom Arbeitsmarkt und der Lohnentwicklung in den USA haben am deutschen Aktienmarkt die Furcht der Anleger vor schnell steigenden Zinsen befeuert. Der Dax gab den zweiten Tag infolge nach. Er büßte 0,7 Prozent ein auf 15.948 Punkte. Für die erste Handelswoche im neuen Jahr konnte der DAX dennoch ein Plus von 0,4 Prozent verbuchen. Der MDAX ging heute 0,6 Prozent niedriger aus dem Handel. Der TecDAX verlor 1,1 Prozent.

    15.45 Uhr - Verhaltener Handelsauftakt in New York

    Nach gemischten Signalen vom US-Arbeitsmarkt machen die US-Börsen keine großen Sprünge. Der Dow Jones Index verliert kurz nach Börsenstart 0,2 Prozent, der Nasdaq gewinnt 0,2 Prozent. An den Bond-Märkten haben die Renditen etwas angezogen. Die 10-jährige US-Anleihe rentiert mit 1,75 Prozent. Der Euro steht bei 1,13 30 Dollar.

    15.16 Uhr - Job-Daten lassen US-Bond-Renditen steigen

    Die US-Wirtschaft hat Ende vergangenen Jahres überraschend wenig Arbeitsplätze neu geschaffen. Im Dezember entstanden 199.000 neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft, teilte die US-Regierung mit. Experten hatten mit deutlich mehr, nämlich 400.000 neuen Jobs gerechnet. Zugleich sank die Arbeitslosenquote im Dezember auf 3,9 von zuvor 4,2 Prozent. Das wiederum hat die Prognosen übertroffen. Ebenso wie der Anstieg der durchschnittlichen Stundenlöhne, die um 0,6 Prozent angezogen haben. Der Arbeitsmarkt erholt sich also weiter vom Einbruch in der Corona-Pandemie, wenn auch etwas langsamer als angenommen, doch die Löhne steigen und damit steigt auch die Gefahr einer Lohn-Preis-Spirale. Daraufhin haben die Renditen an den US-Anleihemärkten angezogen. Die des 10-jährigen US-Bonds liegt bei 1,76 Prozent.

    14.16 Uhr - Hohe Inflation wirft Fragen auf

    Die Teuerungsrate im Euroraum ist im Dezember überraschend auf ein erneutes Rekordhoch gestiegen. Waren und Dienstleistungen kosteten durchschnittlich fünf Prozent mehr als ein Jahr zuvor, teilte das Statistikamt Eurostat am Morgen zu seiner ersten Schätzung mit. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Statistik 1997. Ökonomen hatten einen Rückgang auf 4,7 Prozent erwartet. Die Inflationsrate liegt damit weit mehr als doppelt so hoch wie das Ziel der Europäischen Zentralbank. Diese peilt mittelfristig eine Rate von zwei Prozent als optimalen Wert für die Wirtschaft an. Die hohe Teuerung hat an den Märkten für Diskussionen gesorgt über die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Für die Euro-Währungshüter um Präsidentin Lagarde werde es zunehmend schwieriger, ihre extrem lockere Geldpolitik zu rechtfertigen, so hört man von Ökonomen.

    12.12 Uhr - Chipkrise bremst Daimler

    Der weltweite Mangel an Computerchips hat der Daimler-Tochter Mercedes-Benz einen Dämpfer verpasst. Im vergangenen Jahr seien weltweit 2,05 Millionen Fahrzeuge verkauft worden und damit fünf Prozent weniger als im Corona-bedingt schwachen Vorjahr, teilte der Autobauer vor kurzem mit. Im vierten Quartal brach der Absatz der Marke mit dem Stern fast um ein Viertel ein. Die Nachfrage sei in allen Segmenten und Regionen zwar hoch. Allerdings bremse der branchenweite Mangel an Halbleitern die Auslieferung von neuen Fahrzeugen aus, heißt es vom Daimler-Konzern. Mercedes-Benz hat damit erstmals seit fünf Jahren den Titel der weltweit absatzstärksten Premiummarke an BMW verloren. Die Münchner hatten in dieser Woche bereits Platz eins im traditionellen Kopf-an-Kopf-Rennen für sich reklamiert und eine Rekordzahl ihrer Kernmarke von mehr als 2,2 Millionen angekündigt.

    Die Daimler-Aktie verliert zur Stunde 0,6 Prozent, aber auch BMW notiert leicht mit 0,3 Prozent im Minus. Der DAX gibt 0,2 Prozent ab auf 16.025 Punkte. Der Euro steht bei 1, 13 04 Dollar.

    09.25 Uhr DAX fällt unter 16.000 Punkte

    Der DAX startet, wie erwartet, schwächer und rutschte dabei sogar unter die Marke 16.000. In den ersten Minuten verliert er 52 auf 16.000 Punkte. Gespannt warten die Börsianer weltweit auf den US-Arbeitsmarktbericht, der um 14.30 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht wird. Ihm kommt eine besondere Bedeutung zu, weil die US-Notenbank in diesem Jahr die Zinswende durchführen wird – möglicherweise schneller und schärfer als gedacht.

    Topaktie ist die Deutsche Bank mit plus 1,9 Prozent. Die „Deutsche“ sieht sich nach schwierigen Jahren auf Kurs. Sie schreibt seit mehreren Quartalen schwarze Zahlen und wird das selbst gesetzte Renditeziel von 8 Prozent erreichen, sagte Finanzvorstand James von Moltke dem „Handelsblatt“. In den vergangenen 12 Monaten verteuerte sich die Aktie um 30 Prozent auf 12,40 Euro.

