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Bitcoin und andere Kryptowährungen sind massiv im Wert gefallen

Bitcoin und andere Kryptowährungen sind massiv im Wert gefallen

Bildrechte: picture alliance / PIXSELL | Davor Puklavec
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    Der Kryptomarkt rutscht in die Krise

    Bitcoin und andere Blockchain-Güter machen harte Zeiten durch. Aktuell wird der Kryptomarkt von zahlreichen Problemen und Krisen geplagt, fast alle Werte sinken rapide. Betroffen sind NFTs, Kryptowährungen und Kryptobörsen.

    Von
    Gregor SchmalzriedGregor Schmalzried
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    Lange Zeit schien es für Kryptowährungen und andere Blockchain-Güter nur eine Richtung zu geben: nach oben. Doch nun sinken die Preise rapide — der Kryptomarkt steckt in seiner größten Krise seit Jahren.

    Kryptowährungen fallen massiv im Wert

    Fast alle Kryptowährungen haben zuletzt massiv an Wert verloren. Die größte von ihnen, Bitcoin, ist nun sogar unter einen Wert von 30.000 Euro gefallen — damit hat sich der Kurs im Vergleich zum Höchststand vor einem halben Jahr beinahe halbiert. Auch NFTs, digitale Sammlerstücke auf der Blockchain, werden viel weniger gehandelt als letztes Jahr, die Preise brechen ein.

    Der Preisverfall ist so rapide, dass er sogar Kryptowährungen mitreißt, die eigentlich als wertstabil entwickelt wurden. Der Preis von "TerraUSD" fiel von einem Dollar auf nur 40 Cent. Das Bedenkliche daran: TerraUSD ist eine sogenannte StableCoin — das bedeutet, die Kryptowährung soll immer denselben Wert haben wie der Dollar. Dass die Stabilität hier zusammengebrochen ist, gilt unter Analysten als gefährliches Warnsignal, insbesondere wenn andere Stablecoins wie Tether ähnlich zusammenbrechen könnten.

    Sorgen um Coinbase und Kryptobörsen

    Die Krisensymptome sind in der gesamten Kryptobranche zu spüren. Das zeigt sich aktuell bei Coinbase, einer großen börsengelisteten Kryptobörse in den USA. Diese hat für das erste Quartal 2022 massive Verluste bekanntgegeben — der Börsenkurs des Unternehmens stürzte ab.

    Besonders brisant: Coinbase verwahrt die Kryptowährung von vielen Privatanlegern auf der ganzen Welt. Im Fall einer Insolvenz, so teilte das Unternehmen in einem Bericht mit, wäre das Vermögen all dieser Privatanleger in Gefahr.

    Woher kommt die Krisenstimmung am Kryptomarkt?

    Experten sehen zahlreiche mögliche Gründe für die schlechte Stimmung im Kryptomarkt.

    • Die schlechte Wirtschaftslage im Allgemeinen bringt Anleger und Investoren dazu, ihr Geld aus dem eher riskanten Kryptomarkt zurückzuziehen.
    • In der Europäischen Union werden derzeit harte Einschränkungen für Kryptowährungen diskutiert — bis hin zu einem kompletten Verbot von Bitcoin.
    • Nach einer spekulativen Phase 2020 und 2021, in der Milliarden Dollar in den Markt gepumpt wurden, wird klar, dass die zahlreichen User und Kunden, auf die viele Investoren gesetzt haben, vorerst ausbleiben.
    • Stablecoins wie Tether und TerraUSD stehen schon lange in der Kritik. Möglicherweise war es nur eine Frage der Zeit, bis diese eine Kryptokrise auslösen würden.

    Wird alles noch schlimmer?

    Die spekulative Natur der meisten Kryptowährungen macht es unmöglich, vorherzusagen, wie sich Bitcoin und Co. weiter entwickeln. Die Blockchain-Technologie, auf der sie basieren, gilt als Zukunftstechnologie mit aktuell noch sehr begrenzten Anwendungsmöglichkeiten. Eine Investition in eine Kryptowährung ist also eine Wette auf eine bestimmte Zukunft — und die kann gut oder schlecht ausgehen.

    Doch auch wenn die Kurse aktuell fallen: Blockchain-Technologie wird weiter von Unternehmen und Entwicklern verfolgt. Erst Anfang der Woche hat Instagram eine Schnittstelle für NFTs angekündigt.

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