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Covid19-Station des Universitätsklinikums Leipzig

Covid19-Station des Universitätsklinikums Leipzig

Bildrechte: dpa-Bildfunk/Waltraud Grubitzsch
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    Corona: Die Ereignisse vom 24. bis 30. Januar 2022

    Informationen zu Entwicklungen und Zahlen zum Coronavirus in Bayern, Deutschland und in der Welt vom 24. bis 30. Januar 2022. Alle Infos im Ticker.

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    BR24  RedaktionBR24 Redaktion
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    Sonntag, 30. Januar 2022

    21:50 Uhr: Friedliche Demo gegen Corona-Maßnahmen in Schweinfurt

    Friedlich und unproblematisch sei nach Polizeiangaben am Sonntagabend (30.01.22) eine Demonstration gegen Corona-Maßnahmen in Schweinfurt verlaufen. Zwar hätten die Einsatzkräfte wiederholt die Einhaltung der Abstandsregeln angemahnt, zu weiteren Maßnahmen sei es aber nicht gekommen, so die Polizei auf BR-Nachfrage. Gekommen waren zwischen 2.300 bis 2.500 Personen. Die sich fortbewegende Versammlung war ordnungsgemäß angemeldet.

    20.50 Uhr: ExpertInnenrat fordert besseres Informationsangebot für die Bevölkerung

    Der ExpertInnenrat der Bundesregierung schlägt als Lehre aus der Pandemie den Aufbau einer "nachhaltigen Infrastruktur" vor, um die Bevölkerung "evidenzbasiert, schnell und effektiv zu informieren". Ein Mangel an Übereinstimmung von verfügbaren Informationen, deren Bewertungen und den daraus folgenden Empfehlungen trage zur "Verunsicherung der Bevölkerung bei, bietet Angriffsfläche für Falsch- und Desinformation, untergräbt das Vertrauen in staatliches Handeln und gefährdet den Erfolg von wichtigen Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit", heißt es in einer Erklärung.

    19.50 Uhr: Zahl der Neuinfektionen in Frankreich rutscht unter 250.000

    Frankreich meldet mit 249.448 Neuinfektionen den sechsten Rückgang in Folge. Am Samstag wurden 332.398 neue Fälle verzeichnet, am Dienstag waren es noch mehr als 501.000.

    19.42 Uhr: Lockdown für Ungeimpfte endet in Österreich

    In Österreich endet am Montag der Corona-Lockdown für Ungeimpfte. Seit Mitte November durften alle Einwohner über zwölf Jahre ohne Nachweis ihrer Impfung oder Genesung ihre Wohnung nur noch für Lebensmittel-Einkäufe, Arbeit oder Ausbildung, Arztbesuche sowie zur körperlichen Erholung verlassen. Bundeskanzler Karl Nehammer hatte das Ende der Ausgangsbeschränkungen damit begründet, dass die Krankenhäuser trotz anhaltend hoher Infektionszahlen nicht überlastet sind.

    Am Samstag kündigte Nehammer zudem weitere Lockerungen an. Restaurants dürfen ab kommenden Samstag wieder bis Mitternacht geöffnet bleiben. Danach entfällt etappenweise der Nachweis über eine Impfung oder Genesung in Handel, Gastronomie und Tourismus. Allerdings werden für Restaurant- oder Hotelbesuche zumindest negative Corona-Tests verlangt. Am kommenden Freitag führt Österreich zudem eine allgemeine Impfpflicht für Erwachsene ein.

    18.25 Uhr: Söder hält Lockerungen nach Mitte Februar für möglich

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hält baldige Lockerungen für möglich. Die nächste Runde der Bund/Länder-Abstimmungen Mitte Februar solle zwar noch abgewartet werden, sagt der CSU-Chef in der ARD. "Ich glaube, wir müssen halt Schritt für Schritt gehen." Wenn es keine Überlastung der Krankenhäuser gebe, müssten Freiheiten an die Bürger zurückgegeben werden. "Omikron ist was anderes als Delta", so Söder mit Blick auf die aktuelle und vorher dominante Corona-Variante. Deswegen seien nun trotz hoher Infektionszahlen andere Maßnahmen nötig. Mehr Zuschauer könnten beispielsweise bei Sport- und Kulturevents drin sein, mehr Möglichkeiten gebe es zudem bei der Gastronomie sowie Messen.

    17.20 Uhr: Dobrindt (CSU): Neuer Vorschlag für Impfpflicht

    CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt legt einen neuen Vorschlag für eine allgemeine Impfpflicht vor. "Wir arbeiten daran, dass wir ein Impf-Vorsorge-Gesetz im Bundestag vorschlagen", sagte er dem Münchner Merkur von Montag. "Ja, eine Impfpflicht kann eine zusätzliche Maßnahme sein, sie muss aber angepasst auf die Situation sein." Die Unionsfraktion werde ein "differenziertes Gesetz" dazu vorlegen. "Das heißt: angepasst an das Risiko oder eben die Gefährlichkeit einer Infektionsentwicklung, verbunden mit erwarteten Belastungen des Gesundheitssystems, angepasst an gefährdete Gruppen oder Altersstufen und eng zeitlich befristet." Die Impfpflicht solle nicht sofort gelten, sondern nur mit einem streng regulierten Mechanismus aktiviert werden können, machte Dobrindt klar. "Es geht um Vorsorge. Bedingung dabei ist, dass eine Entscheidung, diese Impfpflicht in Kraft zu setzen, explizit dann vom Bundestag und Bundesrat getroffen werden muss. Und einhergehen muss zwingend eine enge wissenschaftliche Beratung. Und damit meine ich kein Durcheinanderrufen von Impfkommission oder einzelnen Ethikräten."

    Der Bundesregierung will die Union nach Dobrindts Worten "keinesfalls" die Entscheidung über eine Aktivierung der Impfpflicht überlassen. "Eine Ampel-Regierung, die sich außerstande sieht, selber ein Impfgesetz vorzulegen, darf auch nicht beauftragt werden, die Abwägungsentscheidung zur Anwendung eines solchen Gesetzes selbstständig zu treffen", sagte er dem Merkur. "Ich will nicht wiederholt so eine nicht ausreichend begründete Fehlentscheidung der Regierung sehen, wie beim Herabsetzen des Genesenenstatus durch Minister Lauterbach."

    17.02 Uhr: Mehr als 120.000 Neuinfektionen in Russland

    In Russland sind mehr als 120.000 neue Corona-Fälle und damit so viele wie noch nie an einem Tag gezählt worden. Am Sonntag meldete die staatliche Corona-Arbeitsgruppe 121.288 Neuansteckungen. Damit waren es rund 8.000 mehr als am Vortag. In den vergangenen 24 Stunden habe es zudem 668 Tote in Verbindung mit dem Virus gegeben, hieß es. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 stieg nach Angaben der Arbeitsgruppe damit auf mehr als 330.700. Die Statistikbehörde Rosstat berücksichtigt jedoch auch Sterbefälle, bei denen das Virus nicht als Hauptursache galt und kommt damit auf die weitaus höhere Zahl von mehr als 625.000 Toten zwischen April 2020 und Oktober 2021.

    Anfang Januar waren in Russland noch rund 15.000 Corona-Fälle pro Tag registriert worden, doch seitdem gehen die Infektionszahlen durch die Decke. Zurückgeführt wird das Geschehen auf die hochansteckende Omikron-Variante. Die Impfquote ist zudem hartnäckig niedrig: Etwa die Hälfte der fast 146 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner ist vollständig geimpft, obwohl Russland schon Monate vor den meisten anderen Staaten mit Sputnik V einen Impfstoff aus heimischer Produktion zugelassen hatte.

    16.41 Uhr: Indien: 75 Prozent der Erwachsenen zweifach geimpft

    In Indien haben inzwischen drei von vier Erwachsenen eine zweite Impfung erhalten. Dies schrieb Premierminister Narendra Modi auf Twitter und fügte hinzu: "Ich gratuliere unseren Mitbürgern zu dieser bedeutenden Leistung." Die meisten Menschen in dem 1,3-Milliarden-Einwohner-Land bekommen das von AstraZeneca hergestellte Mittel mit dem Namen Covishield.

    15.21 Uhr: Kritik an Anti-Impfpflicht-Demo auf Reichsparteitagsgelände in Nürnberg an Hitler-Jahrestag

    Mehrere Tausend Menschen haben am Sonntag in Nürnberg gegen Corona-Beschränkungen und insbesondere eine mögliche Impfpflicht demonstriert. Es kamen allerdings deutlich weniger Teilnehmer als erwartet. Zwischenfälle wurden von der bayerischen Polizei nicht mitgeteilt. Die Veranstaltung in Nürnberg wurde vor vielen Menschen scharf kritisiert. Denn die Demo fand am Volksfestplatz in unmittelbarer Nähe zum Reichsparteitagsgelände statt. Zudem war am Sonntag der Jahrestag der Machtergreifung Adolf Hitlers 1933. Am 30. Januar 1933 war Hitler von Reichspräsident Paul von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt worden. Auf Twitter kritisierten daher viele Nutzer den Ort und den Zeitpunkt. Der Schauspieler Marcus Mittermeier etwa schrieb am Sonntagmittag auf Twitter: "Querdenken ist da angekommen, wo sie hinwollen: heute Demo am Reichsparteitagsgelände. Am Jahrestag der Machtergreifung." In Nürnberg hatte die Polizei mit einer fünfstelligen Zahl an Demonstranten gerechnet, letztlich sprach ein Polizeisprecher von 3.500 bis 4.000 Teilnehmern und Teilnehmerinnen.

    In München wurden ebenfalls 10.000 Menschen auf der Theresienwiese angekündigt. Die Polizei nannte dann dort etwa 1.000 Teilnehmer.

    15.10 Uhr: 146 deutsche Olympia-Teilnehmer ohne Corona-Fall eingereist

    Die erste große deutsche Olympia-Delegation ist bei den Enreisekontrollen vor den Winterspielen in Peking von Corona-Fällen verschont geblieben Alle Tests bei den 146 deutschen Athleten und Funktionären, die in Chinas Hauptstadt eintrafen, seien negativ ausgefallen, teilte eine Sprecherin des Deutschen Olympischen Sportbunds mit. Einige Tage zuvor war bei einem Betreuer des deutschen Vorauskommandos in der Olympia-Bergregion eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Er begab sich dem Regelwerk zufolge in ein Quarantänehotel. Die nächsten größeren DOSB-Gruppen reisen am Montag und Dienstag nach Peking.

    14.15 Uhr: Münchner Polizei löst Feier mit 150 Personen auf

    In einer Bar in München haben 150 Menschen ohne Maske und Abstand gefeiert. Mehrere Polizeistreifen lösten die Feier im Stadtteil Schwabing am frühen Samstagabend auf, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Nach den ersten Ermittlungen geht die Polizei davon aus, dass die Mitarbeiter der Bar die Corona-Impfnachweise der Gäste nicht vollständig kontrollierten. Die Polizei ermittelt wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz gegen einen 36-Jährigen und einen 40-Jährigen. Gegen die Gäste wurden zunächst keine Anzeigen erstattet.

    14.01 Uhr: Klage wegen Fan-Beschränkung: RB Leipzig wehrt sich, VfB Stuttgart noch untentschieden

    Der VfB Stuttgart behält sich vor, juristisch gegen die Corona-Beschränkungen bei Zuschauern vorzugehen. Die Entscheidung sei offen, sagte ein Sprecher des Fußball-Bundesligisten. Zuvor hatte die "Bild am Sonntag" berichtet, dass der VfB einen Gang vor Gericht überlege, diesen aber nicht alleine beschreiten wolle. Vizemeister RB Leipzig hingegen wehrt sich als erster Bundesligaklub gegen die Corona-Beschränkungen bei der Zulassung von Fans. Wie der Verein am Samstag mitteilte, wurde beim Sächsischen Oberverwaltungsgericht in Bautzen ein Antrag auf "Erlass einer einstweiligen Anordnung" im Eilverfahren gestellt.

    13.37 Uhr: CDU-Politiker Lewe: "Unklar, für wen Impfpflicht gilt"

    Am 16. März soll eine Corona-Impfpflicht für Beschäftigte in Kliniken und Pflegeheimen in Kraft treten. Für die Umsetzung der Regelung sind die Gesundheitsämter zuständig. Der Präsident des Deutschen Städtetages, Markus Lewe, sieht jedoch zahlreiche offene Fragen. "Wir wissen zum Beispiel nicht, für wen genau die Impfpflicht gilt", sagte der CDU-Politiker der "Rheinischen Post". "Wir fordern Bund und Länder auf, umgehend Rechtsklarheit zu schaffen."

    13.13 Uhr: Finanzminister Lindner: "Lockerungen müssen im Februar Thema sein"

    Bundesfinanzminister Christian Lindner denkt über Corona-Lockerungen nach. "Wir haben die Omikron-Welle zwar noch nicht hinter uns, aber wir müssen schon jetzt konkret daran arbeiten, wann und unter welchen Bedingungen es zu schrittweisen Öffnungen kommen kann", sagt der FDP-Chef dem "Spiegel". Die nächste Bund/Länder-Runde im Februar sollte sich damit beschäftigen. Im Handel könnte es schnelle Änderungen geben, in anderen Bereichen brauche es mehr Vorlauf. "Ich denke an Messen, an die Veranstaltungsbranche, den kulturellen Bereich, die diesen Vorlauf brauchen. Mir geht es darum, eine Erwartungsperspektive zu schaffen, unter welchen Bedingungen und in welchen Schritten was möglich ist."

    12.25 Uhr: Landkreise Dachau und Starnberg bei den Neuinfektionen in der Spitzengruppe

    Die Corona-Neuinfektionen schießen in Oberbayern weiter durch die Decke: Bundesweit auf Rang vier liegen laut Robert-Koch-Institut nun die Landkreise Dachau und Starnberg mit einer identischen 7-Tage-Inzidenz von 2.544,5. Die Stadt Rosenheim weist als dritte Kommune Oberbayerns - jetzt knapp - eine Inzidenz von über 2.000 aus, Ingolstadt und der Landkreis Mühldorf stehen kurz davor.

    Nur der Landkreis Eichstätt hat mit 708,9 noch eine Inzidenz unter 1.000. Die Landeshauptstadt München liegt aktuell bei knapp 1.700. Hier steigt auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen wegen Corona wieder deutlich an. "Es müssen weniger Menschen intensivmedizinisch behandelt werden, trotzdem kommen sie mit hohem Fieber ins Krankenhaus," sagte Professor Franz-Xaver Reichl, Beauftragter für die Biologische Sicherheit von Bakterien und Viren an der Ludwig-Maximilians-Universität München dem Münchner Merkur. Die Zahl der Klinikeinweisungen wegen Corona wird inzwischen von vielen Experten als wichtigster Gradmesser für die Pandemie gesehen.

    12.07 Uhr: Positiv-Tests bei Österreichischen Skispringerinnen

    Nach einem positiven Corona-Test sind die österreichischen Skispringerinnen vorzeitig vom Weltcup in Willingen abgereist. Das bestätigte der Veranstalter am Sonntagmorgen. Demnach sei am Samstag eine österreichische Athletin positiv auf das Virus getestet worden. Auch die Weltcupführende Marita Kramer, die in dieser Saison sechs von zehn Springen gewann, darunter auch das erste am Samstag in Willingen, ist betroffen. Inwiefern sich der Vorfall auf die Olympia-Pläne des ÖSV auswirkt, ist noch unklar.

    11.32 Uhr: Österreichs Tourismus: Geringe Buchungen

    Zu Beginn der Winter-Hochsaison kämpft der österreichische Tourismus trotz einiger angekündigter Lockerungen mit Einschränkungen und geringen Buchungszahlen. Im Februar, wenn Schulen in Deutschland und anderen europäischen Ländern Winterferien machen, sind die Hotels des Alpenlandes normalerweise zu 80 Prozent ausgelastet. Doch derzeit liegen die Reservierungen für die diesjährige Hochsaison erst bei knapp 50 Prozent, wie Martin Stanits von der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) der Nachrichtenagentur dpa berichtete. Einen Hoffnungsschimmer brachte am Samstag die Ankündigung der Regierung, dass laut Prognoserechnungen die Omikron-Welle in den kommen Tagen ihren Höhepunkt überschreiten wird. Wegen des erwarteten Rückgangs und wegen der relativ niedrigen Bettenbelegung in den Krankenhäusern will die konservativ-grüne Regierungskoalition in den kommenden Wochen schrittweise Beschränkungen aufheben.

    10.24 Uhr: Arbeitgeber können Ungeimpfte bei Impfpflicht ablehnen

    Die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht wird nach Worten von Detlef Scheele, dem Vorstandsvorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit, zu Veränderungen bei der Jobsuche führen. "Wenn es eine allgemeine Impfpflicht gibt und Verstöße auch mit Rechtsfolgen verbunden sind, können Arbeitgeber einen Bewerber ablehnen, weil er nicht geimpft oder genesen ist", sagte Scheele den Zeitungen der Funke Mediengruppe in Essen. Auch die Bundesagentur müssen bei Einführung einer allgemeinen Impfpflicht prüfen, „ob eine fehlende Impfung zu einer Sperrzeit" führe.

    Im Fall einer allgemeinen Impfpflicht erhielten Arbeitgeber das Recht, den 2G Status am Arbeitsplatz zu prüfen. "Diese Möglichkeit gibt es gegenwärtig nicht." Von der ab Mitte März geltenden einrichtungsbezogenen Impfpflicht etwa für Beschäftigte in Gesundheits- und Pflegeberufen erwartet sich Scheele keine spürbaren Folgen für den Arbeitsmarkt. Wenn Beschäftigte aus diesen Einrichtungen sich nicht impfen ließen und dann allein wegen der Impfpflicht aus dem Job ausscheiden müssten, stünden sie dem Arbeitsmarkt ja weiterhin zur Verfügung.

    09.57 Uhr: 30 Abgeordnete des iranischen Parlaments infiziert

    Im Iran haben sich 30 Parlamentsabgeordnete mit der Omikron-Variante des Coronavirus infiziert. Sie befinden sich nun in Quarantäne, wie der Abgeordnete Abolfasl Abutorabi am Sonntag bekannt gab. Das Parlament wolle nun bei allen 290 Abgeordneten Corona-Tests durchführen, um weitere Infektionen zu verhindern, sagte Abutorabi laut Nachrichtenagentur Fars. Das Parlament wurde in den letzten Monaten mehrfach kritisiert, weil zahlreiche Abgeordnete die Corona-Vorschriften nicht einhielten.

    Der Iran war bis Mitte letzten Jahres von der Corona-Pandemie besonders stark betroffen, nach einer Beschleunigung der Impfkampagne entspannte sich jedoch die Lage. Bislang sind mehr als 60 Prozent der fast 84 Millionen Iraner doppelt geimpft, über 16 Millionen Auffrischungsimpfungen werden bereits verabreicht. Angesichts der Omikron-Welle und der konstant steigenden Infektionszahlen plant die Regierung jedoch einen erneuten Lockdown. Wegen der akuten Wirtschaftskrise sollte dieser eigentlich vermieden werden. Seit dem Ausbruch der Pandemie im Februar 2020 wurden im Land mehr als 132.000 Corona-Tote und mehr als 6,3 Millionen Infizierte registriert. Millionen Iraner leiden unter den finanziellen Folgen der Pandemie.

    08.34 Uhr: Corona erreicht letzte unverseuchte Flecken der Erde

    Nach zwei Jahren Pandemie sind nun auch die entlegensten Orte der Welt nicht mehr vor dem Virus sicher. Der Inselstaat Kiribati erlebt seine ersten Infektionen, Tonga und Samoa wehren sich noch gegen erste Ausbrüche. Zu Beginn der Corona-Pandemie hatte Kiribati seine Grenzen geschlossen, wodurch die abgelegene Inselgruppe im Pazifik das Virus fast zwei Jahre lang fernhalten konnte.

    Doch nachdem Kiribati in diesem Monat mit der Öffnung begonnen und die Rückkehr von 54 Staatsbürgern aus dem Ausland erlaubt hat, ist Corona auch auf der Insel angekommen. Mehr als die Hälfte der Anreisenden wurde positiv auf das Virus getestet, das sich jetzt in der Bevölkerung ausbreitet. Aus ursprünglich 36 Fällen der Angekommenen wurden bis Freitag 181 in der Bevölkerung. Die Regierung rief den Notstand aus.

    07.10 Uhr: 34 weitere Corona-Fälle vor Olympischen Spielen

    Fünf Tage vor Beginn der Olympischen Winterspielen in Peking haben die Organisatoren 34 neue Corona-Fälle festgestellt. Wie das Organisationskomitee am Sonntag mitteilte, wurden schon am Samstag 23 Einreisende positiv auf das Coronavirus getestet, darunter 13 Athleten oder Teammitglieder. Die Gesamtzahl der Fälle liegt bei 139.

    Für die Olympischen Winterspiele in Peking gilt ein strenges Corona-Sicherheitskonzept. Alle Beteiligten - von Athleten bis hin zu Journalisten - sind vollständig vom Rest der chinesischen Bevölkerung getrennt. Um Infektionen möglichst rasch zu erkennen, muss jeder Teilnehmer innerhalb der "Olympia-Blase" täglich einen PCR-Test absolvieren. Wer sich mit dem Virus angesteckt hat, wird in einem eigens dafür vorgesehenen Hotel isoliert. Nur nach zwei negativen PCR-Tests im Abstand von mindestens 24 Stunden können die Betroffenen dieses vor Ablauf von zehn Tagen wieder verlassen. Nach dieser Frist ist nur noch ein negativer PCR-Test nötig.

    06.06 Uhr: RKI: 118.970 Corona-Neuinfektionen

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 118.970 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit ist die Sieben-Tage-Inzidenz am Sonntagmorgen auf 1156,8 gestiegen. Am Vortag hatte der Wert bei 1127,7 gelegen, vor einer

    Deutschlandweit wurden binnen 24 Stunden 59 Todesfälle verzeichnet, fünf mehr als vor einer Woche. Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 4,72 an.

    Samstag, 29. Januar 2022

    20.16 Uhr: Wieder Demos gegen Corona-Politik - Rund 4.500 Menschen in Freiburg

    In mehreren Städten in Deutschland haben heute wieder Menschen gegen die Corona-Politik demonstriert. Allein in Freiburg (Baden-Württemberg) beteiligten sich nach Schätzungen der Polizei etwa 4.500 Menschen an einer Demonstration, um gegen eine Impfpflicht und die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zu protestieren.

    Zu Protesten gegen die Corona-Politik war laut Polizei auch in Zwönitz im Erzgebirge aufgerufen worden. Die Veranstaltung mit bis zu 1.250 Menschen sei nicht angemeldet gewesen. Es seien die Identitäten von zehn Menschen festgestellt worden, die bei der Versammlung vermummt gewesen seien, teilte die Polizei mit. Gegen sie seien Verfahren wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz eingeleitet worden. Zudem läuft nach Angaben der Polizei ein Verfahren wegen der Durchführung einer nicht angezeigten Versammlung.

    18.58 Uhr: Dutzende Corona-Gegner stürmen bei Protestmarsch in Leipzig Klinikgelände

    Dutzende Gegner der Corona-Maßnahmen sind in Leipzig bei einem ihrer als "Spaziergänge" deklarierten Protestmärsche auf das Gelände der Uniklinik gestürmt. Nach Angaben einer Polizeisprecherin hatte der Protestzug von "mehreren hundert" Menschen am Samstagnachmittag nahe des Völkerschlachtdenkmals begonnen und war dann in der Nähe der Klinik für Psychiatrie von der Polizei gestoppt worden. Dort seien dann Dutzende auf das Gelände der zur UKL gehörenden Psychiatrie-Klinik gestürmt - vermutlich in der Hoffnung, dem Polizeikessel zu entkommen. Auf Videos, die auf Twitter veröffentlicht wurden, war zu sehen, wie einige Polizisten am Tor zu dem Gelände noch vergeblich versuchen, die Menge zurückzuhalten. Doch waren sie dem Ansturm offensichtlich nicht gewachsen. Der Polizeisprecherin zufolge stellte die Polizei die Identität der Eingedrungenen für mögliche strafrechtliche Ermittlungen fest. Die restlichen "Spaziergänger" seien nach einer Identitätskontrolle wieder gehen gelassen worden.

    18.07 Uhr: Mehr als 72.000 Neuinfektionen in Großbritannien

    Die Zahl der Neuinfektionen in Großbritannien ist im Wochenvergleich rückläufig. Die Behörden melden aktuell 72.727 Neuinfektionen und 296 weitere Todesfälle. In den vergangenen sieben Tagen seien insgesamt 3,6 Prozent weniger neue Fälle verzeichnet worden als in der Woche zuvor, heißt es weiter. Die Zahl der Toten sei in diesem Zeitraum um 3,2 Prozent gefallen.

    16.10 Uhr: BBL-Spiel in Gießen kurzfristig abgesagt

    Die für Samstagabend angesetzte Partie der Basketball Bundesliga (BBL) zwischen den Giessen 46ers und den Löwen Braunschweig ist wegen mehrerer Coronafällen bei den Gastgebern abgesagt worden. Das teilte Gießen rund fünf Stunden vor dem geplanten Anwurf um 20.30 Uhr mit. Bei den Mittelhessen wurden insgesamt sieben Personen positiv getestet. Ein Nachholtermin für das Spiel ist noch offen. Den Betroffenen gehe es «den Umständen entsprechend gut». Auch die Partie am kommenden Spieltag bei den Syntainics MBS aus Weißenfels findet nicht statt. Dem Mitteldeutschen BC stehen derzeit wie Gießen keine acht Stammspieler zur Verfügung.

    14.54 Uhr: RB Leipzig: Eilverfahren gegen Corona-Beschränkung

    Vizemeister RB Leipzig wehrt sich als erster Bundesligaclub gegen die Corona-Beschränkungen bei der Zulassung von Zuschauern. Wie der Verein am Samstag mitteilte, wurde beim Sächsischen Oberverwaltungsgericht in Bautzen ein Antrag auf "Erlass einer einstweiligen Anordnung" im Eilverfahren gestellt. Im Gegensatz zur Situation in anderen Bundesländern, wo wieder deutlich mehr Fans in die Stadion dürfen, gilt in Sachsen derzeit noch eine Obergrenze von maximal 1.000 Menschen.

    "RB Leipzig hofft, dass auf diesem Wege kurzfristig eine für alle Seiten sachlich faire, gerechtfertigte und nachvollziehbare Entscheidung und zugleich eine Lösung hinsichtlich der aktuell extremen Zuschauerbeschränkung bei den Heimspielen" erwirkt werden könne, heißt es in der knappen Stellungnahme. RB spielt am kommenden Samstag allerdings zunächst beim FC Bayern - das nächste Heimspiel steht am 11. Februar gegen den 1. FC Köln an.

    RB-Chef Oliver Mintzlaff hatte den Schritt in einem "Bild"-Interview angekündigt. Bund und Länder hatten in der vergangenen Corona-Konferenz am Montag beschlossen, dass wegen der Omikron-Variante abgewartet wird mit Öffnungsschritten für Großveranstaltungen - bis zum 9. Februar sollen einheitliche Regeln vereinbart werden. In der Folge wurde allerdings in Bayern bereits die Zulassung von bis zu 10.000 Menschen (maximal 25 Prozent der Gesamtkapazität) erlaubt.

    14.09 Uhr: Zahl der einsamen Alten hat sich verdoppelt

    Die Zahl der einsamen Über-80-Jährigen hat sich laut einer neuen Umfrage während der Corona-Pandemie verdoppelt. Das geht aus einer vom Bundesfamilienministerium veröffentlichten Studie hervor. Allerdings: Knapp 88 Prozent der Hochaltrigen gaben an, nicht einsam zu sein.

    Einsamkeit nimmt laut Umfrage in der späten Lebensphase zu: 22 Prozent der Personen im Alter über 90 Jahren, aber nur 8,7 Prozent der Personen im Alter von 80 bis 84 Jahren beschreiben sich als einsam. Frauen sind mehr als doppelt so häufig betroffen wie Männer. Der Anteil Einsamer in Heimen beträgt 35 Prozent, während er in Privathaushalten bei 9,5 Prozent liegt.

    Auch andere Altersstufen sind betroffen: Junge Erwachsene fühlten sich heute etwas einsamer als vor 40 Jahren, ergab eine im Dezember veröffentlichte Studie der Uni Bochum. Corona hat das nochmal verstärkt: "Manche Studentinnen und Studenten sind nun im dritten Semester, haben aber noch nie eine Uni betreten", sagt der Leiter der Bremer Telefonseelsorge, der evangelische Theologe Peter Brockmann. Das Sozialleben junger Leute sei während der Pandemie erheblich eingeschränkt worden.

    13.11 Uhr: Ethikrats-Vorsitzende: Impfen soll möglichst einfach sein

    Die Vorbereitung einer Impfpflicht gegen das Coronavirus sollte nach Ansicht der Vorsitzenden des Deutschen Ethikrates mit anderen Maßnahmen flankiert werden. Dazu zählten "niedrigschwellige Impfangebote und zielgruppenspezifische Beratung und Information", sagte die Münchner Medizinethikerin Alena Buyx der Bremer Zeitung "Weser-Kurier".

    Sie verwies dabei auch auf die Stellungnahmen des Ethikrates, eines unabhängigen Sachverständigengremiums. "Wir haben sehr klar gesagt: Das Vorbereiten einer Impfpflicht entbindet die Verantwortlichen in keiner Weise davon, dass man sich weiter um die Freiwilligkeit bemüht und es den Menschen wirklich einfach macht", sagte Buyx.

    12.25 Uhr: Neuseeländische Premierministerin isoliert sich nach Corona-Kontakt

    Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern hat sich am Samstagabend (Ortszeit) nach einem engen Kontakt mit einer coronainfizierten Person selbst isoliert. "Die Premierministerin ist asymptomatisch und fühlt sich wohl", teilte ihr Büro mit. Auf Anraten des Gesundheitsministeriums werde sie sich morgen testen lassen und bis Dienstag in Isolation bleiben.