    7.15 Uhr - Evergrande vor richtungsweisendem Wochenende

    Asiens Börsen tendieren freundlich. Die Börse in Hongkong meldet sogar ein Plus von 1,3 Prozent.

    Bei Evergrande stehen richtungsweisende Entscheidungen an. Der angeschlagene chinesische Immobilienriese müsste eigentlich morgen rund 160 Millionen Dollar Zinszahlungen leisten.

    Weil er das nicht kann, soll die Auszahlung um ein halbes Jahr auf den 8. Juli verschoben werden. Der Konzern will an diesem Wochenende mit seinen Gläubigern eine Lösung erarbeiten. Am Montag soll ein Ergebnis vorliegen.

    In Tokio schloss der Nikkei-Index minimal im Minus mit 28.479 Punkten.

    06.25 Uhr - Warten auf US-Jobmarkt

    Die Börsen sind in der zweiten Wochenhälfte in turbulenteres Fahrwasser geraten. Auslöser war die Notenbank, die möglicherweise die Zinsen schneller anhebt als bislang erwartet.

    Die New Yorker Börsen schlossen mit kleineren Verlusten. Aber sie rutschten erst zum Handelsende in negatives Terrain.

    Grund für die Vorsicht: Um 14.30 Uhr deutscher Zeit – also vor Handelsstart in New York - wird der US-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht. Experten erwarten einen sehr guten Bericht mit rund 400.000 neuen Stellen im Dezember. Anlass zu diesem Optimismus gibt der private Arbeitsmarktbericht, der ungewöhnlich stark ausfiel. Die Veröffentlichung der Jobzahlen ist das Thema des Tages an den internationalen Märkten.

    Asiens Börsen tendieren freundlich. Nur Tokio tanzt mit einem kleinen Minus aus der Reihe.

    22.05 Uhr – Dow Jones schließt erneut im Minus

    Nach dem ersten Schreck über eine mögliche schärfere Straffung der US-Geldpolitik ist wieder etwas Ruhe an den Aktienmärkten in New York eingekehrt. Allerdings haben erneut die Minuszeichen überwogen. Der Dow Jones gab 0,5 nach auf 36.236 Punkte. Der Nasdaq ging 0,1 Prozent niedriger aus dem Handel bei 15.081 Zählern. Die von der US-Notenbank diskutierte stärkere Zinserhöhung würde die Unternehmen treffen, weil Kredite teurer würden. Das hatte gestern nach Veröffentlichung des Protokolls der jüngsten Fed-Sitzung für stark fallende Kurse gesorgt.

    19.31 Uhr – Anleihen unter Druck durch Fed-Protokoll

    Angesichts der hohen Inflation zieht die US-Notenbank Schritte in Betracht, die die Investoren noch gar nicht so recht auf dem Schirm hatten. Wie aus dem Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Notenbank hervorgeht, diskutieren die Notenbankmitglieder nicht nur über eine schnellere und stärkere Zinserhöhung, sondern auch über einen Abbau der in den vergangenen Jahren aufgekauften Wertpapiere. Das heißt: das Geld bei auslaufenden Anleihen könnte die Fed einfach einbehalten. Oder die Fed könnte sogar die Papiere verkaufen. Also würde ein wichtiger Käufer am Rentenmarkt wegfallen bzw. sogar als Verkäufer auftreten. Bei so einer Perspektive ist es nicht verwunderlich, dass heute die Kurse von Anleihen unter Druck sind und damit deren Renditen steigen. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen hat mit plus 1,75 Prozent den höchsten Stand seit neun Monaten erreicht. Auch die deutschen Anleihen stehen unter Druck: die Rendite lag heute schon bei minus 0,033 Prozent und damit so hoch wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr.

    17.45 Uhr – DAX schließt mit größtem Tagesverlust seit zweieinhalb Wochen

    Demnach diskutieren die Notenbankmitglieder nicht nur über eine schnellere und stärkere Zinserhöhung, sondern auch über einen Abbau der in den vergangenen Jahren aufgekauften Wertpapiere. Das ist ein völlig neuer Aspekt in der Diskussion. Immerhin hat beim DAX die Schwelle von 16.000 Punkten zum Schluss gehalten. Gelandet ist der DAX 1,4 Prozent im Minus bei 16.052 Punkten. Der MDAX büßte 1,3 Prozent ein, der TecDAX 2,1 Prozent.

    16.15 Uhr - Zinsängste belasten Börsen

    An der Wall Street verliert der Dow Jones eine dreiviertel Stunde nach Handelsstart 0,4 Prozent auf 36.255 Punkte, der Nasdaq an der Technologiebörse hat seine frühen Gewinne eingebüßt und ist mit 0,6 Prozent ins Minus gerutscht. Und das obwohl es erneut gute Konjunkturdaten gegeben hat. So sind die Industrieaufträge im November in den USA um 1,6 Prozent gestiegen und damit einen Tick mehr als von Experten erwartet. Das aber schürt erneut die Ängste, dass die US-Notenbank schneller und stärker auf die Geldbremse treten könnte als bislang gedacht. Das hatten die Anleger ja aus gestern veröffentlichten Protokollen der jüngsten Fed-Sitzung im Dezember herausgelesen.

    Der DAX hat seine Verluste ausgeweitet und verliert jetzt 1,7 Prozent auf 15.991 Punkte. Der Euro steht bei 1, 13 12.

    14.10 Uhr - Inflation weiter auf dem Vormarsch

    Eigentlich hatten viele Experten mit einem kleinen Rückgang der Inflation in Deutschland gerechnet. Doch das ist nicht der Fall. Wie das statistische Bundesamt soeben mitteilte, auf Basis ihrer aktuellen vorläufigen Schätzung, legten die Verbraucherpreise im Dezember um 0,1 Prozentpunkt zu auf 5,3 Prozent. Erwartet worden war von Ökonomen ein kleiner Rückgang auf 5,1 Prozent. Im Gesamtjahr 2021 beträgt die Teuerung demnach im Jahresdurchschnitt 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Vor allem die hohen Energiepreise treiben die Inflation.

    12.15 Uhr - Erzeugerpreise im Euroland ziehen weiter an

    Die Preise, die Hersteller für ihre Waren erhalten, stiegen in der Eurozone im November zum Vorjahresmonat um 23,7 Prozent, teilte das europäische Statistikamt Eurostat mit. Das ist die höchste Rate seit der Einführung des Euro im Jahr 1999. Analysten hatten im Mittel mit einem etwas geringeren Anstieg um 23,2 Prozent gerechnet. Auch im Vergleich zum Vormonat hat sich der Anstieg der Erzeugerpreise stärker als erwartet beschleunigt mit plus 1,8 Prozent. Analysten hatten lediglich mit 1,5 Prozent gerechnet. Besonders deutlich verteuerte sich erneut Energie mit plus 66 Prozent. Die Preise für Vorleistungsgüter stiegen mit 18,3 Prozent ebenfalls stark. Hier machen sich die zahlreichen Probleme in den internationalen Lieferketten bemerkbar. Die Erzeugerpreise messen den Preisdruck auf Herstellerebene, die Entwicklung fließt teilweise in die Verbraucherpreise ein, an denen die Europäische Zentralbank ihre Geldpolitik ausrichtet.

    09.15 Uhr Kursverluste für DAX und Co.

    Die Verkaufswelle hat, wie nicht anders zu erwarten, auch die deutschen Börsen erreicht. Mitte Dezember jubelten die Anleger weltweit noch über die Ankündigung der US-Notenbank, ihre Geldpolitik zu verschärfen. Die Folge waren Kursgewinne an allen Börsen. Jetzt, als die Protokolle dieser denkwürdigen Sitzung veröffentlicht wurden, dreht sich die Stimmung. Grund: Die FED zieht die Zügel möglicherweise schärfer an als noch im Dezember gedacht. Der DAX verliert 160 auf 16.111 Punkte. Der TecDAX gibt 1,8 Prozent nach. Die Verluste ziehen sich quer durch den Markt: Allen voran Hellofresh, Delivery Hero und Zalando mit Verlusten von bis zu 2,6 Prozent.

    07.15 Uhr - Nikkei-Index schließt 2,9 Prozent schwächer

    Kursverluste an allen Börsen Asiens. In Tokio schloss der Nikkei-Index 2,9 Prozent tiefer bei 28.488 Punkten. In Südkorea verliert der Kospi 1,1 Prozent. Die chinesischen Börsen melden etwas kleinere Verluste von bis zu 0,9 Prozent. In Tokio hat sich die Aktie von Toyota lange gegen den schwachen Trend gestemmt, rutschte aber dann doch knapp ins Minus. Der japanische Autobauer hat es geschafft, in den USA mehr Fahrzeuge zu verkaufen als Lokalmatador General Motors.

    06.30 Uhr Miese Stimmung an den Börsen

    An den Börsen hat sich die Stimmung schlagartig verschlechtert. In New York verlor der Dow Jones 1,1 Prozent auf 36.407 Punkte. Der NASDAQ rutschte gar um 3,3 Prozent ab.

    Es tritt das ein, was viele Experten erwarten. Die geldpolitische Wende der US-Notenbank dürfte an den Märkten noch einige Schwankungen und teilweise sogar heftige Turbulenzen auslösen.

    Die FED veröffentlichte ihre Sitzungsprotokolle. Mehrere Mitglieder sprechen sich für eine schnellere Zinswende aus als bislang gedacht. Raschere Zinsanhebungen, ein rascherer Abbau des Anleiheberges, den die Notenbank über Jahre aufgehäuft hat – das sind die zentralen Forderungen. In Tokio verliert der Nikkei-Index 2,8 Prozent 28.547 Punkte.

    22.05 Uhr - Dow Jones und Nasdaq schließen mit deutlichen Verlusten

    Die US-Notenbank könnte schneller und stärker auf die Geldbremse treten als bislang gedacht – angesichts der hohen Inflation. Das geht aus dem am Abend veröffentlichten Protokoll der jüngsten Sitzung der amerikanischen Währungshüter hervor. Nach der Veröffentlichung ging es deutlich abwärts mit den Aktienkursen. Der Dow Jones hatte zuvor noch ein neues Rekordhoch erreicht, landete aber dann rund 1 Prozent im Minus bei 36.407 Punkten. Der Nasdaq büßte sogar 3,3 Prozent ein auf 15.100 Zähler.