    11.52 Uhr: Österreich lockert stufenweise Corona-Maßnahmen

    Österreich lockert trotz hoher Zahlen bei den Neuinfektionen stufenweise seine Corona-Maßnahmen. So werde die Sperrstunde ab 5. Februar von 22.00 Uhr auf 24.00 Uhr geschoben, sagte Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) am Samstag in Wien. Vom 12. Februar an falle die 2G-Regel im Handel. Es bleibe aber die Verpflichtung zum Tragen einer FFP2-Maske. Ab 19. Februar gelte in der Gastronomie und im Tourismus statt der 2G-Regel wieder die 3G-Regel, hieß es. Damit ist es auch mit einem negativen Corona-Test möglich, Lokale zu besuchen. Grundlage der Entscheidungen ist demnach die absehbar weiter niedrige Belastung der Kliniken.

    11.39 Uhr: Weniger Menschen lassen sich impfen

    Die Zahl der Impfungen in Deutschland hat zum Ende der Woche abgenommen. Wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag hervorgeht, wurden am Freitag mindestens 370.000 Impfdosen verabreicht - am Vortag waren es noch 466.000. Am Freitag vor einer Woche gab es knapp 582.000 Impfungen, am Freitag davor etwa 769.000.

    Mindestens 73,9 Prozent der Bevölkerung (61,4 Millionen) haben nach RKI-Angaben einen vollständigen Grundschutz erhalten. Dafür sind in der Regel zwei Impfdosen nötig. Noch zählt das RKI auch Menschen mit, die nur eine Dosis des Johnson-&-Johnson-Präparats erhalten haben, - allerdings wird das gerade umgestellt. Künftig sollen Johnson-&-Johnson-Geimpfte erst nach einer zweiten Impfdosis - möglichst mit einem mRNA-Impfstoff wie dem von Biontech/Pfizer oder Moderna - als vollständig geimpft gelten.

    Mehr als die Hälfte der Bevölkerung hat eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Mindestens 43,7 Millionen Menschen (52,6 Prozent) seien inzwischen geboostert, teilte das RKI mit. Das ist wichtig für einen wirksamen Schutz vor der besonders ansteckenden Virusvariante Omikron.

    11.02 Uhr: Patientenschützer: Heime noch nicht ausreichend vor Corona geschützt

    Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat Forderungen kritisiert, die Omikron-Variante des Coronavirus ohne strengere Beschränkungen freien Lauf zu lassen. Bisher schienen die vielen Omikron-Infektionen zwar mildere Verläufe zu nehmen, sagte Stiftungs-Vorstand Eugen Brysch der Düsseldorfer "Rheinischen Post“. "Der Welle aber tatenlos freien Lauf zu lassen, wäre irrsinnig“, sagte Brysch mit Blick auf die Situation der Pflegeheime und Krankenhäuser. Denn bis heute seien die Pflegeheime und Krankenhäuser nicht ausreichend geschützt gegen Corona-Ausbrüche. Es fehlten weiterhin tägliche, fachkundig durchgeführte Schnelltests direkt in der Einrichtung, sagte Brysch. Auch geboosterte Beschäftigte dürften davon nicht ausgeschlossen sein, denn auch Geimpfte könnten das Virus weitergeben. Nur so lasse sich verhindern, dass Omikron unbemerkt eingeschleppt werde.

    10.47 Uhr: Städtetag: "Impfpflicht in Einrichtungen mit Tätigkeitsverbot koppeln"

    Der Präsident des Deutschen Städtetages, Markus Lewe (CDU), hat dafür plädiert, offene Fragen zur Umsetzung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht sofort zu klären. Die einrichtungsbezogene Impfpflicht werde nur dann Wirkung entfalten, "wenn Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Behörden klar erkennen können, in welchen Fällen Ungeimpfte ihre Tätigkeit nach dem 15. März nicht mehr ausüben dürfen und welche Ausnahmen es gibt“, sagte Lewe der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Die Pflicht zur Impfung sollte im Gesetz konsequent mit einem Tätigkeits- und Betretungsverbot versehen werden, forderte der Münsteraner Oberbürgermeister.

    Ab 16. März gilt eine sogenannte einrichtungsbezogene Impfpflicht für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Kliniken, Pflegeheimen, Arzt- und Zahnarztpraxen, Rettungs- und Pflegediensten, Geburtshäusern und anderen medizinisch-pflegerischen Einrichtungen. Lewe mahnte, andernfalls würde die Impfpflicht ins Leere laufen.

    10.20 Uhr: Russland meldet erstmals mehr als 100.000 Neuinfektionen

    In Russland sind nach offiziellen Angaben erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie mehr als 100.000 Neuinfektionen binnen eines Tages verzeichnet worden. Die Corona-Taskforce des Landes meldet 113.122 bestätigte Fälle. 668 weitere Menschen starben demnach zudem innerhalb von 24 Stunden im Zusammenhang mit einer Infektion. Die Behörden führen die Ausbreitung auf die besonders ansteckende Omikron-Variante zurück.

    09.16 Uhr: BDI-Präsident kritisiert Corona-Politik

    Nach Ansicht des Präsidenten des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Siegfried Russwurm, ist es nach zwei Jahren Corona "völlig inakzeptabel, dass es nicht genug aktuelle Daten, PCR-Testkapazitäten und einheitliche Hygienekonzepte für Schulklassen gibt". Auch verwundere ihn manche Entscheidungsfindung: "Wir erleben Corona-Gipfel von Bund und Ländern mit großer Einigkeit − und ein paar Stunden später landesspezifische Varianten der Entscheidung", zitieren die Zeitungen der Funke Mediengruppe den Präsidenten des BDI. Das führe zu Vertrauensverlust und zu einem Flickenteppich, den keiner mehr verstehe. Russwurm äußert sich ablehnend gegenüber einer Homeoffice-Pflicht. Zu einer Impfpflicht sehe er dagegen "keine bessere Alternative, wenn wir Deutschland aus dieser Dauerkrise herausbringen wollen". Eine Beteiligung der Unternehmen an der Durchsetzung lehnt er allerdings ab.

    07.55 Uhr: Mehr als zwei Millionen 3G-Kontrollen bei der Bahn

    Seit rund zwei Monaten gilt die 3G-Regel in öffentlichen Verkehrsmitteln - und die allermeisten Fahrgäste halten sich daran, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Rund zwei Millionen Kontrollen seien bisher im Nah- und Fernverkehr absolviert worden, 99 Prozent der Reisenden hätten dabei nachgewiesen, dass sie geimpft, genesen oder getestet seien. Wer dies nicht kann, muss beim nächsten Halt aussteigen und sich vor einer Weiterfahrt testen lassen. Im Konfliktfall wird die Bundespolizei hinzugerufen. Bei der Deutschen Bahn erfolgen die Kontrollen stichprobenartig und in Zweierteams. Die 3G-Regel gilt seit dem 24. November.

    07.10 Uhr: Söder fordert bundesweite "Krankenhaus-Ampel"

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert von der Bundesregierung neue und verlässliche Maßstäbe zur Bewertung der Corona-Lage. Da die bisher im Fokus stehende Sieben-Tage-Inzidenz in der laufenden Omikron-Welle auch wegen mangelnder Testmöglichkeiten ihre vorwarnende Wirkung verliere, "brauchen wir ein neues Bewertungssystem, das sich an der Belegung der Krankenhausbetten orientieren sollte", sagte der CSU-Chef der "Welt am Sonntag". "Nur so erfahren wir, ob das Gesundheitssystem stabil bleibt - oder ob eine Überlastung droht." Er fügte an: "Der Bund ist gefordert, eine funktionierende und aussagekräftige Krankenhaus-Ampel auf den Weg zu bringen."

    06.06 Uhr: RKI registriert 189.166 Corona-Neuinfektionen

    Die vom Robert Koch-Institut (RKI) gemeldete bundesweite 7-Tage-Inzidenz hat erstmals die Schwelle von 1.100 überschritten. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 1.127,7 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1.073,0 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 772,7 (Vormonat: 205,5). Die Gesundheitsämter in 5.01 Uhr). Vor einer Woche waren es 135.461 Ansteckungen.

    Experten gehen von einer hohen und weiter steigenden Zahl von Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind, unter anderem, weil Testkapazitäten und Gesundheitsämter vielerorts am Limit sind. Zudem melden einige Städte und Kreise seit Tagen Probleme bei der Übermittlung der Corona-Fallzahlen.

    04.01 Uhr: DOSB-Chef zu Corona-Auflagen in China: "Absolut notwendig"

    DOSB-Präsident Thomas Weikert hat Verständnis für die strengen Corona-Vorschriften durch Gastgeber China bei den Olympischen Winterspielen in Peking. "Diese strengen Maßnahmen sind ja gut, damit jeder gesund bleibt. Das halte ich für absolut notwendig", sagte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) der "Augsburger Allgemeinen". "Wir wissen jetzt, weil es bei der Anreise einen positiven Fall im Betreuerstab gab, dass die Tests vernünftig ablaufen." Zuletzt hatten Sportler und Trainer Bedenken wegen der Vorgaben in China geäußert.

    04.00 Uhr: PCR-Labore vor schwierigen Investitionsentscheidungen

    Die deutschen Laborärzte können sich derzeit vor lauter Arbeit kaum retten. Millionen PCR-Tests sind abzuarbeiten, die Corona-Krise sorgt für ungeahnte Auslastungen der Labore und teils hohe Gewinne. Doch dem stehen auch Ausgaben und Risiko gegenüber, wie Andreas Bobrowski, der Vorstandsvorsitzende des Berufsverbands Deutscher Laborärzte sagt. Denn im Moment kann niemand sagen, wie lange der hohe Bedarf nach Tests anhält und ob sich die Anschaffung teurer Geräte auch bezahlt macht.

    02.22 Uhr: Ärztepräsident verteidigt Kürzung von Genesenen-Status

    Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat die Verkürzung des Genesenen-Status für Corona-Infizierte von sechs auf drei Monate verteidigt. "Die bisherige wissenschaftliche Evidenz deutet darauf hin, dass sich Ungeimpfte nach einer durchgemachten Delta-Infektion schon deutlich früher als nach sechs Monaten mit der Omikron-Variante anstecken können", sagte Reinhardt der "Rheinischen Post". Deshalb sei die Verkürzung des Genesenen-Status "aus medizinischer Sicht sinnvoll".

    01.01 Uhr: Habeck stellt Verlängerung der Corona-Hilfen in Aussicht

    Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat eine Verlängerung der Corona-Hilfen für Unternehmen in Aussicht gestellt. "Ich hoffe, dass wir Ende März in einer anderen Situation sind. Sollte es aber nötig sein, die Hilfen erneut zu verlängern, um das Überleben hart betroffenen Betriebe zu sichern, dann werden wir in der Bundesregierung die Gelder hierfür bereitstellen", sagte Habeck der Funke-Mediengruppe.

    Im Beschlusspapier zu den Beratungen von Kanzler Olaf Scholz (SPD) mit den Regierungschefs der Länder vom 24. Januar hieß es, die Bundesregierung wolle prüfen, ob die Corona-Wirtschaftshilfen und die Sonderregelungen beim Kurzarbeitergeld über den März hinaus verlängert werden.

    Freitag, 28. Januar 2022

    21.29 Uhr: Polizei in Ottawa holt sich vor Impfgegner-Demos Verstärkung

    Die Polizei von Ottawa hat wegen eines Protests von Lastwagenfahrern gegen die kanadischen Impfvorschriften Verstärkung beantragt. Es gebe Bedenken wegen "Paralleldemonstrationen", weil sich Menschen mit rechtsextremen Ansichten der Demonstration angeschlossen hätten, teilte der Polizeichef der Hauptstadt, Peter Sloly, am Freitag mit.

    Mehrere Tausend Demonstranten werden in Ottawa erwartet. Lastwagenfahrer protestieren gegen die Regel, dass sie seit 15. Januar nur vollständig geimpft über die Grenze nach Kanada fahren dürfen. Geplant ist, mit Hunderten Lkw die Straßen rund um das Parlament zu blockieren. Die USA haben die gleiche Vorschrift für Lkw-Fahrer, die ins Land kommen.

    Abgeordneten wurde aus Sicherheitskreisen des Parlaments nahegelegt, Türen zu verschließen. Es gab Berichte, dass ihr privates Zuhause angegriffen werden könnte.

    19.46 Uhr: Spanien laut Regierung bei Omikron-Welle über dem Berg

    Spanien hat den Höhepunkt der derzeitigen vor allem von der Omikron-Variante ausgelösten Corona-Welle nach Einschätzung der Regierung überschritten. "Alles deutet darauf hin, dass die Kurve der Infektionen sinkt", sagte Gesundheitsministerin Carolina Darias am Freitag.

    Die Sieben-Tage-Inzidenz in dem beliebten Urlaubsland ist seit ihrem Höchststand am Montag vergangener Woche um mehr als 300 Punkte auf zuletzt 1.306 gefallen. Auch der Druck auf das Gesundheitssystem nahm etwas ab. Binnen einer Woche ging die Auslastung der Intensivbetten von 23,3 auf 21,7 Prozent zurück. Im selben Zeitraum seien weitere 1.225 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona registriert worden, so die Ministerin.

    In den vergangenen zwei Wochen seien in Spanien insgesamt 1,48 Millionen Corona-Infektionen registriert worden. Davon hätten laut der Zeitung "La Vanguardia" aber nur gut 266.000 deutliche Anzeichen einer Erkrankung entwickelt. Spanien verzeichnet eine vergleichsweise hohe Impfquote. Mehr als 80 Prozent der Menschen sind zweimal, 44 Prozent sogar dreimal geimpft.

    Einige der autonomen Gemeinschaften Spaniens lockern inzwischen die Corona-Maßnahmen. So hob zum Beispiel Katalonien die 3G-Regel für das Betreten vieler öffentlicher Innenräume und Begrenzungen bei der Auslastung von Gaststätten auf. Das Nachtleben blieb aber vorerst geschlossen.

    19.19 Uhr: Über 700.000 Virus-Tote in Russland

    In Russland übersteigt die Zahl der Virus-Toten die Marke von 700.000. Das ergibt eine Reuters-Berechnung auf Basis neuer Daten des Statistikamtes Rosstat. Demnach starben im Dezember 54.630 Menschen mit oder an dem Coronavirus. Das bedeutet, dass die Zahl der Todesfälle auf der Grundlage von Rosstat-Daten bis Ende Dezember sowie der Daten der Regierungsarbeitsgruppe für Januar insgesamt 701.703 beträgt. Am Freitag verzeichnen die Behörden zudem 98.040 Neuinfektionen binnen eines Tages.

    18.55 Uhr: 6.800 Fans bei Bundesligaspiel zwischen Mainz und Hoffenheim erlaubt

    Zum Spiel in der Fußball-Bundesliga zwischen dem 1. FSV Mainz 05 und der TSG Hoffenheim am 5. Februar dürfen 6.800 Zuschauer kommen und damit mehr als zuletzt. Dies teilten die Mainzer mit und verwiesen dabei auf die vom Montag an gültige Neufassung der Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz. Demnach dürfen 20 Prozent der Zuschauerkapazität im Mainzer Stadion genutzt werden. Zuletzt durften nur 1.000 Zuschauer in Mainz den 1:0-Sieg gegen den VfL Bochum im Stadion verfolgen.

    18.02 Uhr: Laut WTO Einigung im Impfstoff-Patent-Streit möglich

    Im Streit um Impfstoff-Patente könnte nach Einschätzung der Welthandelsorganisation (WTO) eine Einigung für ärmere Länder kurz bevorstehen. "Wir hoffen, dass wir in den kommenden Wochen einen Durchbruch erzielen können", sagte die WTO-Vorsitzende Ngozi Okonjo-Iweala am Freitag vor Journalisten. Demnach zeichnet sich eine "Kompromisslösung" ab, "die Entwicklungsländern einen besseren Zugang zu Technologietransfer und geistigem Eigentum ermöglicht und gleichzeitig Innovation und Forschung schützt".

    Indien und Südafrika hatten im vergangenen Oktober eine vorübergehende Aussetzung des Patentschutzes bei den Vakzinen vorgeschlagen, um die Produktion von Corona-Impfstoffen in Entwicklungsländern zu beschleunigen und der ungleichen Verteilung von Impfstoffen entgegenzuwirken. Seitdem laufen Verhandlungen auf Ebene der WTO.

    Pharmakonzerne und die Länder, in denen sie angesiedelt sind, argumentieren, Patente seien nicht das Haupthindernis bei der Erhöhung der Produktion. Zugleich warnen sie, durch eine Aussetzung der Patente würden Innovationen ausgebremst.

    17.30 Uhr: Regierung streicht 13 afrikanische Länder von Risikoliste

    Die Bundesregierung streicht am Sonntag 13 afrikanische Länder von der Liste der Corona-Hochrisikogebiete. Darunter sind die Staaten, in denen sich die Omikron-Variante des Virus im November zuerst ausgebreitet hatte, unter anderem Südafrika und Namibia. Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) mit.

    Neu als Hochrisikogebiete eingestuft werden elf Länder, darunter nur eins in Europa: die Ukraine. Außerdem kommen hinzu: Afghanistan, Bangladesch, Guatemala, Irak, Kirgistan, Kuba, Oman, Pakistan, Palau, Singapur. Zudem wird das französische Überseegebiet Neukaledonien zum Hochrisikogebiet. Von der Risikoliste gestrichen werden neben Namibia und Südafrika Angola, Burundi, Eswatini, Kenia, Lesotho, Malawi, Ruanda, Sambia, Simbabwe, Tansania und Uganda.

    16.49 Uhr: Holetschek: Mehr als die Hälfte in Bayern ist geboostert

    Mehr als die Hälfte der Menschen in Bayern hat jetzt eine Corona-Auffrischungsimpfung erhalten. Darauf hat Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek am Freitag in München hingewiesen. Seinen Worten nach haben 6.603.683 Menschen ihre Auffrischungsimpfung erhalten. Von den über 60-Jährigen seien im Freistaat schon 73,1 Prozent geboostert, bei den Volljährigen sind es 59,1 Prozent. Und auch bei den 12- bis 17-Jährigen hätten schon 17,5 Prozent eine Auffrischungsimpfung bekommen.

    Allerdings wies der Minister auch daraufhin hin, dass die Impflücke in ganz Deutschland seiner Meinung nach zu groß ist. Gerade bei den vulnerablen Gruppen sei es wichtig, dass sich noch mehr Menschen impfen ließen. Erst 73,3 Prozent der Menschen im Freistaat hätten sich für die Erstimpfung entschieden. Das seien leider noch zu wenige. Auch wenn die Omikron-Variante wohl in vielen Fällen milder verlaufe: Allein aufgrund der schieren Masse an Ungeimpften könnten Krankenhäuser und Arztpraxen überlastet werden, so der CSU-Politiker.

    16.14 Uhr: Bald 100.000 gemeldete Neuinfektionen in Russland

    Russland bewegt sich in der Pandemie auf die Marke von offiziell 100.000 täglichen Corona-Infektionen zu. Die Corona-Arbeitsgruppe der Regierung meldete am Freitag insgesamt 98.040 Neuinfektionen binnen 24 Stunden - ein neuer Höchststand. Zugleich erklärte der Kreml, die tatsächliche Zahl könne bereits weit höher sein, angesichts der sich rasch im Land ausbreitenden Omikron-Variante des Virus.

    Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte, es sei offensichtlich, dass diese Zahl höher sei - und möglicherweise viel höher. Viele Menschen führten keine Tests auf das Virus durch und hätten keine Symptome. Seinen Worten nach sind auch viele Angehörige der Präsidialverwaltung bereits infiziert worden. Die überwiegende Mehrheit arbeite nach Selbstisolation von Zuhause aus. Die explosive Ansteckungsgefahr von Omikron zeige sich in vollem Umfang.

    15.03 Uhr: Corona-Impfungen bald in Apotheken möglich

    Apotheken können vom 8. Februar an bundesweit Corona-Impfungen anbieten. Damit soll das Impfangebot vereinfacht und verbreitert werden. Die Voraussetzungen dafür seien jetzt geschaffen, sagte Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). Seit Januar seien die Apothekerinnen und Apotheker geschult worden, parallel habe man die technischen Voraussetzungen geschaffen, um die Zahl der Geimpften elektronisch an das Robert Koch-Institut (RKI) zu melden.

    Die letzten offenen Punkte - die Impfstoff-Kontingente und der Bestellzyklus - seien geklärt. Kommende Woche könnten die Apotheken erstmals Impfstoffe bestellen, um sie selbst zu verimpfen. Die ersten Impfungen könnten dann ab dem 8. Februar durchgeführt werden, so Overwiening. Das Angebot ist freiwillig und als Ergänzung zu den Impfangeboten in Arztpraxen und Impfzentren gedacht.

    13.44 Uhr: Landesschülerrat kritisiert Quarantäne-Regularien

    Nach Lehrer- und Elternverbänden übt nun auch der Landesschülerrat Kritik an den Quarantäne-Regularien für die Schulen - und an teilweise mangelnder Unterstützung von Schülern in Quarantäne.

    Die Entscheidung, welche Schülerinnen und Schüler in Quarantäne gehen müssen, müsse von den ohnehin überlasteten Gesundheitsämtern getroffen werden, "was zu enormen zeitlichen Verzögerungen führt", kritisierte der Landesschülerrat am Freitag. "Das erschwert die Kontaktnachverfolgung an den bayerischen Schulen massiv, wodurch der bayerische Landesschülerrat die Sicherheit der Schüler*innen nicht gewährleistet sieht." Zudem wiesen Schnelltests eine teils geringe Sensitivität auf, wodurch einige Infektionen unerkannt blieben.

    Tatsächlich können Quarantäne-Entscheidungen nur die Gesundheitsämter treffen und eben nicht die Schulen selbst. Der bayerische Landesschülerrat fordert angesichts der rasant steigenden Corona-Zahlen nun eine Anpassung dieses Vorgehens.

    13.31 Uhr: Bayern - Viele Corona-positive Patienten aus anderen Gründen im Krankenhaus

    Auf den Covid-Normalstationen mehrerer bayerischer Krankenhäuser wird die Mehrzahl der Patienten wegen eines anderen Leidens als einer Covid-Erkrankung behandelt. Das zeigt eine stichprobenartige Abfrage des BR bei mehreren Kliniken im Freistaat. Damit zeichnet die vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) gemeldete Zahl der hospitalisierten Corona-Fälle ein ungenaues Bild – weil sie nicht zwangsläufig abbildet, wie viele Patienten durch die Pandemie zusätzlich zum gewöhnlichen Patientenaufkommen behandelt werden müssen.

    In anderen Bundesländern gibt es laut Medienberichten landesweite Zahlen, die belegen, dass Covid-Patienten inzwischen immer öfter aus einem anderen Grund in der Klinik sind. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat angekündigt, man könne das Problem in den kommenden Wochen lösen.

    13.24 Uhr: Anteil einsamer älterer Menschen während Corona-Pandemie verdoppelt

    Der Anteil der über 80-Jährigen, die sich einsam fühlen, hat sich während der Corona-Pandemie verdoppelt. Knapp zwölf Prozent in dieser Altersgruppe fühlten sich einsam, teilte das Bundesfamilienministerium am Freitag auf Grundlage einer Studie mit. Vor der Pandemie hatte der Wert deutlich darunter gelegen. Dennoch seien Hochbetagte laut Ministerium eher selten von Einsamkeit betroffen. Rund 88 Prozent seien es nicht.

    Das Risiko für Einsamkeit bei Hochbetagten verteilt sich ungleich: Besonders häufig betroffen sind über 90-Jährige, Frauen und Menschen in Heimen.

    13.19 Uhr: Weiterhin mehr Rettungseinsätze in den Bergen wegen Corona-Pandemie

    Seit Beginn der Corona-Pandemie halten sich die Menschen mehr in der Natur auf - das bekommen auch die Einsatzkräfte in den Bergen zu spüren: "Das zweite Pandemiejahr brachte auch für die Luftrettung neue Herausforderungen mit sich. Es war deutlich spürbar, dass die Menschen ihre Freizeit vermehrt in den Bergen verbrachten", sagte der Geschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), Leonhard Stärk, laut Mitteilung vom Freitag.

    Als Beispiel führte das BRK die Einsätze des Rettungshubschraubers "Christoph 14" an, der am BRK-Luftrettungszentrum am Klinikum Traunstein stationiert ist. Im vergangenen Jahr sei er 1.427 Mal zum Einsatz gekommen, das seien 244, also 17 Prozent, mehr Einsätze gewesen als noch im Vorjahr.

    "Die Menschen hatten pandemiebedingt weniger Freizeitmöglichkeiten - daher zog es viele in die Berge und in die Natur, oft leider unvorbereitet und unzureichend ausgestattet", sagte Robert Portenkirchner, Leiter des Luftrettungszentrums, zu der Einsatzsteigerung.

    12.29 Uhr: Regierung von Oberbayern prüft Vorgehen bei aufschiebbaren stationären Behandlungen

    Wer auf eine "aufschiebbare stationäre Behandlung" wartet, muss sich bei der weiteren Planung noch etwas gedulden: Die Regierung von Oberbayern prüft gerade, wie es mit der Anordnung weitergeht, die solche Behandlungen wegen der angespannten Corona-Lage in 76 oberbayerischen Krankenhäusern untersagt. Das teilte die Pressestelle auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks mit.

    Die Anordnung war im November ausgesprochen und vor drei Wochen noch einmal bis 31. Januar verlängert worden. Ob sie nun am kommenden Montag ausläuft oder erneut verlängert wird, steht noch nicht fest. "Medizinisch dringliche Operationen" wie zeitkritische Herz- oder Tumor-Operationen sind von der Anordnung ohnehin nicht betroffen, wie stets betont wurde.

    12.20 Uhr: Lauterbach hält weiter an Genesenen-Status von drei Monaten fest

    Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat die umstrittene Verkürzung des Genesenen-Status nach einer Corona-Infektion von sechs auf drei Monate erneut als "sinnvoll" verteidigt. "Bei Omikron haben wir das Problem, dass derjenige, der sich an der Delta-Variante infiziert hatte, sich schon nach drei Monaten an Omikron infizieren kann", erklärte Lauterbach am Freitag in Berlin. Der Genesenen-Status für sechs Monate sei mit Blick auf die nicht gebannte Infektions- und Ansteckungsgefahr "nicht sicher", sagte Lauterbach. Es habe zu dieser Entscheidung auch "keinen Dissens" zwischen seinem Ministerium und dem Robert Koch-Institut gegeben, bekräftigte Lauterbach als Reaktion auf mehrere Nachfragen von Journalisten zu der umstrittenen Herabstufung des Genesenen-Status auf drei Monate.

    12.09 Uhr: Pflegerat warnt wegen Impfpflicht vor Personalengpässen

    Die Präsidentin des Deutschen Pflegerats, Christine Vogler, warnt vor Versorgungsengpässen in der Pflege durch die bevorstehende Impfpflicht für Medizin- und Pflegepersonal. "Es gibt so wenig Personal, dass wir uns nicht erlauben können, dass auch nur eine Einzige oder ein Einziger kündigt", sagte Vogler dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". "Wenn ungeimpfte Pflegekräfte Tätigkeitsverbote bekommen, wird die Versorgungslage immer prekärer."

    Der Umgang mit den Pflegekräften in der Pandemie habe nicht dazu beigetragen, dass man sich wertgeschätzt fühle, stellte Vogler fest. "Wir haben von Beginn an Menschen mit Corona gepflegt, egal ob Masken fehlten oder Schutzkittel, auch bevor es eine Impfung gab. Nun werden Pflegende in politischen Debatten dafür verantwortlich gemacht, dass sich das Virus verbreitet". Das sei unsäglich.

    Die sogenannte einrichtungsbezogene Impfpflicht soll Mitte März in Kraft treten.

    11.59 Uhr: Corona-Impfquote von 80 Prozent bis Ende Januar kaum zu schaffen

    Das Ziel der Bundesregierung, dass bis Ende Januar 80 Prozent der Bevölkerung zumindest einmal gegen Corona geimpft sind, droht zu scheitern. Bundesweit wurden am Donnerstag mindestens 466.000 Impfdosen verabreicht, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag hervorgeht. Aber nur gut 40.000 davon gingen an Menschen, die bisher noch nicht geimpft waren. Bei 85.000 handelte es sich um Impfungen, die zum vollen Grundschutz führten, bei 344.000 um Auffrischungsimpfungen.

    Damit haben bisher nur 75,7 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Impfdosis erhalten. 73,8 Prozent verfügen laut RKI über einen vollständigen Grundschutz, 52,2 Prozent haben bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten. Nicht geimpft sind der Statistik zufolge 24,3 Prozent, insgesamt 20,2 Millionen Menschen. Darunter sind aber auch vier Millionen Kinder im Alter bis zu vier Jahren, für die bisher noch kein zugelassener Impfstoff zur Verfügung steht.

    11.33 Uhr: Innenminister wollen entschieden gegen gewaltbereite Corona-Demonstranten vorgehen

    Die Innenminister von Bund und Ländern wollen entschieden gegen gewaltbereite Corona-Demonstranten vorgehen. "Wir müssen uns den Leuten entgegenstellen, die gewaltbereit unterwegs sind und die die Corona-Themen nur als Aufhänger nehmen, um ihre radikalen Vorstellungen und ihre demokratiefeindliche Haltung zu verbreiten", erklärte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) anlässlich der Übernahme des Vorsitzes der Innenministerkonferenz (IMK) am Freitag. Die Bekämpfung jeglicher Form von Extremismus und verfassungsfeindlichen Tendenzen sei seit jeher "zentrales Ziel" der IMK. Er werde sich für eine verstärkte Beobachtung extremistischer Bestrebungen innerhalb der "Corona-Maßnahmen-Kritikerbewegung" einsetzen, teilte Hermann mit.