    20.37 Uhr – US-Notenbank diskutiert strengere Geldpolitik

    Die US-Notenbank denkt angesichts des Inflationsschubs über eine womöglich raschere Anhebung der Zinsen nach. Wie aus den veröffentlichten Protokollen der jüngsten Fed-Sitzung im Dezember hervorgeht, verwiesen die Währungshüter dabei auch auf einen sehr angespannten Arbeitsmarkt. Notenbank-Mitglieder merkten laut Protokoll an, womöglich sei es gerechtfertigt, die Zinsen früher oder in einem schnelleren Tempo als bislang erwartet anzuheben. Aus Sicht mancher Teilnehmer könnte es zudem sinnvoll sein, mit der Verkleinerung der Notenbankbilanz relativ bald nach dem Start von Zinserhöhungen zu beginnen. Durch die umfangreichen Anleihenkäufe war die Fed-Bilanz zuletzt enorm gewachsen. Der Ton der Protokolle lege nahe, dass die Notenbank mit der Straffung ihrer Geldpolitik schneller beginnen und diesen Kurs womöglich noch verstärken werde, kommentierte Kim Rupert, Analystin von Action Economics die Protokolle.

    17.45 Uhr – DAX schließt nahe Rekordhoch

    Die Anleger sind bei ihrem Optimismus nicht zu bremsen. Auch heute ist es mit dem DAX weiter nach oben gegangen. Der deutsche Leitindex hat dabei sogar an seinem Rekordhoch vom November gekratzt – nur fünf Punkte haben noch gefehlt. Am Schluss ist der DAX 0,7 Prozent höher aus dem Handel gegangen bei 16.272 Punkten. Anders als der DAX ist der TecDAX leicht im Minus gelandet.

    15.40 Uhr - US-Börsen in Wartestellung

    Es ist ein verhaltener Handelsstart an den Börsen in New York. Der Dow Jones Index gewinnt kurz danach 0,1 Prozent auf 36.839 Punkte, der Nasdaq an der Technologiebörse verliert 0,4 Prozent. Mit Spannung warten die Börsianer auf die Veröffentlichung der Protokolle der jüngsten Fed-Sitzung am Abend und wollen sich im Vorfeld nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen. Und die sogenannten Fed-Minutes vom Dezember sind deshalb so interessant, weil sich die Anleger von den Mitschriften Signale für Zeitpunkt und Tempo der von der US-Notenbank angekündigten Zinserhöhungen in den USA erhoffen. Die jüngsten Zahlen vom US-Arbeitsmarkt deuten l darauf hin, dass es nicht mehr allzu lange dauern dürfte, bis die US-Zinsen steigen. Laut der aktuellen Umfrage des Personaldienstleisters ADP schufen die privaten US-Unternehmen im Dezember 807.000 neue Jobs, doppelt so viel wie erwartet.

    15.09 Uhr - Einbruch auf dem Automarkt

    Der Chip- und Teilemangel in der Corona-Pandemie hat den Autoabsatz in Deutschland auf den tiefsten Stand seit der Wiedervereinigung gedrückt. Im vergangenen Jahr kamen 2,62 Millionen Neuwagen auf die Straßen, zehn Prozent weniger als im Corona-bedingt bereits schwachen Vorjahr, so die aktuellen Zahlen aus dem Kraftfahrt-Bundesamt. Damit bewegt sich der Autoabsatz auf dem niedrigsten Niveau seit 1990. Im Monat Dezember fielen die Neuzulassungen um 27 Prozent, im November sogar um 32 Prozent. Die meisten Hersteller verbuchten Rückgänge vor allem bei Diesel-Autos und Benzinern. Gefragt waren dagegen Elektroautos, deren Kauf durch staatliche Prämien gefördert wird.

    An den Aktienmärkten ist von Krise keine Spur. Autoaktien gehören zu den größten DAX-Gewinnern. So steigt das Papier von Daimler um 2,9 Prozent, Porsche um 2,3 Prozent, VW um 2,1 und BMW um 1,9 Prozent.

    13.45 Uhr - RWE sieht sich gegen Preisschwankungen gewappnet

    Neben Uniper hat auch RWE Vorsorge gegen die Preissprünge bei Strom und Gas gewappnet. Naturgemäß führten starke Preisschwankungen zu einem temporär großen Liquiditätsbedarf, sagte eine Sprecherin von RWE. Daher habe sich der Konzern dagegen durch Kreditlinien und weitere Finanzierungsinstrumente gewappnet. Dennoch verliert die RWE-Aktie heute 1,9 Prozent – gegen den positiven Gesamttrend. Denn der DAX verbucht ein Plus von 0,8 Prozent auf 16.280 Punkte. Der Euro steht bei 1,13 10 Dollar.

    13.12 Uhr - Uniper trifft Vorsorge wegen teurem Strom und Gas

    Wegen der Turbulenzen an den Rohstoffmärkten und Preissprüngen bei Strom und Gas hat sich der Energiekonzern Uniper finanzielle Unterstützung besorgt. Zur Absicherung seiner Geschäfte hat er mit seinem finnischen Mutterkonzern Fortum und der KfW Bank Kreditlinien von bis zu zehn Milliarden Euro vereinbart. Wirtschaftlich sei Uniper ein kerngesundes Unternehmen, betonte Finanzchefin Tiina Tuomela. Erst kürzlich habe der Konzern seine Ergebnisprognose für 2021 angehoben. Hintergrund für den Finanzierungsbedarf seien Sicherungs- und Vorsorge-Leistungen, deren Höhe vom allgemeinen Rohstoff-Preisniveau abhingen. Händler zeigten aber doch von der der Höhe der Summe überrascht. Die Aktie verliert 2,6 Prozent.

    12.08 Uhr - Evergrande bittet um Zahlungsaufschub

    Der hoch verschuldete chinesische Wohnungsbaukonzern Evergrande hat die Börsianer im abgelaufenen Jahr in Atem gehalten und tut das auch in diesem. Er konnte zuletzt fällige Zahlungen nicht bedienen. Nun will er die Rückzahlung einer Yuan-Anleihe um ein halbes Jahr auf Anfang Juli hinausschieben. Daher hat er die Gläubiger von Freitag bis nächsten Montag zu einer Online-Besprechung und anschließender Abstimmung eingeladen, verlautete aus dem Konzern. Um die Verschiebung werde aufgrund der „gegenwärtigen operativen Lage“ nachgesucht, so die Begründung. Der Immobilienentwickler hat Verbindlichkeiten in Höhe von mehr als 300 Milliarden Dollar. Derzeit versucht er durch den Verkauf von Vermögenswerten und Aktien Barmittel zu beschaffen, um Lieferanten und Gläubiger zu entschädigen und einen Flächenbrand auf dem chinesischen Immobilien- und Finanzmarkt zu verhindern. Die Aktie verlor in Hongkong 0,6 Prozent und ist nur noch 1,60 HK-Dollar wert, der Hang Seng Index sank um 1,6 Prozent.

    10.30 Uhr - Deutscher Wirtschaftsmotor stottert

    Die deutsche Wirtschaft hat ein Wachstumsproblem. Der Markit-Index der Einkaufsmanager ist im Dezember unter die Marke 50 Punkte gerutscht. Nur ein Stand darüber signalisiert, dass die Wirtschaft wächst. Die neuesten Zahlen belegen auch die Lücke, die mittlerweile zu den anderen europäischen Ländern entstanden ist. Der Index für die Euro-Zone war im Dezember im Vergleich zu November ebenfalls rückläufig, aber mit 53,3 Punkten immer noch deutlich über dieser wichtigen Marke. Erneut macht sich die Corona-Pandemie bemerkbar, denn vor allem bei den Dienstleistern hat sich nach den Berechnungen des Markit-Instituts die Stimmung verschlechtert.

    09.15 Uhr - ifo: schlechte Stimmung in der Autobranche

    Entgegen den Erwartungen startet der DAX sogar mit einem kleinen Zugewinn in den Handel. Er legt 25 auf 16.177 Punkte zu. Als Gruppe können die Autowerte zulegen, obwohl das Münchner ifo-Institut der gesamten Branche eine schlechte Stimmung bescheinigt. Der entsprechende ifo-Indikator ist im Dezember mit einem Punkt ins Minus gerutscht, obwohl er noch im November bei 7,9 Punkte stand. Grund: Der Halbleitermangel werde, so die Wirtschaftsforscher, die Autobauer und im Gefolge ihre Zulieferer noch länger belasten. Daimler gewinnen ein Prozent. Die Aktie des Zulieferers Continental verbilligt sich um ein halbes Prozent. Die Analysten von JP Morgan haben Conti von „neutral“ auf „untergewichten“ herabgestuft.

    07.15 Uhr - Toyota schafft Historisches

    Die Börse in Tokio schloss nur mit einem kleinen Gewinn. Der Nikkei-Index legte 0,1 Prozent zu auf 29.332 Punkte. Zu den gesuchten Aktien gehörte Toyota mit plus 2,7 Prozent. Der japanische Autobauer hat Historisches geschafft. Er verkaufte im vergangenen Jahr in den USA 2,3 Millionen Fahrzeuge und überholte damit den Platzhirschen General Motors, der seinen Heimatmarkt seit 1931 dominierte.

    Sony verteuerten sich um 4 Prozent. Der Hightech-Konzern verfolgt eigene E-Autopläne und stellte auf der CES-Technikmesse in Las Vegas einen Prototypen seines Modells „Vision“ vor.

    06.15 Uhr - Evergrande verschiebt Zinszahlungen

    Die Nachrichtenlage heute Morgen ist durchwachsen. Positiv ist, in New York schloss der Dow Jones ein gutes halbes Prozent höher bei 36.800 Punkten. Das ist ein neuer Rekord.

    Apple hat Mühe die Marke 3-Billionen-Dollar zu verteidigen. Kein Wunder, noch nie war ein Unternehmen an den Börsen so teuer wie der Smartphone-Gigant. Trotz aller Erfolge: Auch Apple muss natürlich beweisen, dass die Rekordkurse gerechtfertigt sind.

    Schlechte Nachrichten kommen aus China. Der angeschlagene Baukonzern Evergrande will seine Zinszahlungen verschieben. Der anstehende Rückzahlungstermin am 8. Januar soll um ein halbes Jahr auf den 8. Juli verlängert werden. Betroffen sind Anleihen mit einem Volumen von über 155 Millionen Dollar.