    11.32 Uhr: Verband: Antisemitische Vorfälle bei 91 Corona-Protesten

    Vom 20. November 2021 bis zum 8. Januar 2022 hat es nach Erkenntnissen des Bundesverbandes der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (Rias) auf 91 Versammlungen gegen die Corona-Maßnahmen in Deutschland antisemitische Äußerungen gegeben. In den meisten Fällen wurden antisemitische Bezugnahmen auf den Nationalsozialismus und die Schoah festgestellt, wie Rias am Freitag in Berlin mitteilte. In weiteren Fällen wurden demnach auch antisemitische Verschwörungsmythen verwendet. Allein im Dezember vergangenen Jahres seien 67 Versammlungen bekanntgeworden, auf denen antisemitische Inhalte verbreitet worden seien. Insgesamt ließ sich nach Verbandsangaben beobachten, dass sich das Versammlungsgeschehen "analog der Dynamik des öffentlichen Diskurses über die Maßnahmen zur Bekämpfung Covid-19-Pandemie erhöht".

    11.31 Uhr: Lauterbach vorerst gegen Lockerungen von Corona-Auflagen

    Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich gegen Lockerungen von Corona-Auflagen in der aktuellen Lage gewandt. Er bleibe bei dem "konservativen Kurs", sagte der SPD-Politiker am Freitag in Berlin. Der Zenit der Omikron-Welle sei noch nicht überschritten. Wenn beispielsweise ein Gericht eine Regel kassiere oder ein Land sich mit Öffnungen profiliere, müsse er damit leben. Lauterbach betonte aber: "Ich begrüße die Lockerungen nicht." Auch wenn Nachbarländer wie Dänemark gerade anders vorgehen, sei das dort so. "Aber das sind nicht wir." Lockerungen hält Lauterbach erst nach dem Höhepunkt der Omikron-Welle für möglich. Man habe eine Lockerungsperspektive für die zweite Februar-Hälfte oder Anfang März, sagt der SPD-Politiker. Das sei möglich, wenn die Omikron-Welle mit wenigen schweren Krankheitsfällen weiter unter Kontrolle bleibe.

    11.25 Uhr: Polizei will Partygate-Bericht nur in Teilen veröffentlicht sehen

    In Großbritannien könnte sich die Veröffentlichung eines Untersuchungsberichts zu Lockdown-Partys im Regierungssitz noch hinziehen. Die Londoner Polizei teilte am Freitag mit, sie habe die Beamtin Sue Gray gebeten, in ihrem Bericht möglichst wenig Bezug zu nehmen auf Ereignisse, die noch von Ermittlern untersucht würden. So solle eine Beeinträchtigung der Ermittlungen vermieden werden. Mit der Veröffentlichung des Berichts war eigentlich noch für diese Woche gerechnet worden. Gray untersucht Vorwürfe, im Amtssitz von Premierminister Boris Johnson hätten während der Lockdowns zur Eindämmung des Coronavirus 2020 und 2021 Partys stattgefunden. Berichte über feuchtfröhliche Zusammenkünfte lösten in der Öffentlichkeit Empörung aus, weil die Bürger Kontakte vermeiden mussten und bei Verstößen Bußgelder verhängt wurden.

    10.53 Uhr: RKI-Chef Wieler: "Wir steuern auf Höhepunkt der Pandemie zu"

    Angesichts der hohen Corona-Fallzahlen durch die Omikron-Variante mahnt der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, weiter zur Vorsicht. Es sei noch unklar, wie sich Omikron insbesondere auf die ältere ungeimpfte Bevölkerung in den kommenden Wochen auswirken werde, sagte Wieler am Freitag in Berlin. "Wir gewinnen tatsächlich mit jedem Tag Zeit, an dem sich viele weitere Menschen impfen lassen können und auch eine Auffrischungsimpfung nehmen", sagte Wieler. Dadurch werde auch die Anzahl der schweren Krankheitsverläufe reduziert. "Das ist genau das wichtige und richtige Ziel." Dennoch dürfe nicht vergessen werden, dass Deutschland «auf einen Höhepunkt» der Pandemie zusteuere.

    Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hält derzeit Lockerungen der Corona-Einschränkungen für falsch. Man habe den Zenit der schweren Fälle in der Omikron-Welle noch nicht erreicht, sagt der Minister. Ziel müsse bleiben, möglichst wenig Todesfälle und wenig Fälle von Long-Covid-Erkrankungen zu haben.

    10.35 Uhr: Omikron dämpft: Wirtschaft schrumpft Ende 2021 um 0,7 Prozent

    Die Coronavirus-Varianten Delta und Omikron haben die Konjunktur in Deutschland zum Jahresende deutlich gebremst. Die Wirtschaft schrumpfte zwischen Oktober und Dezember um 0,7 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Minus von 0,3 Prozent gerechnet. Mitte Januar hatten die Statistiker in einer ersten Schätzung einen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 0,5 bis 1,0 Prozent veranschlagt.

    10.34 Uhr: Lauterbach: Corona-Kurs zeigt trotz hoher Fallzahlen Wirkung

    Die Maßnahmen zur Eindämmung der massiven Corona-Welle mit der Omikron-Variante zeigen laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach bisher die erwartete Wirkung. "Mit den hohen Fallzahlen hatten wir gerechnet", sagte der SPD-Politiker am Freitag in Berlin. Sie könnten noch bis auf 400 000 pro Tag steigen. Das Ziel sei aber bisher erreicht worden, mit so wenig schweren Krankheitsverläufen und Todesfällen durchzukommen. Die Sieben-Tage-Inzidenzen lägen jetzt im Schnitt bei 1000, bei Jüngeren teils bei 2000, in der Risikogruppe der Älteren, auf die es besonders ankomme, aber zwischen 200 und 300. "Das ist unser Erfolg", sagte Lauterbach. Dies gelinge durch die bestehenden Alltagsauflagen und Zugangsregeln wie 3G, 2G und 2G plus. "Das werden wir weiter machen", sagte der Minister.

    10.30 Uhr: Neue PCR-Test-Verordnung nächste Woche

    Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will eine zusammen mit den Ländern erarbeitete neue Testverordnung in der nächsten Woche vorlegen. Die PCR-Tests würden danach vorrangig für zwei Gruppen reserviert, sagt der SPD-Politiker. Dies sei zum einen das Pflegepersonal, zum anderen Risikopatienten wie alte Menschen. Hier sei eine frühe Diagnose wichtig, um neue Medikamente anzuwenden, die frühzeitig eingesetzt werden müssten.

    10.18 Uhr: Experte Karagiannidis: Lage auf Intensivstationen "akzeptabel"

    Die Lage auf den Intensivstationen in Deutschland ist nach den Worten des Intensiv-Mediziners Christian Karagiannidis "akzeptabel". Derzeit seien bundesweit etwas mehr als 2.000 Menschen betroffen, sagt das Mitglied des Expertenrats der Bundesregierung in Berlin. Es sei zu beobachten, dass die Zahl der Delta-Patienten abnehme. Seit sieben bis zehn Tage gehe die Zahl der Neuaufnahmen in den Krankenhäusern aber wieder leicht nach oben. Dies sei klar auf die Omikron-Variante zurückzuführen.

    09.40 Uhr: Von der Leyen: Booster für Geimpfte verhindert viele Krankenhausfälle

    Mehr als jeder zweite erwachsene EU-Bürger hat bereits eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten. 82 Prozent der Erwachsenen seien mit meist zwei Dosen grundimmunisiert, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Freitag in Brüssel. Sie forderte alle zum Impfen auf, für die es möglich sei. Impfung und Booster böten den besten Schutz gegen das Coronavirus, einschließlich der Omikron-Variante. Dabei verwies von der Leyen auf Daten der EU-Gesundheitsbehörde ECDC, nach denen die sogenannte Booster-Impfung aller bereits Geimpften rund eine Million Krankenhauseinweisungen in der EU verhindern könne. "Die Pandemie ist nicht vorbei", sagte von der Leyen.

    09.38 Uhr: Südkorea will in Nachbarschaftskliniken Corona-Patienten versorgen

    Südkorea will zur Versorgung einer Welle von Corona-Patienten im kommenden Monat Hunderte Nachbarschaftskliniken eröffnen. Der stellvertretende Gesundheitsminister Lee Ki Il sagte am Freitag, bis Anfang April sollten rund 1000 kleine Krankenhäuser und medizinische Zentren für die Behandlung von Corona-Patienten benannt werden. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen erreichte am Freitag den vierten Tag in Folge einen Rekordwert. Gesundheitsminister Kwon Deok Cheol sagte, angesichts der raschen Ausbreitung der Omikron-Variante sei es unumgänglich, ambulante Behandlungen auszuweiten und medizinische Ressourcen auf Hochrisikogruppen zu konzentrieren, darunter Menschen über 60 oder solche mit Vorerkrankungen.

    08.54 Uhr: Studie: Omikron-Wirtschaftskrise in China könnte deutsches Wachstum halbieren

    Eine Verschärfung der Corona-Krise in China durch die hochansteckende Omikron-Variante könnte einer Studie zufolge die Erholung der deutschen Wirtschaft stark bremsen. Dann könnte sich das für 2022 erwartete Wachstum von vier Prozent auf nur noch 2,1 Prozent fast halbieren, wie das Analyse- und Beratungsunternehmen Prognos am Freitag zu einer Simulationsrechnung mitteilte. Die deutsche Wirtschaftsleistung würde im laufenden Jahr dann um 61 Milliarden Euro geringer ausfallen als bisher angenommen. Die Forscherinnen und Forscher untersuchten, wie sich die Omikron-Welle auf die chinesische Wirtschaft und damit letztlich auch auf die des wichtigen Handelspartners Deutschland auswirken könnte.

    08.54 Uhr: Herrmann: Corona-Protestierer nicht alle in einen Topf werfen

    Der neue Vorsitzende der deutschen Innenministerkonferenz (IMK), Joachim Herrmann (CSU), fordert einen differenzierten Blick auf die Teilnehmer von Protesten gegen die Corona-Politik. "Da muss man klar unterscheiden und darf nicht alle Protestierer in einen Topf werfen", sagte der bayrische Innenminister der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vor dem Treffen der Innenministerkonferenz am Freitag in Stuttgart. Solange jemand nur gegen Einschränkungen oder gegen ein Übermaß an Bürokratie und staatliche Regularien protestiere, sei das absolut zulässig: "Diejenigen sind nicht automatisch Extremisten oder Verfassungsfeinde." Dennoch gebe es auch Rechtsextremisten unter den Teilnehmern.

    08.38 Uhr: Philippinen öffnen im Februar für internationalen Tourismus

    Die Philippinen öffnen ab kommendem Monat erstmals seit zwei Jahren wieder ihre Grenzen für internationale Touristen. Urlauber aus 157 Staaten, die den vollständigen Corona-Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben, dürften ab dem 10. Februar wieder visa- und quarantänefrei in den Inselstaat einreisen, sagte Regierungssprecher Karlo Nograles am Freitag. Dazu gehören auch Deutschland sowie alle anderen Länder Europas. Voraussetzung für die Einreise sind demnach ein negativer PCR-Test, der maximal 48 Stunden vor Abreise gemacht werden müsse, sowie ein internationaler Impfausweis. "Die Tourismusbranche wird sich dadurch erholen und so erheblich zum Lebensunterhalt der Menschen und zum Wirtschaftswachstum des Landes beitragen können", betonte Nograles.

    08.30 Uhr: Nahe Peking: Weitere chinesische Großstadt teilweise im Lockdown

    Eine Woche vor dem Start der Olympischen Winterspiele ist eine weitere chinesische Großstadt in der Nähe von Peking teilweise in den Lockdown gegangen. Etwa 1,2 Millionen Menschen aus der südlich der Hauptstadt gelegenen neuen Zone Xiong'an dürfen ihre Wohngebiete vorerst weder betreten noch verlassen. Das bestätigte ein Gesundheitsbeamter am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Einschränkungen durch die Corona-Pandemie werden in China öffentlich angekündigt. In diesem Fall scheinen diese jedoch heimlich eingeführt worden zu sein, berichtet AFP. Der Lockdown wurde bereits am Dienstag verhängt, am selben Tag waren in einem der drei Kreise der Zone fünf neue positive Fälle gemeldet worden.

    08.17 Uhr: Streeck ruft zu Kontaktreduzierungen auf

    Der Virologe Hendrik Streeck hat die Menschen angesichts der rasant wachsenden Corona-Infektionszahlen zur Vorsicht aufgerufen. Bei so hohen Zahlen sollte jeder noch einmal aufpassen und Kontakte beschränken, sagte Streeck am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". Auch Geimpfte und - in reduzierter Form - auch Geboosterte könnten das Virus übertragen. "Es geht wirklich darum, jetzt nochmal diese Zeit zu überbrücken, bis wir eine Trendumkehr haben." Zudem hat Streeck seine Zweifel an einer allgemeinen Impfpflicht bekräftigt. Er rate zwar jedem, sich impfen zu lassen, sagte der Leiter des Virologischen Instituts der Uniklinik Bonn am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". Einer Impfpflicht stehe er aber "sehr, sehr skeptisch" gegenüber.

    07.15 Uhr: Medizinethiker Eckhard Nagel gegen Corona-Impfpflicht für Ältere

    Der Medizinethiker Eckhard Nagel hält eine Corona-Impfpflicht ab 50 Jahren für "äußerst problematisch". "Wir sollten klar und eindeutig jede Form der Altersdiskriminierung ausschließen", sagte er der "Augsburger Allgemeinen". Im Umkehrschluss sei man schnell bei Diskussionen, ab welchem Lebensalter bestimmte medizinische Leistungen noch erbracht werden sollen. "Auch das würde womöglich das Gesundheitswesen entlasten, ist aber aus ethischer Sicht zutiefst inakzeptabel", sagte Nagel. Am Mittwoch hatte der Bundestag erstmals in einer Orientierungsdebatte über eine mögliche Impfpflicht beraten. Im Parlament gibt es die Vorschläge, sie entweder für alle Erwachsenen ab 18 Jahre oder nur für Ältere vorzusehen. Eine weitere Gruppe lehnt eine allgemeine Corona-Impfpflicht ab.

    06.01 Uhr: Resilienzforscherin: Gewöhnen uns an hohe Corona-Zahlen

    Aus Sicht der Psychologin Donya Gilan gewöhnen sich viele Menschen an immer weiter in die Höhe schießende Inzidenzen und Neuinfektionen. "Es stellt sich so was wie eine Gewöhnung, Habituation, ein, so dass das dazu führen kann, dass bestimmte Maßnahmen vielleicht nicht mehr so streng befolgt werden", sagte Gilan vom Leibniz-Institut für Resilienzforschung in Mainz der Deutschen Presse-Agentur. "Auf der anderen Seite hat es aber natürlich auch einen deeskalierenden Effekt, was Angst und Sorge betrifft." Entsprechend sei es wichtig, die Balance zu halten.

    Laut Gilan setzt nach der langen Zeit in der Pandemie trotz des hohen Risikos ein Gewöhnungseffekt ein, wie er etwa auch bei Opfern anderer kritischer Lebensereignisse oder Katastrophen zu beobachten sei. Ob man angesichts der immer höheren Corona-Zahlen besonders sorgenvoll reagiere oder abstumpfe, hänge aber auch beispielsweise vom Grad der persönlichen Betroffenheit und Ängstlichkeit ab, so die Expertin. Als Strategie, um nach zwei Jahren Corona noch gut durch die Pandemie zu kommen, empfahl Gilan, "einfach im Hier und Jetzt" zu leben und sich möglichst nicht so stark auf den empfundenen Stillstand zu konzentrieren.

    05.00 Uhr: Impfpflicht im Gesundheitswesen: Eigene Vollzugsregeln für Bayern?

    Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) erwägt für den Freistaat eigene Vollzugsregeln zur einrichtungsbezogenen Impflicht. Der "Passauer Neuen Presse" sagte der Minister, weil der Bund noch keine Regeln vorgelegt habe, müsse Bayern "selbst überlegen, wie wir eigene Vollzugsregeln definieren, damit die Versorgung nicht gefährdet ist". Die Impfpflicht für Personal im Gesundheitswesen gilt ab 15. März.

    04.11 Uhr: RKI meldet über 190.000 Neuinfektionen

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 190.148 Positiv-Tests binnen 24 Stunden. Das sind 49.988 Fälle mehr als am Freitag vor einer Woche, als 140.160 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf einen neuen Höchstwert von 1073,0 verglichen mit 1017,4 am Vortag. 170 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 117.484. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 9,42 Millionen Corona-Tests positiv aus.

    04.08 Uhr: Finnland hebt einige Corona-Beschränkungen vorzeitig auf

    Finnland will einige der Coronavirus-Beschränkungen wegen des nachlassenden Drucks auf das Gesundheitssystem vorzeitig aufheben. "Die Belastung der Krankenhäuser ist immer noch hoch, aber die schwersten Fälle gehen zurück, und auf den Intensivstationen ist eine Wende zum Besseren eingetreten", schrieb Gesundheitsministerin Hanna Sarkkinen am Donnerstag auf Twitter. Ab dem 1. Februar werden die Beschränkungen für Veranstaltungen und Unternehmen deshalb gelockert. Ab Anfang des Monats dürfen Restaurants nun wieder bis 21 Uhr statt 18 Uhr geöffnet bleiben. Bars müssen hingegen weiterhin um 18 Uhr schließen. Auch für kulturelle und sportliche Veranstaltungen, die von den Behörden ein niedriges Ansteckungsrisiko bescheinigt bekommen, sollen Beschränkungen fallen.

    03.55 Uhr: Omikron - und dann? Über neue Corona-Mutanten nur Spekulieren möglich

    Das Coronavirus Sars-CoV-2 dürfte sich über kurz oder lang weiterentwickeln - neue Varianten können entstehen. Über deren Eigenschaften lasse sich aber nur spekulieren, erklärte der Präsident der Gesellschaft für Virologie, Ralf Bartenschlager, der Deutschen Presse-Agentur. "Die Erfahrung zeigt aber, dass mit der Anpassung eines Virus an seinen Wirt die Pathogenität in der Regel abnimmt." Pathogenität meint die Fähigkeit, Krankheiten auszulösen. "Das bedeutet nicht, dass dieses angepasste Virus gar keine Erkrankung mehr macht, aber es ist in der Regel weniger krankmachend." Das Virus werde sicherlich endemisch und uns damit "erhalten bleiben".

    03.15 Uhr: Marokko gibt Luftraum ab 7. Februar wieder frei

    Marokko will seinen Luftraum ab dem 7. Februar wieder für internationale Flüge öffnen. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur MAP. Das Land hatte im November alle internationalen Passagierflüge verboten, weil es Bedenken wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus gab.

    02.50 Uhr: Intensivmediziner warnen vor wieder ansteigenden Patientenzahlen

    Intensivmediziner haben vor steigenden Patientenzahlen durch die Omikron-Variante des Coronavirus gewarnt. Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, sagte der "Rheinischen Post", dass er mit Blick auf die "sehr hohen Inzidenzen" damit rechne, dass "die generelle Zahl der Patienten doch wieder deutlich steigen kann und sicherlich auch wird". Die Zahl der Covid-Patienten auf den Normalstationen sei zudem "sehr, sehr hoch", sagte Marx weiter. "Das zieht in der gesamten Klinik natürlich auch Kreise." Eine Ansteckung mit der Omikron-Variante verlaufe zwar häufig milder als mit der Delta-Variante, aber: "Wir sprechen hier nicht von einem Schnupfen", betonte Marx. "Es wird schwerwiegende Verläufe und auch Tote geben."

    02.17 Uhr: Australien genehmigt Booster-Impfung für 16- und 17-Jährige

    Die australische Arzneimittelbehörde Therapeutic Goods Administration(TGA) genehmigt Auffrischungsimpfungen für 16- und 17-Jährige, um besser gegen die Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus gewappnet zu sein. Wie die TGA mitteilt, sei die Booster-Impfung mit dem Vakzin von Pfizer und Biontech für diese Altersgruppe zugelassen worden. Man schließe sich damit den USA, Israel und Großbritannien an.

    02.01 Uhr: Dürr zu Corona-Krise: Öffnungsperspektive bereits jetzt diskutieren

    FDP-Fraktionschef Christian Dürr hat eine rasche Diskussion über Öffnungsperspektiven in der Corona-Krise angemahnt. "Wir müssen auf jeden Fall jetzt schon anfangen, über Öffnungsperspektiven zu sprechen", sagte Dürr dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Bei Omikron ist anders als bei vorherigen Corona-Wellen nicht mehr die Inzidenz entscheidend, sondern die Frage, wie stark das Gesundheitssystem belastet ist." Er forderte: "Wenn die Kliniken der Omikron-Welle gut standhalten, muss die nächste Ministerpräsidentenkonferenz auch Öffnungen empfehlen." Dürr betonte: "Wenn Freiheitseingriffe nicht mehr notwendig sind, müssen wir sie umgehend zurücknehmen."

    01.02 Uhr: Quarantäne von Kontaktpersonen: Ministerin Behrens will Nicht-Geboosterten keinen Verdienstausfall mehr zahlen

    Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens will ungeboosterten Kontaktpersonen von Corona-Infizierten keinen Verdienstausfall mehr zahlen. "Das muss kommen, und mir persönlich schwebt da der 1. März als Stichtag vor", erklärte die SPD-Politikerin im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). Sie verwies darauf, dass Kontaktpersonen mit einer Booster-Impfung eine Quarantäne schließlich vermeiden könnten. Behrens betonte, sie habe hierzu einen Austausch im Rahmen der Gesundheitsministerkonferenz angeregt. Sie hoffe, dass es eine gemeinsame Linie der Länder dazu geben werde, und begründete ihren Vorstoß damit, dass es genügend Impfstoff sowie ausreichend Möglichkeiten gebe, sich impfen und boostern zu lassen.

    01.00 Uhr: RKI nimmt Krankheitslast verstärkt in den Fokus

    Angesichts der in die Höhe schnellenden Zahlen von Omikron-Neuinfektionen sieht das Robert Koch-Institut (RKI) nicht die Messung jeder Infektion, sondern immer mehr die Krankheitslast im Fokus. Für die aktuelle Lagebewertung stehe "nicht die Erfassung aller Infektionen durch SARS-CoV-2, sondern die Entwicklung der Anzahl und Schwere der Erkrankungen im Vordergrund", wie aus dem RKI-Wochenbericht vom Donnerstagabend hervorgeht. Auch wenn nicht mehr jeder Einzelfall im Meldesystem erfasst werde, ermöglichten ergänzend zu Rate gezogene Schätzwerte "eine zuverlässige Einschätzung der Gesamtentwicklung der epidemiologischen Situation" in Deutschland, hieß es. Konkret weisen die Experten darum seit kurzem im Wochenbericht Schätzungen zu Infizierten mit Covid-19-Krankheitssymptomen verschiedener Schwere aus.

    00.45 Uhr: US-Politikerin Palin isst nach positiven Corona-Tests in Restaurant

    Kurz nach mehreren positiven Corona-Tests ist US-Politikerin Sarah Palin in einem New Yorker Restaurant gesichtet worden. Wie mehrere US-Medien am Donnerstag übereinstimmend berichteten, verstieß die Reizfigur der politischen Rechten damit gegen die Corona-Regeln in der US-Ostküstenmetropole. Palin saß zwar am Mittwoch im Außenbereich des Restaurants in der noblen Upper East Side, müsste sich aber eigentlich von anderen Menschen isolieren.

    Republikanerin Palin - die ehemalige Gouverneurin von Alaska und Bewerberin für das Amt der Vize-Präsidentin 2008 - ist nicht geimpft und sagte zu den Aussichten, sich immunisieren zu lassen kürzlich: "Nur über meine Leiche". Deshalb sorgte sie in New York schon vor einigen Tagen für Unmut, weil sie im Innenbereich eines Restaurants aß - dies dürfen in der Großstadt nur vollständig Geimpfte.

    00.05 Uhr: Thüringen will Corona-Proteste erneut bei Innenministerkonferenz thematisieren

    Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) will das erste Treffen der Länder-Innenminister mit der neuen Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) am Freitag in Stuttgart nutzen, um über die Corona-Proteste zu sprechen. Er werde das "Corona-Leugner-Problem sehr eindringlich anzusprechen", sagte er den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Freitagsausgaben). "Es ist wirklich besorgniserregend, was gerade hier in Ostdeutschland geschieht. Der Zulauf ist ungebrochen."

    Donnerstag, 27. Januar 2022

    23.54 Uhr: Bericht: Mehr als 360 Millionen Corona-Infizierte

    Weltweit haben sich bisher rund 362,2 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters auf Basis offizieller Daten. Über 5,97 Millionen Menschen starben mit oder an dem Virus, das erstmals im Dezember 2019 im chinesischen Wuhan nachgewiesen wurde. Die meisten Infektions- und Totenzahlen weisen die USA auf. Bei den Ansteckungen folgen Indien und Brasilien.

    20.39 Uhr: Handball: Weitere Fälle in der Nationalmannschaft

    Die Corona-Fälle in der deutschen Handball-Nationalmannschaft reißen auch nach der Rückkehr von der EM nicht ab. Wie der Deutsche Handballbund am Donnerstagabend mitteilte, sind Torwarttrainer Mattias Andersson und Spieler Fabian Wiede, der wegen der großen Anzahl von Corona-Fällen überhaupt erst nachgereist war, betroffen. Wiede wird somit den Füchsen Berlin zunächst auch nicht zur Verfügung stehen.

    Noch am Abreisetag hatte Lukas Stutzke vom Bergischen HC ebenfalls einen positiven Befund erhalten. Die Zahl der insgesamt positiv auf das Coronavirus getesteten Personen aus der deutschen Delegation stieg damit auf 18. Immerhin konnten Marcel Schiller, Sebastian Heymann, Timo Kastening und Lukas Mertens nach DHB-Angaben ihre Quarantäne mit negativen Tests beenden. Die deutsche Mannschaft hatte sich am Dienstagabend mit einem 30:29-Sieg aus dem EM-Turnier in der Slowakei und in Ungarn verabschiedet.

    19.56 Uhr: In Frankreich wieder weniger als gemeldete 400.000 Neuinfektionen

    In Frankreich sinkt die Zahl der täglichen Ansteckungen, allerdings auf sehr hohem Niveau. Die Behörden registrieren 392.168 Neuinfektionen, nach 428.008 Fällen am Vortag. Dienstag waren es über 501.000 nachgewiesene Fälle, vergangene Woche erstmals fast eine halbe Million. In Krankenhäusern seien 268 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Insgesamt sind es damit 102.612 Todesfälle.

    19.03 Uhr: Chef des Corona-Krisenstabs will vor radikalen Impfgegnern "nicht zurückweichen"

    Der Leiter des Corona-Krisenstabs im Bundeskanzleramt, Carsten Breuer, will sich von Drohungen radikaler Impfgegner nicht einschüchtern lassen. "Ich werde vor einer solchen Minderheit nicht zurückweichen. Mit Sicherheit nicht", sagte der Generalmajor dem "Focus". Breuer gilt dem Magazin zufolge als gefährdet durch gewaltbereite Impfgegner und steht unter Personenschutz.

    Zur Impfkampagne gegen Corona sagte er, es sei genug Impfstoff vorhanden und jeder Impfwillige könne einen Termin bekommen. Es gelte nun, die Menschen zu motivieren: "Wir müssen klarmachen, dass es bei der Impfung um Solidarität geht - und zwar auf beiden Seiten der Spritze."

    In der Debatte über die mögliche Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht will der Krisenstabschef keine Position beziehen. Es handele sich um eine "politische Entscheidung".

    18.48 Uhr: Booster erhöht Schutz gegen Tod durch Omikron bei über 50-Jährigen deutlich

    Eine Auffrischungsimpfung mit einem Covid-19-Vakzin erhöht den Schutz vor Tod durch die Omikron-Variante bei über 50-Jährigen deutlich. Das teilte die britische Gesundheitsbehörde Health Security Agency (UKHSA) mit. Etwa sechs Wochen nach der zweiten Impfdosis liege der Schutz vor Tod durch die Corona-Mutante lediglich bei 60 Prozent bei Personen über 50 Jahren. Mit der Booster-Impfung steige dieser Wert auf bis zu rund 95 Prozent. Bei dem Pfizer/Biontech-Vakzin schütze der Booster zudem zu 90 Prozent vor einer Einweisung in eine Klinik. Dieser Wert sinke auf 75 Prozent zehn bis 14 Wochen nach Verabreichung der Booster-Impfung. Bei Moderna betrage der Schutz vor einer Einweisung ins Krankenhaus 90 bis 95 Prozent bis zu neun Wochen nach der dritten Dosis.

    18.36 Uhr: Corona-Fälle an Schulen deutlich gestiegen

    Die Zahl der Corona-Infektionen an Schulen ist nach Daten der Kultusministerkonferenz (KMK) deutlich gestiegen. Wie aus der wöchentlichen KMK-Statistik hervorgeht, waren in der vergangenen Woche deutschlandweit mehr als 147.000 Fälle unter Schülerinnen und Schülern bekannt. Mehr als 212.000 weitere waren in Quarantäne.

    In der Woche zuvor - zwischen 10. und 16. Januar - waren rund 73.000 Corona-Infektionen registriert worden, 111.000 befanden sich in häuslicher Quarantäne. Auch bei der Zahl der infizierten Lehrkräfte zeigt die KMK-Statistik eine deutliche Zunahme: Wurden in der Woche bis zum 16. Januar noch etwas mehr als 5.900 infizierte Lehrerinnen und Lehrer erfasst, waren es in der Woche bis 27. Januar bereits 9.551. In der Woche vor Weihnachten lag die Zahl bei knapp 5.300 infizierten Lehrkräften.

    Die KMK legt wöchentlich Zahlen vor. Grundlage sind Rückmeldungen aus mehr als 28.000 allgemeinbildenden Schulen und Berufsschulen mit etwa zehn Millionen Schülerinnen und Schülern. Insgesamt gibt es in Deutschland etwa elf Millionen Schülerinnen und Schüler und rund 40.000 Schulen und Berufsschulen.