    22.05 Uhr – Dow Jones auf Rekordkurs, Nasdaq schließt im Minus

    Die Aktienmärkte in New York haben ihre Jahresanfangsrally nur teilweise fortgesetzt. Der Dow Jones erreichte ein neues Rekordhoch, Technologie-Aktien standen dagegen auf der Verkaufsliste. Am Ende blieb der Dow Jones 0,6 Prozent im Plus stehen bei 36.800 Punkten. Der Nasdaq konnte die Verluste immerhin noch kurz vor Handelsschluss reduzieren und landete 1,3 Prozent im Abseits bei 15.623 Zählern. Trotz massiv steigender Infektionszahlen in den USA rückten die Sorgen um eine Verschlimmerung der Corona-Pandemie in den Hintergrund. Laut Erkenntnissen der Weltgesundheitsorganisation führt Omikron zu milderen Krankheitssymptomen als andere Coronavirus-Mutationen. Ganz oben in der Gunst der Anleger standen die Aktien von Ford, nachdem der US-Autobauer angekündigt hatte, die jährliche Produktionskapazität für den elektrisch angetriebenen Pickup F-150 Lightning auf 150.000 Fahrzeuge zu verdoppeln. Die Ford-Aktien schossen um knapp zwölf Prozent nach oben auf den höchsten Stand seit zwei Jahrzehnten.

    17.45 Uhr – DAX schließt erneut im Plus

    Der DAX hat erneut zulegen können – auch wenn er sein Tageshoch von über 16.200 Punkten nicht ganz hat halten können. Der deutsche Leitindex ist 0,8 Prozent im Plus stehen geblieben bei 16.153 Punkten. Zum Allzeithoch, das der DAX im vergangenen November erreicht hat, fehlt also nicht einmal mehr 1 Prozent. Allerdings ist der Trend heute nicht eindeutig gewesen. Die Technologietitel waren unter Druck. So ist der TecDAX um rund 2,5 Prozent abgerutscht. Es hat die Meinung vorgeherrscht, dass die Omikron-Corona-Variante wohl ihren Schrecken verlieren wird. So waren Aktien aus dem Reise- und Tourismussektor stark gefragt.

    16.14 Uhr - Wall Street weiter auf Rekordkurs

    Der Dow Jones Index startete so hoch wie noch nie in den Handel und hat seine Gewinne dann noch weiter ausgebaut. Rund 40 Minuten nach Börsenbeginn legt er 0,8 Prozent zu auf 36.867 Punkte. Der Nasdaq an der Technologiebörse hingegen verliert leicht 0,1 Prozent. Die Apple-Aktie notiert fast unverändert knapp unter 182 Dollar. Sie hatte gestern für Furore gesorgt, weil sie zeitweise auf über 182 Dollar 88 gestiegen war. Damit hatte Apple als erstes Unternehmen weltweit einen Börsenwert von drei Billionen Dollar erreicht. Hierzulande gewinnt der DAX 0,9 Prozent auf 16.157 Punkte, der Euro steht bei 1,12 98 Dollar.

    15.22 Uhr- BASF kündigt Aktienrückkaufprogramm an

    Der Ludwigshafener Chemiekonzern will angesichts der der positiven Geschäftsentwicklung drei Milliarden Euro über einen Aktienrückkauf an die Anteilseigner zurückgeben. Die Aktion solle noch im Januar beginnen und bis Ende 2023 laufen, teilte BASF mit. Das Volumen entspricht zum heutigen Aktienkurs gut fünf Prozent des Grundkapitals. Die Dividende soll unter dem Aktienrückkauf aber nicht leiden, so BASF.

    Die BASF-Aktie gehört zu den großen Favoriten im DAX mit einem Plus von rund 4,5 Prozent.

    12.07 Uhr - Inflation auf dem Rückzug?

    Der seit Monaten anhaltende Anstieg der Inflationsrate in Deutschland könnte Ökonomen zufolge im Dezember gestoppt worden sein. Die Verbraucherpreise dürften um 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zugelegt haben, so das Ergebnis einer Reuters-Umfrage unter 17 Volkswirten von deutschen und internationalen Banken. Damit bliebe die Teuerungsrate einen Hauch unter dem November-Wert von 5,2 Prozent, dem höchsten seit fast drei Jahrzehnten. Es wäre der erste Rückgang nach zuvor fünf Anstiegen in Folge. Für Januar erwarten die meisten befragten Ökonomen einen weiteren Rückgang, vor allem auch deshalb, weil die Preise dann nicht mehr mit denen aus dem zweiten Halbjahr 2020 verglichen werden, als die Mehrwertsteuer wegen der Corona-Krise zeitweise von 19 auf 16 Prozent gesenkt worden war. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht übermorgen eine erste offizielle Schätzung zur Preisentwicklung im Dezember.

    09.15 Uhr - Daimler überzeugt mit E-Auto-Prototyp

    Die europäischen Börsen starten mit kleineren Gewinnen in den Handelstag. Der DAX notiert 36 Punkte höher bei 16.056. MDAX und TecDAX legen ebenfalls bis zu 0,3 Prozent zu.

    Für den schwäbischen Autobauer Daimler gibt es gleich mehrere Kaufempfehlungen, unter anderem von JP Morgan. Grund: Daimler hat neuen Prototypen für ein E-Auto vorgestellt. Ziel ist es, mit einer relativ kleinen Batterie und einer einzigen Ladung eine Reichweite von 1000 Kilometern zu erzielen. Die Analysten sind offenbar überzeugt: sie heben die Kursziele auf 90 Euro an. Aktuell gewinnt die Aktie 1,6 Prozent auf 69, 80 Euro. Für die Lufthansa gab es schon gestern gute Noten durch Analysten. Der positive Trend an den Börsen setzt sich fort. Die Airline-Aktie verteuert sich um 1,6 Prozent auf 6, 84 Euro. Das ist aber weiterhin ein Niveau, mit dem weder die Fluggesellschaft noch ihre Aktionäre zufrieden sein können.

    07.15 Uhr - Tokio mit kräftigem Plus ins neue Jahr

    Die Börse in Tokio ist mit viel Optimismus ins neue Jahr gestartet. Mit einem Tag Verspätung legte der Nikkei-Index 1,8 Prozent zu auf 29.302 Punkte. Japanische Analysten sind der Überzeugung, dass in den USA ein Boom herrscht, der sich positiv auf die Weltwirtschaft auswirkt. Gesucht waren Werte aus der Chipbranche wie Advantest mit plus 3,3 Prozent. Der Autobauer Toyota verteuerte sich gar um 6 Prozent. Er will das autonome Fahren vorantreiben und setzt dabei auf eigene Softwaresysteme. Das machen die deutschen Hersteller VW und Daimler auch.

    06.25 Uhr - Deutliche Kursgewinne in Asien

    Asiens Börsen erwischen einen guten Start ins neue Jahr. Die Börse in Tokio hatte gestern geschlossen, heute legt sie fulminant los. Der Nikkei-Index gewinnt 1,8 Prozent auf 29.312 Punkte. Hilfreich sind natürlich die New Yorker Börsen, die ihr kurz vor dem Jahresende erreichtes Rekordniveau halten.

    Hilfreich sind aber auch sehr gute Zahlen aus China. Der Einkaufsmanager-Index stieg auf 50,9 Punkte. Damit hat er die Delle aus dem November ausgeglichen, als das Auftauchen der Omikron-Variante die chinesische Wirtschaft bremste. Einziger Bremsklotz ist die weiterhin unklare Lage beim Immobilienriesen Evergrande, der offenbar fällige Zinszahlungen nicht leisten kann.

    22.05 Uhr - US-Aktienindizes starten mit Gewinnen ins neue Jahr

    Die Aktienmärkte in New York sind mit Schwung ins neue Jahr gestartet. Der Dow Jones legte 0,7 Prozent zu auf 36.585 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 1,2 Prozent auf 15.833 Punkte. Unter den größten Gewinnern waren die Titel von Tesla mit einem Kursplus von mehr als 13 Prozent. Zum sechsten Mal in Folge erzielte der Elektroautobauer auf Quartalsicht einen Rekord bei seinen Auslieferungen.

    20.33 Uhr – Apple jetzt 3 Billionen Dollar wert

    Als erster Konzern der Welt hat der iPhone-Hersteller Apple einen Börsenwert von 3 Billionen Dollar erreicht. Die Papiere legten zeitweise um etwa 3 Prozent bis auf 182,88 Dollar zu. Damit dauerte es nicht einmal eineinhalb Jahre, dass die Marktkapitalisierung um eine weitere Billion stieg. Die erste Billionen-Marke hatte Apple im August 2018 genommen. 2021 legte der Kurs um knapp 34 Prozent zu.

    19.58 Uhr - Opec+ hält wohl an bisherigen Förderplänen fest

    Eine Entspannung bei den Ölpreisen ist nicht wirklich in Sicht. Die Ölstaaten der Allianz Opec+ beraten morgen wieder über ihre Förderpolitik. Es gilt als wahrscheinlich, dass der Verbund aus insgesamt 23 Ländern unter Führung Saudi-Arabiens und Russlands an der bisherigen Strategie festhält. Dies würde bedeuten, dass die Produktion im Februar um weitere 400.000 Barrel am Tag ausgeweitet wird. Nachdem die Opec+-Gruppe nach dem Coronaschock die Förderung reduziert hatte, dreht sie seit vergangenem Sommer den Ölhahn immer weiter auf. Wohl aber nicht genug. Ölmarkt-Experten gehen davon aus, dass in diesem Jahr der Bedarf an Öl weltweit so hoch sein wird wie vor der Corona-Krise. Die Preise sind aber höher als im Jahr 2019: da wurde für ein Barrel Öl der Nordseesorte Brent zwischen knapp 60 und 75 Dollar bezahlt. Aktuell liegt der Preis bei 79 Dollar. Und noch vor wenigen Wochen waren es mehr als 80 Dollar.

    17.45 Uhr Glänzender Jahresauftakt: DAX schließt über 16.000 Punkten

    Es ist für Aktienbesitzer ein glänzender Auftakt ins Jahr 2022. Der Deutsche Aktienindex hat gleich am ersten Tag des Jahres die Marke von 16.000 Punkten zurückerobert. Der DAX ist 0,9 Prozent höher aus dem Handel gegangen bei 16.021 Punkten. Der MDAX kam 1 Prozent voran. Der TecDAX hat sich um 0,2 Prozent verbessert.