    18.24 Uhr: Fast 156.000 Neuinfektionen in Italien

    In Italien verzeichnen die Gesundheitsbehörden 155.697 Neuinfektionen binnen eines Tages. Das seien rund 11.500 weniger als am Vortag, teilt das Gesundheitsministerium mit. 389 weitere Menschen seien im Zusammenhang mit dem Virus gestorben, am Tag zuvor seien es 426 gewesen. Seit dem Ausbruch des Virus in Italien im Februar 2020 starben 145.159 Menschen - das ist der nach Großbritannien der zweithöchste Wert in Europa und der neunthöchste weltweit. Mehr als 10,54 Millionen Ansteckungsfälle wurden bislang registriert.

    18.02 Uhr: Kanadas Premier Trudeau muss in Quarantäne

    Der kanadische Premierminister Justin Trudeau hat sich nach Kontakt mit einer positiv auf das Coronavirus getesteten Person in häusliche Quarantäne begeben. Trudeau twitterte, das Ergebnis seines Schnelltests sei negativ, er halte sich aber an die Regeln und isoliere sich für fünf Tage.

    Der Premierminister hat diese Woche virtuelle Kabinettssitzungen geleitet. In den ersten Monaten der Pandemie hatte Trudeau sich schon einmal isoliert, nachdem seine Frau positiv getestet worden war.

    17.45 Uhr: Lauterbach warnt vor zu viel Optimismus

    Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat davor gewarnt, in der Corona-Pandemie nicht mehr mit einer Verschlechterung der Lage zu rechnen. "Im besten Fall wird das Virus harmloser und löst nur noch kleine und lokal begrenzte Ausbrüche aus", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Ob das so komme, wisse aber niemand. "Wir müssen auf alles vorbereitet sein."

    Experten hatten zuletzt einen baldigen Übergang von der Pandemie zur Endemie des Coronavirus vorausgesagt. "Endemie kann viel bedeuten", betonte allerdings Lauterbach. "Wir können auch in eine Endemie geraten, in der eine sehr gefährliche Variante dominant ist, gegen die wir die Schwachen weiter mit großem Aufwand schützen müssen." Wie sich das Virus weiterentwickele, könne niemand vorhersagen.

    Entsetzt zeigte sich Lauterbach über Menschen in Gesundheitsberufen, die sich nicht gegen Corona impfen lassen wollen. "Dass medizinisches Personal wissenschaftliche Erkenntnisse leugnet und sogar bereit ist, Patienten zu gefährden, kann nicht sein", sagte er. Es müsse in Kauf genommen werden, dass einzelne Fachkräfte ihre Einrichtungen verlassen, wenn die Impfpflicht in Krankenhäusern und Pflegeheimen vom 15. März an greift. Er glaube nicht, dass viele Pflegekräfte der Corona-Impfung kritisch gegenüberstehen, fügte Lauterbach hinzu. Am Termin der Umsetzung will er festhalten.

    17.14 Uhr: Obduktion nach Todesfall bei Corona-Protest in Wandlitz ergibt natürliche Ursache

    Nach dem Tod eines 53-Jährigen bei einer Demonstration von Gegnern der Coronamaßnahmen in Wandlitz in Brandenburg hat eine Obduktion eine natürliche Todesursache ergeben. Das teilte die Polizei in Potsdam mit.

    Der Mann war am Montagabend während einer Identitätsfeststellung durch die Polizei zusammengebrochen und später in einem Krankenhaus gestorben. Nach Angaben der Polizei hatte er vorher versucht, eine Polizeikette zu durchbrechen. Demnach wurde er daran durch sogenannte einfache körperliche Gewalt wie Wegdrücken und In-den-Weg-Stellen gehindert.

    Anschließend stellten Einsatzkräfte die Personalien von ihm und einer Begleiterin fest und geleiteten das Paar zurück zu dessen Wagen. Auf dem Weg dorthin brach der Mann zusammen. Beamte leiteten daraufhin Erstehilfe-Maßnahmen ein und alarmierten Rettungskräfte. Da die Todesursache nicht feststand, wurde ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet.

    17.06 Uhr: Gesundheitsbehörde - Afrika kann Impfziel 2022 erreichen

    Der afrikanische Kontinent kann nach Einschätzung der federführenden Gesundheitsbehörde in der Pandemie sein Impfziel für 2022 erreichen. Im Bestreben, bis Jahresende mindestens 70 Prozent der Bevölkerung zu impfen, sei man auf Kurs, berichtete John Nkengasong, Direktor der Afrika-Zentren für Seuchenbekämpfung und Prävention, vor Reportern. Er halte das Impfziel für erreichbar, solange aktuelle Trends beibehalten und die Impfungen auf dem gesamten Kontinent forciert würden, sagte Nkengasong.

    Ermutigt sei seine Behörde von dem Anstieg der Impfquoten in Ländern wie Nigeria. Dort ging die Impfscheu offenbar zuletzt zurück, nachdem gezielt Impfdosen mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum vernichtet und die Verfügbarkeit von Vakzinen erhöht wurden.

    Aktuell sind elf Prozent der rund 1,3 Milliarden Einwohner des Kontinents vollständig geimpft. Laut den Afrika-Zentren für Seuchenbekämpfung und Prävention sind auf dem Kontinent 580 Millionen Impfdosen in Empfang genommen und davon 64 Prozent verabreicht worden.

    16.44 Uhr: Myokarditis bei geimpften Jugendlichen in Israel sehr selten

    Bei der Impfung von Kindern und Jugendlichen gegen das Coronavirus sind nach neuen Zahlen des israelischen Gesundheitsministeriums schwere Nebenwirkungen insgesamt sehr selten. In der Gruppe der 12- bis 15-Jährigen wurde laut dem Bericht etwa bei rund 900.000 Impfungen in 15 Fällen eine Myokarditis (Herzmuskelentzündung) gemeldet.

    Zwölf der Fälle traten nach der zweiten Impfdosis auf. Nur eine der Betroffenen war weiblich. Der Verlauf in der Altersgruppe war nach Angaben des Ministeriums zumeist relativ milde, alle Patienten konnten nach einigen Tagen wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden.

    In der Gruppe der Fünf- bis Elfjährigen gab es demnach keinen einzigen Fall von Myokarditis nach einer Impfung. Das vergleichsweise höchste Risiko hatten junge Männer im Alter von 16 bis 24 Jahren nach der zweiten Impfdosis. Bei den 16- bis 19-Jährigen lag es statistisch bei einem Fall von 6.638 Geimpften, bei den 20- bis 24-Jährigen bei einem Fall von 9.574 Geimpften. Das geringste Risiko hatten Frauen ab 30 Jahren nach der ersten Impfdosis, mit einem Fall von mehr als einer Million Geimpften.

    Die Gefahr einer Myokarditis, die bei Ungeimpften durch eine Corona-Erkrankung verursacht wird, gilt jedoch insgesamt als deutlich höher als die durch eine Impfung.

    16.23 Uhr: Razzia bei 77-jähriger Ärztin mutmaßlich gefälschter Impfpässe

    Wegen mutmaßlich gefälschter Corona-Impfzertifikate haben Polizei und Staatsanwaltschaft Praxis- und Privaträume einer 77-jährigen Ärztin in Berlin-Wilmersdorf durchsucht. Bei der Razzia am Mittwoch seien umfangreiche Beweismittel gefunden worden, darunter mutmaßlich gefälschte Chargenaufkleber für Impfpässe, teilte die Berliner Polizei mit.

    Die Frau wird laut Polizei verdächtigt, in einer Vielzahl von Fällen ungeimpften Personen gegen ein Schmiergeld von mindestens 180 Euro pro Pass falsche Impfnachweise ausgestellt zu haben. Mit den falschen Impfpässen konnten sie sich demnach digitale Impfzertifikate in Apotheken erschleichen. Dadurch hätten sie Zutritt zu Kultureinrichtungen, Restaurants, Kaufhäusern, Geschäften und anderen Einrichtungen bekommen, für die die 2G-Regel gilt.

    Laut Polizei wird gegen die Ärztin wegen des Verdachts des Ausstellens unrichtiger Gesundheitszeugnisse ermittelt. Zudem würden etwaige Verbindungen der Medizinerin zur organisierten Kriminalität geprüft.16.14 Uhr: Impfgegner in Costa Rica wollen kleinen Jungen mit Gewalt aus Klinik holen

    Eine Gruppe von Corona-Impfgegnern ist in Costa Rica gewaltsam in ein Krankenhaus eingedrungen, um einen ungeimpften sechsjährigen Jungen herauszuholen. Nach Angaben der Leiterin des Krankenhauses in Heredia, Priscilla Balmaceda, überfielen rund 30 radikale Impfgegner am Mittwoch Sicherheitsbeamte und medizinisches Personal und versuchten, den Jungen mitzunehmen. Dessen Eltern hatten sich einer Impfung ihres Sohnes widersetzt.

    Der Junge war einige Tage zuvor wegen einer Atemwegserkrankung in das Krankenhaus eingeliefert worden und sollte auf Empfehlung der Ärzte geimpft werden. Wenige Minuten nach einem "respektvollen Gespräch" mit dem Vater hätten die Impfgegner das Krankenhaus gestürmt, berichtete Balmaceda. Das Krankenhaus musste geräumt werden. Sechs Männer und Frauen müssen sich nun vor Gericht verantworten.

    In Costa Rica ist die Impfung von Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren seit November Pflicht. Sind Eltern oder Erziehungsberechtigte gegen die Impfung, kann die staatliche Kinderschutzbehörde (Pani) eingreifen. Diese Impfpflicht für kleine Kinder hatte in den vergangenen Wochen immer wieder zu Kundgebungen vor dem Parlament geführt.

    15.58 Uhr: EU-Behörde EMA gibt grünes Licht für Corona-Pille Paxlovid von Pfizer

    Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat grünes Licht gegeben für die Zulassung des Medikaments Paxlovid gegen Covid-19. Das Mittel des US-Herstellers Pfizer könne bei erwachsenen Patienten eine schwere Erkrankung nach einer Corona-Infektion verhindern, teilte die EMA in Amsterdam mit. Nach der Zulassung ist Paxlovid das erste Mittel, das Patienten zu Hause oral einnehmen können. Die Covid-Pille gilt als sehr effektiv, gerade bei Menschen mit Vorerkrankungen soll sie das Risiko von sehr schweren Krankheitsverläufen um 89 Prozent senken.

    Nun muss die EU-Kommission der Zulassung noch zustimmen, das aber gilt als Formsache. "Das Sicherheitsprofil von Paxlovid war günstig und Nebenwirkungen im allgemeinen milde", stellten die EMA-Experten fest: "Auf der Grundlage von Laborstudien wird erwartet, dass es auch gegen Omikron und andere Varianten wirkt."

    Unklar ist noch, wann das Mittel auf Rezept bei der Apotheke zu kaufen ist. Nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) wurden eine Million Packungen Paxlovid geordert. "Das Mittel eignet sich insbesondere für die Behandlung ungeimpfter Risikopatienten", hatte er gesagt. Mit diesem Präparat sind dann insgesamt sieben Medikamente zur Behandlung von Covid-19-Patienten in der EU zugelassen.

    15.40 Uhr: Deutsche Airlines mit 68 Prozent Passagieren weniger - Branche fordert Öffnungsperspektive

    Die deutschen Fluggesellschaften haben im vergangenen Jahr rund 52,5 Millionen Passagiere befördert. Das waren 68 Prozent weniger als im Jahr vor der Corona-Pandemie 2019, wie der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) mitteilte. Im Jahr 2020 war der Rückgang mit 75 Prozent noch größer gewesen.

    Insbesondere in den ersten beiden Monaten des Jahres 2021 sei die Nachfrage stark zurückgegangen und habe sich dann nur langsam erholt, erklärte der BDL. Auch im Herbst 2021 habe sich die weltweite Luftfahrt noch in der tiefsten Krise seit 1945 befunden: "Das Infektionsgeschehen um die Delta und die Omikron Variante bremsten die Nachfrage im Luftverkehr erneut."

    Wichtige Verkehrsströme, etwa in den asiatischen Raum, seien nach wie vor durch Reisebeschränkungen blockiert, erklärte BDL-Präsident Peter Gerber. Er forderte, die beschränkenden Auflagen zurückzunehmen, "sobald das Infektionsgeschehen es zulässt". Impfungen und Testen ermöglichten sichere Mobilität.

    15.16 Uhr: Grünen-Vorsitzkandidatin Ricarda Lang mit Corona infiziert

    Die Kandidatin für den Grünen-Vorsitz, Ricarda Lang, hat sich unmittelbar vor dem Parteitag mit dem Coronavirus infiziert. Ein PCR-Test sei positiv ausgefallen, seit Mittwochabend sei sie zu Hause isoliert, schrieb Lang auf Twitter. Auch für ihre Bewerbungsrede wird die 28-Jährige somit digital zugeschaltet und ist nicht wie geplant vor Ort.

    Lang schrieb weiter: "Zum Glück bin ich dreifach geimpft, mir geht es gut und ich verspüre keine Symptome." Alle ihre Risikokontakte seien benachrichtigt worden. Die Grünen-Politikerin hatte in der Debatte um eine Impfpflicht am Mittwoch ihre erste Rede im Bundestagsplenum gehalten.

    Der PCR-Test sei wegen des am Freitag beginnenden Grünen-Parteitags "standardmäßig zur Sicherheit" vorgenommen worden. Zuvor seien am Dienstagmorgen sowie am Mittwochmorgen Schnelltests negativ ausgefallen, schrieb Lang.

    15.01 Uhr: Katalonien schafft wegen Omikron Impfnachweis mit Covid-Pass ab

    Wegen des durch die Omikron-Variante des Coronavirus ausgelösten Infektionsgeschehens müssen Besucher von Bars, Restaurants und Fitnessstudios in Katalonien ab Freitag keinen Impfnachweis mehr vorzeigen. "Ein erheblicher Teil der Bevölkerung" sei "aufgrund von Omikron erneut anfällig für eine Infektion mit dem Coronavirus", und zwar unabhängig von ihrem Impf- oder Genesenenstatus, erklärte die Regierung der Region im Nordosten Spaniens. Damit nutze der eigentlich obligatorische Nachweis eines Covid-Passes weniger als vorher.

    Obwohl die Zahl der Infektionsfälle in Katalonien immer noch hoch ist, sind die Krankenhäuser nicht so überlastet wie befürchtet. Die Behörden hoben daher in den vergangenen Tagen einen Großteil ihrer Beschränkungen schrittweise wieder auf. Einzig die Diskotheken bleiben weiterhin geschlossen. Trotz der hohen Impfrate von 90,7 Prozent der Einwohner über zwölf Jahren sind die Fälle von Covid-19 seit Ende Dezember in Spanien deutlich angestiegen. Das Land weist heute eine der höchsten Inzidenzraten in Europa auf.

    14.43 Uhr: Litauen - Erstmals mehr als 10.000 Neuinfektionen

    Litauen hat den zweiten Tag in Folge einen Rekord bei den Corona-Neuinfektionen verzeichnet. Mit 10.630 registrierten Fällen binnen 24 Stunden wurde erstmals ein fünfstelliger Wert erfasst - 9.490 waren es am Vortag. Der 14-Tage-Inzidenzwert stieg damit nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Vilnius auf 2.985 Infektionen pro 100.000 Einwohner - der höchste Wert in dem baltischen EU-Land mit knapp drei Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie. 

    Nach Behördenangaben geht die große Mehrzahl der neuen Fälle auf die besonders ansteckende Omikron-Variante zurück. Gesundheitsminister Arunas Dulkys hält neue Corona-Regeln für vorerst nicht notwendig. Die Pandemie könne mit den gegenwärtigen Beschränkungen eingedämmt werden, sagte er.

    14.22 Uhr: EU-weit bis zu 800.000 weniger Hospitalisierungen durch Booster möglich

    Booster-Impfungen könnten der EU zufolge mehrere Hunderttausend Krankenhauseinlieferungen in Europa vermeiden. Mit der bis Anfang Januar erreichten Booster-Rate sei eine Reduzierung der Fälle in der EU, Norwegen, Island und Liechtenstein um 500.000 bis 800.000 möglich, teilte die EU-Gesundheitsbehörde ECDC mit.

    Rund 70 Prozent der EU-Bürger sind bislang vollständig geimpft, davon hat die Hälfte zusätzlich einen Booster erhalten. Würden alle bereits Geimpften die dritte Impfung in Anspruch nehmen, könnte die Zahl der Hospitalisierungen noch niedriger ausfallen, sagt EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides.

    14.04 Uhr: Mehr Corona-Patienten und Personalerkrankungen bei München Klinik

    Zwei Jahre, nachdem der erste Corona-Patient in Deutschland in die München Klinik Schwabing gekommen war, wurde dort heute Zwischenbilanz gezogen. 3.700 Corona-Patienten wurden mittlerweile an den München Klinik-Standorten Schwabing, Harlaching, Bogenhausen und Neuperlach behandelt. 900 waren auf der Intensivstation, ein Drittel davon ist gestorben. Momentan sind es 90 Patienten – Tendenz wieder steigend. Auch immer mehr Mitarbeitende werden krank. Das sei "eigentlich die größte Sorge, die ich die nächsten Woche habe", sagte Klinik-Chef Axel Fischer.

    Nur mit Impfungen komme man aus der Pandemie, mahnte Münchens Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) betonte, dass Corona auch danach weiter die Politik beschäftigen werde. Zum Beispiel die Finanzierung der Krankenhäuser und die Rahmenbedingungen für die Pflegekräfte nannte er als "Herausforderungen der Zukunft". Auch darauf müsse man den Blick jetzt bereits richten.

    13.46 Uhr: Hamburger Polizei verbietet erneut große Corona-Demonstration

    Die Hamburger Polizei hat eine für kommenden Samstag angemeldete Demonstration von 11.000 Corona-Maßnahmen-Gegnern verboten. Als Hauptgrund nannte Polizeisprecher Holger Vehren den Infektionsschutz. Der Anmelder, ein Verein, habe die Demo unter das Motto "Gegen die Maskenpflicht und sonstige Corona-Maßnahmen" gestellt und deutlich gemacht, dass er den Demonstrationszug ohne Masken abhalten wolle. Er habe sich auch nicht kooperationsbereit gezeigt.

    Angesichts der pandemischen Lage sei eine Versammlung mit 11.000 Teilnehmern ohne Masken nicht möglich, sagte Vehren. Vor zwei Wochen war bereits eine Großdemonstration von Gegnern der Impf- und Corona-Maßnahmen, zu der bis zu 15.000 Menschen erwartet wurden, aus Infektionsschutzgründen verboten worden. Dennoch hatten sich rund 3.000 Menschen größtenteils ohne Masken und Abstand versammelt. Als sie sich weigerten, den Platz zu räumen, drängte die Polizei die Demonstranten teils mit körperlicher Gewalt ab.

    Gegen das Verbot der Demonstration vor zwei Wochen war die Anmelderin beim Verwaltungsgericht mit eine Eilantrag vorgegangen und gescheitert. Eine mögliche Beschwerde beim Hamburgischen Oberverwaltungsgericht blieb aus. Auch der Anmelder der jetzt verbotenen Demo habe angekündigt, den Rechtsweg beschreiten zu wollen, sagte Vehren.

    13.20 Uhr: Hongkong verkürzt Quarantäne für Einreisende auf 14 Tage

    Hongkong reduziert die Quarantäne-Dauer bei Einreise um sieben auf 14 Tage. Die Änderung gelte ab dem 5. Februar, sagte Regierungschefin Carrie Lam. Diplomaten und Finanzbranche hatten zuvor die Länge der Quarantäne kritisiert, sie schade dem Wettbewerb. Lam betonte, sie beuge sich mit der Neuregelung jedoch nicht dem Druck Anderer. Es habe sich einfach gezeigt, dass Omikron eine kurze Inkubationszeit habe.

    Bislang müssen Einreisende aus über 160 Ländern auf eigene Kosten 21 Tage in Hotel-Quarantäne. Für welche Länder die neue Regelung gilt, gab Lam noch nicht bekannt.

    13.06 Uhr: Italien will Einreiseregelung ab Februar lockern

    Italien-Urlauber können ab Februar mit gelockerten Corona-Einreiseregeln rechnen. Ab dem 1. Februar brauchen Reisende aus den EU-Ländern lediglich entweder einen negativen Corona-Test oder einen Impf- oder Genesungsnachweis, wenn sie nach Italien kommen, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums auf Nachfrage erklärte. Gesundheitsminister Roberto Speranza habe dazu eine Anordnung unterzeichnet.

    In dem Mittelmeerland werden die Nachweise als "Green Pass" bezeichnet. Die in Deutschland verwendeten QR-Codes für die Impfung gelten auch in Italien. Bislang mussten alle Reisenden, auch Coronageimpfte und Genesene, zusätzlich einen negativen Corona-Test vorweisen.

    In dem Land mit rund 60 Millionen Einwohnern sind die Zahlen der täglichen Neuinfektionen mit dem Virus weiter hoch. Am Mittwoch meldeten die Behörden rund 167.000 Infektionen binnen eines Tages. Laut Medienberichten prüft die Regierung derzeit, das Ablaufdatum der Impfnachweise derjenigen auszusetzen, die die Auffrischungsimpfung erhalten haben.

    12.55 Uhr: Staatsregierung will Pool-Tests "so lange wie möglich" beibehalten

    Ungeachtet erster Engpässe bei den Laborkapazitäten will Bayern sein System von Pool-Tests auf das Coronavirus bei Grund- und Förderschulkindern "so lange wie möglich" aufrechterhalten. Das sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. In den vergangenen Tagen hatten einzelne Eltern die Pool-Tests ihrer Kinder als "im Labor nicht auswertbar" ohne Ergebnis zurückerhalten.

    Insgesamt ist das Ministerium mit dem Verfahren der Pool-Tests zufrieden. "Bayern ist bei der erfolgreichen Umsetzung von PCR-Pool-Testungen bundesweit an der Spitze", betonte die Sprecherin. In der vergangenen Woche seien die Ergebnisse von mehr als 50.000 PCR-Pool-Tests und mehr als 45.000 Einzel-PCR-Tests mit einer Quote von 95 Prozent vor Unterrichtsbeginn des Folgetages an Schulen und Eltern übermittelt worden.

    Die Kapazitäten für PCR-Tests sollen aber weiter gesteigert werden. Bereits in den vergangenen Wochen sei es gelungen, die Zahl der wöchentlichen PCR-Tests auf 486.000 zu erhöhen. "Weitere Steigerungen sind zu erwarten", sagte die Sprecherin. Entlastung solle etwa der Einsatz sogenannter PoC (Point of Care)-PCR-Geräte bringen - etwa in Apotheken oder in von Hilfsorganisationen betriebenen Testzentren. Die Ministeriumssprecherin sagte, man stehe mit den Leistungserbringern und dem Bund "in konstruktivem Austausch".

    Für den Fall, dass einzelne Proben in den Laboren nicht ausgewertet werden können, gebe es klare Richtlinien. "Wenn ein Pool positiv ist und die Rückstellproben nicht ausgewertet werden können, bleiben die Schülerinnen und Schüler am nächsten Tag zuhause und können beispielsweise in den lokalen Testzentren einen kostenfreien PCR-Test durchführen lassen", erklärte die Ministeriumssprecherin. Für den Fall, dass ein Pool nicht ausgewertet werden kann, erfolge am nächsten Tag ein Antigen-Selbsttest in der Schule.

    12.32 Uhr: Mindestens 43 Millionen Menschen haben Booster-Impfung erhalten

    Mehr als die Hälfte der Bevölkerung hat eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Mindestens 43 Millionen Menschen (51,7 Prozent) seien inzwischen geboostert, teilte das Robert Koch-Institut mit. Dies gilt als wichtig für einen wirksamen Schutz vor der besonders ansteckenden Virusvariante Omikron.

    In Deutschland sind am Mittwoch rund 458.000 Impfungen gegen das Coronavirus verabreicht worden. Mindestens 75,6 Prozent der Bevölkerung (62,9 Millionen Menschen) sind bislang einmal geimpft. Die Bundesregierung strebt 80 Prozent Erstgeimpfte bis Ende Januar an. Das Ziel scheint zunehmend unrealistisch.

    Mindestens 73,7 Prozent der Bevölkerung (61,3 Millionen) haben nach RKI-Angaben einen vollständigen Grundschutz erhalten. Dafür sind in der Regel zwei Impfdosen nötig. Noch zählt das RKI auch Menschen mit, die nur eine Dosis des Johnson-&-Johnson-Präparats erhalten haben, - allerdings wird das gerade umgestellt. Künftig sollen Johnson-&-Johnson-Geimpfte erst nach einer zweiten Impfdosis - möglichst mit einem mRNA-Impfstoff - als voll geimpft gelten.

    Nicht geimpft sind derzeit 24,4 Prozent der Bevölkerung (20,3 Millionen Menschen). Für 4,8 Prozent (vier Millionen) dieser Menschen im Alter von 0 bis 4 Jahren steht bisher kein zugelassener Impfstoff zur Verfügung.

    12.20 Uhr: NRW muss nach Corona-Quarantäne bei Tönnies Entschädigung zahlen

    Nach der coronabedingten Betriebsstilllegung und Quarantäne für zahlreiche Mitarbeiter beim Fleischverarbeiter Tönnies im Frühjahr 2020 muss das Land NRW in zwei Fällen Entschädigung zahlen. Das hat das Verwaltungsgericht Minden entschieden. Es waren die ersten Fälle dieser Art, die vor Gericht entschieden wurden. Mehr als 4.500 ähnliche Fälle lägen noch beim Verwaltungsgericht Minden, sagte eine Sprecherin.

    Es gehe bei den jetzt entschiedenen Fällen um zwei Subunternehmen, die mit eigenen Mitarbeitern auf Tönnies-Gelände gearbeitet haben, sagte die Sprecherin. Die beiden Mitarbeiter seien im Juni und Juli - wie viele ihrer Kollegen - jeweils mehrere Wochen auf Anordnung des Kreises in Quarantäne gegangen. Die Subunternehmen hätten den Lohn plus Sozialabgaben weiter bezahlt, das Geld aber vom Land zurückgefordert.

    Das Land habe eine Zahlung verweigert, da das Unternehmen die Mitarbeiter nicht ausreichend am Arbeitsplatz geschützt habe, so dass es zu Corona-Infektionen kam. Daher gebe es keinen Anspruch auf eine Lohn-Entschädigung aus dem Infektionsschutzgesetz. Das Mindener Gericht folgte dieser Auffassung nicht. Eine Begründung für die Entscheidung nannte das Gericht zunächst nicht.

    12.07 Uhr: RKI hält Verbesserung der Corona-Meldesoftware für erforderlich

    Bei der von Gesundheitsämtern genutzten Software zur Meldung von Corona-Fällen sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) Verbesserungen erforderlich. Dabei geht es "neben der Behebung von aktuellen Problemen in der Software auch um Verbesserungen der Benutzerführung, damit Vorgänge einfacher und schneller bearbeitet werden können", teilte eine RKI-Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Darüber hinaus gehe es "um technische Ertüchtigungen, damit die großen Datenmengen insgesamt bewältigt werden können".

    Mitarbeiter in etlichen Gesundheitsämtern hatten sich in den vergangenen Wochen darüber beschwert, dass die vom RKI bereitgestellte Software "SurvNet" zum Teil so langsam auf Eingaben reagiere, so dass die Software oft unbrauchbar sei. Außerdem stürze die Software häufig ab. Das SurvNet-System wird von vielen der rund 400 Gesundheitsämtern verwendet, um ihre Daten an 16 Landesgesundheitsämter zu übermitteln. Dort werden die Daten noch einmal aufbereitet, bevor sie dann an das RKI gehen.

    Die RKI-Sprecherin betonte, das Institut habe den Überblick über die übermittelten Fälle, könne jedoch "keinen systematischen Überblick darüber geben, wie viele Meldungen in den Gesundheitsämtern nicht zeitnah verarbeitet werden können". Es sei dem RKI bekannt, dass es aufgrund der sehr hohen Anzahl der Meldungen in den Ämtern zu einem Rückstau komme. Dies sei auch in den Ämtern ohne eventuelle Softwareprobleme der Fall.

    11.24 Uhr: Mehr als 57.000 Corona-Neuinfektionen in Polen

    Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Polen hat den zweiten Tag in Folge einen Höchstwert erreicht. Innerhalb von 24 Stunden kamen 57.659 neue Fälle hinzu, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte. Dies ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Im selben Zeitraum starben 262 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner, also knapp halb so viele wie Deutschland. Nach einer Anweisung des Bildungsministeriums stellten am Donnerstag alle Schulen des Landes auf Fernunterricht für Schüler ab der 5. Klasse um. Diese Regelung soll für einen Monat gelten. Auch führt Polen nun die Möglichkeit zu kostenlosen Corona-Tests ein. Ab sofort gebe es landesweit 64 Apotheken, wo sich Bürger testen lassen könnten, teilte Minister Adam Niedzielski mit.

    11.05 Uhr: Gouverneurin von New Mexico hilft wegen Lehrermangels an Schule aus

    Wegen eines Corona-bedingten massiven Lehrermangels im US-Bundesstaat New Mexico ist dessen Gouverneurin Michelle Lujan Grisham persönlich als Aushilfskraft an einer Schule eingesprungen. "Es war vielleicht einer der besten Tage in meiner ganzen Karriere", sagte Grisham nach ihrem ersten Tag als Lehrkraft am Mittwoch (Ortszeit). Der Umgang mit den Schulkindern sei "leichter gewesen als mit dem Kabinett", scherzte sie. Dennoch sei ihr das Unterrichten schwerer gefallen als sie es erwartet habe.

    Grisham, die einen Abschluss in Jura hat, hatte wegen des Lehrermangels in der vergangenen Woche eine Initiative gestartet, um Quereinsteiger an Schulen und Kindertagesstätten zu bringen. "Unsere Schulen sind eine zentrale Quelle der Stabilität für unsere Kinder. Wir wissen, dass sie am besten im Klassenzimmer lernen und sich im Zusammensein mit ihren Freunden am besten entwickeln", begründete die Gouverneurin das Programm.