    16.20 Uhr - Wall Street startet leicht im Plus - Tesla-Aktie gefragt

    Der Elektro-Autobauer Tesla hat im vergangenen Jahr weltweit fast eine Million Autos ausgeliefert. Allein im vierten Quartal waren es mehr als 300.000 Fahrzeuge, erwartet worden waren 260.000. Das freut die Anleger - die Aktie gewinnt 9,3 Prozent - und hat auch Analysten positiv gestimmt. Der Absatz habe die Erwartungen deutlich übertroffen, so hört man an den Märkten. Einige Analysten haben daraufhin ihre Schätzungen fürs kommende Jahr angehoben, sowohl für die Auslieferungen als auch für die Gewinnprognosen. Der Nasdaq verbucht zur Stunde ein Plus von 0,7 Prozent, der Dow Jones von 0,2 Prozent. Der DAX gewinnt 1,1 Prozent auf 16.057 Punkte. Der Euro steht bei 1,13 05 Dollar.

    14.15 Uhr - DAX über der 16.000-Punkte-Marke

    Die Anleger am deutschen Aktienmarkt sind optimistisch in das neue Handelsjahr gestartet. Der DAX knüpft an die Gewinne des Vorjahres an und strebt weiter nach oben. Gleich am ersten Handelstag des Jahres hat er die 16.000er-Marke geknackt und gewinnt jetzt 1,1 Prozent auf 16.059 Punkte. Die Anleger setzen darauf, dass sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die globale Wirtschaftsleistung in Grenzen halten werden. Von den vorsichtigen Entspannungssignalen mit Blick auf Omikron profitieren heute die Luftfahrtwerte. Zudem gab es hier positive Analystenkommentare.

    13.16 Uhr - Inflation in der Türkei auf 20-Jahres-Hoch

    Die Teuerung in der Türkei ist im Dezember auf gut 36 Prozent gestiegen im Vorjahresvergleich. Das hat das türkische Statistikamt am Morgen mitgeteilt. Hauptgrund für die Teuerung ist vor allem der starke Verfall der Landeswährung Lira. Denn die Türkei ist stark abhängig von Importen, vor allem von Rohstoffen und von Energie und weil der Wert der einheimischen Währung Lira binnen eines Jahres um 45 Prozent gesunken ist, sind als Folge die Preise auch vieler Lebensmittel stark gestiegen. Normalerweise geht bei einer so drastischen Inflation die Notenbank eines Landes dagegen vor, indem sie den Leitzins erhöht. Doch in der Türkei ist das Gegenteil der Fall. Dort hat die Notenbank unter dem Druck von Präsident Erdogan schon mehrmals den Leitzins gesenkt. Auch heute ist die Lira gesunken, dementsprechend haben Dollar und Euro in der Spitze um jeweils rund zwei Prozent aufgewertet.

    12.01 Uhr - Stimmung in der Industrie der Eurozone eingetrübt

    Der entsprechende Einkaufsmanagerindex des Forschungsunternehmens IHS Markit, der auf einer repräsentativen Unternehmens-Umfrage basiert, fiel im Dezember zum Vormonat um 0,4 Punkte auf 58,0 Zähler. Das teilte Markit heute nach einer zweiten Schätzung mit und bestätigte damit eine erste. Mit dem Auftauchen der Omikron-Variante in Europa stehe man vor einer neuen Phase wirtschaftlicher Unsicherheit, hieß es zur Begründung. Hierzulande hat die deutsche Industrie trotz vierter Corona-Welle ihr Wachstumstempo zum Jahreswechsel halten können. Der Einkaufsmanagerindex für den Schlüsselsektor verharrte im Dezember bei 57,4 Punkten. Beide Barometer liegen damit weiter deutlich über der Schwelle von 50 Punkten, die Wachstum signalisiert.

    09.40 Uhr - DAX mit gutem Start ins Neue Jahr

    Die deutschen Börsen erwischen einen guten Start ins Neue Jahr. Der DAX gewinnt 140 auf 16.022 Punkte. MDAX und TecDAX legen bis zu einem Prozent zu. Gesucht sind Werte aus dem Bereich Fliegen, Reisen und Flugzeugbau.

    Im DAX gewinnen Airbus knapp 2,5 Prozent. Grund: Die Aviation Capital Group hat beim europäischen Flugzeugbauer insgesamt 60 Maschinen bestellt. Aviation ist eine Leasinggesellschaft, die über 400 Maschinen für verschiedene Airlines als Leasing anbietet. Im MDAX sind Lufthansa und Fraport gesucht. Fraport verteuern sich um 5 Prozent, Lufthansa um gut 3 Prozent. Die Analysten der Citigroup haben beide Aktien von „Verkaufen“ auf „Kauf“ hochgestuft.

    06.25 Uhr - Evergrande -Aktien vom Handel ausgesetzt

    Asiens Börsen erwischen einen recht guten Start ins neue Jahr. Allerdings ist mit Tokio eine der ganz großen Börsen geschlossen. In Südkorea gewinnt der Leitindex Kospi ein halbes Prozent. Hongkong tendiert ein halbes Prozent schwächer. Der größte chinesische Index, der SSE, gewinnt dagegen ein halbes Prozent. Der Handel mit dem Immobilienriesen Evergrande wurde in Hongkong ausgesetzt. Der Konzern verpasste erneut Zinszahlungen im Wert von 255 Millionen Dollar, die schon vergangene Woche fällig waren. Dem Unternehmen droht offenbar erneut das Geld auszugehen. Der angeschlagene chinesische Immobilienmarkt ist mit Sicherheit ein Thema, das die Börsen in den kommenden Wochen noch intensiv beschäftigen wird.

    Montag, 03. Januar 2022

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