    11.00 Uhr: Omikron bremst die Erholung der Luftfahrt kräftig

    Die verschärfte Corona-Pandemie bremst die ohnehin schwächelnde Erholung der Luftfahrt zusätzlich. Die Omikron-Welle sorge für deutlich weniger Flugbetrieb im Januar und Februar, erklärte der Bundesverband der deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) am Donnerstag. "Für diesen Zeitraum haben die Fluggesellschaften nachfragebedingt nochmals kurzfristig Kapazitäten um rund 30 Prozentpunkte gegenüber dem Planungsstand September 2021 streichen müssen." Aktuell liege das Sitzplatzangebot an den deutschen Flughäfen für Januar bis Mai bei 69 Prozent des Niveaus im gleichen Zeitraum 2019 und damit vor der Pandemie-Krise. Zum Vergleich: Hier hatten die Airlines noch Ende des Sommers mit fast 90 Prozent geplant.

    10.32 Uhr: Pharmakologe Sörgel: Olympia ohne Omikron "ist unrealistisch"

    Der Pharmakologe Fritz Sörgel hält eine Austragung der Olympische Winterspiele in Peking ohne Omikron-Fälle für nicht vorstellbar. Das «ist unrealistisch», sagte der 72-Jährige im Interview mit dem Münchner Merkur und der tz: "Die Lage ist so verzwickt, dass selbst kurz vor Abflug getestete Personen bei ihrer Ankunft 24 Stunden später positiv sein können. Ansteckungen komplett zu verhindern ist nicht möglich." Kritisch sieht Sörgel auch den CT-Richtwert für Coronatests bei den Spielen in Peking (4. bis 20 Februar). Generell gelte, je "kleiner der Wert, desto infektiöser der oder die Infizierte", erklärte Sörgel. Die Gefahr sei aber, «dass spätestens ab einem Wert von 35 nur noch Bruchstücke, die auch sehr lange nach einer Infektion vorhanden sein können, übrig sind.» Nach den Einwürfen der Verbände habe man jetzt "den Wert 35 akzeptiert, aber mit erheblichen Einschränkungen und zusätzlichen Tests", sagte Sörgel.

    10.30 Uhr: Omikron bremst Wirtschaft aus - Im Frühjahr naht Erholung

    Deutschland steuert dem Berliner DIW zufolge inmitten der Omikron-Welle in eine Konjunkturflaute. Das signalisiert das Barometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), das im Januar leicht nachgibt. Nachdem es im vierten Quartal 2021 noch knapp über der 100-Punkte-Schwelle lag, ist es mit einem Indexstand von 99,5 Punkten für das erste Quartal 2022 nun darunter gefallen, wie die Forscher am Donnerstag mitteilten.

    Von Reuters befragte Experten erwarten für das vierte Quartal ein Minus von 0,3 Prozent. Vor allem aufgrund der Auswirkungen der aktuellen Omikron-Welle zeichnet sich laut DIW nun auch für den Jahresbeginn ein leichter Rückgang ab. Alles in allem stehe der Jahresbeginn weiter im Zeichen der Pandemie. Die Aussichten auf eine Erholung im Frühjahr seien aber gut. In der Industrie deute immer mehr darauf hin, dass sich die Materialengpässe nach und nach lösten. Auch insgesamt dürften die Unternehmen hierzulande allmählich wieder mehr produzieren.

    10.12 Uhr: Personalengpass durch Corona macht Lufthansa Cargo zu schaffen

    Steigende Infektionszahlen in der Corona-Pandemie haben sich bei der Lufthansa-Frachttochter Lufthansa Cargo in Frankfurt bemerkbar gemacht. "Trotz umfangreicher Präventionsmaßnahmen spüren wir das erhöhte Infektionsgeschehen nun auch deutlich", erklärte das Unternehmen am Donnerstag. Dies führe zu einer außergewöhnlichen Verringerung des Personalbestands, was den Betrieb am Fracht-Drehkreuz Frankfurt derzeit störe. Der Flugplan sei nicht betroffen. Aber aus den USA, Kanada und Europa könne derzeit keine lose Fracht - also Sendungen mit unterschiedlichen Bestimmungsorten in einem Container - umsortiert werden. Besonders eilige Fracht wie Organspenden oder temperaturgeführte Sendungen seien nicht betroffen.

    09.34 Uhr: Caritas-Präsidentin: Impfpflicht ab 18 Jahren ist keine allgemeine Impfpflicht

    In der Diskussion um eine allgemeine Impfpflicht wirft der Deutsche Caritasverband der Politik "Etikettenschwindel" vor. Die von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und anderen vertretene Impfpflicht ab 18 Jahren sei gerade kein allgemeiner Ansatz, sondern eine altersdifferenzierter, sagte Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom Donnerstag. Entweder solle sich die Politik an der Impfstoffzulassung ab fünf Jahren orientieren oder an der am meisten gefährdeten Gruppe ab 50 Jahren. "Mir fällt kein Argument ein, das für 18 spricht", sagte Welskop-Deffaa.

    09.12 Uhr: Ukraine meldet Rekord an Corona-Neuninfektionen

    Inmitten der wachsenden Spannungen im Konflikt mit Russland meldet die Ukraine Höchstwerte an Corona-Neuinfektionen. Innerhalb von 24 Stunden seien 32.393 neue Fälle registriert worden, teilt das Gesundheitsministerium mit. Das sind so viele wie noch nie. Der alte Rekord lag am 4. November bei 27.377 Fällen. Ingesamt verzeichnet die Ukraine 3,95 positive Tests und 99.738 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus.

    08.39 Uhr: Studie: Corona-Sterberisiko unter populistischen Regierungen höher

    In Ländern mit populistischen Regierungen ist das Corona-Sterberisiko einer Studie zufolge deutlich höher als anderswo. Die Übersterblichkeit sei dort im Durchschnitt mehr als doppelt so hoch wie in nicht-populistisch regierten Ländern, geht aus dem am Donnerstag unter Mitwirkung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) entstandenen Forschungspapier hervor. "Die Zahlen sind eindeutig: Populisten sind in der Corona-Pandemie die klar schlechteren Krisenmanager und für viele vermeidbare Tote in den von ihnen regierten Ländern verantwortlich", sagte IfW-Experte Michael Bayerlein, der zu Populismus forscht.

    Die sogenannte Übersterblichkeit – also die Anzahl an Todesfällen oberhalb des Wertes, der auch ohne die Pandemie zu erwarten gewesen wäre – liegt in nicht populistisch geführten Ländern bei gut acht Prozent. In populistisch geführten Ländern sind es der Studie nach hingegen fast 18 Prozent. Insgesamt 13 Regierungen stuften die Autoren dabei als populistisch ein - darunter die in Polen, der Slowakei, Tschechien, Ungarn, Großbritannien, Brasilien und Indien.

    08.00 Uhr: Verbraucherstimmung trotzt Corona und Inflation

    Inmitten der Corona-Welle hellt sich die Laune der Verbraucher in Deutschland überraschend auf. Das Barometer der Nürnberger GfK-Marktforscher signalisiert für Februar den ersten Anstieg nach zwei Rückgängen in Folge: Es klettert demnach um 0,2 Zähler auf minus 6,7 Punkte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten einen Rückgang auf minus 7,8 Punkte erwartet. Doch trotz steigender Corona-Inzidenzen und Inflation zeigten sich die Verbraucher wieder etwas optimistischer, wie Gfk-Experte Rolf Bürkl am Donnerstag erläuterte: Vor allem an der Preisfront erhofften sie sich eine leichte Entspannung. "Dennoch bleibt die Preiserwartung der Konsumenten deutlich höher als im Vergleich zu den letzten Jahren", so der Konsumexperte.

    07.56 Uhr: Corona-Inzidenz in Bayern steigt weiter stark

    Die Corona-Inzidenz in Bayern steigt weiter stark an. Mit 1159 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag sie am frühen Donnerstagmorgen um 91 über dem Wert des Vortages, wie das Robert Koch-Institut mitteilte. Treiber des Anstiegs waren 34 193 weitere gemeldete Infektionen seit Mittwoch. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Corona seit Beginn der Pandemie stieg um 29 auf 20.391. Die höchste Inzidenz in Bayern gibt es derzeit mit 2112 in Dachau. Es ist der erste Landkreis, der die Marke von 2000 überspringt. Dahinter folgen die Städte Rosenheim mit 1835,2 und München mit 1830,1. Die niedrigsten Inzidenzen gibt es in den Landkreisen Coburg mit 429,7 und Hof mit 489,8. Es sind auch die einzigen Landkreise in Bayern, in denen die Inzidenz noch unter 500 liegt.

    Auch in den Krankenhäusern kommt die neue Corona-Welle inzwischen an. Mit Stand Mittwoch hatte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit 549 Krankenhauseinweisungen binnen sieben Tagen gemeldet, das sind 43 Prozent mehr als vor einer Woche.

    07.51 Uhr: Krankenhäuser erwarten viele neue Corona-Patienten

    Die Krankenhäuser stellen sich angesichts der emporschnellenden Corona-Infektionszahlen auf zahlreiche neue Patienten ein. Die aktuelle Zahl von 200 000 Neuinfizierten innerhalb eines Tages werde sich erst in sieben bis zehn Tagen in den Kliniken auswirken, sagte der Vorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin". "Das heißt, wir werden auch in den kommenden Tagen und wahrscheinlich Wochen eine hohe Dynamik neuer Zugänge in die Krankenhäuser erleben", sagte er. Hinzu komme, dass Personal wegen eigener Ansteckungen ausfalle. "Das belastet die Krankenhäuser." Wegen der Personalausfälle habe bereits in der vergangenen Woche die Hälfte der Krankenhäuser Einschränkungen bei der Belegung gemeldet. "Es ist im Moment aber nicht so, dass die Versorgung gefährdet wäre", sagte Gaß.

    07.50 Uhr: Israel weitet Kreis der Berechtigten für vierte Corona-Impfdosis aus

    Israel hat den Kreis der Berechtigten für eine vierte Corona-Impfdosis ausgeweitet. Wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch bekannt gab, können in der neuen Phase der Impfkampagne auch alle immungeschwächten Menschen ab 18 Jahren eine vierte Impfstoffdosis erhalten. Dasselbe gilt für Menschen, die durch ihren Beruf einem hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind. Bislang war die vierte Impfstoffdosis nur für ältere und besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen verfügbar. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums haben mehr als 600.000 von insgesamt 9,4 Millionen Einwohnern bereits eine vierte Corona-Impfstoffdosis erhalten. In den vergangenen Tagen sind auch in Israel wegen der hochansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus die Neuinfektionen auf ein Rekordniveau gestiegen.

    07.30 Uhr: Kliniken setzen bei Beschäftigten auf Impf-Überzeugungsarbeit und Novavax

    Die Krankenhäuser in Deutschland setzen bis zum Inkrafttreten der Impfpflicht für ihre Beschäftigten am 15. März auf Überzeugungsarbeit. "Wir hoffen auch, dass Einige den neuen Impfstoff Novavax in Anspruch nehmen und sich damit die Zahlen der Ungeimpften noch reduzieren", sagt der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, im ZDF. "Aber wer nach dem 15. März noch ungeimpft ist, muss damit rechnen, dass er zunächst dann freigestellt wird von der Arbeit und zwar ohne Lohnfortzahlung." Danach werde das Gesundheitsamt den Fällen nachgehen, was einige Zeit in Anspruch nehmen werde. "Das sind natürlich Probleme, die uns dann zusätzlich ins Haus stehen", so Gaß.

    07.18 Uhr: Erstmals mehr als 50.000 Neuinfektionen in Tschechien

    Tschechien meldet erstmals mehr als 50.000 Corona-Neuinfektionen und damit den dritten Tag in Folge einen neuen Höchstwert. Das Gesundheitsministerium registriert in dem Land mit rund 10,7 Millionen Einwohnern binnen 24 Stunden 54.685 neue Ansteckungen.

    07.00 Uhr: Immunologe Watzl kritisiert "Blindflug" bei Genesenen

    Der Immunologe Carsten Watzl hat sich dafür ausgesprochen, Geimpfte und Genesene gleichzustellen. Dass Geimpfte länger als immun gelten als Menschen, die eine Corona-Infektion überstanden haben, sei "nicht nachvollziehbar", sagte der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie der Deutschen Presse-Agentur. Das Bundesgesundheitsministerium hatte Mitte Januar unter Berufung auf eine Festlegung des Robert Koch-Instituts (RKI) bekannt gegeben, dass Genesene nur noch drei Monate als geschützt gelten. Zuvor waren es sechs Monate.

    05.40 Uhr: RKI - Zahl der Neuinfektionen übersteigt 200.000

    Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat erstmals die Marke von 200.000 überstiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Donnerstagmorgen unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter 203.136 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Am Mittwoch hatte das RKI noch 164.000 Neuinfektionen gemeldet, am Donnerstag vor einer Woche 133.536. Die Sieben-Tage-Inzidenz überstieg zudem erstmals die Tausender-Marke und lag am Donnerstagmorgen bei 1.017,4. Am Mittwoch hatte die Inzidenz noch 940,6 betragen. Am vergangenen Donnerstag waren es 638,8. Die Inzidenz beziffert die Zahl der neuen Ansteckungen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen. Wie das RKI weiter mitteilte, wurden am Donnerstag 188 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gezählt.

    05.38 Uhr: Peking verschärft vor Olympischen Spielen Beschränkungen

    China schränkt den Bewegungsradius der Menschen in weiten Teilen der Hauptstadt Peking trotz sinkender Fallzahlen weiter ein. Nach Angaben der Regierung soll damit das Virus-Risiko wenige Tage vor Beginn der Olympischen Winterspiele gesenkt werden. Der Pekinger Bezirk Fengtai teilt mit, dass die Bewohner ihre Wohnungen nur aus wesentlichen Gründen verlassen dürfen und sich täglich einem Corona-Test unterziehen müssen.

    04.00 Uhr: Israelische Generalkonsulin bestürzt über Antisemitismus auf Demos

    Die Generalkonsulin des Staates Israel, Carmela Shamir, hat sich bestürzt gezeigt angesichts antisemitischer Auswüchse auf den Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen. "Wir waren schockiert, als wir die Slogans gesehen haben und die Bilder von Menschen, die den Davidstern tragen", sagte Shamir der Deutschen Presse-Agentur bei ihrem Antrittsbesuch im baden-württembergischen Innenministerium in Stuttgart. "Das Ausmaß hat uns erschüttert." Die Gesellschaft habe lange gebraucht, um zu verstehen, wie ernst das Phänomen ist. Mittlerweile gebe es aber mehr Verständnis und immer mehr Gegenproteste, sagte Shamir.

    02.08 Uhr: England hebt die meisten Corona-Beschränkungen auf

    Trotz hoher Corona-Fallzahlen hat England erneut fast alle noch geltenden Pandemie-Maßnahmen aufgehoben. Seit Donnerstag gilt im größten britischen Landesteil in den meisten Innenräumen keine Maskenpflicht mehr und auch die ohnehin nur bei Großveranstaltungen und in Clubs eingesetzten Impf- oder Testnachweise müssen nicht mehr kontrolliert werden. Die Empfehlung, von zu Hause aus zu arbeiten, gilt ebenfalls nicht mehr. Auch für geimpfte Reisende gibt es bald weitere Erleichterungen: Vom 11. Februar fällt der bislang noch notwendige Pflichttest nach der Ankunft im Land weg. In der britischen Hauptstadt London gilt allerdings weiterhin in Bahnen und Bussen eine Maskenpflicht. Auch einige Supermärkte rufen ihre Kunden weiterhin dazu auf. In den vergangenen Tagen haben sich die Neuinfektionen auf hohem Niveau eingependelt - täglich werden zwischen 80.000 und 100.000 Neuinfektionen gemeldet, die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei rund 945.

    02.00 Uhr: Hans: Kritik an Corona-Politik wächst, Zusammenhalt weiter groß

    Zwei Jahre nach dem ersten bestätigten Corona-Fall in Deutschland sieht der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) eine wachsende Kritik an der Corona-Politik, den Zusammenhalt in der Gesellschaft hält er aber nicht für gefährdet. "Viele Menschen sind nach dieser langen Zeit der Einschränkungen einfach pandemiemüde und wünschen sich das Leben vor Corona zurück. Dass die Kritik an einzelnen Maßnahmen oder der Corona-Strategie als Ganzem zunimmt, ist deshalb auch völlig nachvollziehbar und damit müssen die politischen Entscheidungsträger auch leben: Denn es gab und gibt in dieser Situation auch nie die eine perfekte Lösung, die für niemanden Nachteile hat", sagte Hans der "Rheinischen Post" (Donnerstag).

    01.03 Uhr: Ärztevertreter warnen vor Personalengpässen wegen Omikron-Welle

    Ärztevertreter befürchten Lücken in der medizinischen Versorgung, weil zunehmend auch Personal sich mit dem Coronavirus infiziert. "Je stärker die Inzidenzen steigen, desto mehr Praxen werden auch vorübergehend krankheitsbedingt schließen müssen", sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Omikron-Infektionswelle mache auch vor Hausärztinnen und Hausärzten und ihren Praxisteams nicht Halt. Schon jetzt arbeiteten die Praxen "am Limit". Bei weiter steigenden Infektionszahlen werde sich die Lage zuspitzen.

    01.02 Uhr: 42,6 Millionen mehr digitale Impfzertifikate ausgestellt als Corona-Impfdosen verabreicht

    In Deutschland wurden seit Beginn der Impfkampagne vor 13 Monaten 42,6 Millionen mehr digitale Impfzertifikate ausgestellt als Corona-Impfdosen verabreicht. Bis zum vergangenen Freitag wurden 204,7 Millionen digitale Zertifikate über erfolgte Corona-Impfungen ausgegeben, wie das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) mitteilte. Allerdings wurden dem Ministerium zufolge bis zu diesem Montag "nur" 162,1 Millionen Dosen für Erst-, Zweit- und Drittimpfungen gespritzt, also 42,6 Millionen weniger. Die Opposition im Bundestag forderte in der NOZ Aufklärung und beklagte ein "Daten-Chaos".

    Das Ministerium sieht in der Differenz weder einen Hinweis auf Fake-Impfpässe noch auf millionenfach nicht gemeldete Impfungen. Ein Ministeriumssprecher nannte auf NOZ-Nachfrage "verschiedene Gründe". Zum einen seien "insbesondere zu Beginn der Anwendung viele Zertifikate automatisch durch Impfzentren erstellt und an die geimpften Personen geschickt" worden, während die betroffenen Personen oftmals bereits ein Zertifikat in einer Apotheke ausgestellt bekommen hätten. Des Weiteren könnten Zertifikate "auch mehrfach ausgestellt werden, wenn beispielsweise eine Person ihr Zertifikat verliert".

    00.40 Uhr: Göring-Eckardt erwartet Aus für Genesenen-Sonderregel im Bundestag

    Bundestags-Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt geht davon aus, dass der Bundestag die Corona-Sonderregelung beim Genesenenstatus wieder ändert. Für die Bürger ist dieser auf drei Monate verkürzt worden, im Parlament gilt durch eine Allgemeinverfügung von Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) die Frist von sechs Monaten. "Das war keine gute Idee und deswegen wird sie auch geändert. Da bin ich ganz sicher", sagte Göring-Eckardt am Mittwochabend in der ARD-Sendung "Maischberger. Die Woche". Dass die Sonderregelung viele Menschen aufgeregt habe, "das habe ich gut verstanden", sagte die Parlamentsvizepräsidentin.

    00.39 Uhr: Moderna startet klinische Studie zu Omikron-Impfstoff

    Der Hersteller Moderna hat seine erste klinische Studie zur Untersuchung eines speziell auf die Omikron-Variante zugeschnittenen Corona-Impfstoffs begonnen. Insgesamt 600 Freiwillige - teils mit zwei oder bereits drei Injektionen - würden daran an 24 Standorten in den USA teilnehmen, teilte Moderna am Mittwoch (Ortszeit) mit. Die Beständigkeit der Antikörper mit der normalen Booster-Impfung stimme zwar zuversichtlich, sagte Moderna-Chef Stéphane Bancel. "In Anbetracht der langfristigen Bedrohung durch die sogenannte Immunflucht von Omikron treiben wir unseren Omikron-spezifischen Impfstoffkandidaten dennoch weiter voran." Zuletzt hatten auch Biontech und Pfizer die Erprobung ihres Impfstoffkandidaten gegen Omikron angekündigt.

    00.17 Uhr: 62.000 französische Impfpässe gefälscht - Verdächtige festgenommen

    Fahnder in Frankreich haben ein Netzwerk von Betrügern ausgehoben, das 62.000 gefälschte Impfnachweise erstellt haben soll. Die Ermittlungen einer Pariser Spezialeinheit für Cyberkriminalität hätten zur Festnahme von fünf Personen im Raum Poitiers und Lyon geführt, berichtete der Sender France Info am Mittwochabend unter Verweis auf die Polizei. Drei 22 bis 29 Jahre alte Verdächtige sollen die Daten von 35 Ärzten gehackt haben, um damit falsche Nachweise für Corona-Impfungen zu erstellen. Diese sollen sie direkt und über Mittelsmänner weiterverkauft haben. Der Betrug war nach Hinweisen unter anderem einer Krankenkasse aufgeflogen, die in der Dokumentation auf Tausende angebliche Impfungen durch eine einzelne Krankenschwester gestoßen war, die an der Impfkampagne aber gar nicht beteiligt war.

    Zum Artikel: "Falscher Impfpass - DFB sperrt Ex-Werder-Trainer Markus Anfang"

    Mittwoch, 26. Januar 2022

    22.44 Uhr: Caritaspräsidentin: Kein Argument für Impfpflicht ab 18 Jahren

    Die Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes, Eva-Maria Welskop-Deffaa, sieht das 18. Lebensjahr als Grenze für die Einführung einer Impfpflicht als nicht ausreichend begründet. "Entweder man orientiert sich an der Impfstoffzulassung, also ab fünf Jahren, oder an der Gefährdung der jeweiligen Gruppe. Dann landet man wie Italien bei einer Impfpflicht ab 50", sagte Welskop-Deffaa der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

    22.00 Uhr: Lauterbach will verkürzten Genesenenstatus europaweit umsetzen

    Im Streit um die Verkürzung des Genesenenstatus nach Corona-Infektionen in Deutschland hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach die Drei-Monats-Frist verteidigt und will sich um Umsetzung auch auf europäischer Ebene bemühen. "Wir werden in Kürze erneut versuchen, die drei Monate auch auf europäischer Ebene umzusetzen", sagte der SPD-Politiker am Mittwochabend im ZDF-"heute journal". "Nach drei Monaten kann sich derjenige, der schon mit der Delta-Variante infiziert war, erneut mit der Omikron-Variante infizieren. Somit sind die drei Monate wissenschaftlich richtig", betonte Lauterbach. Die EU-Staaten hatten sich am Dienstag darauf verständigt, dass sich Reisende innerhalb der Union ohne weitere Auflagen frei bewegen können sollen, wenn sie einen gültigen Impf-, Test- oder Genesenennachweis vorlegen. Beim Genesenennachweis wird hier eine Gültigkeit von 180 Tagen genannt, also sechs Monate. In Deutschland war der Status Mitte des Monats überraschend auf eine Zeitspanne von 28 bis 90 Tagen nach einem positiven PCR-Test verkürzt worden.

    Fotomontage mit zwei Wegweisern mit der Aufschrift "Allgemeine Impfpflicht" und "Freiheit".

    Bildrechte: picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann/SVEN SIMON

    21.08 Uhr: 3.000 Impfpflichtgegner demonstrieren in München

    Am Abend haben sich Gegner einer Impfpflicht auf dem Münchner Königsplatz versammelt. Die stationäre Versammlung war angemeldet, die Polizei sprach von bis zu 3.000 Teilnehmern. Redner wandten sich gegen eine Impfpflicht, kritisierten die Berichterstattung in öffentlich-rechtlichen Medien und prangerten ein angebliches Verschweigen von Impftoten an. Auf Plakaten war unter anderem "Gemeinsam gegen Impfpflicht" oder "Hände weg von den Kindern" zu lesen. Nach zwei Stunden beendeten die Organisatoren die Versammlung. Zur gleichen Zeit hatten sich rund einhundert Menschen auf dem Odeonsplatz versammelt, die gegen die Impfkritiker und für eine Impfpflicht demonstrierten. Laut Polizei verlief der Abend ohne Zwischenfälle und ohne Anzeigen.

    20.44 Uhr: Britischer Premierminister schließt Rücktritt wegen Partygate aus

    Der britische Premierminister Boris Johnson will wegen mehrerer Lockdown-Partys in seinem Amtssitz nicht zurücktreten. Der Regierungschef sagte vor den Abgeordneten des Parlaments, er werde wie zugesagt die Ergebnisse eines Untersuchungsberichts veröffentlichen. Fragen zum Skandal und seiner Zukunft wischte er beiseite mit den Worten, er habe "absolut nicht die Absicht" zurückzutreten.

    20.09 Uhr: US-Expertin: Bei Omikron verhältnismäßig weniger Patienten in Klinik

    Trotz extrem hoher Corona-Fallzahlen ist die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Patientinnen und Patienten während der Omikron-Welle in den USA nicht im gleichen Maße angestiegen. "Während die Fallzahlen dramatisch zugenommen haben und fünfmal so hoch sind wie während der Deltawelle, haben die Krankenhauseinweisungen nicht im gleichen Maße zugenommen. Und die Sterbefälle sind im Vergleich zu den Fallzahlen nach wie vor gering", sagte die Chefin der US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, am Mittwoch. "Der Schweregrad der Covid-19-Erkrankung scheint bei der Omikron-Variante geringer zu sein als bei früheren Varianten." Im Durchschnitt der vergangenen Tage verzeichneten die USA Walensky zufolge rund 692.000 Neuinfektionen pro Tag, was im Vergleich zur Vorwoche einem Rückgang von 6 Prozent entspricht. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen sei um etwa acht Prozent zurückgegangen. Bei den Todesfällen gebe es einen Anstieg von 21 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit, an Covid-19 zu sterben, sei mit einer Booster-Impfung 68 Mal geringer als komplett ohne Corona-Impfung, so die CDC-Chefin. "Unsere Krankenhäuser sind voll von Menschen, die nicht geimpft wurden", mahnte Walensky.

    19.42 Uhr: England hebt die meisten Corona-Restriktionen auf

    In England werden morgen die meisten Corona-Restriktionen aufgehoben. So gilt die Maskenpflicht in Innenräumen nicht mehr, auch muss der Gesundheitspass nicht mehr in Clubs und bei bestimmten Großveranstaltungen vorgezeigt werden. Die Empfehlung der Regierung zur Arbeit im Homeoffice gilt ebenfalls nicht mehr. "Da Corona endemisch wird, müssen wir die gesetzlichen Verpflichtungen durch Ratschläge und Empfehlungen ersetzen", hatte der britische Premierminister Boris Johnson die Entscheidung vergangene Woche gegründet.

    Johnson kündigte die Lockerungen in einer Zeit an, in der er wegen einer ganzen Reihe von Partys am Regierungssitz Downing Street während strikter Corona-Lockdown-Regeln unter Druck steht. Allerdings haben auch andere europäische Länder wie Österreich und Frankreich trotz hoher Infektionszahlen deutliche Lockerungen der Corona-Restriktionen auf den Weg gebracht. Sie begründen dies unter anderem damit, dass die mittlerweile vorherrschende Omikron-Variante des Coronavirus weniger schwere Covid-19-Erkrankungen verursacht als frühere Varianten.

    19.10 Uhr: Fast 430.000 Neuinfektionen in Frankreich

    In Frankreich registrieren die Gesundheitsbehörden 428.008 Neuinfektionen binnen eines Tages. Am Vortag waren es über 501.000 nachgewiesene Fälle, vergangene Woche erstmals fast eine halbe Million. In Krankenhäusern seien nun 258 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Insgesamt sind es damit 102.344 Todesfälle.

    19.05 Uhr: Russland bietet Sputnik-Impfungen für 12- bis 17-Jährige an

    Die russischen Behörden haben den im Inland entwickelten Corona-Impfstoff für Kinder und Jugendliche in weiteren Regionen freigegeben. Minderjährige von 12 bis 17 Jahren in Wolgograd, Astrachan und Kursk könnten sich mit Sputnik M impfen lassen, teilten die Behörden am Mittwoch mit. In Moskau, wo das Vakzin vor kurzem freigegeben worden ist, sollen die Impfungen für Kinder und Jugendliche in den kommenden Tagen beginnen. Sputnik M ist eine Version des Impfstoffs Sputnik V für Kinder und Jugendliche. Bei Kindern bis 14 müssen die Eltern zustimmen. Ab 15 können die Impfwilligen den Angaben zufolge selbst entscheiden. Russland hat zwar nach offiziellen Angaben als erstes Land der Welt einen eigenen Corona-Impfstoff entwickelt und freigegeben. Allerdings ist nur etwa die Hälfte der 146 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner vollständig geimpft.

    17.55 Uhr: Von der Leyen verurteilt antisemitische Auswüchse bei Corona-Demos

    Vor dem Holocaust-Gedenktag am Donnerstag hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen antisemitische Auswüchse scharf verurteilt. "Antisemitismus ist in Europa wieder auf dem Vormarsch", warnte sie am Mittwoch in Brüssel. Dies zeige sich insbesondere seit Beginn der Corona-Pandemie. "Menschen, die auf europäischen Straßen mit dem Davidstern marschieren und die Pandemiemaßnahmen mit dem Völkermord des Nazi-Regimes vergleichen, verharmlosen die Erfahrungen der Opfer der Shoah", erklärte die deutsche Kommissionspräsidentin. Auch im Internet fänden antisemitische Verschwörungsmythen und gezielte Desinformationen große Verbreitung. Laut einem Bericht der europäischen Grundrechte-Agentur vom November standen alleine in Deutschland in den ersten Monaten der Pandemie 2020 rund 44 Prozent der registrierten antisemitischen Vorfälle im Zusammenhang mit der Pandemie. Von der Leyen forderte: "Jeder Europäer muss die Fakten kennen und sich über den Holocaust informieren." Im Oktober hatte die Kommission unter anderem die Einrichtung einer europäischen Forschungsstätte über neue Formen von Antisemitismus angekündigt.

    Marco Buschmann (FDP), Bundesminister der Justiz, spricht bei der Orientierungsdebatte zu einer SARS-CoV-2-Impfpflicht im Bundestag.

    Bildrechte: dpa-Bildfunk/Kay Nietfeld

    17.49 Uhr: Bundestag berät über Impfpflicht

    Die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht im Kampf gegen die Corona-Pandemie ist im Bundestag hoch umstritten. In einer ersten ausführlichen Debatte über diese gesellschaftlich brisante Frage prallten am Mittwoch die Meinungen von Befürwortern und Gegnern aufeinander. Prominente Gegner wie Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki oder Gregor Gysi von der Linkspartei hielten eine Impfpflicht für untauglich, unverhältnismäßig und gefährlich für das Vertrauen in die Demokratie. Befürworter sahen hingegen in einer Impfpflicht den einzigen Weg, um die Pandemie endgültig zu überwinden. In der leidenschaftlich, aber weitgehend sachlich geführten Debatte lehnte nur die AfD die Impfpflicht generell ab. Auch Impfpflichtgegner wie Kubicki bekannten sich ausdrücklich zum Impfen.

    17.24 Uhr: Baden-Württemberg und Hessen steigen bei Luca-App aus

    Baden-Württemberg und Hessen wollen künftig nicht mehr auf die Luca-App zur Kontaktverfolgung zurückgreifen. Der Vertrag mit dem privaten Betreiber der Software werde in Baden-Württemberg nicht über Ende März hinaus verlängert, bestätigte eine Sprecherin des Sozialministeriums der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch in Stuttgart. Hessens Gesundheistminister Kai Klose (Grüne) teilte in Wiesbaden mit: "Wir haben Kosten und Nutzen gegeneinander abgewogen und sind letztlich zu dem Schluss gekommen, dass wir die Zusammenarbeit über Ende März 2022 hinaus nicht fortsetzen werden." Viele Restaurantbesitzer und Veranstalter hatten im vergangenen Jahr mit Hilfe der Luca-App die gesetzlich vorgeschriebene Erfassung der Kontakte ihrer Besucher ohne Zettelwirtschaft erledigt. Nun sollen die Menschen die staatliche und kostenlose Corona-Warn-App nutzen. Zuletzt war bei einer Anhörung in Baden-Württemberg herausgekommen, dass viele Gesundheitsämter die Luca-App für überflüssig und zu ungenau halten. Die Verträge mit 13 Bundesländern (alle außer Sachsen, Thüringen und Nordrhein-Westfalen) hatten bislang ein Jahresvolumen von 20 Millionen Euro inklusive Mehrwertsteuer. Schleswig-Holstein hat ebenfalls schon gekündigt.

    17.17 Uhr: Hunderte Demonstranten in Berlins Innenstadt anlässlich Impfdebatte im Bundestag

    Anlässlich der Debatte um eine mögliche Corona-Impfpflicht im Bundestag haben sich am Mittwoch hunderte Demonstranten zu Protesten im Berliner Regierungsviertel versammelt. Rund 500 Teilnehmende trafen sich zunächst am ARD-Hauptstadtstudio und zogen dann in Richtung der Straße Unter den Linden weiter, wie ein AFP-Reporter berichtete. Die Protestierenden hielten Plakate mit Aufschriften wie "Mein Körper, meine Entscheidung - keine Impfpflicht" oder "Impf-Erpressung stoppen" hoch. Laut Polizei waren "mehrere hundert Menschen in der City unterwegs", die in kleinen bis mittelgroßen Gruppen zusammenkamen. Insgesamt kam es laut Polizei im Verlauf des Tages zu vorläufigen Festnahmen "im zweistelligen Bereich". Am Nachmittag waren jedoch nur noch wenige Menschen unterwegs, die meisten Versammlungen hatten sich bereits aufgelöst.

    16.32 Uhr: Gefälschter Impfpass: Ex-Trainer von Werder Bremen, Markus Anfang, für ein Jahr gesperrt

    Der ehemalige Werder Bremen-Trainer Markus Anfang darf in dieser Saison nicht mehr als Trainer des Bundesligisten arbeiten, weil er einen Impfpass gefälscht hatte. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes sperrte ihn am Mittwoch rückwirkend ab dem 20. November für ein Jahr, setzt diese Strafe aber ab dem 10. Juni bis Mitte 2023 zur Bewährung aus. Außerdem muss er 20.000 Euro Strafe zahlen. Anfang war im November 2021, nachdem bekannt wurde, dass er einen gefälschten Impfnachweis genutzt hatte, als Trainer des Zweitligisten zurückgetreten.

    16.11 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Habeck: Corona-Hilfen werden bei Bedarf verlängert

    Weitere Corona-Hilfen für Unternehmen wird es laut Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) bei Bedarf geben. Dies sei aber abhängig von der konjunkturellen Lage und der Pandemiesituation, sagt Habeck heute in Berlin. Bislang sind die bereits mehrfach verlängerten Überbrückungshilfen bis Ende März 2022 angelegt.

    15.53 Uhr: Englische Studie: 99 Prozent der untersuchten Proben geht auf Omikron-Variante zurück

    Fast zwei Drittel (64,6 Prozent) aller im Januar positiv auf das Coronavirus Getesteten in England haben sich nach eigenen Angaben bereits zuvor mit dem Virus infiziert. Dies geht aus einer Studie des Imperial College in London hervor. Für diese wurden zwischen dem 5. und 20. Januar 100.000 PCR-Tests an Freiwillige in England geschickt. 3582 Personen nahmen an der Studie teil.

    Laut dem Epidemiologen Paul Elliott vom Imperial College könne man jedoch dadurch nicht automatisch auf eine erneute Infektion schließen. Die Betroffenen könnten auch zwei Mal auf die selbe Infektion getestet worden sein, sagte er der Zeitung "The Telegraph". Von rund 1400 untersuchten Proben gingen 99 Prozent auf eine Infektion mit der Omikron-Variante zurück. Die neuen Daten der Studie deuten darauf hin, dass der Höhepunkt der Omikron-Welle in England um den 5. Januar herum war.

    Corona-Impfung

    Bildrechte: dpa/Patrick Pleul

    15.45 Uhr: Nachfrage nach Impfungen in Bayern bleibt nach Ferienende verhalten

    Die Impfkampagne in Bayern hat auch nach den Weihnachtsferien im Januar kaum an Fahrt aufgenommen. In der vergangenen Woche seien im Freistaat rund 539.000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden - etwa 5.000 weniger als in der letzten Woche der Weihnachtsferien Anfang Januar, teilte das Gesundheitsministerium in München am Mittwoch mit. Zum Vergleich: Mitte Dezember 2021 war die Zahl wöchentlicher Corona-Impfungen im Freistaat auf mehr als 1,1 Millionen gestiegen. Die Zahl der Erstimpfungen lag damals bei mehr als 100.000, in der vergangenen Woche nur bei knapp 49.000.

    15.15 Uhr: Biontech-Gründer erhalten Landesverdienstorden

    Die Biontech-Gründer Özlem Türeci und Ugur Sahin wurden heute für ihre außergewöhlichen "wissenschaftlichen und unternehmerischen Verdienste" mit dem rheinland-pfälzischen Landesverdienstorden ausgezeichnet. Das erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) bei der Übergabe. Mit der Entwicklung eines Corona-Impfstoffes hätten sie "den Weg aus der Krise gewiesen", so Dreyer weiter. Türeci und Sahin hatten das Biotechnologieunternehmen Biontech 2008 in Mainz gegründet. Mit dem Landesverdienstorden bekamen sie die höchste Auszeichnung des Bundeslandes Rheinland-Pfalz.

    15.45 Uhr: Nachfrage nach Impfungen in Bayern bleibt nach Ferienende verhalten

    Die Impfkampagne in Bayern hat auch nach den Weihnachtsferien im Januar kaum an Fahrt aufgenommen. In der vergangenen Woche seien im Freistaat rund 539.000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden - etwa 5.000 weniger als in der letzten Woche der Weihnachtsferien Anfang Januar, teilte das Gesundheitsministerium in München am Mittwoch mit. Zum Vergleich: Mitte Dezember 2021 war die Zahl wöchentlicher Corona-Impfungen im Freistaat auf mehr als 1,1 Millionen gestiegen. Die Zahl der Erstimpfungen lag damals bei mehr als 100.000, in der vergangenen Woche nur bei knapp 49.000.

    15.15 Uhr: Biontech-Gründer erhalten Landesverdienstorden

    Die Biontech-Gründer Özlem Türeci und Ugur Sahin wurden heute für ihre außergewöhlichen "wissenschaftlichen und unternehmerischen Verdienste" mit dem rheinland-pfälzischen Landesverdienstorden ausgezeichnet. Das erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) bei der Übergabe. Mit der Entwicklung eines Corona-Impfstoffes hätten sie "den Weg aus der Krise gewiesen", so Dreyer weiter. Türeci und Sahin hatten das Biotechnologieunternehmen Biontech 2008 in Mainz gegründet. Mit dem Landesverdienstorden bekamen sie die höchste Auszeichnung des Bundeslandes Rheinland-Pfalz.

    Schwedens Gesundheitsministerin Lena Hallengren

    Bildrechte: picture alliance / TT NYHETSBYR?N | Claudio Bresciani/TT

    Schwedens Gesundheitsministerin Lena Hallengren

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    13.40 Uhr: Schweden verlängert Maßnahmen um zwei Wochen

    Schweden verlängert die derzeit geltenden Einschränkungen um zwei Wochen. Hintergrund sei die sich rasch ausbreitende Virus-Variante Omikron, sagt Gesundheitsministerin Lena Hallengren. Bars und Restaurants müssen also weiterhin um 23.00 Uhr schließen. In größeren Veranstaltungsräumen dürfen maximal 500 Personen zusammenkommen.

    13.28 Uhr: PCR-Kapazität jetzt bei 2,8 Millionen

    Die Kapazität der PCR-Tests in Deutschland ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums auf 2,8 Millionen pro Woche ausgebaut worden. In der vergangenen Woche wurden noch 2,4 Millionen angegeben. Zudem soll die Vergütung für sogenannte POC-NAT-Tests erhöht werden, die ebenfalls eine höhere Aussagekraft haben als Schnelltests, sagt ein Sprecher des Ministeriums. Die Testverordnung, die eine Priorisierung der PCR-Test-Nutzung für besonders gefährdete Gruppen und Personal etwa im medizinischen Bereich vorsieht, solle zeitnah vorgelegt werden.

    12.46 Uhr: Omikron-Subtyp BA.2 breitet sich aus

    Eine möglicherweise noch leichter übertragbare Omikron-Untervariante breitet sich in einigen Ländern zügig aus - doch noch sind viele Fragen zum Subtyp BA.2 offen. "Weil man in verschiedenen Ländern beobachten kann, dass der Anteil an BA.2 zunimmt, wird vermutet, dass BA.2 einen Vorteil in der Übertragbarkeit gegenüber BA.1 hat", sagte Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie an der Frankfurter Uniklinik, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. BA.1 ist der Omikron-Subtyp, der derzeit in Deutschland Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) zufolge vorherrscht.

    Neben einer höheren Übertragbarkeit könne auch eine stärkere Immunflucht dazu führen, dass sich immer mehr Menschen mit BA.2 infizierten, erklärte Ciesek. Immunflucht bedeutet, dass eine durchgemachte Infektion oder eine Impfung weniger gut vor dem Erreger schützen. "Sehr frühe Beobachtungen aus Dänemark legen nahe, dass zwischen BA.1 und BA.2 in der Krankheitsschwere kein großer Unterschied zu sein scheint", sagte Ciesek.

    In Dänemark ist BA.2 nach Angaben des staatlichen Gesundheitsinstitutes SSI mittlerweile für rund die Hälfte aller Fälle verantwortlich. In Deutschland wurde BA.1 laut dem aktuellsten Wochenbericht des RKI in der ersten Januarwoche in einer Stichprobe 1568-mal nachgewiesen werden. BA.2 tauchte 38-mal auf.

    12.14 Uhr: Wirtschaft fordert, Impfpflicht-Kontrolle nicht auf Firmen abzuwälzen

    Der Arbeitgeberverband BDA und die Industrielobby BDI fordern in einer gemeinsamen Erklärung, sollte es zu einer Impfpflicht kommen, müsse sie verhältnismäßig, nachvollziehbar und praktikabel sein. Dann könne sie auch auf breite Akzeptanz stoßen. "Dabei sollte der Gesetzgeber dann schnellstmöglich auch Kontrolle und Durchsetzung klar regeln. Dies darf nicht auf Unternehmen abgewälzt werden." Sorgfalt müsse vor Schnelligkeit gehen, um eine gerichtsfeste Regelung zu finden.

    11.45 Uhr: Österreich beendet Lockdown für Ungeimpfte

    In Österreich wird der Lockdown für Ungeimpfte am Montag beendet. Das sagt Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) vor der Kabinettssitzung der konservativ-grünen Bundesregierung. Trotz rekordhoher Neuinfektionen sei die Lage in den Krankenhäusern stabil. In den kommenden Wochen erwarten die Experten nach Angaben von Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne), dass die Neuinfektionszahlen auf bis zu 40.000 Fälle klettern. Ein Lockdown für Ungeimpfte werde aber nicht mehr als zielführende Maßnahme gesehen, so der Minister. Der 2G-Nachweis in der Gastronomie und im allgemeinen Handel sowie die FFP2-Maskenpflicht bleiben aber aufrechterhalten.

    11.11 Uhr: Dänemark will bald alle Beschränkungen aufheben

    Trotz Rekord-Fallzahlen in Dänemark will die Regierung kommenden Monat alle Corona-Restriktionen aufheben. Er wolle, dass die Einstufung von Covid-19 als Bedrohung für die Gesellschaft ab dem 1. Februar gestrichen werden, verkündete Gesundheitsminister Magnus Heunicke in einem am Mittwoch veröffentlichten Schreiben an Abgeordnete. Dies würde de facto die Aufhebung der nationalen Corona-Restriktionen bedeuten, die derzeit gelten, wie etwa eine Maskenpflicht und verkürzte Öffnungszeiten für Lokale.

    Heunicke begründete sein Vorhaben mit der hohen Corona-Impfquote in Dänemark. In Deutschlands Nachbarland hatte sich die hochansteckende Omikron-Variante des Coronavirus früh ausgebreitet und die Zahl der täglichen Neuinfektionen auf neue Höchststände ansteigen lassen.

    10.00 Uhr: Schuldenreport warnt vor Kollaps vieler Länder

    Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie hat sich die Verschuldung vieler Staaten weiter verschärft. Wie aus dem Schuldenreport 2022 hervorgeht, werden in allen Regionen der Welt Länder "mit einer untragbaren Verschuldung aus der Pandemie gehen". Flächendeckende Zahlungseinstellungen hätten 2021 zwar vermieden werden können. Doch dies sei in vielen Fällen nur durch rigorose Sparmaßnahmen und Neuverschuldung gelungen. Ohne rasche Schuldenerlasse drohe vielen verschuldeten Staaten der Kollaps.

    Das Entschuldungsbündnis Erlassjahr.de und das Hilfswerk Misereor haben den Bericht erstellt. Ihren Angaben nach sind 135 von 148 untersuchten Staaten im globalen Süden kritisch verschuldet. Im Vergleich zur Prognose im Schuldenreport 2021 seien damit drei Länder hinzugekommen. Besonders kritisch verschuldet sind dem Bericht zufolge 39 Länder, mehr als dreimal so viele wie noch vor der Pandemie. Darunter sind Länder aller Einkommenskategorien und Weltregionen.

    08.40 Uhr: Neue Corona-Fälle in Peking

    Neun Tage vor dem Beginn der Olympischen Winterspiele haben die Pekinger Behörden 14 neue Corona-Fälle verzeichnet. Die Stadt hat die ohnehin strikten Pandemieregeln in dem Land angesichts der anstehenden Olympischen Winterspiele verschärft. So gab die Verwaltung diese Woche bekannt, dass sich alle, die Medikamente gegen Fieber und Kopfschmerzen sowie zwei andere Mittel kaufen, sich binnen 72 Stunden auf Covid-19 testen lassen müssen. Am Mittwoch wurden aus ganz China 24 neue lokal übertragene Fälle binnen 24 Stunden gemeldet, darunter die 14 in Peking. Am Vortag waren es in der Hauptstadt fünf gewesen, landesweit 18. Chinas Führung verfolgt eine Null-Covid-Strategie unter der Maxime, jeden noch so kleinen Ausbruch mit Lockdowns, Massentests und Reisebeschränkungen auszumerzen.

    06.35 Uhr: Über 21 Millionen Neuinfektionen in einer Woche

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt das Risiko durch die hochansteckende Omikron-Variante des Coronavirus nach wie als "sehr hoch" ein. In ihrem wöchentlichen Bericht erklärte die WHO am Dienstagabend, dass mit mehr als 21 Millionen Neuinfektionen weltweit in den vergangenen sieben Tagen die höchste Anzahl an wöchentlich erfassten Fällen seit Beginn der Pandemie registriert wurde.

    Insgesamt sei die Inzidenz jedoch "langsamer" angewachsen als zuvor. Demnach ist die Zahl der neuen Fälle um fünf Prozent gestiegen - gegenüber 20 Prozent Wachstum in der Vorwoche. Die Zahl der wöchentlichen Todesfälle blieb mit 50.000 in etwa gleich. Die Omikron-Variante ist demnach weiterhin weltweit dominant. Die Delta-Variante sei "kontinuierlich rückläufig", während die Alpha-, Beta- und Gamma-Varianten "sehr gering" zirkulieren. In den Ländern, in denen die Omikron-Fälle bereits im November und Dezember stark gestiegen waren, seien die Zahlen mittlerweile rückläufig.

    05.04 Uhr: Mehr als 150.000 Neuinfektionen hierzulande

    Die Corona-Zahlen ziehen weiter deutlich an. Erstmals in der Corona-Pandemie sind binnen eines Tages mehr als 150.000 Neuinfektionen an das Robert Koch-Institut übermittelt worden. Die Gesundheitsämter meldeten den Angaben von Mittwochmorgen zufolge 164.000 Fälle in 24 Stunden. Vor einer Woche waren es 112.323 erfasste Neuinfektionen.

    Die Sieben-Tage-Inzidenz überschritt erstmals die Schwelle von 900: Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 940,6 an, am Vortag lag der Wert bei 894,3, in der Vorwoche bei 584,4.

    Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 166 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 239 Todesfälle. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 117.126.

    Seit Beginn der Pandemie wurden vom RKI 9.035.795 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 gezählt, als genesen gelten 7.387.800. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

    Dienstag, 25. Januar 2022

    21.00 Uhr: Opern-Regisseur in Regensburg gibt wegen Corona-Regeln auf

    Am Theater Regensburg hat ein Opernregisseur sein Engagement gekündigt, weil er seine künstlerischen Vorstellungen wegen der Corona-Regeln angeblich nicht wie gewünscht verwirklichen kann.

    Der österreichische Regisseur Johannes Pölzgutter habe die Regie für eine Uraufführung bereits kurz nach Probenbeginn niedergelegt, teilte das Theater erst am Dienstag mit – vier Tage vor der geplanten Premiere. Als Grund habe der Regisseur angegeben, dass das ursprüngliche Regiekonzept unter den sich verschärfenden Corona-Regeln nicht mehr zu realisieren gewesen sei. Pölzgutter sollte die Auftragsoper "Wir" von Anton Lubchenko zur Aufführung bringen.

    Für Pölzgutter, der schon mehrfach in Regensburg inszeniert hat, sind dem Theater zufolge Operndirektorin Christina Schmidt und Regisseur Maximilian Eisenacher als Spielleiter eingesprungen. Die Uraufführung von "Wir" soll am 29. Januar stattfinden.

    20.20 Uhr: Mehr als 500.000 Corona-Neuinfektionen in Frankreich

    Frankreich hat mit mehr als einer halben Million registrierter Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages einen Höchstwert seit Pandemiebeginn verzeichnet. Wie die französische Gesundheitsbehörde am Dienstagabend angab, wurden binnen 24 Stunden 501.635 neue Ansteckungen registriert. Allerdings liegen die Werte montags oft deutlich niedriger als an anderen Wochentagen.

    Die bereits enorm hohen Fallzahlen in Frankreich stiegen damit erneut weiter an. Der Inzidenzwert, also die Zahl der Ansteckungen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb einer Woche, lag landesweit zuletzt bei etwa 3.726. Die Omikron-Variante macht in dem Land mit seinen gut 67 Millionen Einwohnern mittlerweile mehr als 95 Prozent der Fälle aus.

    20.00 Uhr: Lauterbach redet in Impfpflicht-Debatte - Scholz nicht

    Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach wird an diesem Mittwoch in der Bundestagsdebatte über die Corona-Impfpflicht als SPD-Abgeordneter das Wort ergreifen - Kanzler Olaf Scholz dagegen nicht. Das geht aus der Rednerliste hervor, auf die sich die SPD-Fraktion am Dienstag verständigte. Darauf stehen 12 Abgeordnete, darunter die stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Dagmar Schmidt und Dirk Wiese, die zusammen mit Parlamentariern von Grünen und FDP einen Antrag für eine Impfpflicht ab 18 Jahren vorbereiten.

    Die Bundesregierung hatte sich entschieden, keinen eigenen Gesetzentwurf vorzubereiten und die Entscheidung damit ganz dem Parlament zu überlassen, das ohne Fraktionszwang vor Ende März darüber abstimmen soll. Scholz und Lauterbach haben sich aber als Abgeordnete klar für eine Impfpflicht ab 18 ausgesprochen.

    19.30 Uhr: Niederlande öffnen Gaststätten und Kultur

    Trotz einer massiven Omikron-Welle lockern die Niederlande die Corona-Maßnahmen. Gaststätten, Theater, Museen und Kinos dürfen nach mehr als fünf Wochen ab Mittwoch wieder öffnen - täglich bis 22 Uhr, teilte der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte am Abend in Den Haag mit. Damit macht das Land einen deutlichen Schritt zurück zur Normalität. Auch bei Sportwettkämpfen wie etwa Fußballspielen darf wieder eine begrenzte Zahl von Besuchern zugelassen werden.

    Noch immer bleiben Einschränkungen des öffentlichen Lebens wie Maskenpflicht und der Corona-Pass, mit dem Besucher nachweisen müssen, dass sie getestet, geimpft oder genesen sind. Auch die Quarantäneregeln werden gelockert.

    18.00 Uhr: Elton John an Covid erkrankt

    Der britische Popstar Elton John hat wegen einer Corona-Erkrankung mehrere Konzerte in den USA verschieben müssen. "Ich habe mich mit Covid angesteckt", schrieb der 74-jährige Sänger am Dienstag auf seiner Seite auf der Online-Plattform Instagram. "Glücklicherweise bin ich vollständig geimpft und geboostert und meine Symptome sind mild."

    Zwei für Dienstag und Mittwoch in Dallas im Bundesstaat Texas geplante Konzerte mussten wegen des positiven Corona-Tests des Sängers von Hits wie "Rocket Man" und "Your Song" verschoben werden. "Es ist immer eine riesige Enttäuschung, Konzerte zu verschieben, und es tut mir sehr Leid für alle, denen das Umstände bereitet", schrieb John auf Instagram. Er wolle aber für Sicherheit für sich und sein Team sorgen.

    16.56 Uhr: Gericht kippt 2G für Geschäfte in Baden-Württemberg

    Ungeimpfte dürfen in Baden-Württemberg vorerst wieder mit einem aktuellen Test shoppen gehen. Der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim kippte die 2G-Regel für den Einzelhandel. Das Einfrieren der Alarmstufe II durch die Corona-Verordnung der Landesregierung sei voraussichtlich rechtswidrig, teilte der VGH mit. Die darin vorgesehene 2G-Regel werde mit sofortiger Wirkung außer Vollzug gesetzt. Damit gilt für den Einzelhandel vorläufig, dass neben Geimpften und Genesenen auch wieder Menschen mit aktuellem Test (3G) in Läden einkaufen dürfen. Geklagt hatte eine Frau aus dem Ortenaukreis, die ein Geschäft für Schreibwaren betreibt. Sie monierte, dass Schreibwarenläden anders als Blumengeschäfte nicht zur Grundversorgung gerechnet werden. In letzteren gilt trotz Alarmstufe II die 3G-Regel. Das sei eine Ungleichbehandlung.

    In Bayern hatte der Verwaltungsgerichtshof vor fünf Tagen ebenfalls die 2G-Regel außer Kraft gesetzt.

    16.37 Uhr: Corona-Ausbruch in Bamberger Schlachthof

    Wegen eines Corona-Ausbruchs im Schlachthof Bamberg werden dort vorübergehend keine Rinder mehr geschlachtet. Leider seien derzeit 30 Personen positiv getestet worden, teilte die Schlachthof Bamberg GmbH mit. Der Schlachthof ist in städtischer Hand. Die Rinderschlachtung werde zunächst bis 31. Januar eingestellt. Die Schweineschlachtung könne man aufrechterhalten, hieß es. In den vergangenen zwei Jahren hat es immer wieder größere Ausbrüche in Schlachthöfen gegeben.

    16.33 Uhr: Impfpflicht: Verbände warnen vor Problemen in der Pflege

    Pflegeverbände haben im Hinblick auf die geplante Einführung der Impfpflicht für Mitarbeiter von Kliniken, Altenheimen oder Arztpraxen Mitte März vor einem Zusammenbruch der pflegerischen Versorgung gewarnt. "Wenn nach dem Einsetzen der einrichtungsbezogenen Impfpflicht Pflegekräfte mit Betretungsverboten belegt werden, droht die pflegerische Versorgung in besonders stark von der Pandemie betroffenen Bundesländern zusammenzubrechen", teilten der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) und der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB) in Berlin mit. Die Bundesländer müssten "nun schnell konkrete Maßnahmen ergreifen, um die pflegerische Versorgung über den 15. März 2022 hinaus zu sichern".

    16.05 Uhr: Bayern steigt aus Luca-App aus

    Bayern steigt aus der Luca-App zur Rückverfolgung von Kontakten in der Corona-Pandemie aus. Der Freistaat werde den Vertrag zum 5. April auslaufen lassen, teilten Gesundheits- und Digitalministerium mit. Man setze im Kampf gegen die Corona-Pandemie stattdessen künftig auf eine anonymisierte Kontaktverfolgung und die Weiterentwicklung der Corona-Warn-App. Andere Länder verfahren schon genauso oder haben dies angekündigt.

    Als Grund nannten die beiden Ministerien die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante, die eine individualisierte Nachverfolgung von Kontaktpersonen durch die Gesundheitsämter deutlich erschwere. Eine Kontaktdatenerfassung per Luca-App sei deshalb nicht mehr angezeigt. Bayern hatte zum 6. April 2021 eine Lizenz über zwölf Monate für die landesweite Nutzung der Luca-App erworben.

    15.26 Uhr: Rund 316.000 Impfungen am Montag

    In Deutschland sind am Montag rund 316.000 Impfungen gegen das Coronavirus verabreicht worden. Wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht, waren davon rund 28.000 Erstimpfungen und rund 52.000 Zweitimpfungen. Beim Rest handelte es sich demnach um 236.000 Auffrischungsimpfungen. Am Montag vergangener Woche waren rund 468.000 Dosen gespritzt worden, am Montag vor zwei Wochen waren es etwa 551.000 gewesen.

    14.52 Uhr: Patientenschützer zu PCR-Tests: Überblick verloren

    Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz sieht bereits jetzt Auswirkungen der geplanten Einschränkungen beim Einsatz von PCR-Tests. Vielfach gingen Bürger und auch Ärzte davon aus, dass die Regelungen bereits gälten - was wiederum die offiziell erfassten Fallzahlen vermindere, für die nur PCR-Tests berücksichtigt werden, sagte Geschäftsführer Eugen Brysch der dpa. "Einen Überblick zu haben, schalten wir ab - jetzt schon."

    Die Fachminister von Bund und Ländern hatten beschlossen, den Einsatz von PCR-Tests zu konzentrieren: Sie sollen künftig vorrangig nur noch bei Menschen aus Corona-Risikogruppen und Beschäftigten eingesetzt werden, die sie betreuen und behandeln. Die genauen Vorgaben werden derzeit ausgearbeitet.

    14.30 Uhr: PCR-Corona-Pooltests für Kitas gefordert

    Fast 16.000 Personen in Bayern fordern per Petition von der Staatsregierung den flächendeckenden Einsatz von hochsensitiven PCR-Corona-Pooltests in den Kitas. Der Initiator der Aktion, Florian Weber, übergab die Unterschriftensammlung im Landtag an die Vorsitzende des Sozialausschusses, Doris Rauscher (SPD). Kinder und Familien seien die großen Verlierer der Pandemie. Für die große Mehrheit aller Kita-Kinder sei noch keine Impfung zugelassen, Abstand halten und Maske tragen seien nicht altersgerecht und Luftfilter weiter Mangelware. "Einzig regelmäßige hochsensitive PCR-Testungen könnten damit ein ungebremstes Infektionsgeschehen in den Kitas verhindern und sind deshalb das Gebot der Stunde", betonte Weber. Während die PCR-Pooltestungen in den Grund- und Förderschulen längst üblich seien, gingen die Kita-Kinder weiterhin leer aus.

    14.08 Uhr: Lohnersatzleistung bei Quarantäne nur für Geboosterte

    Anspruch auf Lohnersatzleistung in Quarantäne haben in Bayern jetzt nur noch Beschäftigte, die geboostert sind. Das erklärte das bayerische Gesundheitsministerium auf BR-Nachfrage. "Den umfassendsten Schutz gegen eine Covid-19-Erkrankung bietet eine Auffrischimpfung" , so eine Ministeriumssprecherin. Laut Infektionsschutzgesetz steht denen, die nach Kontakt mit einer infizierten Person in Quarantäne geschickt werden, ein solcher Lohnersatz zu. Der Arbeitgeber kann für diese Zeit das Einkommen stoppen. Der Staat springt dafür ein, aber laut Gesetz nur, wenn er oder sie die Quarantäne hätten vermeiden können.

    Allerdings soll Betroffenen Zeit gegeben werden, diese dritte Impfung nachzuholen. Im Einzelfall müsse darum entschieden werden, ob die Entschädigung nicht mehr gezahlt wird, hieß es. Wer sich mit Corona infiziert hat, ist nicht betroffen. Er ist krankgeschrieben und bekommt Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

    13.15 Uhr: Piazolo: 93 Prozent der Schulklassen in voller Präsenz

    Trotz der sich immer weiter aufbauenden Omikron-Infektionswelle findet an 93 Prozent der Schulen in Bayern der Unterricht derzeit in voller Präsenz statt. Aufgrund der sich stetig verändernden Pandemie "gelten die Bewertungen immer neu", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) nach einer Kabinettssitzung in München. Bei den übrigen sieben Prozent sei mindestens eine Klasse im Distanzunterricht. Piazolo betonte, er wolle weiterhin am Präsenzunterricht festhalten.

    Durch die Omikronwelle sehe man jedoch "insgesamt höhere Ansteckungsraten". Vergangene Woche befanden sich nach Angaben von Piazolo knapp 2,5 Prozent der Schüler in Quarantäne. Rund 1,85 Prozent der Schüler wurden demnach positiv getestet - mit steigender Tendenz.

    13.13 Uhr: Laborverband: Jeder dritte Test positiv

    In der fünften Corona-Welle in Deutschland sind erneut Höchstwerte bei der Zahl wöchentlicher PCR-Tests und dem Anteil positiver Befunde erreicht. In der vergangenen Woche seien rund 2,4 Millionen dieser verlässlichen Untersuchungen durchgeführt worden, teilte der Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) mit und berief sich auf Daten von rund 180 Laboren. Jeder dritte Befund sei positiv gewesen, in der Woche zuvor rund jeder vierte (bei knapp zwei Millionen PCR-Tests). Je höher die Positivrate bei hohen Fallzahlen ist, desto größer ist die geschätzte Untererfassung. Die Auslastung der Labore betrage im bundesweiten Durchschnitt 95 Prozent.

    13.12 Uhr: EU will Reisen erleichtern

    Künftig soll ein gültiges EU-Corona-Zertifikat für Reisen in der EU wichtiger als das Infektionsgeschehen im Abreiseland sein. Die EU-Staaten einigten sich darauf, dass vom 1. Februar an nicht mehr entscheidend sein soll, von wo aus eine Reise startet - sondern, ob ein gültiger Impf-, Test- oder Genesenennachweis vorliegt. Damit folgen die Staaten weitgehend einem Vorschlag, den die EU-Kommission vor zwei Monaten präsentiert hatte.

    Neben in der EU zugelassenen Impfstoffen sollen der Einigung zufolge auch von der WHO oder nationalen Behörden akzeptierte Mittel ausreichen. Ein PCR-Test solle frühestens 72, ein Schnelltest 24 Stunden vor der Reise gemacht werden. Ein Genesenen-Zertifikat soll 180 Tage gültig sein. Wer kein Zertifikat hat, soll nach Ankunft einen Test machen. Für Kinder gibt es Ausnahmen.

    12.50 Uhr: Bericht: Dänemark schafft Einschränkungen bald ab

    Die dänische Regierung peilt einem Medienbericht zufolge ein Ende sämtlicher Corona-Einschränkungen zum Monatsende an. Ministerpräsidentin Mette Frederiksen werde dies am Mittwoch voraussichtlich bekanntgeben, meldet die dänische Tageszeitung "Jyllands-Posten" unter Berufung auf mehrere Insider. Frederiksens Büro lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

    12.45 Uhr: Biontech und Pfizer starten klinische Studie zu Omikron-Impfstoff

    Biontech und Pfizer haben ihre erste klinische Studie zur Untersuchung eines speziell auf die Omikron-Variante zugeschnittenen Corona-Impfstoffs begonnen. Dabei sollen die Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit des Impfstoffkandidaten geprüft werden, wie die beiden Unternehmen mitteilten. Die Studie soll bis zu 1.420 Testpersonen umfassen, die in drei Gruppen unterteilt werden.

    Die erste Gruppe umfasst gut 600 Teilnehmer, die zwischen 90 und 180 Tagen vor Beginn der Studie bereit zwei Impfdosen des bisherigen Vakzins erhalten haben und nun eine oder zwei Dosen des Omikron-Impfstoffs erhalten sollen. Die zweite, fast ebenso große Gruppe besteht aus geboosterten Menschen, die eine weitere Dosis des herkömmlichen Impfstoffs oder eine Dosis des Omikron-Vakzins erhalten. Die dritte Gruppe mit gut 200 Probanden setzt sich aus ungeimpften und bislang nicht an Covid-19 erkrankten Menschen zusammen, die dann drei Dosen des Omikron-Vakzins bekommen.

    12.22 Uhr: Ministerium lehnt Verschiebung der Impfpflicht in der Pflege ab

    Das Gesundheitsministerium lehnt die von einigen Bundesländern geforderte Verschiebung der Impfpflicht für Pflegekräfte ab. Die Omikron-Welle sei viel zu dynamisch, als dass man sich dies erlauben könne, heißt es im Gesundheitsministerium. Einige Länder hatten gefordert, die einrichtungsbezogene Impfpflicht im medizinischen oder Pflege-Sektor, die ab dem 15. März gilt, zu verschieben. Hintergrund ist vor allem in Ostdeutschland die Sorge, dass ungeimpftes Personal dann kündigt.

    12.15 Uhr: Zugangsregeln für Angebote der Jugendarbeit gelockert

    Nach viel Kritik in den vergangenen Wochen hat das bayerische Kabinett eine Lockerung der Zugangsregeln für Angebote der Jugendarbeit beschlossen: Minderjährige Schülerinnen und Schüler, die regelmäßig in der Schule getestet werden, müssen nun keinen Impfnachweis und keinen weiteren Test mehr vorlegen. Die erleichterten Zugangsregeln sollen von Donnerstag an gelten, so Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU).

    12.14 Uhr: Lockerungen für Sport und Kultur

    Lockerungen für den Sport und die Kultur: Bayern erlaubt wieder bis zu 10.000 Zuschauer in der Fußball-Bundesliga und im weiteren Profisport. Neben dieser absoluten Obergrenze gilt, dass maximal 25 Prozent der Zuschauer-Kapazitäten genutzt werden dürfen. Darauf verständigte sich das Kabinett in München. Bei Kulturveranstaltungen sind zudem künftig wieder doppelt so viele Zuschauer erlaubt wie bisher: In Theatern, Kinos und bei anderen kulturellen Events ist von Donnerstag an wieder eine Zuschauer-Auslastung von bis zu 50 Prozent erlaubt - bisher waren es 25 Prozent.

    11.51 Uhr: Erneut zwölf Corona-Fälle bei Anreise zu Olympia

    Unter den Anreisenden zu den Olympischen Winterspielen in Peking sind erneut zwölf Corona-Tests positiv ausgefallen. Wie die Organisatoren in der chinesischen Hauptstadt mitteilten, handele es sich allerdings nicht um Sportler oder Team-Funktionäre, sondern um andere Olympia-Beteiligte. Seit Beginn der Anreisewelle seien bis Sonntag 21 Infektionen bestätigt worden, darunter ein nicht genannter Sportler sowie ein Betreuer aus dem Team Deutschland. Die zwölf neuen positiven Tests sind Montag unter knapp 250 Anreisenden am Flughafen aufgefallen.

    11.49 Uhr: Flugverkehr in Europa geht wegen Omikron stark zurück

    In den ersten Januarwochen ist der Flugverkehr in Europa laut der Europäischen Organisation zu Sicherung der Luftfahrt (Eurocontrol) im Vergleich zum Vormonat deutlich zurückgegangen. "Die Auswirkungen von Omikron sind nur allzu deutlich", schrieb der Generaldirektor der Organisation, Eamonn Brennan, auf Twitter. Demnach wurden im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum 2019 nur 70 Prozent des Flugverkehrs registriert, im Dezember waren es noch 78 Prozent. Man gehe aber davon aus, dass dies nur von kurzer Dauer sein werde, hieß es.

    11.40 Uhr: Corona treibt Menschen vor den Bildschirm

    Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie verbringen die Menschen in Deutschland deutlich mehr Zeit vor Bildschirmen als zuvor. Nach einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom ist die durchschnittliche Zeit vor dem Bildschirm pro Person um zwei Stunden auf nun zehn Stunden am Tag gestiegen. Dabei wurden die Zeit mit dem Smartphone und die Stunden vor einem Computer-Monitor oder dem Fernseher zusammengerechnet.

    11.20 Uhr: Im Bundestag gilt teils weiter Sechs-Monats-Frist für Genesene

    Trotz der Verkürzung des Genesenenstatus von sechs auf drei Monate für die Bürger gilt im Bundestag teilweise weiter die alte Frist. Dies betreffe den Zugang zum Plenum und zu den Ausschüssen, sagte ein Sprecher. Geregelt werde dies durch die Allgemeinverfügung von Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD). Für den Zugang zum Arbeitsplatz, also zu den Büros von Abgeordneten, Fraktionen und Bundestagsverwaltung, gelte hingegen die auf 90 Tage verkürzte Frist nach dem Infektionsschutzgesetz. Zuerst hatte die "Bild" darüber berichtet und von einem "Corona-Sonderrecht" geschrieben, das sich der Bundestag gönne.

    10.41 Uhr: Montgomery: "Wir werden alle Covid bekommen"

    Der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat bei phoenix noch einmal auf die hohe Ansteckungsgefahr durch die Omikron-Variante des Corona-Virus hingewiesen. "Meine Prognose ist, wir werden alle Covid bekommen, früher oder später, auch ich, obwohl ich mich wirklich versuche zu schützen. So ansteckend ist diese Omikron-Variante im Moment und vielleicht kommen ja noch ansteckendere Varianten hinterher", so Montgomery. Es sei aber "ein Riesenunterschied", ob Omikron auf einen dreifach-geimpften oder auf einen ungeimpften oder vor langer Zeit geimpften Menschen treffe. Deswegen sei die Impfkampagne so wichtig.

    10.10 Uhr: Turn-Olympiasieger Csollany an Corona gestorben

    Der ungarische Turn-Olympiasieger Szilvester Csollany ist an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Der ungarische Turnverband bestätigte den Tod des 51-Jährigen in einem Budapester Krankenhaus. Der Spitzenturner wurde 2000 in Sydney Olympiasieger an den Ringen. Zwei Jahre später holte er im ungarischen Debrecen den Weltmeistertitel am selben Gerät. Zuvor hatte er in seiner Laufbahn fünf WM-Silbermedaillen und einen Europameistertitel gewonnen.  

    Im vergangenen November erkrankte Csollany an Covid-19. Anfang Dezember verschlechterte sich sein Zustand dermaßen, dass er in ein Krankenhaus in Budapest eingeliefert wurde. Er lag auf der Intensivstation und war an eine künstliche Lunge angeschlossen.

    10.06 Uhr: HSV-Trainer kritisiert Zuschauerbeschränkung

    Trainer Tim Walter vom Zweitligisten Hamburger SV hat für mehr Zuschauer in den deutschen Fußballstadien plädiert. "Ich bin kein Virologe, wir halten uns an alles. Trotzdem könnte man mal die Augen aufmachen", sagte Walter in einem Gespräch mit mehreren Hamburger Medien und riet: "Gucken wir mal über den Tellerrand hinaus, schauen wir mal nach England oder Amerika. In der NFL sind 100.000 Zuschauer." In Hamburg sind derzeit maximal 2.000 Zuschauer für die Spiele der Profivereine HSV und FC St. Pauli unter Corona-Bedingungen erlaubt.

    09.25 Uhr: Israel erwägt vierte Impfung für Erwachsene

    Ein israelischer Expertenrat hat eine vierte Impfung gegen das Coronavirus für über 18-Jährige empfohlen. Die Empfehlung gelte für Erwachsene, die vor mehr als fünf Monaten die Booster-Impfung erhalten haben oder die vor diesem Zeitraum genesen seien, teilte das Gesundheitsministerium mit.

    Die Entscheidung sei angesichts positiver Ergebnisse getroffen worden, die einen drei- bis fünfmal höheren Schutz gegen schwere Erkrankungen nach der vierten Impfdosis zeigten, hieß es in der Mitteilung. Der Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus sei bei vierfach Geimpften zweimal höher als bei dreifach Geimpften. Die Empfehlung muss noch vom Generaldirektor des Gesundheitsministeriums, Nachman Asch, gebilligt werden.

    In Israel haben bereits mehr als 600 000 Menschen eine vierte Impfdosis erhalten. Bisher galt die Empfehlung nur für über 60-Jährige, Immungeschwächte und medizinisches Personal.

    Die Leiterin einer Studie zur Wirksamkeit der vierten Dosis hatte sich eher skeptisch geäußert. Sie führe zwar zu einem schönen Anstieg der Antiköper, schütze aber nicht ausreichend gegen die Omikron-Variante, sagte die Professorin Gili Regev vom Schiba-Krankenhaus bei Tel Aviv vor rund einer Woche.

    Nur 63 Prozent der 9,4 Millionen Israelis gelten noch als vollständig geimpft. In Israel werden dazu zweifach Geimpfte bis zu sechs Monate nach der Zweitimpfung und Menschen mit Auffrischungsimpfung gezählt. 29 Prozent der Bevölkerung sind gar nicht geimpft, bei acht Prozent ist die Gültigkeit der Impfung abgelaufen.

    08.04 Uhr: Labore warnen vor zu hohen Erwartungen

    Die medizinischen Labore in Deutschland haben vor hohen Erwartungen beim beschlossenen Ausbau der PCR-Testkapazitäten gewarnt. Da erwarte ich von einem amtierenden Gesundheitsminister schon eine Antwort, wie das gehen soll, sagte der Vorsitzende des Verbands Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM), Michael Müller, den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Man könne die Kapazitäten nicht beliebig von heute auf morgen ausbauen.

    Ein solcher Schritt erfordere "zeitnahe" Gespräche und eine "klare Aussage" über den tatsächlichen Bedarf, so Müller weiter. Die Labore hätten bereits seit Oktober zusätzliche Kapazitäten für 500.000 PCR-Testungen geschaffen.

    Wegen knapp werdender Testkapazitäten angesichts der explodierenden Infektionszahlen hatten die Spitzen von Bund und Ländern bei ihrer Konferenz am Montag eine Priorisierung der PCR-Tests beschlossen. Klinikpersonal und Risikopatienten sollen Vorrang bei PCR-Tests bekommen.

    05.15 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz nun bei 894,3

    Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt weiter rasant an. Das Robert-Koch-Institut meldet binnen eines Tages 126.955 neue Fälle. Das sind deutlich mehr als am Vortag und auch deutlich mehr als in der Vorwoche. Am vergangenen Dienstag standen 74.405 Ansteckungen auf dem Dashboard des Robert-Koch-Instituts (RKI).

    Die Sieben-Tage-Inzidenz klettert zudem weiter von Höchstwert zu Höchstwert. Mittlerweile ist sie auf 894,3 gestiegen. Am Vortag lag dieser Wert bei 840,3. Bei diesem rasanten Anstieg gehen Experten davon aus, dass immer mehr Fälle überhaupt nicht mehr erfasst werden können. Testkapazitäten und Gesundheitsämter sind jetzt bereits am Limit.

    Den neuen Angaben zufolge gab es binnen 24 Stunden 214 Todesfälle. Vor einer Woche waren es 193 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 8.871.795 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2, 7.331.200 gelten als genesen. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 116 960.

    Montag, 24. Januar 2022

    23.15 Uhr: Erneut zahlreiche Demos von Gegnern der Corona-Politik in Bayern

    Am Montagabend sind in zahlreichen bayerischen Orten wieder Menschen gegen die aktuelle Corona-Politik auf die Straße gegangen. Die Zahl der Teilnehmer ging erneut in die Tausenden, wie die bayerischen Polizeipräsidien am Montagabend zunächst einschätzten. Gezählt wurden weit mehr als hundert Versammlungen.

    Die größte Demonstration im Freistaat fand demnach wie bereits an den vergangenen Montagen in Nürnberg statt. Dort protestierten laut Polizei etwa 4.400 Menschen. Weitere größere Demos gab es zum Beispiel in Augsburg (rund 2.500 Teilnehmer), Kempten (2.500), Bamberg (2.200), Bayreuth (1.500), Landshut (1.500) und Erding (1.300). Darüber hinaus meldeten die Präsidien zahlreiche weitere Proteste mit teils mehreren hundert Teilnehmern. Beispielsweise das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West in Kempten sprach in einer ersten Einschätzung von insgesamt rund 8.700 Teilnehmern bei 29 Versammlungen, in Mittelfranken wurden insgesamt 8.500 Teilnehmer bei 33 Veranstaltungen gemeldet.

    Erneut gab es viele nicht angemeldete Versammlungen. Vereinzelt musste die Polizei eingreifen - etwa bei der Demo in Landshut gab es Platzverweise und gut 40 Ordnungswidrigkeiten. In München zogen Maßnahmengegner vom Marienplatz in Richtung Stachus. An der nicht genehmigten Demonstration beteiligten sich etwa hundert Menschen. Insgesamt war aber von überwiegend friedlichen und störungsfreien Verläufen die Rede. In einigen Städten gab es Gegenprotest, etwa in Landshut oder Bayreuth.

    22.30 Uhr: Kahn hofft auf Ende der Geisterspiele

    Oliver Kahn vom FC Bayern München hofft nach Signalen von Ministerpräsident Markus Söder auf ein Ende der Geisterspiele. Söder habe beim Bund-Länder-Gipfel angekündigt, "Anpassungen bei den Corona-Maßnahmen vornehmen zu wollen. Das begrüße ich ausdrücklich", sagte der Bayern-Vorstandschef am Montagabend. "Wir müssen vernünftige Lösungen für alle Lebensbereiche finden, also auch für den Sport. Ich hoffe sehr, dass das bayerische Kabinett bei seiner Sitzung am Dienstag Möglichkeiten und Chancen bespricht – und entsprechende Entscheidungen trifft", so Kahn.

    22.15 Uhr: Lauterbach rechnet mit Lockerungen nach Omikron-Welle

    Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) rechnet damit, dass die Corona-Maßnahmen in Deutschland nach Überschreiten der Omikron-Welle gelockert werden können. Im Moment müsse man angesichts der steigenden Fallzahlen noch hoffen, "dass wir ohne Verschärfungen hinkommen", sagte er nach Ende der Bund-Länder-Beratungen in der ARD.

    Wenn die Welle aber überwunden sei, "beispielsweise Mitte Februar", und die Infektionszahlen wieder runtergingen, "dann ist die Zeit für Lockerungen gekommen".

    21.00 Uhr: Söder - "Gleichklang machen mit anderen Bundesländern"

    Im Anschluss an die Beratungen von Bund und Ländern zur aktuellen Corona-Lage hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder in der BR24 Rundschau Lockerungen für den Freistaat angekündigt. Das Kabinett werde morgen beraten und einige Anpassungen vornehmen.

    Bei einer doch so geringen Gesundheitsbelastung in den Krankenhäusern sei es nicht mehr verhältnismäßig, das bisherige Regelwerk beizubehalten, so Söder. "Man wird sicherlich bei Kultur und Sport mehr Zuschauer unter 2G plus mit Maske zulassen. Wir werden an einigen Stellen auch die Jugendarbeit erleichtern. Und wir werden, durch die Gerichtsentscheidungen vorgegeben, 2G im Handel weglassen und stattdessen die FFP2-Maske nehmen."

    Damit könne man ein Signal der Hoffnung geben. Bayern würde diesbezüglich nur "Gleichklang machen" mit anderen Bundesländern, wo die Vorschriften bereits lockerer sind, sagte der bayerische Ministerpräsident.

    19.45 Uhr: Tausende demonstrieren für und gegen Corona-Maßnahmen

    In verschiedenen Städten Deutschlands haben am Montagabend erneut mehrere tausend Menschen gegen eine allgemeine Impfpflicht und gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Vielerorts hielten auch Gegendemonstranten mit eigenen Veranstaltungen oder Mahnwachen für die Toten der Pandemie dagegen.

    Seit Wochen protestieren vor allem Gegner der Corona-Maßnahmen regelmäßig. Laut Polizeischätzungen beteiligten sich am Montag der Vorwoche fast 100.000 Menschen. Vermehrt bildet sich inzwischen aber auch Gegenprotest, um für mehr Solidarität zu werben.

    19.35 Uhr: Aussetzung der Präsenzpflicht an Berliner Schulen wegen neuer Lage

    Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey hat die Aussetzung der Präsenzpflicht an den Schulen der Hauptstadt mit einer veränderten Lage infolge steigender Corona-Infektionszahlen begründet. "Die Entscheidung, die wir getroffen haben, (...) basiert auf der Erklärung der Amtsärzte in den Gesundheitsämtern, dass sie eine Kontaktnachverfolgung in allen über 800 Schulen bei über 300.000 Schülerinnen und Schülern nicht mehr so nachvollziehen können", sagte die SPD-Politikerin.

    Der Schulbetrieb bleibe jedoch aufrechterhalten, so Giffey. Gleichzeitig machten sich aber auch manche Eltern Sorgen und würden gerne selbst entscheiden, ob sie ihr Kind in die Schule schicken oder nicht. Das sei nunmehr ab Dienstag unkompliziert möglich. "Trotzdem ist für uns wichtig: Die Schulen bleiben offen, das Präsenzangebot ist das Regelangebot auch weiterhin."

    19.15 Uhr: Impf-Ziel laut Scholz nicht mehr zu erreichen

    Bundeskanzler Olaf Scholz hat sich unzufrieden mit dem Fortschritt der Impfungen gegen das Coronavirus gezeigt. Das Ziel von 30 Millionen Impfungen zwischen Weihnachten und Ende Januar sei nicht mehr zu halten, räumte der SPD-Politiker nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder ein. "Man muss realistisch sein, das werden wir nicht mehr zielgerecht erreichen an dem Tag, wo ich mir das wünschen würde", sagte er.

    19.08 Uhr: Nächste Spielabsage in der Deutschen Eishockey-Liga

    Die Pandemie hat für die nächste Spielabsage in der Deutschen Eishockey-Liga gesorgt. Die für diesen Dienstag angesetzte Partie der Adler Mannheim gegen die Krefeld Pinguine kann wegen einer "Isolations- und Quarantäneanordnung für das gesamte Team der Adler Mannheim" nicht stattfinden. Das teilte die DEL am Montagabend mit. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.

    19.06 Uhr: Söder will mehr Zuschauer zulassen

    Eine verstärkte Rückkehr von Zuschauern zu Spielen der Fußball-Bundesliga und anderen deutschen Profiligen wird es wegen der steigenden Zahl an Corona-Infektionen vorerst nicht geben. Bei ihren Beratungen mit dem Bund beschlossen die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder, dass die Chefs der Staats- und Senatskanzleien bis zum 9. Februar zumindest eine einheitliche Regelung für überregionale Großveranstaltungen vereinbaren sollen.

    Für die Zulassung von Zuschauern gibt es bislang unterschiedliche Höchstgrenzen in den Ländern: In Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen dürfen derzeit überhaupt keine Fans in die Arenen.

    Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat nach den Bund-Länder-Beratungen seine Zusage für Lockerungen bei Sport- und Kulturveranstaltungen in Bayern erneuert. Man werde in beiden Bereichen mehr Zuschauer zulassen, sagte Söder am Montagabend im BR Fernsehen - jeweils unter 2G-plus-Bedingungen und mit Maskenpflicht. Die Details will das Kabinett bereits an diesem Dienstag beschließen. Ob und für welche Profi-Ligen dies gelten soll, ließ Söder noch offen.

    19.05 Uhr: Bund will Verlängerung von Corona-Wirtschaftshilfen prüfen

    Die Bundesregierung will prüfen, ob die Corona-Wirtschaftshilfen und die Sonderregelungen beim Kurzarbeitergeld über den März hinaus verlängert werden. Im Beschlusspapier zu den Beratungen von Kanzler Olaf Scholz (SPD) mit den Regierungschefs der Länder heißt es, man sei sich einig, dass zeitnah über eine Fortführung und Ausgestaltung der Hilfen entschieden werden müsse.

    Die Wirtschaftsverbände haben die Bundesregierung zu einer schnellen Entscheidung über längere Coronahilfen sowie eine Ausweitung der Unterstützung aufgefordert. Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer betonte nach den Beratungen von Bund und Ländern: "Die Betriebe brauchen eher heute denn morgen Planungssicherheit. Die absehbare weitere pandemische Entwicklung spricht eindeutig dafür, diese für viele Handwerksbetriebe existenzsichernde Unterstützung weiter zu verlängern."

    19.00 Uhr: PCR-Testkapazitäten sollen erhöht werden

    Angesichts der rasant steigenden Corona-Infektionen sollen die begrenzten Kapazitäten für PCR-Tests erhöht werden. Dazu müssten alle Anstrengungen unternommen werden, heißt es in einem Beschluss von Bund und Ländern. Zugleich wurde festgehalten, dass es bei auftretenden Engpässen unabdingbar sei, Priorisierungen vorzunehmen.

    18.40 Uhr: Neue Kampagne soll Impfquote steigern

    Zur Erhöhung der Impfquote in Deutschland will die Bundesregierung nach Angaben von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) noch stärker als bisher für den Impfschutz gegen das Coronavirus werben. Mit großer Anstrengung habe die Bundesregierung eine neue Kampagne zum Impfen und Boostern aufgelegt, erklärte Scholz nach den Beratungen von Bund und Ländern. Neben Plakaten mit der Aufschrift "Impfen hilft" solle es nun auch verstärkt Aufrufe im Radio und im Internet geben.

    Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey hat die geplante neue Impfkampagne der Bundesregierung begrüßt. Diese sei auch für die Kommunikation in den Ländern sehr hilfreich, sagte die SPD-Politikerin nach Bund-Länder-Beratungen zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie. Es sei gut, dass mittlerweile rund die Hälfte der Deutschen geboostert sei. Da gelte es nun aber, weiter auszubauen.

    18.30 Uhr: "Kurs halten!" - Bund und Länder halten an bisherigen Corona-Maßnahmen fest

    Bund und Länder halten an den bisherigen Schutzmaßnahmen in der Corona-Pandemie fest. "Es ist richtig, diesen Kurs fortzusetzen", sagte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) nach Beratungen mit den Regierungschefs der Länder. So solle es auch weiter strenge Kontaktbeschränkungen geben, "überall dort, wo viele Menschen zusammenkommen".

    Im Momente gebe es keine Möglichkeit für Lockerungen. Man müsse unverändert vorsichtig bleiben, so der Bundeskanzler. Noch sei unklar, wie sich die Pandemie weiter entwickeln werde. Man werde bei Bedarf die notwendigen Entscheidungen treffen. "Jetzt aber gilt erst mal: Kurs halten!", sagte Scholz.

    18.20 Uhr: Pandemie-Akutphase kann laut WHO heuer beendet werden

    Die Akutphase der Corona-Pandemie kann aus Sicht des Chefs der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit einem internationalen Kraftakt in diesem Jahr beendet werden. Dazu müssten unter anderem die Impflücken in ärmeren Ländern geschlossen werden und es müsste mehr getestet werden, sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus bei einer Sitzung des WHO-Exekutivrates in Genf.

    In Afrika haben laut Tedros 85 Prozent der Menschen noch keine Impfung erhalten. Nur wenn in den kommenden Monaten 70 Prozent der Bevölkerung in jedem Land geimpft würden, könne das Virus besiegt werden, sagte er. Außerdem müssten Behandlungsmöglichkeiten verbessert werden, um die Sterblichkeit zu senken. "Wir können Covid-19 als globale Notfallsituation beenden, und wir können es in diesem Jahr tun", sagte Tedros.

    Deutschlands Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) betonte nach einem Gespräch mit Tedros in Genf, dass die Bundesregierung den Aufbau von Impfstoffproduktion besonders in Afrika in Zusammenarbeit mit Pharmaunternehmen unterstütze. Die vielfach geforderte zeitweise Aufhebung von Impfstoffpatenten wäre hingegen aus ihrer Sicht kontraproduktiv, weil dies Firmen davon abhalten könne, neue Produkte zu entwickeln.

    17.05 Uhr: Erster Corona-Fall im deutschen Olympia-Team

    Erster Corona-Fall rund um das deutsche Olympiateam: Ein Betreuer ist am Sonntag in Zhangjiakou positiv getestet worden. Die betroffene Person sei symptomfrei und befinde sich in einem Quarantäne-Hotel, teilte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am Montag mit. "Durch das konsequente Einhalten aller Hygienemaßnahmen konnten sogenannte enge Kontakte vermieden werden", erklärte der DOSB.

    In Zhangjiakou finden bei den am 4. Februar beginnenden Olympischen Winterspielen von Peking unter anderem die Wettbewerbe im Biathlon, Skispringen und der Nordischen Kombination statt. Der DOSB entsendet 148 Athletinnen und Athleten nach China.

    16.40 Uhr: Niederlande wollen Gaststätten und Kultur wieder öffnen

    Trotz einer massiven Omikron-Welle wollen die Niederlande Gaststätten, Theater, Museen und Kinos wieder öffnen. Das hat die Regierung nach übereinstimmenden Berichten der Medien am Montag in Den Haag beschlossen.

    Cafés und Restaurants sowie Kulturstätten sollen wieder bis 22.00 Uhr öffnen dürfen, allerdings mit Einschränkungen wie Maskenpflicht und Impf-Nachweis. Premier Mark Rutte will die Entscheidungen am Dienstagabend bekannt geben. Auch bei Sportwettkämpfen wie etwa Fußballspielen soll wieder Publikum zugelassen werden.

    16.25 Uhr: Belgien empfiehlt vierte Impfung für Immungeschwächte

    Die belgischen Gesundheitsminister haben eine Empfehlung über eine vierte Impfdosis zum Schutz vor dem Coronavirus für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem gebilligt. Die Gesundheitsministerin der Bundesregierung in Brüssel, Christie Morreale, sagte, sie und ihre Kollegen in den Regionen hätten dem Vorschlag des Gesundheitsrates zugestimmt. Einen Termin für den Start der Impfungen nannte sie nicht.

    Rund 77 Prozent der knapp 11,5 Millionen Einwohner Belgiens sind derzeit vollständig geimpft. Etwa 6,3 Millionen haben zusätzlich eine Auffrischungsdosis eines Corona-Impfstoffs erhalten, wie aus jüngsten Daten der Gesundheitsbehörden hervorgeht. Am Montag wurden 2851 Menschen mit Covid-19 in den Krankenhäusern behandelt, davon 364 auf den Intensivstationen. In Belgien starben seit Beginn der Pandemie mindestens 28.800 Menschen an einer Infektion mit dem Coronavirus.

    16.15 Uhr: Berlin setzt Präsenzpflicht an Schulen aus

    Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen wegen der Omikron-Variante wird die Präsenzpflicht an Berliner Schulen vorläufig ausgesetzt. Von Dienstag an können Eltern selbst entscheiden, ob ihr Kind die Schule besucht oder zu Hause an Aufgaben und Projekten arbeitet und lernt, wie Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse (SPD) am Montag mitteilte. Das gelte zunächst bis Ende Februar. Der Präsenzunterricht bleibe die "Regelform", hieß es in einer Mitteilung der Bildungsverwaltung ergänzend. "Schulen werden allen Schülerinnen und Schülern soweit möglich Lernangebote unterbreiten. Sollten sich Eltern gegen die Präsenz ihres Kindes in der Schule entscheiden, muss das der Schule unmittelbar formlos schriftlich mitgeteilt werden."

    16.10 Uhr: Italien sieht Höhepunkt der Omikron-Welle erreicht

    Italien scheint den Höhepunkt der Omikron-Welle erreicht zu haben. Der Chef des Corona-Krisenstabs, Francesco Paolo Figliuolo, gab am Montag einen Rückgang der Fallzahlen durch die hochansteckende Virusvariante bekannt. "Es gibt gute Nachrichten", sagte der General vor Journalisten in Mailand. "Es scheint, als hätten wir den Höhepunkt der Omikron-Kurve erreicht, und es geht bergab." In den vergangenen Tagen seien in der norditalienischen Region Lombardei mehr Menschen aus dem Krankenhaus entlassen als neu aufgenommen worden. "Das verheißt Gutes", fügte Figliuolo hinzu. Die Lombardei hatte einen großen Teil der fast 144.000 Corona-Toten des Landes verzeichnet. Italien war Anfang 2020 das erste schwer von der Corona-Pandemie betroffene Land in Europa. Die Regierung geht mit strikten Maßnahmen wie einer Impfpflicht für Über-50-Jährige gegen das Coronavirus vor. Am Sonntag meldete Italien 138.860 Neuinfektionen und 227 Todesfälle.

    15.55 Uhr: WHO-Chef warnt vor möglichen neuen Varianten

    WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus hat vor möglichen neuen Varianten des Coronavirus gewarnt. Die Bedingungen für eine solche Entwicklung seien nach wie vor ideal, sagte Tedros am Montag zu Beginn einer Exekutivratssitzung der Weltgesundheitsbehörde. Es sei gefährlich anzunehmen, dass Omikron die letzte Variante sein werde oder dass die Pandemie praktisch vorbei sei. Die akute Phase der Pandemie könne jedoch noch in diesem Jahr beendet werden, wenn das WHO-Ziel erreicht werde, bis Mitte dieses Jahres 70 Prozent der Bevölkerung in jedem Land zu impfen. Außerdem müssten die Menschen mit dem höchsten Corona-Risiko zuerst geimpft werden und die Test- und Sequenzierungsraten müssten verbessert werden, um das Virus und seine neu auftretenden Varianten genauer zu verfolgen.

    15.45 Uhr: Corona-Wirtschaftshilfen sollen über März hinaus verlängert werden

    Unternehmen können sich über März hinaus auf Corona-Wirtschaftshilfen des Staats einstellen. "Bund und Länder halten eine Verlängerung und eine Erweiterung des Umfangs der Hilfen und Sonderregelungen über den März 2022 hinaus für erforderlich", heißt es in einer neuen Beschlussvorlage für die heutigen Beratungen zur Corona-Pandemie. Bisher war in Entwürfen nur von einer entsprechend Prüfung die Rede. "Die Bundesregierung wird mit den erforderlichen Prüfungen und Vorarbeiten beginnen und sich hierzu eng mit den Ländern abstimmen", heißt es nun weiter.

    15.35 Uhr: Bund-Länder wollen notfalls schärfere Maßnahmen beschließen

    Bund und Länder bekennen sich laut einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden neuen Entwurf für die Ministerpräsidentenkonferenz dazu, notfalls schärfere Corona-Maßnahmen zu verhängen. "Die Entwicklung der Omikron-Welle wird weiter aufmerksam beobachtet. Wenn eine Überlastung des Gesundheitssystems droht, werden sie weitergehende Maßnahmen zur Infektionskontrolle vereinbaren", heißt es in dem Papier nun. Bei der Durchführung von Großveranstaltungen soll bis zum 9. Februar eine gemeinsame Haltung ausgearbeitet werden.

    15.20 Uhr: Ein Drittel der Deutschen schätzt Corona-Infektionsrisiko als hoch ein

    Fast ein Drittel der Menschen in Deutschland schätzt das eigene Corona-Infektionsrisiko als hoch ein. Besonders 40- bis 59-Jährige glauben nicht, sich vor einer Ansteckung schützen zu können, wie aus dem am Montag veröffentlichten aktuellen Corona-Monitor des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) hervorgeht. Demnach verdoppelte sich der Anteil derjenigen, die ihr Risiko für hoch halten, seit dem Beginn der vierten Welle im Oktober von 14 Prozent auf 30 Prozent nahezu. Als mögliches Ansteckungsrisiko werde vor allem die Nähe zu anderen Menschen gesehen. Demnach bewerten 67 Prozent der Befragten die Wahrscheinlichkeit, sich durch nahen Kontakt anzustecken, als hoch. 42 Prozent der Menschen glauben, dass Schmierinfektionen über Türklinken ein hohes Risiko bergen. Eine Ansteckung auf diesem Weg sei jedoch unwahrscheinlich, weil Coronaviren auf trockenen Oberflächen nicht lange aktiv bleiben.

    15.05 Uhr: Dänischer Fahnenträger Nielsen positiv getestet

    Frans Nielsen, Eishockey-Profi bei den Eisbären Berlin und designierter Fahnenträger des dänischen Olympia-Teams in Peking, ist wie sieben weitere Spieler und Spielerinnen der Dänen positiv auf Corona getestet worden. Das gab der dänische Eishockey-Verband bekannt. Demnach sind vier Spieler des Männer- und vier Spielerinnen des Frauen-Teams betroffen. Man hoffe dennoch, möglichst viele der Infizierten mit zu den Winterspielen nach Peking (ab 4. Februar) nehmen zu können, hieß es. Die Frauen sollen am Donnerstag, die Männer am kommenden Montag in die chinesische Hauptstadt aufbrechen.

    14.55 Uhr: Union im Bundestag fordert Impfregister

    Die Union im Bundestag fordert unabhängig von einer möglichen Ausweitung der Corona-Impfpflicht die Schaffung eines Impfregisters. Um die Impfkampagnen besser zu machen, einen besseren Überblick zu bekommen und die Pandemie gezielter zu steuern, komme man um ein Impfregister nicht herum, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Andrea Lindholz (CSU) am Montag in Berlin. Zudem gehe es um die Durchsetzung und Kontrolle der Impfpflicht.

    14.40 Uhr: England streicht Testpflicht nach Einreise für Geimpfte

    Für geimpfte Einreisende nach England gibt es künftig eine Hürde weniger. Die verpflichtenden Corona-Tests, die bislang nach der Einreise gemacht werden müssen, sollen ersatzlos entfallen, wie der britische Premierminister Boris Johnson am Montag ankündigte. Wann die Änderung in Kraft tritt, war zunächst nicht bekannt. Bislang müssen alle Urlauber und Rückkehrer bei privaten, von der Regierung zertifizierten Anbietern auf eigene Kosten Tests buchen und bis spätestens zum zweiten Tag nach der Einreise durchführen. Derzeit ist dafür ein Antigen-Schnelltest ausreichend, zuvor wurde sogar ein PCR-Test verlangt. Für Ungeimpfte wird diese Pflicht weiterhin gelten - genauso wie weitere Tests vor der Einreise sowie an Tag 8 und die Pflicht zur Isolation.

    14.25 Uhr: Orchester sehen sich trotz Pandemie in stabiler Lage

    Auch in der Corona-Pandemie sehen sich die Orchester in einer soliden Position. Die Zahl der Berufsorchester und ihrer Mitglieder sei stabil geblieben, sagte der Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung, Gerald Mertens, am Montag in Berlin. Seit 2018 habe es keine neuen Fusionen oder Auflösungen von Orchestern gegeben. Bundesweit gibt es nach Erhebung des Verbandes 129 öffentlich finanzierte Berufsorchester mit 9.749 Stellen. Voraussetzung für eine weiter stabile Lage in den kommenden Jahren sei "eine verlässliche Finanzierung durch Länder und Kommunen'". Rund 80 Prozent der Orchester haben nach Angaben von Mertens während Phasen der Pandemie auf Kurzarbeit umgestellt. Mögliche Auswirkungen auf Abozahlen sind noch nicht bezifferbar, vor allem das ältere Publikum finde aber nur zögerlich zurück in die Konzertsäle. Mertens berichtete von großer Innovationsfreude bei den Programmen der Orchester.

    14.15 Uhr: EMA entscheidet noch im Januar über Corona-Pille von Pfizer

    Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA will einem Insider zufolge noch in diesem Monat über eine Zulassung der Anti-Corona-Pille Paxlovid von Pfizer entscheiden. Eine Einschätzung soll Ende des Monats getroffen werden, wie eine mit der Sache vertraute Person sagt. Im Februar solle dann über die Corona-Pille von Merck & Co entschieden werden, die allerdings weniger wirksam ist. Bei der EMA war zunächst keine Stellungnahme erhältlich. Die EU-Behörde hatte vor zwei Wochen erklärt, innerhalb von Wochen über die Pfizer-Pille entscheiden zu wollen. In den USA und dem Vereinigten Königreich haben die Behörden bereits den Weg für beide Medikamente zum Einsatz bei bestimmten erwachsenen Hochrisiko-Patienten frei gemacht.

    13.50 Uhr: Für Geimpfte fällt bei Einreise nach England Test weg

    Geimpfte brauchen zur Einreise nach England keinen Test mehr. Das kündigt Premierminister Boris Johnson an. Ab wann die Regeländerung gilt, sagt er nicht. Eine Ankündigung mit Details wird noch am Montag erwartet.

    13.25 Uhr: Neue PCR-Test-Regeln geplant

    Die Details der geplanten Priorisierung von PCR-Tests sollen "zeitnah" nach den Bund-Länder-Beratungen in einer entsprechenden Verordnung festgelegt werden. Das sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Montag in Berlin. "Wir werden uns auf jeden Fall bemühen, begleitend zu dem Verordnungsverfahren sehr zeitnah verlässliche und nachvollziehbare Informationen dazu zu liefern", fügte er hinzu. Bundeskanzler Olaf Scholz und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder beraten an diesem Montag über das Thema. PCR-Tests sollen wegen der hohen Corona-Infektionszahlen und begrenzter Laborkapazitäten künftig voraussichtlich vorrangig bei Menschen aus Risikogruppen und Beschäftigten, die diese betreuen und behandeln, eingesetzt werden. Ab wann das gelten soll und wie es konkret ausgestaltet wird, ist aber noch offen. Nach aktuell geltender Testverordnung hat noch jeder mit einem positiven Schnelltest - auch Selbsttest - Anspruch auf eine PCR-Nachtestung.

    13.05 Uhr: PCR-Tests für Selbstzahler wohl weiter möglich

    Trotz einer Priorisierung der PCR-Tests wird es in Deutschland dem Laborverband zufolge weiter Kapazitäten für Selbstzahler geben. "Eine Priorisierung der PCR-Tests bedeutet nicht, dass es künftig nur noch PCR-Tests für bestimmte Gruppen gibt", sagt der Vorsitzende des Interessenverbands der akkreditierten Labore in der Medizin ALM, Michael Müller, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Wer nicht zur priorisierten Gruppe gehöre, müsse sich möglicherweise aber auf längere Wartezeiten einstellen, zum Beispiel Reisende. Er gehe davon aus, dass private Testzentren auch in Zukunft PCR-Tests für Selbstzahler anbieten.

    12.50 Uhr: Omikron-Welle in China kann Rezession und Preisanstieg auslösen

    Die deutsche Industrie befürchtet bei einer Ausbreitung der Omikron-Variante in China schwere Folgen für die heimischen Unternehmen und eine steigende Inflation. "Sollte sich die Omikron-Variante auch in China schneller und leichter übertragen, könnte das erneut zum Flaschenhals für globale Lieferketten werden und eine Rezession in bestimmten Branchen der deutschen Industrie anheizen", heißt es in dem am Montag veröffentlichten "Globalen Wachstumsausblick" des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). Angesichts der nächste Woche beginnenden Olympischen Spiele in Peking - zu der Tausende Ausländer einreisen und das Omikron-Virus einschleppen könnten - erwartet der BDI neue Abriegelungen. Diese könnten Produzenten und Exporteure sowie Unternehmen am Ende der Lieferketten vor neue Herausforderungen stellen.

    12.25 Uhr: RKI registriert 63.393 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 840,3

    Das Robert Koch-Institut (RKI) hat einen deutlichen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet und damit erneut einen Höchstwert. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 840,3 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 806,8 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 528,2 (Vormonat: 222,7). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 63.393 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 34.145 Ansteckungen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 28 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 30 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 8.744.840 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Montag mit 3,87 an (Freitag: 3,77). Am Wochenende wird der Wert nicht gemeldet.

    12.05 Uhr: Deutsche Wirtschaft Ende 2021 geschrumpft

    Das vergangene Jahr ist für die deutsche Wirtschaft mit einem Dämpfer zu Ende gegangen. "Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands dürfte im Schlussquartal 2021 etwas gesunken sein", schreibt die Bundesbank in ihrem Monatsbericht für Januar, der am Montag veröffentlicht wurde. Einschränkungen im Kampf gegen die erneute Corona-Welle hätten "das Wirtschaftsgeschehen im Dienstleistungssektor insbesondere im Dezember teilweise deutlich belastet". Auch Liefer- und Materialengpässe dämpften die Erholung. Das Statistische Bundesamt geht ersten Schätzungen zufolge davon aus, dass die Wirtschaftsleistung in Europas größter Volkswirtschaft im vierten Quartal 2021 zum Vorquartal um 0,5 Prozent bis 1,0 Prozent geschrumpft ist. Erste amtliche Daten zur Wirtschaftsentwicklung in den letzten drei Monaten 2021 will die Wiesbadener Behörde an diesem Freitag (28. Januar) bekanntgeben. Für das Gesamtjahr 2021 hatte das Bundesamt anhand vorläufiger Daten für Deutschland ein Wachstum von 2,7 Prozent errechnet.

    11.45 Uhr: Erster Corona-Fall bei einem Olympia-Team bei Einreise festgestellt

    Bei den Einreise-Kontrollen vor den Winterspielen in Peking ist der erste Corona-Fall bei einem Olympia-Team festgestellt worden. Wie die chinesischen Organisatoren am Montag mitteilten, sei am Vortag einer der 153 eingereisten Athleten und Funktionäre am Flughafen in Peking positiv getestet worden. Drei weitere Corona-Fälle wurden bei anderen Olympia-Akkreditierten ermittelt. Konkretere Angaben zur Identität der positiv Getesteten gibt es von den Olympia-Machern nicht.

    11.25 Uhr: Russland meldet Rekord an Neuinfektionen

    Russland meldet so viele Neuinfektionen wie noch nie binnen eines Tages. Es seien 65.109 Infektionen registriert worden, teilt die Arbeitsgruppe der Regierung mit. Am Tag zuvor waren es 63.205. Es gebe zudem 655 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus.

    11.10 Uhr: Rummenigge hofft auf Fan-Rückkehr

    Der langjährige Münchner Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge wünscht sich eine schnelle Rückkehr der Fans in die Stadien der Fußball-Bundesliga. "Der Fußball ohne Zuschauer ist kein Fußball. Es fehlt das wichtige Element der Emotion und Emotion kann nur mit Fans stattfinden. Ich wünsche deshalb dem FC Bayern und dem deutschen Fußball, dass Zuschauer ganz schnell in die Stadien zurück dürfen", sagte Rummenigge (66) in der BR-Sendung "Blickpunkt Sport" am Sonntag. Inmitten der Omikron-Welle mit hohen Infektionszahlen beraten Bund und Länder am Montag über die weiteren Corona-Maßnahmen. "Ich glaube nicht, dass der Fußball privilegiert ist», befand Rummenigge, der von 2002 bis 2021 Vorstandschef beim FC Bayern war. "Im Moment habe ich eher den Eindruck, dass der Fußball sehr kritisch beäugt wird, nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern auch von der Politik, weil keine Zuschauer ist nicht okay."

    11.00 Uhr: Fahrgastzahl in Bayern um gut ein Drittel gesunken

    Die Zahl der Fahrgäste in Bahnen und Bussen ist in Bayern 2020 um mehr als ein Drittel gesunken. Die bayerischen Unternehmen hätten mit 910 Millionen Fahrgästen 35,5 Prozent weniger Menschen befördert als vor Ausbruch der Corona-Pandemie, teilte das Landesamt für Statistik in Fürth mit. Busse und Bahnen legten gut ein Viertel weniger Kilometer zurück, so das Ergebnis einer vorläufigen Auswertung. Besonders hart hat es demnach die Anbieter von Busreisen getroffen. Hier beträgt der Passagierrückgang gut 80 Prozent, so die Statistiker. Betreiber von Fernbussen zählten rund 150.000 Fahrgäste, zwei Drittel weniger als vor der Pandemie. Einen deutlichen Rückgang verzeichnet das Landesamt für Statistik auch bei den durchschnittlich zurückgelegten Strecken. Betrug die mittlere Reiseweite vor drei Jahren noch fast 200 Kilometer, so waren es 2020 nur noch gut 145 Kilometer.

    10.50 Uhr: Wahl der Bayerischen Bierkönigin wegen Corona abgesagt

    Der Bayerische Brauerbund hat wegen der Corona-Pandemie die Wahl der Bayerischen Bierkönigin abgesagt. Damit bleibe die derzeitige Bierkönigin Sarah Jäger bis Mai 2023 im Amt, teilte der Brauerbund am Montag in München mit. Man wünsche sich für die Kandidatinnen eine hochwertige Veranstaltung vor großem Publikum, sagte Präsident Georg Schneider. Genau das könne im Moment aber nicht garantiert werden. Auch das für Februar geplante persönliche Casting mit den Bewerberinnen könne unter den aktuellen Umständen nicht wie geplant stattfinden. Seit dem Jahr 2001 kürt der Bayerische Brauerbund die Bayerische Bierkönigin bei einem großen Festabend. Dieser war für den 19. Mai 2022 geplant. Im vergangenen Mai hatte sich Sarah Jäger aus dem oberpfälzischen Schwandorf bei der Abstimmung durchgesetzt.

    10.35 Uhr: In Frankreich gilt nun der Impfpass für Über-16-Jährige

    In Frankreich gilt seit Montag für Menschen über 16 Jahren der Impfpass. Damit sind weite Bereiche des öffentlichen Lebens nur noch Geimpften und Genesenen zugänglich. Ein negativer Corona-Test reicht nicht mehr aus, um Zugang zu Cafés, Restaurants und Zügen zu haben. Das französische Parlament hatte das Gesetz nach zwei Wochen heftiger Debatten Mitte Januar verabschiedet. Der von der Opposition angerufene Staatsrat hatte das Gesetz am Freitag für verfassungskonform erklärt. Gekippt wurde lediglich die Bestimmung, dass der Impfpass auch bei Wahlkampfveranstaltungen eingefordert werden kann. Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 15 Jahren können weiterhin einen negativen Test vorweisen, um Zugang zu betroffenen Orten und Aktivitäten zu bekommen. Inhaber von Cafés und Restaurants können bei Zweifeln an die Echtheit des Impfpasses einen Lichtbildausweis vom Besitzer verlangen. Die Strafe für das Vorzeigen eines falschen Passes ist von 135 Euro auf 1000 Euro gestiegen. Wer mehrere falsche Pässe besitzt, riskiert fünf Jahre Haft und eine Geldstrafe in Höhe von 75.000 Euro.

    10.20 Uhr: Weitere Coronafälle im DHB-Team: Auch Wiencek und Ernst infiziert

    Die deutschen Handballer haben vor ihrem sportlich unbedeutenden letzten EM-Spiel drei weitere Coronafälle zu beklagen. Aus der Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason wurden Patrick Wiencek und Simon Ernst positiv auf das Virus getestet, ebenso ein namentlich nicht genanntes Delegationsmitglied, das nach Angaben von DHB-Sportvorstand Axel Kromer "nicht auf der Bank" sitzt. Damit stieg die Anzahl der infizierten deutschen Spieler während der EM auf 15. Sowohl Wiencek als auch Ernst standen im dritten Hauptrundenspiel beim 21:25 gegen Vizeweltmeister Schweden am Sonntag im Kader, nur der Kieler Kreisläufer Wiencek kam von dem Duo zum Einsatz. Nachnominierungen sind nicht geplant. Die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) bestreitet ihr letztes Hauptrundenspiel am Dienstag in Bratislava gegen Russland. Beide Teams haben keine Chance mehr auf die Teilnahme am Halbfinale in Budapest.

    10.05 Uhr: Virologe Stöhr fordert Lockerungen der Corona-Maßnahmen

    Der Virologe Klaus Stöhr befürwortet angesichts der Omikron-Variante mit ihren milderen Infektionsverläufen Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Jetzt müsse man nach vorne schauen und sehen, was denn die richtige Maßnahme sei - etwa Kontaktnachverfolgung reduzieren, Quarantäne reduzieren, Teststrategie anpassen, sagte Stöhr am Montag dem Radiosender Bayern 2. "Das Verständnis dafür, dass Corona so wird wie andere Atemwegserkrankungen, das muss noch in die Köpfe hinein." Da sei in anderen Ländern schon viel mehr passiert als in Deutschland, sagte der frühere Leiter des globalen Influenza-Programms der Weltgesundheitsorganisation WHO. Ihm fehle vor allem der medizinische und gesundheitliche Hintergrund dafür, dass an Schulen die Kinder ansatzlos dreimal pro Woche getestet würden, sagte Stöhr. "Ich verstehe auch nicht, dass die 2G-Plus-Regel weiterhin bestehen bleibt, das ist ja gewissermaßen ein Schlag ins Gesicht für diejenigen, die sich haben impfen lassen."

    09.50 Uhr: Olympia-Organisatoren lockern Vorgaben für Corona-Tests

    Nach heftigen Debatten um die Corona-Tests bei den Winterspielen haben die Olympia-Organisatoren die strikten Regeln etwas gelockert. Kern der vom Internationalen Olympischen Komitee am Montag veröffentlichten Vorgaben ist die Festlegung des umstrittenen CT-Werts (Cycle Threshold) für einen positiven Test auf unter 35. Je niedriger dieser Wert ist, als umso ansteckender gilt eine Person. In Deutschland liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts ein positiver Befund erst bei einem CT-Wert von unter 30 vor. In China ist dieser Wert eigentlich auf 40 festgelegt. Wegen der bislang unterschiedlichen und teils unklaren Vorgaben hatten Athleten und Funktionäre die Sorge geäußert, dass viele vor ihrer Abreise negativ getestete Sportler nach ihrer Ankunft positiv getestet werden könnten. Die Anpassung des Grenzwerts dürfte eine Reaktion auf diese Kritik sein.

    09.25 Uhr: Kitas und Schulen bei Priorisierung einbeziehen

    Mit Blick auf eine mögliche Priorisierung von PCR-Tests auf das Coronavirus hat Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) angemahnt, auch Kindergärten und Schulen bevorzugt zu behandeln. Im RBB-Inforadio sagte sie am Montag, sie halte es für richtig, bei knappen Verfügbarkeiten zu priorisieren: "Zur kritischen Infrastruktur gehören die Krankenhäuser, aber eben in einem nächsten Schritt auch Kitas und Schulen". Diese seien Teil eines wichtigen Systems, "das jetzt nicht in die Knie gehen darf". Spiegel begrüßte es, dass die Testung mit den kindgerechteren, sogenannten "Lolli-Tests" in Berlin ausgeweitet wurde. Neben der Impfkampagne müsse auch das Testen in der Pandemie-Bekämpfung ein wichtiger Baustein bleiben. Auf die Frage, ob die berufsbezogene Impfpflicht, die im März in Kraft treten soll, auch für Beschäftigte in Schulen und Kitas gelten sollte, sprach sich Spiegel für eine allgemeine Impfpflicht aus.Seit Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus steigen die Inzidenzen in Deutschland auf Werte, die in den knapp zwei Jahren der Pandemie bislang nicht erreicht wurden.

    08.55 Uhr: Lkw-Fahrer in Kanada protestieren gegen Corona-Impfpflicht

    In Kanada protestieren dutzende Lkw-Fahrer gegen die Corona-Impfpflicht, die seit kurzem bei Überquerung der Grenze in die USA gilt. Am Sonntag startete der sogenannte "Konvoi für die Freiheit" in der Stadt Vancouver an der kanadischen Westküste, wie kanadische Medien berichteten. Ziel ist die Hauptstadt Ottawa, rund 4.400 Kilometer entfernt. Auf dem Weg nach Ottawa sollen sich weitere Lkw-Fahrer anschließen. Ankommen wollen die Protestierenden am Samstag. Die Impfpflicht für den Grenzübertritt war am 15. Januar in Kanada und am Samstag in den USA eingeführt worden. Ungeimpfte kanadische Lkw-Fahrer müssen demnach bei Rückkehr aus den USA in eine 14-tägige Quarantäne, US-Fahrer ohne Impfung dürfen nicht ins Land. Die USA drohen bei Zuwiderhandlung mit einer dauerhaften Sperre.

    08.28 Uhr: Ifo-Institut: Weniger Corona-Tote als gedacht

    Bis Jahresende 2021 sind seit Ausbruch der Pandemie 96.200 Personen mehr gestorben, als unter normalen Umständen zu erwarten gewesen wäre. Zu diesem Ergebnis kommt Joachim Ragnitz von der Niederlassung Dresden des Ifo-Instituts. Die Zahl der auf die Pandemie zurückzuführenden zusätzlichen Todesfälle liege damit niedriger, als es bisherige Schätzungen nahelegten. Sie ist den Angaben zufolge um rund 15 Prozent kleiner als die vom Robert-Koch-Institut erfasste Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion.

    Die Zahl zur sogenannten Übersterblichkeit berücksichtigt den Ifo-Angaben nach auch den normalen Alterungsprozess in der Gesellschaft, der in jedem Jahr zu einer höheren Zahl an Verstorbenen führt.

    Eine Corona-Erkrankung ist den Berechnungen zufolge vor allem für die über 80-Jährigen eine tödliche Gefahr: Knapp zwei Drittel der Übersterblichkeit 2020 und 2021 entfällt auf diese Altersgruppe, wie die Forscher zu ihren Berechnungen mitteilten. Auch in der vierten Corona-Welle sei es Deutschland nicht gelungen, die höheren Altersgruppen ausreichend zu schützen. Ragnitz fordert deshalb entsprechende Maßnahmen, etwa ein vorrangiges Boostern und eine Erhöhung der Impfquote.

    06.29 Uhr: Lockdown in chinesischer Metropole aufgehoben

    Nach einem Monat haben die Behörden von Xi'an den Lockdown für die 13 Millionen Bewohner der zentralchinesischen Metropole aufgehoben. Nach Angaben der Stadtverwaltung wurde der Status der alten Kaiserstadt, die seit Dezember gut 2.000 Infektionen erlebt hatte, wieder auf «niedriges Risiko» heruntergestuft. Die Ausgangssperren wurden aufgehoben.

    Öffentliche Verkehrsmittel sowie Taxis konnten ihren regulären Betrieb wieder aufnehmen. Auch dürfen die Bewohner wieder normal reisen, müssen aber mit der Corona-App jeweils ihre Unbedenklichkeit nachweisen. Flüge und Zugverbindungen in die Provinzhauptstadt von Shaanxi wurden wieder aufgenommen. Geschäfte und Einkaufszentren dürfen auch wieder normal öffnen, teilte die Stadtverwaltung mit.

    05.15 Uhr: Inzidenz steigt weiter - auf 840,3

    Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet erneut einen deutlichen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz. Pro 100.000 Einwohner hat sich der Wert der Neuinfektionen auf 840,3 erhöht, von 806,8 am Vortag. Damit wurde ein neuer Höchstwert erreicht. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 63.393 Corona-Neuinfektionen.

    Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 28 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 30 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 8.744,840 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Genesenen wird mit 7.273.100 angegeben. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 116.746.

    Die Dunkelziffer bleibt hoch. Experten weisen darauf hin, dass immer mehr Fälle nicht erfasst werden können, unter anderem, weil Testkapazitäten und Gesundheitsämter zunehmend am Limit sind.

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